Martin Buehler Grenzwertig

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Inhaltsangabe zu „Grenzwertig“ von Martin Buehler

Der Kinderwunsch ist einer der wenigen Urinstinkte einer Frau. Oft wird das Thema Kinderwunsch jahrelang vor sich hergeschoben. Dieser Urinstinkt ist unabhängig von der sexuellen Gesinnung und von körperlichen Beeinträchtigungen bei jeder Frau vorhanden. Die private Samenspende wird seit Langem von Singles, lesbischen Paaren und Heteropaaren zur Verwirklichung des zuvor unerfüllten Kinderwunsches genutzt. In meiner inzwischen beendeten 15jährigen Spendertätigkeit kam ich mit allen diesen Gruppen in Kontakt. Lediglich einer körperlich behinderten Frau hatte ich bislang noch nicht bei der Realisierung ihres Kinderwunsches geholfen und mich mit dieser Thematik auch noch nicht auseinandergesetzt. So stellte mich der Kinderwunsch von Franziska, einer jungen Frau im Rollstuhl, vor ganz neue Probleme und ließ mich letztlich in der Auseinandersetzung mit einem Tabu-Thema unserer Gesellschaft eigene Grenzen kennenlernen und überschreiten. Meine Schilderung gibt keinen rechtlichen oder medizinischen Rat. Es geht mir einzig darum, mit dem beschriebenen Schicksal meine Leser für ein Tabu- Thema zu sensibilisieren und Mut für ungewöhnliche Entscheidungen zu machen.

Man sollte sich damit befassen, und nicht verurteilen!!!!

— SchwarzeRose
SchwarzeRose

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  • Erlebnisse als Samenspender

    Grenzwertig
    Leela

    Leela

    In diesem Büchlein berichtet Martin Bühler von seiner Nebentätigkeit als privater Samenspender, während der er Franziska kennengelernt hat. Besonders an Franziska ist, dass sie im Rollstuhl sitzt, was bei Martin zu einigen moralischen Bedenken geführt hat: Kann man es wirklich verantworten, in solch einem Falle zur Zeugung eines Kindes beizutragen? Wird Franziska für das Kind sorgen können? Außerdem enthält das Buch weitere Kapitel über die Tätigkeit des Samenspendens und über Situationen, die dem Autor anscheinend am meisten in Erinnerung geblieben sind. Die Geschichte über Franziska hat mir gefallen und ich habe sie mit Interesse gelesen. Man lernt doch ein paar Dinge darüber, mit welchen Vorurteilen behinderte Menschen zu kämpfen haben, aber auch die Informationen über private Samenspenden an sich fand ich informativ. Man hört ja einiges über Samenbanken, während diese Methode hier weniger bekannt ist. Auch Franziskas Hintergrundgeschichte passt gut in die Erzählung hinein ... ich empfand Franziska als ziemlich stark angesichts solch eines Schicksals. In den kurzen Kapiteln zum Schluss geht auch wohl auch um etwas Provokation. Wenn man mal die Nazis außen vor lässt (irgendwie ist mir Ehrlichkeit auch in merkwürdigen Situationen lieber), konnte ich vor allem den Abschnitt über Petra nicht nachvollziehen. Es ist doch ziemlich krass, einen Menschen dafür zu verurteilen, dass er sich "herausnimmt" entscheiden zu wollen, was mit den eigenen Eizellen passiert. Na, ja. Die Sache mit dem vermeintlichen "Urinstinkt" von Frauen nach Kindern schneide ich hier besser gar nicht an. Ich muss da immer an die viktorianische Zeit denken, während der allerhand Märchen verbreitet waren. Davon ab hatte ich aber meinen Spaß mit diesem dünnen Buch und persönlichen Erfahrungsbericht.

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  • "alles entscheidendes Treffen"

    Grenzwertig
    eskimo81

    eskimo81

    07. March 2015 um 11:59

    Franziskas Geschichte - ein Tabu-Thema - ein Wahrheitsbericht. Martin Bühler schreibt über seine Tätigkeit als Samen Spender. Die Geschichte von Franziska, welche im Rollstuhl sitzend ein unstillbarer Kindheitswunsch hat. Ein absolutes Tabu-Thema - oder sind wir ehrlich? Wer redet über Samenspenden, Kinderwunsch die nicht erfüllt werden können? Ein sehr gut geschriebenes Buch mit einigen Rechtschreibfehlern. Interessant und Gedanken anstossend - und irgendwie immer wieder die Frage Braucht es so was wirklich? Fazit: Das Buch muss gelesen werden aus zwei Gründen. Ein Tabu-Thema müsste endlich "normalisiert" werden und der Schreibstil ist einfach genial.

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  • Wo hört der Wunsch nach einem eigenen Baby

    Grenzwertig
    SchwarzeRose

    SchwarzeRose

    24. February 2015 um 20:36

    "Grenzwertig" regt zum Nachdenken an. Franziska erzählt ihre Geschichte, wie sie in den Rollstuhl kam. Kurzeitig verlor sie ihren Lebensmut, doch sie fand den Weg ins Leben zurück. Allein der Wunsch nach einem Baby, ist in meinen Augen nachvollziehbar. Bis zu einen gewissen Grad der Behinderung, kann eine Frau, die Verantwortung für ein Baby übernehmen. Nicht der Kopf ist kaputt, sondern nur die Beine tuen nicht mehr ihren Dienst.

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