Martin Buber

 4 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Die Erzählungen der Chassidim, Ich und Du und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Martin Buber. Der Weg des Menschen" von Martin Buber

Hier wird wirkliches Lebenswasser angeboten, aus der biblischen Quelle
WinfriedStanzickvor 3 Monaten


In  'Der Weg des Menschen', der auf einen Vortrag aus dem Jahre 1947 zurückgeht, beschreibt Martin Buber, was in seiner Sicht für das Leben der ostjüdischen Chassidim wesentlich war und was für Bubers Werk entscheidend wurde. Dieses Buch ist ein idealer Einstieg in Bubers Werke und zugleich ein Anstoß zur Selbstbesinnung. Die  bisher unveröffentlichten Aquarelle von Andreas Felger vervollkommnen einen harmonischen Dialog zwischen Kunst und Literatur.

 

Eine Einführung zu Bubers Leben und Werk erleichtert den Zugang für den, der Buber noch nicht kennt und die Absicht hat, den Grundfragen menschlicher Existenz nachzusinnen.

Martin Buber hat hier aus seinem großen Sammelwerk von den Erzählungen der Chassidim einige wenige und besonders kostbare ausgewählt, um sie im Blick auf den menschlichen Lebensweg zu meditieren. Ein kostbares Buch, das zum Verstehen einlädt, und im Verstandenen tief nachwirkt.

Dieses Buch lässt in seiner Kürze und Dichte die meisten Ratgeber und Glücksbücher verblassen.  Hier wird wirkliches Lebenswasser angeboten, aus der biblischen Quelle.

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Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Martin Buber. Der Weg des Menschen" von Martin Buber

Eine Kurzbiografie, e wundervolle Geschichten zum Sinn des Lebens und wundervolle Aquarelle von Andr
Kinderbuchkistevor 4 Monaten

Mit Aquarellen von Andreas Fengler
7 Aquarelle und 5 Fotos

Literatur trifft hier auf Kunst

Ein einzigartiges Buch hat das Gütersloher Verlagshaus herausgegeben.
Wundervolle Aquarelle treffen auf Geschichten über den Sinn des Lebens bzw. der Auseinandersetzung mit dieser Thematik. Ein Thema das nie an Aktualität verliert, dass sich Generationen vor uns gestellt haben und auch Generationen nach uns noch stellen werden. Bereits im Studium war ich fasziniert von Martin Buber und seinen Werken. Auch wenn  man anders denkt ist es spanend und bereichernd in seine Welt einzutauchen.
Nach einer kurzen Einführung  von Paul Mendes -Flohr zum Chassidimus - eine Bewegung innerhalb der jüdischen Religion, die extrem Frömmigkeit beinhaltet- abgeleitet von Chesed (Güte),
 wird  uns zunächst Martin Buber, einer der bedeutendsten jüdischen Religionsphilosophen des 20. Jahrhunderts, ein wenig näher gebracht. Für alle die sich mit seiner Person bislang noch nicht auseinandergesetzt liefert dieser kurze Abriss einen wirklich informativen Überblick.Von der Kindheit als österreichisch-israelischer Jude. In Wien geboren, zum größten Teil in der Ukraine bei den Großeltern aufgewachsen  beherrschte er schon früh 5 Sprachen. Er studierte in Wien, Leipzig, Berlin und Zürich. Philosophie, Germanistik, Philologie und Kunstgeschichte. Er veröffentlichte schon sehr früh (noch heute sehr bekannte), einige seiner bekanntesten Werke. Aber auch seine Ehe, das Familienleben, seine Auszeichnungen / sein Lebenswerk und seine Emigration finden in dieser kurzen Abhandlung ihren Platz.
Nachdem wir Martin Buber, sein Leben und Wirken, ein wenig ( für meinen Geschmack etwas zu knapp, aber dafür gibt es ja auch Biographien) näher gebracht bekommen haben führt uns das Buch in die wunderbare Welt seiner Geschichten.
Geschichten in der es um die immer wieder gestellte Frage nach dem Sinn des Lebens geht, immer mit dem Chassidimus verbunden.
Martin Buber war zeitlebens ein Verfechter der Förderung "arabisch-jüdischer politischer Koexistenz" und Förderer des Dialoges auch dem des christlich-jüdischen. Daher sind seine Geschichte heute wieder enorm aktuell.
Jede der Geschichten wird mit einem Aquarell Andreas Fenglers eingeführt.
Es sind kurze Geschichten, die auch optisch, drucktechnisch anders gestaltet sind als man es von Büchern sonst kennt. ein großer weißer ( unsichtbarer) Rand , ein extrem großer Zeilenabstand und eine angenehm große Druckschrift lassen den Text  beim Lesen besonders wahrnehmen. Es ist ein wenig so, als würde man bewusster , intensiver lesen und vor allem kehrt dadurch eine gewisse Ruhe ein, durch die das Gelesene länger in unserem Kopf verweilt.
Im Anschluss an die 6 Geschichten bekommen wir noch Hinweise zu Martin Bubers Werken und ein kleines Portrait über Andreas Fengler, dessen Aquarelle fantastische einleiten und unglaublich gut widerspiegeln, interpretieren.  Man sollte sich wirklich die Zeit nehmen die Bilder auf sich wirken zu lassen, sie vielleicht auch einmal mit etwas Abstand. In sie eintauchen. 
*
Ein tolles Buch, das zum nachdenken anregt, und dazu animiert mehr über Martin Buber, aber auch Andreas Fengler zu erfahren.
*


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JulesBarroiss avatar

Rezension zu "Die Erzählungen der Chassidim" von Martin Buber

Das Weisheitsbuch der gläubigen Ostjuden
JulesBarroisvor 2 Jahren

Die Erzählungen der Chassidim – Martin Buber (Autor), ??? Seiten, Manesse Verlag (10. November 2014), 29,95 €, ISBN-13: 978-3-7175-2368-0

1965 starb Martin Mordechai Buber, ein österreichisch-israelischer jüdischer Religionsphilosoph. Jetzt erscheinen die chassidischen Erzählungen von Martin Buber neu im Zürcher Manesse-Verlag. Mit einem sehr informativen Nachwort des Judaisten Michael Brocke.

Martin Buber war immer ein Vermittler zwischen der bedrohten traditionellen jüdischen Welt im Osten und der westlichen wissenschaftlichen und aufklärerischen Moderne. Unter diesem Aspekt sehe ich vor allem auch seine Erzählungen der Chassiden, an die er eben nicht aus dem Blickwinkel des Forschers oder des Übersetzers herantrat, sondern als Nacherzähler.

Der Begriff Chassidismus umfasst mehrere, voneinander unabhängige Bewegungen im Judentum, denen allen drei Dinge gemeinsam sind: eine strenge Einhaltung der religiösen Regeln, ein hoher moralischer Anspruch und eine besondere Empfindung der Gottesnähe.

Israel Ben Elieser von Mesbiž, genannt Baal Schem Tov (Besitzer des guten Namens) war der Gründer des osteuropäischen Chassidismus. Um ihn ranken sich viele Legenden. Eine stellt Buber direkt an den Anfang seiner Erzählungen: „Am Baum der Erkenntnis – Es heißt, die Seele des Baalschemtow sei einst, als alle Seelen in der Adams versammelt waren, in der Stunde, da er am Baum der Erkenntnis stand, geflohen und habe nicht von der Frucht des Baumes gegessen.“ (Seite 97)

Baalschemtow entging also der Sünde. Im Gegensatz zu Adam blieb nur er eine reine Seele. Diese Geschichte ist symptomatisch für alle weiteren kleineren und größeren Geschichten und Erzählungen von einer idealen Welt. Dort sammeln sich die Chassidim, die Frommen, Begeisterten, um Zaddikim, die Gerechten, Bewährten. Die Zaddikim vermittelten als ekstatische Beter sowie praktisch gesinnte Helfer der Gläubigen zwischen Himmel und Erde, Geist und Natur, Gott und Mensch. Sie trieben keine Askese, sondern wandten sich voller Freude und Begeisterung der von Gottes Licht erhellten Welt zu. Sie erhoben die Gläubigen durch Handlungen und Predigten, und sie unterrichteten Schüler, oft Söhne und Enkel, die ihrerseits Zaddikim wurden und so Dynastien bildeten.

Dieser Struktur der Dynastien folgt auch Martin Buber: Er ordnet die legendären Anekdoten, die von Leben und Lehren jeweils eines Gerechten erzählen, nach den gut 50 Zaddikim, die auf Baal-Schev-Tow folgten.

„Die Erzählungen der Chassidim“ vereinen seltsame, schrullige, anrührende, manchmal unergründliche und auch einige banale Geschichten zusammen mit Anekdoten, Lehrsprüchen, Gleichnissen, Gesprächen über Alltagsereignisse und Auslegungen von Bibelstellen.

Ja, ich möchte diese Erzählungen von Martin Buber als Märchen im besten Sinn bezeichnen, als phantastisch-wunderbare Begebenheiten und Zustände. Das Böse wird bestraft und das Gute wird belohnt. Und Erlösung wird möglich. Getragen wird das Ganze durch Martin Bubers metaphorische Sprache und seine ungemein dichte Erzählweise.

"Die Erzählungen der Chassidim" sind zwar weltberühmt. Ich habe aber den Verdacht, dass sie wenig gelesen wurden. Ich wünsche ihnen mehr Leser, denn sie können nicht nur für Juden, sondern auch für Anhänger anderer Glaubensrichtungen oder auch für Agnostiker eine reich sprudelnde Quelle der Freude, der Besinnung und der Weisheit sein. Vor allem für jene, die Unterstützung bei ihrer persönlichen Suche nach dem Göttlichen suchen.

Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Manesse Verlages

http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Erzaehlungen-der-Chassidim/Martin-Buber/Manesse/e467573.rhd

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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Martin Buber wurde am 08. Februar 1878 in Wien (Österreich) geboren.

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