Der Schmerzsammler

von Martin Conrath 
3,9 Sterne bei71 Bewertungen
Der Schmerzsammler
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Positiv (48):
Hamster50s avatar

Spannend und fesselnd

Kritisch (6):
A

Die Story fand ich überkonstruiert und die weibliche Hauptperson war mir zu nervig.

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Inhaltsangabe zu "Der Schmerzsammler"

Fran Miller, Profilerin und Sektenbeauftragte des LKA Düsseldorf, geht einem ruhigen Schreibtischjob nach. Doch während der Ermittlungen zu einem satanistisch motivierten Mord gerät sie selbst ins Fadenkreuz eines obsessiven Killers. Er foltert seine Opfer bestialisch, bevor er sie tötet. Fran erkennt sein Motiv: Er sammelt die Schreie seiner Opfer. Niemand glaubt ihr – ein tödlicher Irrtum. Denn nicht nur Fran steht auf der Liste des Schmerzsammlers ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404168071
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:21.06.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Guaggis avatar
    Guaggivor 3 Jahren
    schmerzhafter Lesespaß

    Es sollte nach langer Zeit mal wieder ein Thriller werden, und da mich die Kurzbeschreibung ansprach, entschied ich mich für den Schmerzsammler.
    Anfänglich hatte ich jedoch einige Schwierigkeiten mich in die Geschichte rein zu finden und legte dieses Buch auch tatsächlich für einige Wochen beiseite. Doch jedes Buch hat eine zweite Chance verdient. Die Geschichte ist in Kapitel unterteilt, die jeweils mit einem Wochentag benannt wurden, so hatte ich eine ungefähre Übersicht des Zeitraumes, in dem alles passierte.
    Die Geschehnisse werden nicht nur aus der Sicht der Hauptprotagonistin Fran geschildert, sondern auch aus der Sicht des Schmerzsammlers und anderer Protagonisten. Ich hatte zu anfangs Probleme mich auf die jeweiligen Schilderungen einzulassen, da die Perspektivwechsel hier nicht mit einem neuen Kapitel begannen und auch nicht groß angezeigt wurden. Doch nach und nach bekam ich Zugang zu der Geschichte und war von den Geschehnissen gefesselt.
    Die Profilerin Fran stellte sich als sehr vielschichtige Persönlichkeit heraus, die durchaus auch mit persönlichen und familiären Problemen zu kämpfen hatte. Halt eine Frau mit Ecken und Kanten, was sie für mich sehr sympathisch machte.
    Mir gefiel an diesem Reihenstart sehr das es sich bei der ermittelnden Hauptprotagonistin und ihrem Team mal nicht um Polizisten oder Kripobeamte drehte, sondern um die Tätigkeit der Operativen Fallanalyse.
    Das die Identität des Schmerzsammlers eine ganze Weile ungeklärt blieb, war nur eine der kleinen Geheimnisse, die der Leser zusammen mit der Hauptprotagonistin aufdecken durfte.


    Spannung, Nervenkitzel und eine toughe Ermittlerin mit Ecken und Kanten machten diesen Thriller zu einer explosiven Mischung.

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    tigerbeas avatar
    tigerbeavor 4 Jahren
    Rezension zu "Der Schmerzsammler" von Martin Conrath

    Die Profilerin und Sektenbeauftragte des LKA Düsseldorf, Fran Miller, bekommt es mit einem äußerst brutalen Fall von Satanismus zu tun. Der Täter sammelt die Schmerzensschreie seiner Opfer während er sie foltert. Die aufgefundenen Leichen weisen immer brutalere Foltermerkmale auf. Und auch Fran steht auf der "Sammelliste" des Täters... Zeitgleich wird einer Gruppe Satanisten unter dem Anführer Lars Rüttgen, vorgeworfen, auf einem Friedhof blutige Rituale vollführt zu haben. Hängen beide Fälle zusammen?

    Ein echter Pageturner! Die Handlung ist von Beginn bis Ende des Buches spannend. Und zwar in einer Form, daß man fast ununterbrochen die Luft anhalten möchte. Der Schreibstil ist wunderbar fließend, spannend und packt vom ersten Satz an. Und läßt den Leser nicht eher ruhen, bis man endlich beim Schlußsatz angekommen ist. Die Spannung wird hier von Seite zu Seite immer íntensiver. Gespickt mit Szenen, in denen die Folter detailiert beschrieben wird, ist dies Buch allerdings auch sehr blutrünstig. Muß man mögen und darf nicht zu sensibel sein! Für mich war es ein Treffer!



     

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    Kaisus avatar
    Kaisuvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Besser als erwartet. Ein gelungener Serienauftakt.
    Serienauftakt

    Inhalt: 
    Fran Miller, Profilerin und Sektenbeauftragte des LKA Düsseldorf, geht einem ruhigen Schreibtischjob nach. Doch während der Ermittlungen zu einem satanistisch motivierten Mord gerät sie selbst ins Fadenkreuz eines obsessiven Killers. Er foltert seine Opfer bestialisch, bevor er sie tötet. Fran erkennt sein Motiv: Er sammelt die Schreie seiner Opfer. Niemand glaubt ihr? ein tödlicher Irrtum. Denn nicht nur Fran steht auf der Liste des Schmerzsammlers ... [Bastei Lübbe]

    Meine Meinung: 
    Die einen sammeln Briefmarken, die andern Insekten und unser Mörder hier sammelt eben Schreie. Und das macht er auf eine sehr makabere Art und Weise, die nichts für zartbesaitete Leser ist. Der Autor geht hier zwar nicht auf jedes blutige Detail ein, aber allein die Gedanken, Worte und Ideen reichen vollkommen aus, um sich ein sehr genaues Bild von seinen Schandtaten machen zu können.
    Neben diesem Mann, der aus der Ich-Perpektive sprechen darf, kommen noch Lars - ein Oberhaupt einer Satansvereinigung und die junge Profilerin Fran - Franziska - zu Wort. Alle haben ihr Ecken und Kanten. Alle entwickeln sich im Laufe der Story, die einem zum Guten, die andern zum Negativen. Die Zusammenhänge zwischen allen sind nicht zu 100% klar. So ist man immer am grübeln, wie das nun zusammenpasst. Die ein oder andere Verbindung klärt sich schnell auf, aber ein wichtiger Punkt bleibt lange verborgen. Was sehr gut fürs mitfiebern ist!
     
    Positiv:
    + Die Komplexivität der Geschichte. Es geht nicht einfach nur um Satanisten, einen Killer und eine Profilerin. Es sind Menschen, die ihr Leben leben und dennoch irgendwie miteinander verbunden sind.
    + Die Entwicklungen der Figuren. Besonders Fran macht ein paar Veränderungen durch, sehr zum Wohle des Lesers.
    + Der Killer selbst. Ein "schöne" und zugleich makabere Idee.
    + Dank der Beschreibungen kann man sich an jeden Ort hineinversetzen und sich alles gut vorstellen.
    + Der rote Faden ist immer sichtbar und zieht sich durch das ganze Buch.
    + Die Übersichtlichkeit dank der Kapitelüberschriften in Form von Wochentagen. 
    + Die Gruppierung der Satanisten wird nicht einfach als schmuckes Beiwerk betrachtet, sondern da hat sich einer erkundigt und sein Wissen eingebaut.
    + Der Handlungsort ist mal nicht Berlin, Köln oder eine Waldregion wie Erzgebirge oder Eifel, sondern Düsseldorf.
    + Flüssiger Schreibstil, somit hat man das Buch schnell durch gelesen.

    Negativ:
    - Das anfangs kindische und nervige Verhalten von der Hauptfigur Fran Miller.
    - Es taucht eine Klischeefigur auf, die ich nicht beim Namen nenne, die ein trauriges Schicksal durchläuft, was man irgendwie die ganze Zeit ahnte.
    - Das alberne Verhalten mancher Vorgesetzter. Viele wirken wie ein bockiges großes Kind...zum Glück kommen sie selten zu Wort.
    - Das Ende. Auf der einen Seite fand ich es gut, auf der anderen zu melodramatisch.

    Fazit: 
    Alles in allem fühlte ich mich gut unterhalten. Dank seiner knapp 400 Seiten ist das Buch auch recht schnell gelesen. Der Killer macht seinem Namen alle Ehre und man möchte ihm nun wirklich nicht in real begegnen. (Manche seiner Handlungen erinnerten mich an Dexter. Gemeint ist nicht seine moralische Einstellung zu den Opfern, sondern eher die Vorbereitung.)
    Ich kann auch verstehen, dass der ein oder andere ein "Problem" mit dem Buch hat. Besondern Fran ist anfangs sehr nervig und verhält sich wie eine 16jährige und nicht wie eine polizeilich ausgebildete und studierte junge Frau. Wie oben erwähnt entwickelt sie sich aber weiter und man schließt sie sogar ein wenig ins Herz.
    Beweisen kann sich nun erneut im zweiten Band um sie, welcher am 16.September bei Bastei Lübbe erscheint und den Titel "Teufelsblume" trägt.

    Ich finde, dass sich das Buch sein Punktzahl verdient hat. Trotz dem Ende und der Klischeefigur möchte ich nicht noch mehr abziehen, dafür hat sich der Autor einfach zu viel Pluspunkte erarbeitet.

    8 von 10 Punkten

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    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor 5 Jahren
    Nichts für schwache Nerven

    Martin Conrath schreibt Krimis und als männlicher Part von "Sabine Martin" historische Romane. ARD-Tatorte wurden von ihm zu Romanen gemacht. Mit dem "Schmerzsammler" geht er mit einer neuen Protagonistin das Genre der Psychothriller an. Die Protagonistin Fran Miller ist Fallanalytikerin und Sektenbeauftrage beim LKA in Düsseldorf. Sie betreibt einen ungewöhnlichen Ausgleichssport: zum "Herunterkommen" braucht sie den Kick einer Extremsportart. Ein Partner im Team ist Bruno Rheinstahl, ein väterlicher Freund, den die Deutsch-Amerikanerin im Alter von zehn Jahren durch ihren Vater, ebenfalls Polizist, kennengelernt hat. Dritter im Team ist Günther Anleder, ebenfalls Profiler und spezialisiert auf geistige Krankheitsbilder. Alle gehören zur Abteilung "Operative Fallanalyse", die aus Forschungsgeldern finanziert wird und nicht täglich draußen im Einsatz ist. Momentan sind sie weit in die Satanistenszene abgetaucht und haben dort ihr Betätigungsfeld. Der Anruf eines Polizeikollegen aus Hamburg zieht zunächst Fran, dann das Team in einen aktuellen Fall. Der Hamburger ermittelt in einem Mordfall und hegt Vermutungen, dass er etwas mit der satanischen Sekteszene zu tun haben könnte. Da er von der "Teufelsbraut" Fran Miller gehört hat, bittet er sie um eine Einschätzung. Sie zieht sofort ihre Kollegen hinzu. Doch dann werden sie zu einem aktuellen Fall in Düsseldorf abgezogen: Grabschändung mit Anzeichen einer Schwarzen Messe. Ein klarer Fall für das Team. Keine Auszeit von der Forschung im Sektenmilieu, sondern praktische Unterstützung aus der Realität. In verschiedenen Strängen wird auf den Showdown am Ende des Romans hingearbeitet. Zunächst scheinen alle Stränge zusammenhanglos. Zunächst die Polizeiarbeit, dann die Mitglieder einer Satanistengruppe, das Vorgehen eines äußerst brutalen Täters und schließlich der Drangsal der Opfer. Natürlich geht man als Liebhaber von Krimis und Thrillern davon aus, dass alles irgendwie zusammengehört. Doch in welcher Weise ist sehr spannend vom Autor verpackt. Schließlich führt es doch zu einer unerwarteten Lösung. Einerseits als Leser erfüllt ist es andererseits schade, denn man weiß, dass der Roman nun fast beendet ist. Aus unterschiedlichen Perspektiven werden die Stränge erzählt. In der dritten Person wird von der Ermittlungsarbeit und von den Opfern des Täters erzählt. Mittels Ich-Perspektive schlüpft der Leser in die Figur des Täters. Das ist besonders perfide, denn eigentlich möchte man nicht der Täter sein. Denn der geht extrem brutal vor sich. Schließlich sammelt er wie andere Briefmarken die Schmerzen seiner Opfer. Und die schönsten Schmerzen erreicht er bei ihnen kurz vor deren Tod. Conrath hat für diesen Thriller ein interessantes Figurenensemble geschaffen, welches in vielen Teilen denen anderer aktueller Krimis und Thriller entspricht: der väterliche Freund, die Kumpanei unter Kollegen, die nur auf Karriere bedachte Chefin. Doch der Protagonistin Fran(ziska) Miller hat er eine besondere Vergangenheit verpasst, der man gerne noch weiter auf die Schliche kommen möchte, was im Herbst wohl mit einem Folgeroman passieren kann. Viele kleine Szenen sind nichts für schwache Nerven. Den Lesern, die sich starken Nervenkitzel wünschen, ist der Thriller in jedem Fall empfohlen. © Detlef Knut, Düsseldorf 2014

    Kommentare: 1
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    makamas avatar
    makamavor 5 Jahren
    Ich will dich schreien hören

    Der Schmerzsammler ist ein spannender Thriller. Es gibt zwei Handlungsstränge.
    Franziska Miller, genannt Fran, ist Fallanalytekerin bei der Polizei in Duisburg. Sie ist spezialisiert auf Satanisten und leitet ein mehrköpfiges Team.
    Zum einen geht es um einen Serienkiller, der Schmerzschreie sammelt. Er schnappt sich Menschen und sorgt dafür, dass sie niemand vermisst, dann foltert er sie grausam in seinem geheimen Verlies. Die Schreie zeichnet er auf und stellt sie ins Internet. Zunächst lässt er sie heimlich verschwinden - doch dann wird er mutig und legt sie öffentlich ab ---- mit geheimnisvollen Zeichen auf dem Rücken.
    Er wird immer mutiger und vergreift sich ausgerechnet an der Stieftocher des Staatsanwalts.
    Ist er ein Satanist?
    Dann geht es um Lars einen jungen Satanisten, der seine Anhänger um sich sammelt und schwarze Messen feiert. Er ist schizuphren veranlagt und ein  sehr unrealistisches Weltbild. Seine Mutter ist sterbenskrank.....
    Hängen die Taten zusammen.
    Fran gerät ins Versier des Schmerzsammlers. Ausserdem hat sie Probleme mit ihrem Es, der sie stalkt.
    Fran selbst ist auch durch traumatisiert, durch einen überstrengen Vater und mit 18 von daheim ausgezogen....
    Gibt es eigentlich noch normale Ermittler??????
    Später eskaliert die Situation....
    Das Buch ist durchgehend spannend geschrieben und Martin Conrath schafft es auch den Spannungsbogen hoch zu halten.
    Mich hat nur gestört, dass Ermittler immer ein Trauma haben müssen, das nervt langsam.
    Ansonsten ein spannender Thriller, der seine 5 Sterne verdient hat.

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    Dunkelblaus avatar
    Dunkelblauvor 5 Jahren
    Der Schmerzsammler

    Franziska Miller und ihr Team von 4 Kollegen arbeiten als operative Fallanalythiker im LKA Nordrhein-Westfalen/Düsseldorf. Ihr Spezialgebiet sind Satanismus und Sekten. Zur Zeit bedeutet dies für Fran allerdings sehr viel Schreibtischarbeit, was ihr eigentlich gar nicht so liegt. Eine Grabschändung mit vermutlich satanistischem Hintergrund kommt daher gerade recht, so dass der Adrenalin Junkie endlich mal wieder aktiv arbeiten kann. Schnell kommt zu der Grabschändung nämlich auch eine Serie von Morden, bei der der Täter mit Fran mit Hilfe satanische  Symbole in der Haut der Opfer kommuniziert. So gerät auch sie immer mehr in das Visier des bestialischen Killers.

    In mehreren Handlungssträngen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, entwickelt sich die Handlung und es werden auch immer wieder die Gedanken und Handlungen des Serienmörders in die Geschichte eingestreut, was die Spannung für mich gesteigert hat.

    Zur Figur der Profilerin Fran kann man sicher geteilter Meinung sein. Sie ist trotzig und hat ihre Emotionen nicht immer gut im Griff. Das gestörte Verhältnis zu ihrem Vater und Ex-Freund spielen bei ihrem Verhalten sicher eine große Rolle.

    Das Buch ist schon blutrünstig und brutal, aber um das krankhafte, verstörte des Schmerzsammlers darzustellen ist dies auch notwendig.

    Fortsetzung erwünscht!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Satansjünger in Düsseldorf

    Fran Miller ist Profilerin und spezialisiert auf Sekten und satanische Kulte. Bisher ist ihr Job eher ruhig und theoretisch, sie sucht Ausgleich durch riskante Sprünge von Brücken um des Adrenalinkicks willen. Doch dann wird sie zu einer Ermittlung herangezogen, die sie nicht nur an ihre Grenzen, sondern auch ins Visier eines bestialischen Killers bringt. Der sogenannte Schmerzsammler quält und foltert seine Opfer, um ihre Schmerzensschreie aufnehmen zu können, aus diesen will er eine ganz besondere Sinfonie kreieren.

    In mehreren Handlungssträngen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, entwickelt sich die Handlung. Zum einen ist da der eher lächerlich anmutende Satanistenzirkel der „Church of XXXL“ um den Schüler Lars und seine Jünger, die man aber auch nicht unterschätzen sollte, zum anderen eben der Schmerzsammler, der gezielt seine Opfer auswählt und sie langsam und qualvoll sterben lässt. Der Zusammenhang zwischen den beiden Figuren bzw. die Frage ob es überhaupt einen gibt, bleibt lange unbeantwortet und gab mir beim Lesen einige Rätsel auf.

    Ich persönlich mag es nicht sonderlich, wenn der oder die Ermittler in einem Krimi ins Fadenkreuz des Täters geraten, aber hier kündigt sich schon recht bald ein gewisses Interesse des Mörders an Fran und ihrer Familie an. Mit Fran selber wurde ich während des Lesens nicht so recht warm, dazu war sie mir zu unbeherrscht. Einiges an ihrem Verhalten wird im Laufe des Buches durch ihre Vergangenheit erklärt, dennoch konnte ich mit ihr leider nicht viel anfangen, sie blieb mir eher gleichgültig und fremd.

    Die Auflösung am Ende bringt einige erstaunliche Zufälle ans Licht, so ganz glaubwürdig fand ich das alles leider nicht.

    Insgesamt war das ein durchaus spannender deutscher Thriller und ich würde Fran gerne in einem neuen Fall noch eine Chance geben, hier war ich noch nicht ganz überzeugt.

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    jackdecks avatar
    jackdeckvor 5 Jahren
    Mehr davon.. Spannung und Nervenkitzel bis zum Ende

    Kurz zum Inhalt Fran Miller, Profilerin und Sektenbeauftragte des LKA Düsseldorf. Während der Ermittlungen zu einem statistisch motivierten Mord gerät sie selbst ins Fadenkreuz eines obsessiven Killers. Er foltert seine Opfer bestialisch, bevor er sie tötet. Fran erkennt sein Motiv: Er sammelt die Schreie seiner Opfer. Niemand glaubt ihr – ein tödlicher Irrtum. Denn nicht nur Fran steht auf der Liste des Schmerzsammlers ...
    Die Spannung baute sich von Seite zu Seite auf, über einige Abschnitte war ich richtig geschockt und musste teilweise richtig schlucken, obwohl ich ja solche Bücher am liebsten mag. Sämtliche Orte, Personen und Werkzeuge kamen mir absolut real vor.
    Gut fand ich auch, dass in dem Buch die Sichtweise aus verschieden Perspektiven erzählt wird. So ist man mal Ermittler und im nächsten Moment schaut man dem Killer über die Schulter, das sorgt für Nervenkitzel.
    Mit lebhafter Sprache, die detailgetreuer kaum beschrieben hätte werden können, ist dieses Buch wirklich ein Zuckerl für alle hartgesottenen Thriller-Fans.
    Und gerade das Ende lässt hoffen bald wieder etwas von Fran Miller und ihren Ermittlungen zu lesen.

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    unclethoms avatar
    unclethomvor 5 Jahren
    Leseempfehlung!

    Der Klappentext:
    Fran Miller, Profilerin und Sektenbeauftragte des LKA Düsseldorf, geht einem ruhigen Schreibtischjob nach. Doch während der Ermittlungen zu einem satanistisch motivierten Mord gerät sie selbst ins Fadenkreuz eines obsessiven Killers. Er foltert seine Opfer bestialisch, bevor er sie tötet. Fran erkennt sein Motiv: Er sammelt die Schreie seiner Opfer. Niemand glaubt ihr - ein tödlicher Irrtum. Denn nicht nur Fran steht auf der Liste des Schmerzsammlers ...
    Quelle: wwww.amazon.de

    Der Autor:
    Martin Conrath 1959 in Neunkirchen an der Saar geboren.
    Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, Journalist und Personalentwickler. Seit 2006 lebt und schreibt er in Düsseldorf. Mitglied bei "Quo Vadis".
    Einige Lebens-Plot-Points: 1973 - 1979 Ausbildung zum Schlagzeuger - 1977 bis 1991 als Musiker und Schauspieler auf Tour - 1991-1993 Volontariat zum Vollredakteur bei dem Saar-Lor-Lux-Magazin "Tabou" (Luxemburg) - 1993 bis 2003 Journalist für Print und Funk - ab 2001: Freier Schriftsteller und Personalentwickler.
    Unter dem Pseudonym "Sabine Martin" schreibt Martin Conrath zusammen mit Sabine Klewe historische Romane.
    Quelle: www.amazon.de

    Meine Meinung:
    Dem Autor ist mit diesem Roman ein aus der Masse herausragendes Buch gelungen. Die beiden Handlungsstränge die in einem Finale furioso gipfeln, lassen einem immer wieder das Blut in den Adern gefrieren.
    Sehr gut die bildhafte Sprache, dank der das Kopfkino von der ersten bis zur letzten Seite rattert… Dennoch beschreibt der Autor die Taten nicht zu detailliert, so dass die eigne Phantasie genug Spielraum zum Interpretieren hat.
    Sicherlich keine neue Idee, aber die Umsetzung des Stoffes erste Sahne.
    In mir hat der Autor einen neuen Fan gewonnen.
    Von mir, neben 5 von 5 Sternen, eine Leseempfehlung!

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    Queenelyzas avatar
    Queenelyzavor 5 Jahren
    Bewährte Zutaten mit neuem Twist

    Als großer Fan etwas deftigerer Horrorfilme konnte ich an dem Thriller "Der Schmerzsammler" nicht vorbeigehen. Verhieß mir doch die in mattem Silber auf dem Cover prangende Zange schon Vielversprechendes. Und das Cover hält tatsächlich, was es verspricht...

     

    Die Ermittlerin Fran Miller ist eine Frau, wie sie gerne in Krimis als Hauptperson auftaucht. Tough, selbständig, etwas gegen den Strich gebürstet, respektlos, aber mit Wunden und Narben der Vergangenheit, die ihr beinahe zum Verhängnis werden. Stereotyp, aber das Rad muss ja auch nicht immer neu erfunden werden, vor allem, wenn es so versiert gedreht wird wie hier.

     

    Ein satanistisch motivierter Mord geschieht, und irgendwie wird der Killer auf Fran aufmerksam. Dieser Killer mordet nicht nur, sondern er nimmt die Angst- und Schmerzensschreie seiner Opfer auf Band auf, um sie sich wieder und wieder anzuhören. Sammeln in allen Ehren, aber das ist schon ganz schön gaga, die Szenen, die dazugehören, haben es allesamt ganz ordentlich in sich, sie sorgen für unangenehme Gänsehaut. Gruselig. Und höllenspannend. Es ist kaum möglich, das Buch wegzulegen.

     

    Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Wie soll man dem Schurken das Handwerk legen? Schafft es Fran, ihm zu entkommen oder hat er sogar noch perfidere Pläne als sich Fran zu schnappen? Dabei entwickelt sich die die Geschichte so intelligent, dass man wirklich bis kurz vor Schluss, selbst als versierter Krimileser, kaum eine Ahnung hat, wer der Täter denn nun sein mag. Jedesmal, wenn ein brauchbarer Verdächtiger ins Spiel kam, wurde recht schnell klar, dass es genau DER jetzt eben nicht sein kann. Aber wer dann? 

     

    In diesem Buch sitzt jeder Twist, jeder Kniff, und selbst die in diesem Buch aufkommende Romanze wird ziemlich unsentimental eingearbeitet. Meinen Geschmack hat dieser Erzählstrang samt Ende voll getroffen, auch wenn sich daran sicher die Geister scheiden mögen.

     

    Am Ende fühlte ich mich wie mit Volldampf rückwärts durch ein Gebüsch gezogen: atemlos, schmutzig und total kaputt. Aber irgendwie auch sehr, sehr zufrieden, dass ich endlich mal wieder ein Buch in der Hand hatte, das so rund und so stimmig daherkam. Ich bin kein Fan langer Buchreihen, aber ich hoffe, dass wir Fran Miller bald in einem ähnlich spannenden Fall wiedertreffen!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    MartinConraths avatar
    Wer hat Lust den den Spuren des Schmerzsammlers zu folgen?
    Damit die Schmerzen süß werden, bekommen die ersten 25, die sich mit dem Stichwort  "Süß ist der Schmerz" melden einmal das Buch: "Der Schmerzsammler" von Martin Conrath. Natürlich sind auch alle anderen bei der Leserunde willkommen!

    Herzliche Grüße

    Martin Conrath
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