Martin Burckhardt

 3.7 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Score, Eine kleine Geschichte der großen Gedanken und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Die Erlebnisse nach dem Tod

Neu erschienen am 26.11.2018 als Buch bei Möllmann, Ch.

Eine kurze Geschichte der Digitalisierung

Neu erschienen am 12.11.2018 als Hardcover bei Penguin.

Alle Bücher von Martin Burckhardt

Sortieren:
Buchformat:
Score

Score

 (12)
Erschienen am 09.03.2015
Eine kleine Geschichte der großen Gedanken

Eine kleine Geschichte der großen Gedanken

 (2)
Erschienen am 21.08.2008
Digitale Renaissance

Digitale Renaissance

 (1)
Erschienen am 16.05.2014
Alles oder Nichts

Alles oder Nichts

 (0)
Erschienen am 01.04.2015
Die Erlebnisse nach dem Tod

Die Erlebnisse nach dem Tod

 (0)
Erschienen am 26.11.2018
Gott und die Katastrophen

Gott und die Katastrophen

 (0)
Erschienen am 01.09.2003
Wie die Philosophie unsere Welt erfand

Wie die Philosophie unsere Welt erfand

 (0)
Erschienen am 03.12.2014
Eine kurze Geschichte der Digitalisierung

Eine kurze Geschichte der Digitalisierung

 (0)
Erschienen am 12.11.2018

Neue Rezensionen zu Martin Burckhardt

Neu
FairyOfBookss avatar

Rezension zu "Score" von Martin Burckhardt

Score von Martin Burckhardt
FairyOfBooksvor 2 Jahren

"Es gibt keine Wahrheit. Was uns als Wahrheit erscheint, ist nur der Schleier, hinter dem sich eine andere Wahrheit verbirgt."

Zum Cover: Ja, offen gestanden, bin ich von dem Cover nicht ganz so begeistert. Klar, es passt ziemlich gut zur Geschichte - sehr gut, um genau zu sein -, aber dieser schwarze Hintergrund, dann das blau angestrahlte Gesicht, worüber Datenströme gleiten, alles insgesamt irgendwie nicht so meins. Kein Ahnung? Denn alles in allem passt es wirklich hervorragend zur Geschichte, besonders der Satz in der Mitte >>Wir schaffen das Paradies auf Erden<<, doch der ist ganz bewusst gewählt worden, weil dieser im Buch eine große Rolle spielt.

Zum Inhalt: In einer nicht allzu fernen Zukunft, im Jahre 2039, in der Hauptstadt Deutschlands, Berlin: Regierungen sind abgeschafft, Geld, Gewalt, Krankheiten, Umweltverschmutzung, Ungerechtigkeit ebenso. Nollet heißt das Unternehmen, das Glück für alle garantiert. Ein Spiel, in dem man sein Geld als Scorepunkte ausgezahlt bekommt, ist zur Währung des sogenannten Scores geworden. Aber noch gibt es die „Zone“, wo ein erbarmungsloser Überlebenskampf tobt. Und die noch nach den Regeln der alten Welt, der Vergangenheit, lebt.
Zwischen Utopie und Dystopie entwirft Martin Burckhardt mit dieser fundierten „Social Fantasy“, als eine Art Thriller verpackt, eine Gesellschaft, die uns viel näher ist, als wir denken.

"Score ist ein Thriller mit rasantem Tempo, wie geschaffen für eine Verfilmung."

Meine Meinung: Ich will eigentlich gar nicht zu viel verraten, denn das ist wirklich ein Buch, von dem man sich selbst überzeugen muss, ob es einem nun gefällt oder nicht, schockieren tut es einen so oder so. Sei es um die vielen Details, nicht nur im Gewalttechnischen, sondern auch im erotischen Bereich. Mich hat wirklich so einiges in diesem Buch erschreckt, wodurch ich schon an manchen Stellen unmerklich tief schlucken musste. Und wie schon im Inhalt erwähnt, ist diese Art der Politik, die hier aufgeführt wird, erschreckend ähnlich zu der unsrigen. Einfach nur schrecklich nah und realistisch.
Deshalb sollte man es wahrscheinlich deshalb lesen, um sich diese Tatsache vor Augen zu führen, auch wenn es noch so verstörend sein mag. Es öffnet einem die Augen.
So, jetzt komme ich aber zu unseren Charakteren, die hier echt außergeöhnlich gut ausgearbeitet waren, besonders auch die zwischenmenschlichen Beziehungen. Das hat der Autor für seinen ersten Roman wirklich gut hinbekommen. Nicht nur Damian, unserer Protagonist, bekommt eine Vergangenheit und ein genaues Charakterbild, sondern auch all´ die Personen, denen er begegnet. Davon sind mir unter anderem besonders Negroponte, von dem das oben aufgeführte Zitat stammt und der eine Art Psichater oder Wissenschaftler ist, Justine, die Tochter des Leiters von Nollet, Rosenberg, der, wenn ich mich richtig insinne, Onkel von Justine, und auch Vittoria, die mir sehr nahegegangen ist mit ihrer tragischen Figur.
Doch nicht nur die Charaktere waren großartig, denn ich konnte mir die Welt, in der das alles spielt, wirklich sehr gut vorstellen. Nicht zuletzt dadurch, weil ich selbst in Berlin lebe und aufgewachsen bin und diese Geschichte nun mal gröstenteils in Berlin spielt, wenn auch zwischendrin in Afrika und Asien. Amerika, insbesondere Sillicon Valley, die Heimat von Google übrigens, wird auch in diesem Buch angesprochen. Also für diejenigen, die sich für den IT-Bereich interessieren oder selbst darin arbeiten, dürfte dieses Buch sehr viel zu bieten haben, da es auch von einem Autor geschrieben wurde, der selbst Programmierer ist.

Fazit: Nun, als ich das Buch heute ausgelesen habe, ließ es mich ja mit einem sehr beklemmenden Gefühl zurück, weil es sich, dafür dass es am Ende war, so gar nicht nach Ende angefühlt hat. Aber wer weiß, vielleicht ist das ja Absicht?
Wie dem auch sei, ich habe mich doch entschieden, dem Buch seine 4 Sterne zu geben. Wahrscheinlich hätte es sogar mehr verdient, aber da mir doch einige Fragen als nicht beantwortet vorkommen (vermutlich bin ich da alleine, aber naja...), konnte ich ihm keine 5 geben. Ich hätte ihm beinahe sogar 3 gegeben, aber ich dachte dann doch, dass es zumindest 4 von mir verdient hätte. Denn es ist doch wahnsinnig flüssig und spannend und wie gesagt realistisch geschrieben. Eine Geschichte, die mir so bestimmt noch relativ lange im Kopf rumspuken wird. Sei es zum Positiven oder zum Negativen.

Kommentieren0
6
Teilen
Das_Lesedings avatar

Rezension zu "Score" von Martin Burckhardt

Gute Idee, mangelhaft umgesetzt
Das_Lesedingvor 3 Jahren

Inhalt:
Eine Welt ohne Krankheit, ohne Geld, alles ist geregelt. Doch leider gibt es auch Nachteile. Alles ist überwacht, das menschliche Blut wurde mit Nanos angereichert, damit man ein Teil der Gemeinschaft ist und alles wird durch Nollet (ein Unternehmen) gesteuert. Doch einen Teil der Welt hat Nollet noch nicht übernommen "Die Zone" ist sich noch selbst überlassen ...

Stil:
Die Idee hinter Score finde ich sehr interessant und soweit entfernt ist die Geschichte nicht von unserer Realität, allerdings hapert es gewaltig an der Umsetzung. Die Geschichte ist wirr, hat sehr viele Gedankensprünge und das ohne irgendeine Abgrenzung, was das Zuhören enorm erschwert. Zudem kommt die Stimme von Florian Halm, der eine sehr schöne und angenehme Stimme hat, aber für dieses Genre ist seine Stimme zu ruhig, zu emotionslos und es kommt einfach keine Spannung auf.

Charaktere:
Es gab so viele und alle waren irgendwie blass. Selbst der Protagonist Damian ist mir nicht in einer Sekunde ans Herz gegangen. Die Figuren handeln wirr, nicht nachvollziehbar und emotionslos. Ob es an der Manipulation durch Maschinen / Nanos lag bzw so gewollt war, wage ich jetzt einfach mal zu bezweifeln und wenn, wurde bei mir das Ziel verfehlt.

Cover:
Das Cover war, für mich, kaufentscheidend. Ich finde die leichte Ähnlichkeit zu "Matrix" spannend und die blaue Farbe zieht eh immer :)

Fazit:
Eine nette Idee, schlecht umgesetzt. Die Charaktere und die Handlung konnten mich nicht fesseln. Einzig die geschaffene Welt von Nollet war interessant, daher vergebe ich noch 2 Sterne. Ich empfehle "Score" nur an (hardcore) Fans von Utopien und Dystopien.

Kommentieren0
4
Teilen
ralf_boldts avatar

Rezension zu "Score" von Martin Burckhardt

Eine Gesellschaft auf Basis eines Punktesystems
ralf_boldtvor 3 Jahren

Deutschland im Jahr 2039. Die Gesellschaft ist nicht die, die wie heute kennen. Die Firma Nollet hat die Aufgaben der Staatsmacht übernommen. Nollet war eine Spielefirma und ist nun für das soziale Zusammenleben und die Volkswirtschaft zuständig. Für den täglichen Umgang mit Menschen ist ein Punktesystem eingeführt worden: Der Score. Interaktionen werden belohnt oder bestraft. Ein Lächeln bringt Punkte, eine negative Anmache führt zu Verlusten. Nollet entwickelt die Parameter des Lebens in dieser sorgenfreien Welt, die sich selbst organisiert. Eine komplette Vernetzung sorgt für die Verfügbarkeit von Informationen zu jeder Zeit, an jedem Ort. Diese heile Welt ist von der Zone umgeben, in der die Menschen leben, die nicht in der digitalen vernetzten Welt leben worden. Gewalt, Haß und Terror herrschen hier. Der große Krieg zeigt hier noch sein grausames Gesicht.
Der Protagonist Damien ist glücklicher Bestandteil der heilen Welt. Dich aus dieser wird er durch den Selbstmord eines Kollegen herausgeworfen. Er betritt die Zone und sieht die Schattenseiten des Lebens.
Die Welt, die der Autor in diesem Roman entwirft, ist in sich schlüssig, wenn auch die Idee, dass eine Spielefirma die Regierungsgewalt übernimmt und mehr noch das gesamte soziale Leben bestimmen soll, eine auf dem ersten Blick schräg wirken mag. Lässt sich der Leser darauf ein, so wird er von vielen Ideen, die auch heute schon denkbar sind, fasziniert. Die beschriebene Technologie ist nachvollziehbar und in sich stimmig. Vieles gibt es heute schon oder ist für die nahe Zukunft vorstellbar. In dieser von Nollet durchkonstruierte Welt geschieht das unvorstellbare: Ein Selbstmord. Das haben die System nicht vorhergesehen und dadurch nicht verhindern können. Damien wird mit dem „echten“ Leben konfrontiert, was ihn zunächst aus der Bahn wirft. Dann akzeptiert er aber die neue Situation und versucht, den Fall aufzuklären. Er erfährt Dinge, die an den Grundfesten seines Daseins rütteln.
Das Setting ist gut beschrieben und glaubhaft. Die Story wird aber leider nach zu kurzer Zeit zu vorhersehbar, was der Spannung abträglich ist. Die Charaktere wirken zu blass und der Autor verspielt viel Potential, das in der Handlung stecken würde. Das enttäuscht ein wenig.
Der Roman ist dennoch sehr unterhaltsam und bereitet Vergnügen beim Lesen.
Der Autor (Informationen der Verlagsseite):
Martin Burckhardt, geboren 1957, lebt in Berlin. Er war Verleger, ist Audio-Künstler, Essayist, Kulturtheoretiker und Programmierer. Als solcher gestaltete er das viel beachtete interaktive »Mystery Game« TwinKomplex. Zuletzt erschienen: "Eine kleine Geschichte der großen Gedanken. Wie die Philosophie die Welt erfand" und "Digitale Renaissance. Manifest für eine neue Welt". "Score" ist Burckhardts erster Roman.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 39 Bibliotheken

auf 8 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks