Martin Baresch & Norbert Ehry ARD Tatort Autorenedition - BLUTHUNDE

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Inhaltsangabe zu „ARD Tatort Autorenedition - BLUTHUNDE“ von Martin Baresch & Norbert Ehry

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  • Rezension zu "ARD Tatort Autorenedition - BLUTHUNDE" von Martin Baresch & Norbert Ehry

    ARD Tatort Autorenedition - BLUTHUNDE

    jenna-andres

    01. January 2013 um 12:41

    Kürzlich erst bekam ich diesen schon 1999 veröffentlichten TATORT-Roman in die Finger. Weil die meisten TATORTE heutzutage ja eher zum Wegschnarchen sind, wollte ich nur mal kurz Reinschmökern. Aber, gleich vorweg - beim Reinschmökern ist es nicht geblieben. Die packende und sehr präzise Schreibe Bareschs zieht einen von der ersten Zeile an in die Geschichte und lässt nicht mehr los. Die Charaktere von Batic und Leitmayr sind toll gebracht, das Innenleben stimmt, die Gedanken und Gefühle, die ich als Leser hautnah mitbekomme - sehr einfühlsam und cool, genau wie bei allen handelnden Personen. Schon, wie der Sensationsreporter Hendrik Graf eingeführt wird,dort auf diese Autobahnbrücke, der titelgebende Bluthund also, der zunehmend mit gefakten Fersehberichten von Unfällen ins Programm gehoben wird und so Quote und Geld macht: "Weit und breit kein Unfall-Stau, kein wahnsinniger Golf-Raser; und schon gar keine sabbernde Falschfahrerin im Morgenmantel und mit zerzausten Haaren, die später zittrig und wirr und irgendwie staunend ob des Fiaskos ringsum in die Kamera zu Protokoll geben würde: >Ich bin unschuldig an dieser Massenkarambolage, ich hörte nur diese Botschaft von den Aliens über meinen Backenzahn-Empfänger und musste einfach gehorchen und auf der falschen Straßenseite losfahren ...< Und dabei ist dieser Typ nie nur böse und geldgeil gezeichnet, denn einerseits denkt er wirklich menschenverachtend, und ist bald nicht mehr mit "kleineren Unfällen" zufrieden, sondern plant eine hammermäßige Katastrophe um endgültig ganz groß rauszukommen - die es für Batic und Leitmayr zu verhindern gilt, unter größtem Zeitdruck. Andererseits aber gibt es in Grafs Gehirn auch die andere Ecke: Schulden, Probleme, Selbstvorwürfe. Das sorgt für zusätzliche Spannung, diese Unberechenbarkeit. Davon abgesehen, dass diese Geschichte insgesamt klasse "gebaut" und in mitreißendem Tempo (und damit ganz TATORT-untypisch) geschrieben ist, ist sie auch zwölf Jahre nach Erstveröffentlichung von grausiger Aktualität. Wie viele "Geisterfahrer" gerieten in den letzten Wochen in die Schlagzeilen? Und bekommen wir via Tagesschau nicht stets die entsprechenden Bilder dazu geliefert? Bedauerlich nur, dass vom Autoren-Duo Baresch/Ehry nirgends weitere Thriller zu finden waren - nicht mal in der bei Emmons herausgegebenen TATORT-Reihe. Da fragt man sich schon, wo die Redakteure und Verleger ihre Augen haben.

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