Krähe und Bär oder Die Sonne scheint für uns alle

von Martin Baltscheit und Wiebke Rauers
4,5 Sterne bei41 Bewertungen
Krähe und Bär oder Die Sonne scheint für uns alle
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Neue Kurzmeinungen

losgelesens avatar

Schimpfworte lernen unter Aufsicht.

TanyBees avatar

Nichts für zartbesaitete Eltern, es fallen einige Schimpfwörter. Ich mag die Sprache und die philosophischen Betrachtungen sehr.

Alle 41 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Krähe und Bär oder Die Sonne scheint für uns alle"

Tiefgründig, überraschend und urkomisch! Der Bär wird um sein faules Leben im Zoo beneidet. Jeden Tag drei Mahlzeiten und satt einschlafen. Dabei wäre er viel lieber frei wie die Krähe. Die bietet ihm die Chance seines Lebens: Sie können ihre Körper tauschen! Schnell muss der Krähenbär feststellen, dass gute Manieren in freier Wildbahn reine Zeitverschwendung sind, und die Bärenkrähe frisst sich nicht nur rund, sondern auch unglücklich. Und so teilen sich die beiden am Ende die Vollpension im Zoo in einer freien Entscheidung.
Philosophische Themen kindgerecht und lustig verpackt und mit leuchtend-fantasievollen Illustrationen ausgestattet!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783791500256
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:112 Seiten
Verlag:Dressler
Erscheinungsdatum:23.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    MuenisBookWorlds avatar
    MuenisBookWorldvor einem Jahr
    So unterschiedlich und doch sehr ähnlich

    Durch einen witzigen Zufall landet eine Krähe im Gehege des Bären. Der Bär lässt sich nichts sagen und ist im Gegensatz zur Krähe eher schlecht gelaunt und teilt sein Eigentum nicht gern. Das macht er schon bei seinem Fressen deutlich. Plötzlich landet die Krähe durch ein dummes Missgeschick im Pool. Das Blöde ist nur: Eine Krähe kann nicht schwimmen. Durch laute Beleidigungen und Schreie rettet der Bär schließlich die Krähe. Die Krähe macht sich schnell aus dem Staub, kommt jedoch am nächsten Tag wieder zurück. Das klingt zunächst gar nicht so schlimm, doch der Vogel ist (wie der Bär schon sagt) eine richtige "Laberkrähe". So nervt die Krähe den Bären Tag ein Tag aus.


    Ich muss sagen, dass mir die Beziehung zwischen Bär und Krähe sehr gefallen hat. Man kann eine gute Entwicklung zwischen beiden Tieren von Anfang bis Ende beobachten. Beide sind sehr unterschiedlich verstehen sich aber später umso besser.


    Als Erwachsene musste ich bei einigen Begriffen und Bemerkungen schmunzeln. Es werden viele Jugendwörter und Wortneuschöpfungen verwendet. Die Sprache kann für manche Kinder zwar unterhaltsam sein, jedoch gleichzeitig auch etwas stören. Viele Kinder fühlen sich sicherlich auf diese Art von Sprache angesprochen. Sie ist witzig, unterhaltsam und zum Totlachen. Alles hat jedoch seine Grenzen.

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    Katzenkinds avatar
    Katzenkindvor einem Jahr
    Kurzmeinung: So ein schönes Buch, mal wieder, von Martin Baltscheit. So viele Themen werden angesprochen, gerade für mich als Lehrerin ein tolles Buch!
    Ich warte weiter darauf, dass Baltscheit mich enttäuscht... :D

    Ich war fest davon ausgegangen, von diesem Buch enttäuscht zu sein. Martin Baltscheit, Shootingstar der Deutschdidaktik dank seines Bilderbuches „Der Löwe, der nicht schreiben konnte“, schreibt und illustriert witzige Bilderbücher die Kinder ansprechen, auch gerade weil sie nicht banal sind. In seinem 2012 erschienen Bilderbuch „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ behandelt er rührend, unaufdringlich, aber doch ehrlich das Thema Altersdemenz.

    Nun also kein Bilderbuch, sondern eine Erzählung, die Geschichte von „Krähe und Bär“. Die beiden ungleichen Gestalten lernen sich im Zoo kennen, wo der Bär vor sich hin vegetiert. Er frisst täglich seinen Eimer Fleisch, er wird dicker und träger, geht seine Runden im kleinen Gehege. Er träumt von Freiheit, aber immerhin muss er nicht hungern. Die Krähe ist frei wie, nunja, ein Vogel, aber auch hungrig. Das erste Aufeinandertreffen der beiden ist nicht gerade freundlich und geprägt davon, dass die Krähe etwas will, das der Bär zwar im Überfluss hat, aber nicht bereit ist herzugeben: sein Essen. Die Krähe hingegen hat etwas, das der Bär will, nämlich Freiheit. Hier wird ein so zentrales, tiefes Thema menschlicher Erfahrung angetastet, die Empfindungswelt zwischen den Polen Sicherheit und Freiheit, aber dabei so kindgerecht und in typischem Baltscheit-Humor, dass sich das Buch von Anfang an wunderbar liest.

    Im weiteren Verlauf freunden Bär und Krähe sich natürlich an. Und das liegt an einem Wunder, an einem „Geschichtenwunder“ und mit dieser Bezeichnung macht der Autor der Leserin oder dem Leser auch wieder deutlich, wo sie oder er sich befindet: in einer Geschichte. Die Krähe ertrinkt fast im Bärengehege, der Bär rettet sie. Im weiteren Verlauf kommt die Krähe öfter vorbei, der Bär teilt einen kleinen Teil der Ration. Die Krähe bemüht sich, dem Bären das Gehege schöner zu machen, malt seine Wand blau an, will ihn mit einer Pappnase aufheitern. Der Bär teilt sein Essen, teilt aber auch verbale Hiebe aus. Aufzumuntern ist er kaum.

    Hier ist nun der nächste Punkt, an dem ich gespannt und ein wenig ängstlich darauf gewartet habe, wie Baltscheit wohl dieses Dilemma lösen wird. Soll der Bär ausbrechen? Wie glaubwürdig wäre das? Aber auch hier: Geschichtenwunder. Die Krähe hat von der Schlange einen Zaubertrank bekommen, der es beiden erlaubt die Körper zu tauschen! Was beide tun. Und wie es dann weitergeht, wie Bärenkrähe und Krähenbär mit ihren neuen Leben zurechtkommen und den Höhepunkt, sehr aufregend mit einer thrillerartigen Spannung, werde ich hier nicht verraten, aber das Weiterlesen lohnt sich und ich war sehr überrascht, wie gelungen mir das Ende erschien.

    Von Kritik an Zoos über Kritik an aktuellem Konsumverhalten bis hin zu zentralen Fragen des Lebens und der Freundschaft behandelt dieses Buch unheimlich viele, tiefgründige Themen. „Krähe und Bär“ regt an zum Nachdenken und zum Philosophieren, ist aber kein Ratgeber, sondern eher ein Fragensteller. Dabei ist der Schreibstil flüssig, es ergeben sich viele freche und wortgewandte Dialoge zwischen Krähe und Bär, die im Buch in unterschiedlichen Farben dargestellt werden. Wenn Erwachsene diese Geschichte vorlesen, sollten sie dringend ihre Stimmen verstellen und ein wenig dramatisches Gestalten hineinlegen, damit Kinder dieses Buch gut verstehen können.

    Die leuchtend bunten Bilder unterstützen das Lesen und sind ausnahmsweise nicht von Baltscheit selbst, sondern von Wiebke Rauers gemalt. Besonders herausragend empfand ich, wie gut man die Gefühle der Tiere anhand der Illustrationen ablesen kann. Hier bietet sich die Chance  Emotionen und deren Ausdruck zu behandeln. Eine Kleinigkeit noch: Wer Wortschatz wie „Blödbär“, „fetter Sack“, „Bratarsch“ im Wortschatz seiner Kinder vermeiden will, greife doch besser zu einer anderen Lektüre. Ich persönlich würde diese kreativen Beleidigungen zum Anlass nehmen, über Sprache zu reflektieren. :)

    Ich möchte damit schließen, dass dieses Buch ein weiterer Baltscheit-Schatz ist. Dieser eignet sich aber für eher für Kinder ab acht, neun Jahren, ist also schon für die Größeren. Und auch die ganze Großen, können Spaß an diesem Buch haben!

    Kommentare: 1
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    Engel1974s avatar
    Engel1974vor einem Jahr
    Kurzmeinung: eine Geschichte die durch ihre Illustrationen lebt, den Inhalt haben die Kinder nicht verstanden, da Schreibstil keinesfalls Kindgerecht
    Krähe und Bär

    „Krähe und Bär“ von Martin Baltscheid erzählt die Geschichte zweier ungleicher Freunde. Erschienen ist das Buch im Dressler Verlag und für Kinder von 6 bis 8 Jahren gedacht.

    Um was geht es?

    Der Bär verbringt schon seit er denken kann sein Leben im Zoo, einsam sind seine Tage. Bis eines Tages ein Vogel genau vor ihm ins Wasser fällt. Nur widerwillig rettet der Bär den Vogel, der sich als Krähe vorstellt. Die Krähe ist hungrig und kehrt von nun an täglich ins Gehege des Bären zurück um Futter abzubekommen.

    Aus den täglichen Begegnungen wird Freundschaft, eine ganz besondere Freundschaft, bei der die Krähe versucht den traurigen Bären aufzuheitern und ihm seinen größten Wunsch zu erfüllen.

    Meinung:

    Martin Baltscheid erzählt eine sehr tiefgründige, philosophische Geschichte von Freiheit, Vorurteil und Freundschaft, eine Geschichte bei der man viel zwischen den Zeilen lesen muss und bei uns Erwachsenen sofort ankommt, den Kindern aber fällt das Verstehen schwer. Für sie lebt die Geschichte von den farbenfrohen, einzigartigen und wunderschönen Illustrationen von Wiebke Rauers.

    Zusammen mit meinen Kindern und einer Gruppe von Schulkindern habe ich das Buch gelesen und schnell gemerkt das sie Verständnisprobleme hatten und dadurch leider auch sehr schnell das Interesse an der Geschichte. Dies lang zum einen an den Botschaften zwischen den Zeilen, aber auch am gewöhnungsbedürftigen, nicht gerade Kindgerechten, schwierigen Schreibstil.

    Der Schreibstil entspricht keinesfalls dem Sprachstil der Kinder und enthält viel zu viele Dialoge. Um die Geschichte aufzulockern und humorvoll klingen zu lassen, baut der Autor leider auch noch Begriffe wie „Blödbär“, „fetter Sack“, „Bratarsch“, um nur einige zu nennen ein. Da frage ich mich gehört das wirklich in ein Kinderbuch? Viele Erwachsene und auch ich möchten diese Begriffe nicht unbedingt im Wortschatz meiner Kinder wissen.

    Insgesamt betrachtet möchte der Autor eine wichtige Botschaft vermitteln, die so leider gar nicht bei den Kindern ankommt. Immer wieder musst ich unterbrechen und aufkommende Fragen der Kinder beantworten. Für die Kinder traten letztendlich die Illustrationen in den Vordergrund des Buches, die ihre eigene Geschichte erzählten.

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 2 Jahren
    Ein ganz besonderes Buch mit tollen Illustrationen über eine ganz besondere Freundschaft

    Was macht eine Krähe im Zoo? Sie ist auf der Suche nach Futter. Hunger, das Wort beherrscht sie perfekt. Im Bärengehege ein Knochen, Reste von Fleisch. Doch ihre Landung missglückt und sie landet im Bärenpool. Krähen können nicht schwimmen. Bären sind faul und träge (so hat es jedenfalls den Anschein, wenn man sie im Zoo sieht). Doch es gibt Wunder, so wie hier in der Geschichte. Der Bär rettet die Krähe, aber nur, weil sie ihm mit ihrem Gekrächze auf den Wecker geht. Langweilig ist ihm. Jeden Tag der gleiche Ablauf, bis die Krähe wieder auftaucht. Und irgendwie mag er den Vogel, neidet ihn um seine Freiheit, dahinzufliegen wo er möchte. Der Bär kann das nicht. Er ist eingesperrt in seinem Gehege.
    Martin Baltscheit hat mich sehr beeindruckt durch seinen tollen Erzählstil. Die Geschichte ist teils humorvoll aufgebaut, versetzt mit etwas Ironie. Beide Charaktere sind durch die Illustrationen super ausgearbeitet und sympathisch. Die Idee zur Kuschelkrähe als Stofftier findet ich gut, "als Wächter des Schlafs", wie die Krähe sagt☺ (S. 57). Das Buch ist eine wunderschöne als auch abenteuerliche Geschichte um eine wachsende Freundschaft zweier unterschiedlicher Tiere. Eine Freundschaft, wie sie eigentlich nicht bestehen kann.
    Martin Baltscheit verstgeht es, große und kleine Leser in den Bann der Geschichte zu ziehen. Die großflächigen Illustrationen von Wiebke Rauers machen die Geschichte zu einer angenehmen Lesereise. Durch die gezeichnete Körpersprache, der Mimik ist jeder Moment erkennbar. Aber hier ist noch mehr. Es geht um Themen, die zum Lesealter passen, wie Freundschaft, Zusammenhalt, aber auch um Ängste. Gute Freunde helfen sich gegenseitig und demonstrieren, wie stark man durch den Zusammenhalt wird.
    Freud und Leid liegen oft dicht beieinander, genau wie Sonnenschein und Regen.
    Egal, was auch immer passiert, die Hoffnung sollte man nie aufgeben, und vor allem die Augen öffnen, um zu erkennen, wie viel Wert eine Freundschaft besitzt, einem eine Freundschaft bedeuten kann.
    Ich kann „Krähe und Bär oder die Sonne scheint für uns alle“ Leseempfehlung geben, weil alles rundum gelungen ist, sowohl vom Inhalt als auch die Illustrationen.

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    Lesemaus87s avatar
    Lesemaus87vor 2 Jahren
    Ein Buch das zum Nachdenken anregt

    Daten zum Buch:

    Titel: Krähe und Bär
    Autor: Martin Baltscheit
    Genre: Kinderbuch
    Verlag: Dressler
    Seitenzahl: 112 Seiten
    Erschienen: 23. Januar 2017


    Inhalt des Buches:

    In dem Buch geht es um einen Bären, der lieber frei sein möchte wie die Krähe. Die Krähe wiederum möchte lieber faul sein wie der Bär und jeden Tag drei Mahlzeiten haben und satt einschlafen. Die Krähe bietet dem Bären die Chance seines Lebens: Sie könnten ihre Körper tauschen, wenn der Bär auch möchte. Doch leider muss der Krähenbär feststellen, das das Leben in freier Wildbahn doch nicht so toll ist wie erwartet, denn dort gibt es keine gute Manieren und fast nichts zu Essen. Die Bärenkrähe frisst sich kugelrund und fühlt sich ebenfalls nicht wohl. Und so kommt es, das sich die beiden am Ende eine Vollpension um Zoo zusammen haben und das aus ihrer freien Entscheidung.

    Ein tiefgründiges, urkomisches und überraschendes Buch.


    Charaktere:

    Ich finde die beiden Charaktere des Buches, also die Krähe und den Bären gut gelungen.


    Cover:

    Das Cover des Buches finde ich sehr schön und rundum gelungen. Man sieht auf dem Cover einen See und im See sieht man den Bären, der in einem kleinen roten Boot liegt und auf dem Bauch des Bären sitzt die Krähe. Das Buch selbst ist auch sehr schön aufgemacht, auf fast jeder Seite findet man schöne Illustrationen. Was ich auch noch schön finde, das jeder der zwei seine eigene Textfarbe hat und man somit immer sieht, ob die Krähe (rot) oder der Bär (schwarz) redet.
     

    Schreibstil:

    Der Schreibstil des Buches ist locker, leicht und sehr kindgerecht. Die einzelnen Kapitel haben genau die richtige Länge und es kommen viele Illustrationen vor, die das Lesen auch für Leseanfänger leicht macht. Ein Kritikpunkt habe ich aber leider und zwar kommen im Buch teilweise sehr schlimme Ausdrücke vor wie z.B. "Fetter Sack", "Bratarsch" oder "Verpiss dich" um mal 3 Beispiele genannt zu haben. Die Ausdrücke passen zwar zu einer Krähe, aber meiner Meinung nach sollten solche nicht in einem Kinderbuch vorkommen.
      

    Meine Meinung:

     Alles in allem ein schönes Kinderbuch, mit einem Thema, das zum Nachdenken anregt. Die Aufmachung ist einfach nur richtig klasse. Das einzige was es zu bemängeln gibt, sind die schlimmen Ausdrücke, die meiner Meinung nach echt nicht in ein Kinderbuch gehören, auch wenn sie zu der Krähe passen. Deshalb gibt es nur 4 Sterne von mir.

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    kathrineverdeens avatar
    kathrineverdeenvor 2 Jahren
    Rezension zu "Krähe und Bär" von Martin Baltscheit

    Die Sonne scheint für uns alle. Dass aber nicht jedes Leben sonnig ist, und es der Sonne anscheinend völlig egal ist, für wen sie scheint, erzählt uns ein Bär, der ein trostloses Dasein hinter engmaschigen Zäunen und dicken Mauern eines Zoos lebt. Er kennt nur dieses Leben, denn er wurde hier geboren und trotzdem trägt er eine tiefe Sehnsucht nach Freiheit in sich, die ihn jeden Tag aufs Neue traurig macht. Während der Bär jeden Tag mit seinen trostlosen Leben hadert und sich nichts weiter wünscht als frei zu sein, gibt es eine kleine freche Krähe, die ihn sehr um sein Leben beneidet. Drei Mahlzeiten am Tag ohne etwas dafür zu tun - dafür würde sie sich liebend gerne einsperren lassen. Dann bietet sich die für beide die Möglichkeit ihre Körper zu tauschen – die Chance ihres Lebens: Freiheit gegen geregelte Mahlzeiten …

    Für sein brandneues Kinderbuch „Krähe und Bär. Die Sonne scheint für uns alle.“ hat Martin Baltscheit sich zwei wunderbare literarische Figuren erschaffen, die sehr divergent sind. Eine rotzfreche, magere Krähe, die in Freiheit leben darf, aber täglich gegen und mit dem Hunger kämpfen muss. Dieser Krähe stellt der Autor auf kontrastreiche Weise einen riesigen und dicken Bären, mit feinen Manieren zur Seite, der ein trostloses Leben in Gefangenschaft in einem Zoo führt, und nichts für seine Mahlzeiten tun muss. So hat jeder sein Päckchen zu tragen …

    Baltscheits kindgerecht verpackte, tiefgründige und philosophische Themen lassen sich auf viele aktuelle Situationen übertragen. Vordergründig geht es um eine besondere Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher Wesen, die erst nachdem sie einige Vorurteile aus ihren Gedanken verbannt haben, zueinanderfinden. Und um die Freiheit und darum, dass niemand wirklich frei ist, wenn irgendwo unüberwindbare Mauern und Zäune errichtet werden. Ein weiteres Thema handelt von einem nicht geschätzten Leben im Überfluss, während in einem anderen jeden Tag aufs Neue ums nackte Überleben gekämpft wird.

    Ich bin ein bekennender Martin Baltscheit Fan und mit jedem gelesenen und gehörten Werk wächst meine Begeisterung für dieses geniale Multitalent. Impulsiv und ausdrucksstark vereint der Autor Themen, die mich sehr bewegt haben. Womöglich wird jeder Leser dieses Buch mit seinen wichtigen Botschaften auf seine eigene Weise erleben. Die einen werden es als urkomisch und andere werden ins Grübeln geraten. Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch wegen der Thematik sehr betroffen gemacht hat. Auch wenn ich Baltscheits Humor sehr schätze, konnte er mich in seinem neuen Werk nicht wirklich mit den humorvollen Szenen trösten. Und auch nach dem Lesen wirken einige Szenen dieser Geschichte nach. Aber auch das macht ein gutes Buch für mich aus.

    Was mich ein bisschen an Martin Baltscheits großartigem Kinderbuch „Nur ein Tag“ gestört hat, waren die filigranen und zuckrig süßen Illustrationen von Wiebke Rauers. Nicht weil diese so unansehnlich waren, sondern einfach weil ich den etwas gröberen Stil von Martin Baltscheit bevorzuge. Nachdem ich „Krähe und Bär“ gelesen habe, kann ich nachvollziehen, warum der Autor sich erneut mit Wiebke Rauers zusammengetan hat, denn sie kann nicht nur zuckrig süß. So untermalt sie auch die richtig lauten Szenen gekonnt mit eindrucksvollen und ausdrucksstarken Illustrationen. Alles harmoniert miteinander. Selbst der Text, der in verschieden Passagen aus der Reihe tanzt und unterschiedlich koloriert ist, fügt sich perfekt ein.

    „Krähe und Bär. Die Sonne scheint für uns alle.“ von Martin Baltscheit ist für mich persönlich wieder ein besonderes Leseerlebnis. Es hat mich sehr berührt und oft schweiften meine Gedanken ab und das Gelesene bestärkte mich Mauern einzureißen, um mich nicht zu verschließen. Aber auch darin, dieses Buch an eine Freundin weiterzugeben, die sehr gerne Zoos besucht.

    www.kathrineverdeen.blogspot.de

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    Simi159s avatar
    Simi159vor 2 Jahren
    Das Gras auf der anderen Seite

    Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner, zumindest glaubt man das. So ist das auch für die Krähe und den Bär. Sie lebt in Freiheit kämpft jeden Tag gegen ihren Hunger und um Futter, während er faul auf der Haut im Zoogehege liegt und jede Mahlzeit auf demSilbertablett serviert wird. 

    Beide treffen eher zufällig aufeinander, der Bär rettet der Krähe das Leben und obwohl sie sich anfänglich nicht so recht leiden können, werden sie schnell ein Team. 

    Der Bär langweilt sich und wäre gerne Frei. Die Krähe beneidet ihn um sein Essen und die Sicherheit. Und so schlüpfen sie in den Körper des Anderen…

    Wird dies die fehlende Zufriedenheit bringen? 

    Fazit: Wow, welch eine tiefgründige Geschichte, die so leichtfüßig und mit so tollen wie sympathischen Charakteren erzählt wird. Man mag diese beiden, sich so unterschiedlichen und doch liebenswerten Tiere sofort. Egal ob es die Krähe, die frech und witzig daher kommt oder den etwas faulen aber herzensguten Bären. 

    Die Beiden sind gut beschrieben und auch jüngere Kinder werden gefallen an dieser etwas abgedrehten Geschichte finden.

    Der philosophische Teil der Geschichte bleibt zu jeder Zeit kindgerecht und  es wird schon vor dem Ende der Geschichte klar, dass jeder Mensch und jedes Tier es nicht nur gut oder nur schlecht im Leben hat. Dass immer beide Seiten dazu gehören und dass es gibt ist, wenn man schaut was man hat und nicht was fehlt.

    Sprachwitz und eine teilweise derbe Ausdrucksweise, lassen den Leser schmunzeln. Beide Tiere fluchen und werden dadurch einen ticken menschlicher…

    Schöne große Schrift, wie kinngerechte kurze Kapitel und viele Bilder halten auch Erstleser bei der Lektüre und lassen die Geschichte im nu vergehen.

    Alles in allem ein  wundervolles Kinderbuch, das auch größeren Kinder und Erwachsenen Spass macht.

    Von uns gibt es 5 STERNE.

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    Solara300s avatar
    Solara300vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wundervolles Kinderbuch das ich nur weiterempfehlen kann!!!
    Wenn ein Wunsch nicht immer für Freude sorgt...

    Kurzbeschreibung

    Wenn zwei völlig unterschiedliche Tiere aufeinander treffen und jeder den anderen um sein Leben beneidet.
    Dann sind wir bei dem Bär im Zoo und der Krähe, die sich dort des Öfteren herumtreibt in der Hoffnung noch den einen oder anderen Happen zu ergattern.
    Beide lernen sich durch einen Unfall im Teich näher kennen und stellen fest, dass sie beide einen Traum haben.
    Der Bär wäre gerne so frei wie die Krähe und die Krähe wäre gerne so satt wie der Bär.
    Beide haben die Chance diese Erfahrung zu machen, nur der Preis fällt anders aus als erhofft..



    Cover

    Das Cover ist wundervoll gestaltet mit dem Bär und der Krähe, die sich beide sehr gut zu verstehen scheinen. Denn sie treiben dahin und der Bär scheint der Krähe zu lauschen.

    Schreibstil

    Der Autor  Martin Baltscheit hat hier eine wunderschöne Geschichte über das kennenlernen, Freundschaft, Erfahrung und Wertschätzung geschrieben und ich bin begeistert von der Geschichte. Die mal wieder aufzeigt das man nicht immer so unzufrieden sein sollte, da es dazu nicht immer einen Grund gibt. Dazu sind der Einband und die Illustrationen von Wiebke Rauers herrlich gelungen und haben mich in die Welt der zwei, Krähe und Bär entführt.



    Meinung

    Wenn ein Wunsch nicht immer für Freude sorgt...

    Nun, da sind wir bei zwei außergewöhnlichen Fremden.
    Denn hier treffen sich ein Bär, der im Zoo wohnt und eine Krähe. Denn die Krähe fällt aus Versehen ins Wasser und der Bär rettet sie.

    Davon ist die Krähe noch ziemlich perplex, den im Normalfall machen Bären, die laut dem Hörensagen sich für niemanden interessieren nichts.
    Dabei findet Krähe raus, das der Bär traurig ist mit seinem Leben, das von Tag ein und Tag aus nur daraus besteht seine Runde zu laufen und zu essen und zu schlafen.
    Die Krähe hat dazu aber eine Idee, nachdem sie sich mit dem Bär näher angefreundet hat, was bei solch einen Sturkopf nicht immer ganz einfach ist.
    Denn Krähe hat einen Trank wo die Seele tauscht. Das heißt Krähe ist in Bärs Körper und Bär in Krähe Körper. Denn somit wäre sein Traum von Freiheit endlich Wirklichkeit und Krähes Traum nie wieder Hunger zu leiden würde sich auch erfüllen.
    Nur manche Träume und die Wirklichkeit haben nicht viel gemeinsam und so müssen beide feststellen, dass der beste Wunsch nichts nützt wenn du keinen Freund mehr an deiner Seite hast.

    Genau diese Geschichte gefällt mir deshalb sehr gut. Denn nicht jeder Wunsch den man hat, ist auch der richtige für einen, so lernen es die beiden auch. Und dabei steht etwas ganz oben und zwar das man sich auf etwas Neues einlässt, wie einen Freund kennenzulernen der für einen da ist und einen versteht.

    Fazit 

    Ein wundervolles Kinderbuch das ich nur weiterempfehlen kann!!!


    5 von 5 Sternen

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    Damariss avatar
    Damarisvor 2 Jahren
    Eine ungewöhnliche Freundschaft verpackt in einem ungewöhnlichen Buch

    Zwei unzufriedene Tiere und eine ungewöhnliche Freundschaft - so könnte man das Thema von "Krähe und Bär" in aller Kürze zusammenfassen. Dass das Buch als tiefgründig, überraschend und urkomisch beschrieben wird, war mir vor dem Vorlesen nicht deutlich bewusst. Aber umso besser. Meine zwei Kinder sind mit 7 und 9 Jahren im perfekten Vorlesealter für das Buch. Doch nach den ersten Seiten war ich irritiert und die Kinder ebenso. In mir kam die leise Frage auf, ob das Buch vielleicht nicht ZU tiefgründig oder ZU abgedreht ist? Jetzt sage ich nein, es ist genau richtig! Aber anspruchsvoll ist es schon. Mehr, als man bei der herrlich fröhlich-zufriedenen Illustration auf dem Einband erwarten würde.

    Der Bär ist unzufrieden mit seinem Leben im Zoo. Zwar hat er täglich drei sichere Mahlzeiten, aber er ist in einem kleinen Gehege gefangen. Außer schlafen, essen und andauerndes Im-Kreis-Laufen passiert hier nicht viel. Er möchte frei sein. Der Autor bringt die Frustration des Bären so deutlich zum Ausdruck, dass sie einem förmlich aus dem Text entgegenschreit. Lustig und komisch ist das nicht, eher sehr ehrlich und ernüchternd - und auch etwas traurig.
    Die Krähe ist frei und kann fliegen wohin sie will, dafür plagt sie andauernder Hunger. Aus anfänglicher Abneigung, seitens des Bären, entwickelt sich eine zaghafte Freundschaft, die beiden ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Am Ende werden aus Feinden echte Freunde, die dankbar für ihr Leben sind und sich die Annehmlichkeiten teilen.

    Ich bin der Meinung, dass man der Geschichte etwas Zeit geben sollte. "Krähe und Bär" ist ein Kinderbuch, an das man sich gewöhnen, in das man sich einlesen muss. So schlug die anfängliche Skepsis bei mir und den Kinder in plötzlichen Enthusiasmus um. Die Handlung wurde spannend und tatsächlich überraschend. Die Illustrationen sind perfekt! Besonders mein Sohn war von der Geschichte fasziniert. Einen Anteil daran hatte sicherlich auch die spröde Erzählweise mit ihren Kraftausdrücken, die nicht jedem Vorleser gefallen werden. Der Text gleicht manchmal vom Ausdruck her einem Drehbuch, kann aber mit Bären- und Krähenstimme (farblich hervorgehoben) perfekt vorgelesen werden. Die Wirkung auf die jungen Zuhörern ist klasse. Einige Dinge wird man Kindern eventuell erklären müssen, bzw. könnte sich während des Vorlesens ein Gesprächsbedarf entwickeln.
    Am Ende hat die Geschichte sogar noch liebevolle Nuancen und wird zu einem positiven Schluss geführt.

    Fazit ...
    "Krähe und Bär oder die Sonne scheint für uns alle" ist kein gewöhnliches Kinderbuch. Es ist sogar in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Lässt man sich aber auf Erzählstil und Geschichte ein, entwickelt sie sich zu einem spannenden Abenteuer, mit ganz eigenem Humor und mancher Überraschung. Die Geschichte verfehlt ihre Wirkung nicht. Die positive Aussage und der gelungene Schluss haben uns überzeugt. Mutig sein und ausprobieren!

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    Normal-ist-langweiligs avatar
    Normal-ist-langweiligvor 2 Jahren
    geniale Illustrationen und eine lehrreiche Geschichte

    Unsere Meinung (5,5,11,39):

    Ich kannte den Autor Martin Baltscheit bisher „nur“ als Hörbuchsprecher und als dieser macht er wirklich einen sehr guten Job. Ich höre gerne Hörbücher, die von ihm gesprochen werden. Er ist ein Garant für Hörgenuss.

    Als Autor war er mir bisher unbekannt und ich gestehe, dass mir das Buch auch nicht wegen des Namens des Autors aufgefallen ist, sondern durch die überaus liebevoll gezeichneten und sehr süßen und ansprechenden Bilder! Diese sind so gut gelungen und genial, dass man viel Zeit einfach mit dem Betrachten dieser verbringt. Die Illustrationen von Wiebke Rauers sind so gut gewählt, dass die Geschichte regelrecht lebendig wird.

    Das Buch ist ab 6 Jahren empfohlen und vom Text her und dessen Intention ist das vollkommen richtig und angebracht. Wir haben uns das Buch mit meinen Lieblingszwillingen angeschaut (werden jetzt 5 Jahre alt) und haben nur mal die Bilder betrachtet. Ich habe dazu die Geschichte erzählt und sie ein wenig gekürzt! Das geht super anhand der Zeichnungen.

    Meine Tochter und ich haben uns auch natürlich die ganze Geschichte durchgelesen und sie bietet zum Lesespaß auch eine Lehre, wie bei einer Fabel. EIn wenig erstaunt waren wir über die Schimpfworte, die die Krähe zu Beginn der Geschichte verwendet, aber im Laufe der Geschichte merkt man, warum die Krähe anfangs so aufgebracht und auch ein wenig „böse“ ist!

    Das Buch und seine Geschichte hat uns wirklich sehr gut gefallen. Alleine die Bilder hatten uns schon überzeugt. (5 / 5)

    Bilder von uns beim Lesen könnt ihr auf meinem Blog sehen!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    NetzwerkAgenturBookmarks avatar

    Tiefgründig, überraschend und urkomisch!

    Das neue Kinderbuch "Krähe und Bär - Die Sonne scheint für uns alle" von Martin Baltscheit steht in den Startlöchern und wir sind sehr gespannt auf eure Meinungen zum Buch.
    Bewerbt euch für eines der 20 Rezensionsexemplare und lest gemeinsam in der Leserunde!


    ab 6 Jahren

    Tiefgründig, überraschend und urkomisch! Der Bär wird um sein faules Leben im Zoo beneidet. Jeden Tag drei Mahlzeiten und satt einschlafen. Dabei wäre er viel lieber frei wie die Krähe. Die bietet ihm die Chance seines Lebens: Sie können ihre Körper tauschen! Schnell muss der Krähenbär feststellen, dass gute Manieren in freier Wildbahn reine Zeitverschwendung sind, und die Bärenkrähe frisst sich nicht nur rund, sondern auch unglücklich. Und so teilen sich die beiden am Ende die Vollpension im Zoo in einer freien Entscheidung.


    Martin Baltscheit, geboren 1965 in Düsseldorf, studierte Kommunikationsdesign und ist Illustrator, Sprecher, Buch-, Hörspiel- und Theaterautor. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Preise, darunter bereits zweimal die Auszeichnung „Bestes Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres“.

    Wir suchen nun mindestens 20 Leser, die gerne in dystopischen & mitreißenden Geschichten schmökern und das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten.

    Bewerbungsaufgabe: Schildert uns in 2-3 Sätzen, warum ihr gerne dieses Kinderbuch mitlesen möchtet.

    Viel Spass

    *** Wichtig ***

    Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches.
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