Martin Davies Wiedersehen in Hannesford Court

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Inhaltsangabe zu „Wiedersehen in Hannesford Court“ von Martin Davies

London, 1919. Der junge Hauptmann Tom Allen erhält für die Weihnachtstage eine Einladung nach Hannesford Court, dem Landsitz der Familie Stansbury, wo er vor dem Krieg unbeschwerte Zeiten verlebt hat. Zugleich bittet ihn ein Freund, einer alten, nie aufgeklärten Geschichte nachzugehen: Kurz vor Ausbruch des Krieges ist ein deutscher Arzt auf Hannesford Court an einem Herzinfarkt gestorben - so schien es jedenfalls. Doch der Arzt hatte in seinem letzten Brief an seinen Sohn von merkwürdigen Dingen geschrieben, die dort vorgingen. Bevor er jemandem Genaueres sagen konnte, starb er - oder wurde dabei nachgeholfen? Tom beginnt, die Fäden der Vorkriegsgeschichte wieder aufzurollen. Ein atmosphärischer Schmöker.

Suche nach alten Träumen

— Günter-ChristianMöller

Es plätschert etwas langsam dahin, trotz schöner Prosa ist die Auflösung eigentlich zu schwach. Hatte mehr erwartet.

— Cridilla

Nach 5 Jahren kommt Hauptmann Tom Allen wieder auf den Landsitz Hannesford Court, wo es damals zu einem unerklärlichen Totesfall kam.

— Schnuck59

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  • Suche nach alten Träumen

    Wiedersehen in Hannesford Court

    Günter-ChristianMöller

    14. November 2017 um 16:03

      Tom Allen kehrt 1919 aus dem ersten Weltkrieg zurück nach Hannesford Court. Ein geheimnisvoller Brief eines Freundes, der ebenfalls als Soldat den Krieg überlebt hat, gab den Ausschlag. Bei dem Tod eines deutschen Professors, der vor dem Krieg auf dem Anwesen der Stansburys nach Schmetterlingen forschte, sei etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen. Unbehagen hält Tom zunächst gefangen, denn er wollte eigentlich die älteste Tochter der Familie niemals wiedersehen, in die er damals verliebt war und die dann jemand anderen heiratete, der in der sozialen Rangordnung weit über ihm stand. Doch er trifft auch Ann Gregory wieder, die ehemalige Gesellschafterin der noblen Familie. Ich musste beim Lesen hin und wieder an ‚Der Weg zurück‘ von Erich Maria Remarque denken. Ein Soldat, der nach dem ersten Weltkrieg nach Hause kommt und auf eine Welt trifft, die ihm so  fremd  geworden ist. Gefangen von seinen Erinnerungen macht sich Tom auf die Suche nach seiner Jugend und seinen alten Träumen. Er erkennt, dass er sie verloren hat, und dass damals nichts so war, wie es zu sein schien.Martin Davies hat den ersten großen Bruch im Gesellschaftssystem eines modernen Industriestaates im Europa des 20ten Jahrhunderts wunderbar beschrieben. Die zu späte Aufklärung eines Kriminalfalles und eine sanfte Liebesgeschichte fesselten mich zusammen mit dem britischem Humor bis zum atemlosen Ende.

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  • Wiederkehr nach 5 Jahren

    Wiedersehen in Hannesford Court

    Schnuck59

    30. December 2014 um 15:08

    Zentraler Punkt der Geschichte ist der Rosenball auf dem Landgut der Familie Stansbury, auf dem der deutsche Professor Schmidt tot zusammenbricht. Hauptmann Tom Allen kommt 5 Jahre später wieder auf den Landsitz und erfährt was Mitgliedern der Familie und deren Freunden im Krieg geschehen ist. Etliche Personen werden beschrieben und ihre Charakterzüge dargestellt. Teilweise fand ich es schwer alle Zusammenhänge zu realisieren. Anfangs war es für mich spannend immer mehr über Professor Schmidt zu erfahren, doch je weiter ich im Buch kam um so "langweiliger" wurde es und zum Schluss hin war ich eher enttäuscht. Ich hatte etwas viel spektakuläreres erwartet.

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  • Das Jahr danach

    Wiedersehen in Hannesford Court

    SitataTirulala

    29. August 2014 um 14:50

    "Es gibt Tausende und Abertausende Menschen in diesem Land, die ihre Liebsten verloren haben, und sie müssen irgendeinen Sinn darin finden. Glaub mir, die Wahrheit ist so ziemlich das Letzte, was diese Leute hören wollen." Winter 1919. Der erste Weltkrieg ist vorbei und Captain Tom Allen kehrt nach London zurück. Dort erwartet ihn eine Einladung zum Weihnachtsfest bei den Stansburys in Hannesford Court. Irgendwann in einem anderen Leben hat er einst zum illustren Kreis der Gäste in Hannesford gehört, aber eigentlich hatte er sich geschworen, nie wieder dorthin zurückzukehren. Am Ende fährt er doch, um der Einsamkeit Londons zu entfliehen, und kommt zurück an den Ort, an dem die wunderschöne Margot ihm fünf Jahre zuvor das Herz gebrochen hat. Auf den ersten Blick wirkt Hannesford unverändert, doch der Eindruck täuscht. Mit einem toten und einem verkrüppelten Sohn, einer verwitweten Tochter und einer, die ihren Verlobten verloren hat, sind auch die Stansburys vom Krieg nicht unberührt geblieben. Dennoch ist Lady Stansbury fest entschlossen, das Weihnachtsfest und den alljährlichen Silvesterball zu einem glanzvollen gesellschaftlichen Ereignis zu machen - so wie früher. Inmitten dieser Bemühungen kommt die Sprache wieder auf den Tod eines allseits geschätzten Gastes vor einigen Jahren hier auf Hannesford. Was Tom damals für ein tragisches Unglück gehalten hat, verbirgt doch sehr viel mehr, und erst jetzt erkennt Tom die Hinweise darauf und kann sie Stück für Stück zusammenfügen. Wie einige vielleicht wissen bin ich ein wenig auf Hobby-Historiker-Pfaden unterwegs. Dabei liegt mein besonderes Augenmerk auf dem 17. und 18. Jahrhundert in Europa. Für den ersten oder zweiten Weltkrieg, geschweige denn für das 20. Jahrhundert an sich, habe ich mich nie über den Schulstoff hinaus interessiert. Aber auf Meggies Drängen hin musste ich dann ja mal in "Downton Abbey" rein schauen und ich musste feststellen, dass die Zeit doch gar nicht so unspannend ist, wie sie immer auf mich gewirkt hat. Als mir also "Wiedersehen in Hannesford Court" in die Hände fiel, habe ich es in Gedanken an "Downton Abbey" gleich mal eingepackt. Wie die Inhaltsangabe bereits vermuten lässt, begleiten wir Tom Allen bei seiner Rückkehr nach Hannesford. Diese Art Heimkehr weckt viele Erinnerungen in ihm, die man als Leser nicht gleich auf Anhieb einsortieren kann, aber je weiter man liest, desto schlüssiger wird das Gesamtbild. Wir lernen die Clique von damals kennen, die von den Stansbury Geschwistern Harry und Margot angeführt wurde. Viele sind nicht aus dem Krieg heim gekehrt oder wenn, dann versehrt. Tom muss zunächst einmal die Gegenwart mit seinen Erinnerungen in Einklang bringen. Der Krieg hat alle verändert, die einen offensichtlicher, die anderen subtiler. Und während man so liest hat man selbst ein bisschen das Gefühl, dabei gewesen zu sein, damals. Mit Tom Allen hat Martin Davies auf jeden Fall einen sehr sympathischen Protagonisten geschaffen, in den man sich gut einfühlen kann. Man muss wie er erstmal die gesellschaftlichen Geflechte in Hannesford entwirren und auch wenn man hier und da ein dunkles Geheimnis ahnt, bin zumindest ich am Ende doch bei dem einen oder anderen Charakter überrascht gewesen, was da noch alles zum Vorschein gekommen ist. Denn in Hannesford ist nichts so eindimensional wie es auf den ersten Blick wirkt. Die Goldkinder sind nicht ausschließlich das, ebenso wie einige unscheinbarere Randfiguren die sprichwörtlichen stillen Wasser mit immenser Tiefe sind. Auch ohne großen, actiongeladenen Plot schafft Martin Davies eine interessante Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Es sind die kleinen, gesellschaftlichen Feinheiten, die fesseln. Davies gelingt es sogar den zarten Faden einer Liebesgeschichte einzuflechten, die aber alles andere als aufdringlich ist und auch nicht dem Klischee Junge-trifft-Mädchen-und-ist-unsterblich-verliebt entspricht. Ich für meinen Teil habe mich sehr wohl in Hannesford und mit den Charakteren, ob groß oder klein, gefühlt. Für diesen wirklich schönen Ausflug in die Anfänge des 20. Jahrhunderts vergebe ich vier Sterne und durchaus eine Leseempfehlung für alle, die auch Freude an "Downton Abbey" haben.

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  • Wiedersehen in Hannesford Court - Hinter der Fassade lauert der Schmerz

    Wiedersehen in Hannesford Court

    mecedora

    02. February 2014 um 21:27

    1919 kehrt der junge Offizier Tom Allen kurz nach Ende des ersten Weltkriegs nach Hannesford Court zurück, dem Anwesen der Familie Stansbury, auf dem er vor dem verheerenden Krieg als Gast bereits viel Zeit verbracht hat. Weihnachten steht mit all seinen Feierlichkeiten und den alten Traditionen des Landsitzes vor der Tür, mit Jagd und Vergnügen, kurzweiligen Unterhaltungen und Scherzen, reichhaltigem Essen und Unterhaltungen zwischen den Angehörigen der britischen Oberschicht.  Auch wenn anfangs alles wie früher zu sein scheint, ist nichts, wie es vor dem Krieg war, Menschen fehlen, die im Zentrum der Gemeinschaft standen, Gefühle und Gemüter haben sich geändert. Und als Tom Allen beginnt, die Fäden eines mysteriösen Todesfalls aufzurollen, der bei ihrer aller letzter Zusammenkunft vor dem Krieg auf dem Landsitz eingetreten ist, kommen Dinge zu Tage, die niemand für möglich gehalten hätte ... Ich hatte anfangs ein wenig Schwierigkeiten, in den Roman hineinzufinden, hatte ich doch ein etwas anderes Buch erwartet, etwas intensiv Fesselndes, vielleicht ein wenig Romantisches, packende Lebens- und Schicksalsgeschichten. Vielleicht habe ich mich von dem ein wenig romantisch anmutenden Cover fehlleiten lassen, denn eins ist das Buch nicht: ein romantischer Schmöker, ein gefühlvoller Liebesroman, Kitsch. "Wiedersehen in Hannesford Court" wird aus Sicht eines Mannes erzählt, aus Sicht Tom Allens, des Kriegsheimkehrers, der sich inmitten all seiner Bekannten des Verlusts erst bewusst wird, den er, den das ganze Land, die Gesellschaft und seine Freunde, in den Jahren des zerstörerischen Krieges erleiden mussten. Allein diese Perspektive ist für einen historischen Roman schon ungewöhnlich, stehen doch so häufig Frauengestalten im Zentrum.  Entsprechend "männlich" ist der Erzählstil des Buchs, teilweise distanziert, scharf beobachtend, zwar ehrlich in Gefühlsdingen, dabei aber immer schnörkellos und realistisch, schlicht und manchmal ein wenig hart. Nach kurzer Eingewöhnungszeit gefiel mir das zunehmend gut und im Verlauf des Romans sehr passend. Die Figuren werden abgeklärt und realistisch aus der Sicht des ein wenig stillen Beobachters Tom Allen beschrieben, man kann sie in ihrem Wesen, auch in ihrer Bosheit, die teilweise zu Tage tritt, verstehen und vor sich sehen, ohne sie gleich zu verurteilen. Niemand in diesem Buch ist ohne Einschränkung nett, alle sind in irgendeiner Form schuldig, vom Verlust gezeichnet, von zerschlagenen Träumen, Ängsten, Wut und Trauer. Diese Gebrochenheit der Figuren mochte ich sehr, schien sie mir doch angesichts der beschriebenen Zeit und Situation sehr angemessen und nachvollziehbar. Martin Davies gelingt es mit "Wiedersehen in Hannesford Court" einen Roman zu schreiben, der aus der Reihe der "üblichen" historischen Romane ein wenig heraustanzt - durch die interessant gewählte Perspektive, die so gefasste Hauptfigur des Tom Allen, die Entscheidung, die von der Freude über das Wiedersehen nur notdürftig kaschierte Melancholie und Verzweiflung und den tiefen, unaussprechbaren Schmerz so in den Fokus zu setzen. Der Roman fordert ein wenig Einfühlen vom Leser und ist nicht immer der vielleicht erwartete genussvolle Schmöker auf einem britischen Landsitz, aber er schenkt einem dennoch höchst interessante Lesestunden und einen realistischen Einblick in eine Epoche des Verlusts - trotz des Kriegsgewinns.

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  • Melancholisches Wiedersehen.

    Wiedersehen in Hannesford Court

    Traeumeline

    02. February 2014 um 21:00

    Tom Allen kehrt nach Kriegsende zur Grafschaft Hannesford Court zurück, folgt der Einladung, die er erhalten hat. Er hat den Krieg überlebt, kann es selbst kaum glauben. Im Gegensatz zu Harry, dem ältesten Sohn der Familie Stansbury. Er will nicht dort hin zurück kehren, da alles ein unschönes Ende genommen hat. Der Rosenball. Margot.. oh Margot, welch' schmerzliche Erinnerungen verbindet er mit ihr. Dennoch, ein innerer Zwang bringt ihn dazu, dass er doch wieder in der pompösen Eingangshalle der Grafschaft steht. Nichts ist wie es mal war, so viel hat sich verändert. Nicht nur nach dem Krieg, sondern auch nach berühmten Rosenball. Sein guter Freund, der deutsche Professor Schmidt, ist plötzlich verstorben und niemand kennt die Umstände seines Todes. Tom versucht dies bei seinem Aufenthalt dort herauszufinden und gleichzeitig versucht er aufzuarbeiten, was die Vergangenheit mit ihm gemacht hat. Ein sehr melancholisches Buch, was mich ziemlich runter gezogen hat, sodass ich sehr lange zum lesen brauchte. Alles in allem war es aber doch ein schöner historischer Roman. Es würde für Downton Abbey Fans empfohlen, ich kann dem nicht ganz zustimmen, dennoch war es okey.

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  • zu viel Contenance

    Wiedersehen in Hannesford Court

    BettinaR87

    26. December 2013 um 13:33

    Das Buch ist insgesamt vergleichsweise langweilig. Das Ende mag überraschend sein, die Hauptfiguren sind es dagegen nicht. Es finden sich zwar auch immer wieder Spuren des berühmten britischen Humors - doch davon hätte die Erzählung samt der Figuren deutlich mehr vertragen können. Eine Geschichte, die sanft vor sich hinplätschert und weder besonders spannend, noch besonders fesselnd ist. Nette, seichte Unterhaltung für einen Nachmittag, dann ist man mit dem Buch auch schon durch.

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