Martin Davies

 3.6 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Wiedersehen in Hannesford Court, Die Pflanzenmalerin und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Wiedersehen in Hannesford Court
 (13)
Neu erschienen am 21.09.2018 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Martin Davies

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Martin DaviesWiedersehen in Hannesford Court
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Wiedersehen in Hannesford Court
Wiedersehen in Hannesford Court
 (13)
Erschienen am 21.09.2018
Martin DaviesDie Pflanzenmalerin
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Die Pflanzenmalerin
Die Pflanzenmalerin
 (10)
Erschienen am 12.11.2007
Martin DaviesWiedersehen in Hannesford Court: Roman
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Wiedersehen in Hannesford Court: Roman
Wiedersehen in Hannesford Court: Roman
 (2)
Erschienen am 24.10.2013
Martin DaviesWiedersehen in Hannesford Court
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Wiedersehen in Hannesford Court
Wiedersehen in Hannesford Court
 (2)
Erschienen am 22.09.2015
Martin DaviesThe Conjuror's Bird
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The Conjuror's Bird
The Conjuror's Bird
 (1)
Erschienen am 02.01.2006
Martin DaviesInterdisciplinary Higher Education
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Interdisciplinary Higher Education
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Erschienen am 12.11.2010
Martin DaviesItalian Schools Before 1400
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Italian Schools Before 1400
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Erschienen am 30.09.2001
Martin DaviesThe Year After
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The Year After
The Year After
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Erschienen am 03.12.2012

Neue Rezensionen zu Martin Davies

Neu
Günter-ChristianMöllers avatar

Rezension zu "Wiedersehen in Hannesford Court" von Martin Davies

Suche nach alten Träumen
Günter-ChristianMöllervor einem Jahr

 

Tom Allen kehrt 1919 aus dem ersten Weltkrieg zurück nach Hannesford Court. Ein geheimnisvoller Brief eines Freundes, der ebenfalls als Soldat den Krieg überlebt hat, gab den Ausschlag. Bei dem Tod eines deutschen Professors, der vor dem Krieg auf dem Anwesen der Stansburys nach Schmetterlingen forschte, sei etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen. Unbehagen hält Tom zunächst gefangen, denn er wollte eigentlich die älteste Tochter der Familie niemals wiedersehen, in die er damals verliebt war und die dann jemand anderen heiratete, der in der sozialen Rangordnung weit über ihm stand. Doch er trifft auch Ann Gregory wieder, die ehemalige Gesellschafterin der noblen Familie.

Ich musste beim Lesen hin und wieder an ‚Der Weg zurück‘ von Erich Maria Remarque denken. Ein Soldat, der nach dem ersten Weltkrieg nach Hause kommt und auf eine Welt trifft, die ihm so  fremd  geworden ist. Gefangen von seinen Erinnerungen macht sich Tom auf die Suche nach seiner Jugend und seinen alten Träumen. Er erkennt, dass er sie verloren hat, und dass damals nichts so war, wie es zu sein schien.


Martin Davies hat den ersten großen Bruch im Gesellschaftssystem eines modernen Industriestaates im Europa des 20ten Jahrhunderts wunderbar beschrieben. Die zu späte Aufklärung eines Kriminalfalles und eine sanfte Liebesgeschichte fesselten mich zusammen mit dem britischem Humor bis zum atemlosen Ende.

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Schnuck59s avatar

Rezension zu "Wiedersehen in Hannesford Court" von Martin Davies

Wiederkehr nach 5 Jahren
Schnuck59vor 4 Jahren

Zentraler Punkt der Geschichte ist der Rosenball auf dem Landgut der Familie Stansbury, auf dem der deutsche Professor Schmidt tot zusammenbricht. Hauptmann Tom Allen kommt 5 Jahre später wieder auf den Landsitz und erfährt was Mitgliedern der Familie und deren Freunden im Krieg geschehen ist. Etliche Personen werden beschrieben und ihre Charakterzüge dargestellt. Teilweise fand ich es schwer alle Zusammenhänge zu realisieren. Anfangs war es für mich spannend immer mehr über Professor Schmidt zu erfahren, doch je weiter ich im Buch kam um so "langweiliger" wurde es und zum Schluss hin war ich eher enttäuscht. Ich hatte etwas viel spektakuläreres erwartet.

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SitataTirulalas avatar

Rezension zu "Wiedersehen in Hannesford Court" von Martin Davies

Das Jahr danach
SitataTirulalavor 4 Jahren

"Es gibt Tausende und Abertausende Menschen in diesem Land, die ihre Liebsten verloren haben, und sie müssen irgendeinen Sinn darin finden. Glaub mir, die Wahrheit ist so ziemlich das Letzte, was diese Leute hören wollen."


Winter 1919. Der erste Weltkrieg ist vorbei und Captain Tom Allen kehrt nach London zurück. Dort erwartet ihn eine Einladung zum Weihnachtsfest bei den Stansburys in Hannesford Court. Irgendwann in einem anderen Leben hat er einst zum illustren Kreis der Gäste in Hannesford gehört, aber eigentlich hatte er sich geschworen, nie wieder dorthin zurückzukehren. Am Ende fährt er doch, um der Einsamkeit Londons zu entfliehen, und kommt zurück an den Ort, an dem die wunderschöne Margot ihm fünf Jahre zuvor das Herz gebrochen hat. Auf den ersten Blick wirkt Hannesford unverändert, doch der Eindruck täuscht. Mit einem toten und einem verkrüppelten Sohn, einer verwitweten Tochter und einer, die ihren Verlobten verloren hat, sind auch die Stansburys vom Krieg nicht unberührt geblieben. Dennoch ist Lady Stansbury fest entschlossen, das Weihnachtsfest und den alljährlichen Silvesterball zu einem glanzvollen gesellschaftlichen Ereignis zu machen - so wie früher. Inmitten dieser Bemühungen kommt die Sprache wieder auf den Tod eines allseits geschätzten Gastes vor einigen Jahren hier auf Hannesford. Was Tom damals für ein tragisches Unglück gehalten hat, verbirgt doch sehr viel mehr, und erst jetzt erkennt Tom die Hinweise darauf und kann sie Stück für Stück zusammenfügen.

Wie einige vielleicht wissen bin ich ein wenig auf Hobby-Historiker-Pfaden unterwegs. Dabei liegt mein besonderes Augenmerk auf dem 17. und 18. Jahrhundert in Europa. Für den ersten oder zweiten Weltkrieg, geschweige denn für das 20. Jahrhundert an sich, habe ich mich nie über den Schulstoff hinaus interessiert. Aber auf Meggies Drängen hin musste ich dann ja mal in "Downton Abbey" rein schauen und ich musste feststellen, dass die Zeit doch gar nicht so unspannend ist, wie sie immer auf mich gewirkt hat. Als mir also "Wiedersehen in Hannesford Court" in die Hände fiel, habe ich es in Gedanken an "Downton Abbey" gleich mal eingepackt.
Wie die Inhaltsangabe bereits vermuten lässt, begleiten wir Tom Allen bei seiner Rückkehr nach Hannesford. Diese Art Heimkehr weckt viele Erinnerungen in ihm, die man als Leser nicht gleich auf Anhieb einsortieren kann, aber je weiter man liest, desto schlüssiger wird das Gesamtbild. Wir lernen die Clique von damals kennen, die von den Stansbury Geschwistern Harry und Margot angeführt wurde. Viele sind nicht aus dem Krieg heim gekehrt oder wenn, dann versehrt. Tom muss zunächst einmal die Gegenwart mit seinen Erinnerungen in Einklang bringen. Der Krieg hat alle verändert, die einen offensichtlicher, die anderen subtiler. Und während man so liest hat man selbst ein bisschen das Gefühl, dabei gewesen zu sein, damals.
Mit Tom Allen hat Martin Davies auf jeden Fall einen sehr sympathischen Protagonisten geschaffen, in den man sich gut einfühlen kann. Man muss wie er erstmal die gesellschaftlichen Geflechte in Hannesford entwirren und auch wenn man hier und da ein dunkles Geheimnis ahnt, bin zumindest ich am Ende doch bei dem einen oder anderen Charakter überrascht gewesen, was da noch alles zum Vorschein gekommen ist. Denn in Hannesford ist nichts so eindimensional wie es auf den ersten Blick wirkt. Die Goldkinder sind nicht ausschließlich das, ebenso wie einige unscheinbarere Randfiguren die sprichwörtlichen stillen Wasser mit immenser Tiefe sind. Auch ohne großen, actiongeladenen Plot schafft Martin Davies eine interessante Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Es sind die kleinen, gesellschaftlichen Feinheiten, die fesseln. Davies gelingt es sogar den zarten Faden einer Liebesgeschichte einzuflechten, die aber alles andere als aufdringlich ist und auch nicht dem Klischee Junge-trifft-Mädchen-und-ist-unsterblich-verliebt entspricht.

Ich für meinen Teil habe mich sehr wohl in Hannesford und mit den Charakteren, ob groß oder klein, gefühlt. Für diesen wirklich schönen Ausflug in die Anfänge des 20. Jahrhunderts vergebe ich vier Sterne und durchaus eine Leseempfehlung für alle, die auch Freude an "Downton Abbey" haben.

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