Martin Calsow Atlas - Alles auf Anfang

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Inhaltsangabe zu „Atlas - Alles auf Anfang“ von Martin Calsow

Als seine Tarnung auffliegt, muss sich Undercover-Ermittler Andreas Atlas Hals über Kopf vor den Killerkommandos eines mexikanischen Drogenkartells in Sicherheit bringen. Am geeignetsten erscheint ihm dafür ausgerechnet seine alte Heimat im Teutoburger Wald, wo ihn alle für einen gescheiterten Animateur und Barbesitzer halten und er nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird.
Atlas hat insgeheim vor, sich mit einem unterschlagenen Millionenvermögen nach Südamerika abzusetzen und dort ein neues Leben anzufangen. Doch dann holt ihn seine Vergangenheit ein: Gesa, die Schwester einer Freundin, verschwand vor vielen Jahren spurlos, die Sache wurde nie geklärt. Als Atlas glaubt, Beweise für einen Mord gefunden zu haben, geraten seine Zukunftspläne ins Wanken. Viel Zeit, sich zu entscheiden, hat er nicht – denn die Mexikaner sind ihm bereits auf den Fersen …

Hammerspannend erzähltes Story ausm Osnabrücker Land

— schmidtnachim

Sehr sympatischer Protagonist, überzeugende Handlung, völlig klischeehafte Dorf"idylle" :-)

— Nebu

Alliteration als Anfang, Autismus als Aufhänger: macht neugierig, auch die Geschichte selbst ist eine gute Idee, leider Löcher in der Logik

— Lienz

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  • Tiefe Schatten in der "Dorfidylle", menschliche Schicksale, Wunsch und Hoffnung einer Generation

    Atlas - Alles auf Anfang

    Nebu

    13. February 2017 um 14:53

    Vertrocknet, klar fokussierend, schmallippig abschätzend und dennoch sympatisch – so würde ich den Protagonisten dieses Romans beschreiben. So wie Andreas Atlas ist auch der gesamte Roman spröde und auf eine angenehme Art schlicht und trocken. Andreas Atlas, Ermittler des Bundeskriminalamtes und als solcher undercover Buchhalter im mexikanischen Drogenmilieu, fliegt auf und lässt sich nach jahrelanger Arbeit aus dem Ermittlerjob herausbeordern. Er taucht unter und zieht sich mit Wissen des BKAs in seinen Heimatort im Teutoburger Wald zurück. Dort trifft er, Sohn eines Spaniers und einer Deutschen, auf seine verwitwete Mutter, die mittlerweile in den Geldadel aufgestiegen ist und sich auf Kosten ihres Großindustriellen „Schweineschlachters“ die Lippen hat aufplustern lassen. Ein paar seiner Schulfreunde sind ebenfalls noch im Ort – Grebing, Autobahnpolizist mit entsprechend herablassendem Ton, der andere Gartenbauer Gnötter samt geheimer Hanfplantage und die dritte, Grete, eine Exfreundin von Andreas, Lehrerin, mit dem autistischem Sohn Lars. Gleich in den ersten Kapiteln zieht das Buch den Leser in den nicht unbedingt angenehmen Bann des verstaubten, vergessenen und scheinbar vergangenen Schauplatzes. Obwohl Andreas Atlas sich irgendwie mit seiner Heimat verbunden zu fühlen scheint, konnte ich seine Einstellung auf keiner Seite des Buches verstehen. Die Szenerie beschreibt Martin Calsow so dunkel und negativ, dass man nur noch weglaufen möchte. Aber Andreas bleibt. Zunächst. In naher Zukunft wird er sich das Geld, von dessen Existenz und Verbleib er aus seiner Arbeit beim Kartell weiß, holen und sich erneut aus dem Staub machen. Diesmal ohne das Wissen des BKAs um den Zielort. Zunächst muss Andreas sich jedoch bis dahin den Vorwürfen seiner Freunde, damals einfach sang- und klanglos verschwunden zu sein und offensichtlich als Animateur auf einem Kreuzfahrtschiff angeheuert zu haben, stellen. Dass er Ermittler und Zielfahnder beim BKA geworden war, muss niemand wissen – weder seine Freunde noch seine verbliebene Familie. Als Andreas wieder etwas Zugang zu ihnen findet, reißt er alte Wunden auf. Zu ihrer Schulzeit war ein Mädchen aus dem Ort verschwunden – die Ermittlungen wurden irgendwann eingestellt, man hat weder wieder etwas von ihr gehört noch ihre Leiche gefunden. Der Autobahnpolizist hatte eine Zeitlang mal etwas in den Akten geblättert, aber mehr war nicht geschehen. Andreas seinerseits beginnt, Nachforschungen anzustellen – obwohl oder gerade weil der Vorwurf im Raum steht, dass Andreas damals etwas mit dem Verschwinden der jungen Frau zu tun gehabt hatte. Hierbei erweckt Martin Calsow einen Charakter mit nüchternem analytischen Verstand und einer Menschenseele, die nicht nur fliehen und sich ein schönes Leben machen sondern auch helfen und nachforschen will, zum Leben. Manchmal hatte ich beim Lesen das Bedürfnis, in die Tischkante zu beißen, weil ich mit Andreas fühlte, als er mit den unleidlichen Freunden von damals spricht. Manchmal wiederum habe ich vom Buch aufgeblickt und mich gefragt, wie ich seinerseits handeln wollen würde. Der Protagonist ist mit genau der richtigen Detailtiefe aufgebaut, dass seine Entscheidungen für und gegen bestimmte Handlungen klar nachzuvollziehen sind, aber dennoch keine fotorealistische Figur entsteht. Manchmal steht er sich selbst dabei im Weg, aber jedes Mal hält er seine Tarnung aufrecht und spielt seine Rolle – die des arbeitslosen Animateurs kombiniert mit der Geheimidentität des BKA-Ermittlers. Was er nicht berichtet. Niemandem. Noch nicht einmal seiner Ex- und vielleicht auch neuen Freundin. Andreas' Nachforschungen beginnen Früchte zu tragen und der Zeitpunkt, an dem er sich mit dem Geld aus dem Staub machen könnte, naht mit großen Schritten. Aber dann ist da noch Lars – und Grete. Und Grebing, dem Andreas großzügig die Lorbeeren einzuheimsen überlässt. _________ Von mir gibt es vier Sterne. Ich habe das Buch zügig und gern gelesen - und ich bin sehr gespannt, wie es mit Andres weitergeht. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, aber teilweise war es mir einfach etwas zu obszön.

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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  • A bis Z: Autist, der zischt

    Atlas - Alles auf Anfang

    Lienz

    Alliteration als Anfang, Autismus als Aufhänger: macht neugierig, auch die Geschichte selbst ist eine gute Idee, leider Löcher in der Logik und kleinere sachliche Patzer   Martin Calsow beginnt mit „Atlas – Alles auf Anfang“ eine neue Reihe um den verdeckten Ermittler Andreas Atlas. Die Thematik der Geschichte ist grundsätzlich interessanter Stoff, nämlich die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit gepaart mit einem millionenschweren Geheimnis.   Zum Inhalt: Sauber ist er nicht, der verdeckte Ermittler, hat er doch ein Millionenvermögen unterschlagen, mit dem er sich asap absetzen will. Für diesen letzten Schritt aus seinem alten Leben ist schon alles bereit. Um seinen Arbeitgeber, das BKA, hinters Licht zu führen, lässt er sich zum Schein in seinem Heimatort im Teutoburger Wald nieder. Von dort war er 23 Jahre weg. Die eigene Familie empfängt ihn sehr abweisend. Die alten Freunde sind jedoch aufgeschlossener. Problematisch aber wird es, als er merkt, dass die alte Liebe zu Grete noch immer glimmt. Zudem ist Atlas der einzige, der mit Gretes schwer autistischem Sohn Lars klarkommt. Seine Vergangenheit holt Atlas unvermeidlich ein. Das umso mehr, als ihn Schuldgefühle packen: Kurz vor seinem Weggang vor über 20 Jahren verschwand seine Schulkameradin Gesa und wurde nie wieder gesehen. Atlas macht sich an die Aufklärung und gerät zudem in ein krummes Geschäft. Der erste Band endet mit der Lösung des Falles nebst einem Hinweis auf drohendes böses Ungemach. Der Leser bleibt also neugierig zurück.   Aufbau: Das Buch beginnt mit einem Prolog: Gesas Verschwinden samt dem eindeutigen Hinweis, dass sie getötet wurde. Im Anschluss entfaltet sich die Handlung in der Gegenwart – Atlas‘ Rückkehr und seine Suche nach Gesa. Wie das viele Autoren tun, gibt es Rückblenden, die sich aber nicht allein auf die Sicht des (vermeintlichen?) Täters beschränken. Sie heben sich durch die Erzählzeit Präsens von der aktuellen Handlung ab.   Stärken: Martin Calsow, er ist auch Journalist, lässt mich gleich zu Anfang grinsen, weil er sehr originelle Vergleiche zieht, z.B. „als Adler gestartet und als Suppenhuhn geendet“. Die Geschichte ist eine wirklich gute Idee – wie ich bereits gesagt habe. Zwar wird der relativ junge Leser (Mitte 20) möglicherweise diese Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit nicht so stark empfinden können wie all jene um die 40. Dennoch – der Blick zurück ins Unabänderliche hat immer eine starke Wirkung. Der Protagonist Andreas Atlas hat mir wirklich gefallen. Er ist stark und schwach, durchtrieben und ehrlich, irgendwie ein krummer Hund und trotzdem hat er’s Herz am rechten Fleck. Einzig eines hat mich verwirrt: Mehrfach wird betont, dass Atlas hager ist. Aber er hat trotzdem eine Speckrolle am Bauch? Hm … Sei’s drum, mir fallen solche Kleinigkeiten immer auf … Auch die anderen Figuren, allen voran Lars, Gretes autistischer Sohn, sind sehr schön gezeichnet. Zudem kommen die Gefühle zwischen Grete und Atlas sehr realistisch zur Geltung – ich fühlte mit beiden mit. Im Verhältnis zwischen Atlas und dem autistischen Lars kommt subtil Humor zum Tragen, der beweist, wie intelligent Autisten sind, und der Lars trotz seiner Schroffheit sehr liebenswert macht. Besonders gefallen haben mir außerdem die unerwartete Wendung der Ereignisse und der immer stärker zunehmende Druck auf Atlas. Das Lokalkolorit hat mich allen Ernstes an meinen ersten, wenig schönen Deutschlandbesuch erinnert. Ich denke, Martin Calsow transportiert diese vertrocknete Art der Ostwestfalen sehr gut.   Mittelmaß: Die beiden Verdächtigen werden für meinen Geschmack ein wenig zu negativ gezeichnet. Dadurch verlieren sie an Glaubwürdigkeit. [Es gibt zwei Tippfehler, die mir berufsbedingt bei fremden Texten immer ins Auge springen. Schade, grafit Verlag kann’s besser!] Den Bezug zu Mexiko betreffend, finde ich die Hintergrundhandlung schal. Aber ich habe auch einen etwas engeren Bezug zum Land.   Schwäche: Eine Schwäche sind plötzliche Sprünge in der Handlung, unter denen die Nachvollziehbarkeit derselben Handlung leidet, diese somit nicht optimal konstruiert erscheint. Darunter fällt auch, dass die Begründung für schuldig oder nicht rein durch „tell“ mittels Altas unverzüglicher subjektiver Schlussfolgerung dargestellt wird.   Gesamtfazit: Die wirklich starke Figur Andreas Atlas und die gute Idee gleichen die Schwächen weitgehend aus. 4 Sterne. Jetzt interessiert mich, wie es mit Atlas weitergeht.

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