Martin Booth Stirb im Rampenlicht

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Inhaltsangabe zu „Stirb im Rampenlicht“ von Martin Booth

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    Stirb im Rampenlicht

    TheRavenking

    24. November 2016 um 17:52

    Martin Booth ist der Autor eines meiner Lieblingsbücher: A Very Private Gentleman, verfilmt unter dem Titel The American. Noch am Anfang seiner Karriere veröffentlichte er diesen Thriller, in dem es um einen Rockstar geht, der von einem Psychopathen verfolgt wird. Für Bohny Oppen könnte es kaum besser laufen: Er ist einer der bedeutendsten Stars im Musikgewerbe. Er hat eine hübsche Freundin und jede Menge Geld. Gerade bereitet er sich mit seiner Band auf eine neue Tournee vor. Aber dann erhält Bohnys Manager verstörende Drohbriefe. Zunächst will der Musikstar das Ganze nicht ernst nehmen, aber dann macht der Psychopath ernst und verübt einen Mordanschlag auf die Band. Bohny ist kein Bad Boy. Drogen nimmt er nur in Maßen, er behandelt Frauen mit Respekt und ist anständig zu seinen Angestellten. Außerdem ist er gebildet, investiert sein Geld in vernünftige Dinge (er sammelt Kunst). Etwa in der Mitte des Buches lernen wir den Antagonisten kennen, eine gestörte Person, deren Frust und Verbitterung sich auf den erfolgreichen Prominenten entlädt. Sonderlich komplex ist die Figur allerdings nicht gezeichnet und die Rollen von Gut und Böse sind von Anfang an klar verteilt, weshalb die Sympathien des Lesers eindeutig beim Musiker liegen. Der Böse ist natürlich sadistisch veranlagt und schreckt auch vor Tierquälerei nicht zurück. Ich hätte gut auf die Szene verzichten können, wo der Bösewicht seine Laserwaffe (kein Witz!) an einer ahnungslosen Hauskatze ausprobiert. Der Autor behandelt das Ganze vollkommen ernsthaft, ohne dabei sonderlich in die Tiefe zu gehen. Die Polizei kommt dem Verbrecher schließlich eher durch Zufall auf die Schliche, so wirkt das Ende willkürlich und nicht besonders gut durchdacht. Es wird hier einiges an Potenzial verschenkt. Deshalb werde ich den Verdacht nicht los, dass Booth das Werk als eine Art Auftragsarbeit geschrieben hat. Immerhin war der Autor nah am Puls der Zeit. Das Buch erschien 1980, im selben Jahr als John Lennon Opfer des geistig gestörten Attentäters Mark David Chapman wurde.

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