"Mein verwundetes Herz"

von Martin Doerry 
4,0 Sterne bei4 Bewertungen
"Mein verwundetes Herz"
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Bibi1960s avatar

Ein berührendes Schicksal!

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Inhaltsangabe zu ""Mein verwundetes Herz""

Der bewegende Briefwechsel zwischen der jüdischen Ärztin Lilli Jahn und ihren Kindern beleuchtet das Schicksal einer deutsch-jüdischen Familie in der Zeit des Nationalsozialismus. Dokumentiert ist der verzweifelte Kampf der Mutter und der Kinder, Normalität und den Zusammenhalt der Familie aufrechtzuerhalten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783877630273
Sprache:
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:347 Seiten
Verlag:Spiegel-Verlag

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    Bibi1960s avatar
    Bibi1960vor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein berührendes Schicksal!
    Briefe voller Liebe

    Die reinen Fakten des Lebens der jüdischen Ärztin Lilli Jahn sind rasch zusammengefasst.

    Sie wurde am 5. März 1900 in Köln geboren, promovierte 1924 in Medizin und heiratete 1926 den nicht-jüdischen Arzt Ernst Jahn. Bis zum Jahr 1940 wurden fünf Kinder geboren – ein Junge und vier Mädchen. Ab 1933 musste sie ihre ärztliche Tätigkeit aufgeben und war nur noch „Hausfrau“. Im Jahr 1942 wurde ihre Ehe mit Ernst geschieden und 1943 wurde sie wegen eines Verstoßes gegen die Polizeiordnung verhaftet und im Arbeitserziehungslager in Breitenstein interniert. Im Mai 1944 wurde Lilli nach Auschwitz deportiert, wo sie im Juni 1944 starb.

    Ihr Enkel Martin Doerry hat in seinem Buch „Mein verwundetes Herz“ das Leben Lilli Jahns aufgearbeitet.


    Aus über 500 überlieferten Briefen, wovon ca. 250 aus der Zeit im Arbeitserziehungslager stammen, ist eine ungewöhnliche, tief zu Herzen gehende Biographie entstanden. Bedingt durch die Zensur konnte Lilli Jahn sicher nicht alles wahrheitsgemäß berichten, daher dreht sich ihre Korrespondenz mit den Kindern größtenteils um alltägliche Dinge. Eindrucksvoll ist dabei die tiefe Liebe und Zärtlichkeit, die aus den hin-und-her gehenden Briefen spricht.

    Dieses Buch stellt eine ganz andere Art von Biographie eines jüdischen Schicksals während der NS-Zeit dar. Es zeigt nicht plakativ die Gräuel, sondern ist behutsam, voller Liebe und Zärtlichkeit. Gerade dadurch ist es so bemerkenswert und hat mich (besonders als Mutter) tief berührt. Nicht umsonst wurde es in 18 Sprachen übersetzt.

    Kommentare: 1
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    Anja_Levs avatar
    Anja_Lev
    bonds avatar
    bondvor 8 Jahren
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    antiqueflowervor 10 Jahren

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