Martin Doerry

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Neue Bücher

Mein verwundetes Herz

 (25)
Neu erschienen am 12.11.2018 als Taschenbuch bei Penguin.

Wen liebte Goethes "Faust"?

 (2)
Neu erschienen am 07.09.2018 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.

Lilli Jahn

Neu erschienen am 01.09.2018 als Taschenbuch bei Hentrich und Hentrich Verlag Berlin.

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Mein verwundetes Herz

Mein verwundetes Herz

 (25)
Erschienen am 12.11.2018
"Nirgendwo und überall zu Haus"

"Nirgendwo und überall zu Haus"

 (6)
Erschienen am 10.12.2007
Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung? Kultur

Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung? Kultur

 (4)
Erschienen am 29.08.2011
Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung? Fußball

Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung? Fußball

 (3)
Erschienen am 19.04.2012
Wen liebte Goethes "Faust"?

Wen liebte Goethes "Faust"?

 (2)
Erschienen am 07.09.2018
Die SPIEGEL-Affäre

Die SPIEGEL-Affäre

 (1)
Erschienen am 13.05.2013

Neue Rezensionen zu Martin Doerry

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seschats avatar

Rezension zu "Wen liebte Goethes "Faust"?" von Martin Doerry

Ein Quiz für Kenner
seschatvor 2 Monaten

Martin Doerrys neuester SPIEGEL-Wissenstest zum Thema "Literatur" wartet mit einem bunten Fragenpotpourri auf. Darunter findet man u.a. die Kategorien Bestseller, Klassiker, verfilmte Literatur oder Science Fiction. Und die Fragen haben es derart in sich, dass selbst der belesenste Quizzer an der ein oder anderen Stelle kapitulieren muss. Kurzum, für die insgesamt 150 Fragen ist oftmals literarisches Spezial- statt Allgemeinwissen gefragt. Hinzu kommt, dass der Lösungsteil nicht leserfreundlich konzipiert wurde. Denn statt der standardisierten Lösung, wie z. B. 1c oder 2b, wird lediglich die richtige Lösung in Worten ausgeschrieben, so dass man immer wieder zur jeweiligen Frage zurückblättern muss. Das ist mühsam. Vielleicht wäre es hier sinnvoller gewesen, man hätte nach jedem Fragenkapitel sofort die richtigen Lösungen angeschlossen. 


Mein Highlight waren die Interviews im Anschluss ans Quiz. Hier kamen namenhafte Literaturkritiker (Volker Hage und Volker Weidermann) und Autoren (Eva und Robert Menasse) zu Wort und fachsimpelten über deren Tätigkeit und Wirkmacht. 

FAZIT
Ein solides Quizbuch, das aber nicht an Doerrys Quiz-Erstling heranreicht.

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Bibi1960s avatar

Rezension zu ""Mein verwundetes Herz"" von Martin Doerry

Briefe voller Liebe
Bibi1960vor 3 Monaten

Die reinen Fakten des Lebens der jüdischen Ärztin Lilli Jahn sind rasch zusammengefasst.

Sie wurde am 5. März 1900 in Köln geboren, promovierte 1924 in Medizin und heiratete 1926 den nicht-jüdischen Arzt Ernst Jahn. Bis zum Jahr 1940 wurden fünf Kinder geboren – ein Junge und vier Mädchen. Ab 1933 musste sie ihre ärztliche Tätigkeit aufgeben und war nur noch „Hausfrau“. Im Jahr 1942 wurde ihre Ehe mit Ernst geschieden und 1943 wurde sie wegen eines Verstoßes gegen die Polizeiordnung verhaftet und im Arbeitserziehungslager in Breitenstein interniert. Im Mai 1944 wurde Lilli nach Auschwitz deportiert, wo sie im Juni 1944 starb.

Ihr Enkel Martin Doerry hat in seinem Buch „Mein verwundetes Herz“ das Leben Lilli Jahns aufgearbeitet.


Aus über 500 überlieferten Briefen, wovon ca. 250 aus der Zeit im Arbeitserziehungslager stammen, ist eine ungewöhnliche, tief zu Herzen gehende Biographie entstanden. Bedingt durch die Zensur konnte Lilli Jahn sicher nicht alles wahrheitsgemäß berichten, daher dreht sich ihre Korrespondenz mit den Kindern größtenteils um alltägliche Dinge. Eindrucksvoll ist dabei die tiefe Liebe und Zärtlichkeit, die aus den hin-und-her gehenden Briefen spricht.

Dieses Buch stellt eine ganz andere Art von Biographie eines jüdischen Schicksals während der NS-Zeit dar. Es zeigt nicht plakativ die Gräuel, sondern ist behutsam, voller Liebe und Zärtlichkeit. Gerade dadurch ist es so bemerkenswert und hat mich (besonders als Mutter) tief berührt. Nicht umsonst wurde es in 18 Sprachen übersetzt.

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M

Rezension zu "Die SPIEGEL-Affäre" von Martin Doerry

Ein Rückblick auf eine zentrale politische Presseaffäre
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

 

Durchaus kann man formulieren, dass die Spiegel Affäre 1962 eine der zentralen Belastungsproben für die Meinungsfreiheit und das Recht auf freie Information (auch, wenn sie manchen unliebsam daherkommt) in der Bundesrepublik Deutschland war. Und zugleich eine gesellschaftliche Zäsur im Politikverständnis zwischen „patriarchalischer Elite“ (alter Prägung) und „transparentem Handeln“ (neuer Prägung) darstellte.

 

Das „Der Spiegel“ (nicht nur) damals ein Ärgernis in den Augen mancher, vor allem konservativer Politiker war, das war zum einen auch zum damaligen Zeitpunkt nicht neu (Augstein war für den ein oder anderen auch der Verantwortungsträger schon in Person ein „rotes Tuch“).

Und zum anderen war auch späterhin die Berichterstattung des Spiegels bis in höchste Kreise hinein (der ehemalige Bundeskanzler Kohl kolportierte zum einen, dass er dieses Blatt nicht läse und verweigerte zum anderen oft und oft bis zur Sturheit hin dem Spiegel Interviews) Grund zum Ärger.

 

Das aber ein gestandener Verteidigungsminister im Verbund mit Polizei und anderen politischen Beteiligten den Rechtstaat zu nutzen gedachten, um gegen den Spiegel vorzugehen, ihn gleichsam „mundtot“ zu machen, den Herausgeber Augstein festsetzen ließen und das Ganze, wie sich rasch herausstellte, aufgrund eines unbeweisbaren „Verdachtes“ und darin sich auch die gesamte Hysterie des „Kalten Krieges“ mit niederschlug (oder genutzt werden sollte gegen einen unliebsamen Journalismus, wie es vielleicht auch verstanden werde könnte), das war schon ein einsamer Höhepunkt in der Welt der Verbindung von Politik und Journalismus. Mit massiven Folgen bis hin zum Rücktritt des Verteidigungsministers Strauß.

 

Der vorliegende Band  bildet die Reflektion dieses Geschehens zum 50. Jahrestag 2012 ab, in dem Vorträge und Diskussionen der Veranstaltung zu eben jenem Jahrestag im Buch aufgenommen wurden. Ein Ereignis, dass zu Recht von Hans Ulrich Wehler als „Weckruf der Demokratie“ in seinem Vortrag bezeichnet wird.

 

Wobei das Buch sodann chronologisch die Abläufe betrachtet, vom „der Spiegel vor der Affäre“ (als auch Magazin zur „gesellschaftlichen Modernisierung“ und damit im Spannungsbereich „alter Strukturen“, die sich in Teilen und Personen nahtlos aus dem dritten Reich in die junge Republik „herübergerettet“ hatten und umgehend dort wieder „den Ton anschlugen“) über den Ablauf der Affäre selbst, den öffentlichen Protest der damaligen Zeit noch einmal in Erinnerung rufend und die Folgen der Affäre näher beleuchtend (bei denen man durchaus von einem „Erfolg der Modernisierung“ durch den Spiegel sprechen kann, wie Münkel in ihrem Vortrag zum „neuen Selbstverständnis der Medien“ ausführt).

 

Wobei die Folgen nicht bei der Rolle der Medien stehen blieben. Auch einer bestimmten Form des autoritären Politikstils „alter Schule“, der sich durch kritische Nachfragen und Zwang zur Transparenz mehr als nur gestört fühlte (und der durch einen Person wie Strauß personalisiert und symbolisiert im Raume stand), wurde nachhaltig in der Entwicklung nach der Affäre das „Wasser abgegraben“.

 

Die gut lesbare und differenzierte Reflektion des damaligen Geschehens auf den wichtigen Ebenen des „medienpolitischen Bebens“ wird im Buch abgerundet durch „Gespräche mit Zeitzeugen“. Hans-Dietrich Genscher, Horst Ehmke, Dieter Wild, David Schoenbaum kommen hier ebenso zu Wort wie, sehr spannend und intensiv auch „zwischen den Zeilen“ zu lesen, Monika Hohlmeier und Franziska Augstein, die Töchter der damaligen Hauptbeteiligten. Und natürlich hat auch Helmut Schmidt aus erster Hand seine Sicht interessant dargelegt.

Im Anhang findet sich ganz zum Schluss dann der gesamte Ablauf der Affäre auf der Basis der Aktenlage dargestellt.

 

Alles in allem eine sehr lesenswerte und informative „Nachbetrachtung“ der „Spiegel Affäre“, die gerade im Nachgang die Entwicklungslinien zu würdigen weiß und verständlich erläutert, warum durch diese Affäre ein so grundsätzlich zeitgeschichtliches und gesellschaftliches Veränderungspotential sich Bahn brach.

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