Martin Dreyer Martin Reloaded

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Inhaltsangabe zu „Martin Reloaded“ von Martin Dreyer

Martin Luther für das 21. Jahrhundert: Martin Dreyer, Erfinder der Volxbibel, entstaubt die Originalschriften Luthers und holt sie durch seine moderne, lockere Sprache in unsere Zeit. Entdecken Sie, wie aktuell und relevant die Gedanken des großen Reformators auch heute noch sind und tauchen Sie ein in den Geist der Reformation!
Enthalten sind u.a. "Der kleine Katechismus", "Abhandlung über die christliche Freiheit", "Sendbrief vom Dolmetschen", "Von weltlicher Obrigkeit", Auszüge aus den "95 Thesen".
Eine packende Lektüre für jedermann, hervorragend einsetzbar auch im Konfirmations- und Religionsunterricht!

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  • Nur noch ein weiteres Luther-Buch?

    Martin Reloaded

    derMichi

    27. November 2015 um 09:10

    Das Reformationsjubiläum naht mit großen Schritten und wirft auch auf dem Buchmarkt seine Schatten voraus. Tatsächlich weisen die zahlreichen Erkenntnisse, die in den neu erscheinenden Druckwerken der Öffentlichkeit angepriesen werden darauf hin, dass gerade jetzt besonders viel Neues über Luther und seine Zeit entdeckt wurde: Wie er "vom Mönch zum Feind des Papstes" avancierte, "Luther als Rebell" oder "Luther und die Reformation aus freikirchlicher Sicht" sind nur einige Beispiele. Warum also, so könnte man denken, sollte man nun noch ein Luther-Buch lesen? Ist es nicht irgendwann genug? Luther darf endlich selbst das Wort ergreifen! Wer bei Martin reloaded von Martin Dreyer nach brisanten Details aus Luthers Privatleben oder bahnbrechenden Einsichten über Luthers theologische Entwicklung sucht, wird nicht fündig. Denn: Martin Dreyer schreibt, außer im Vorwort, das nicht einmal drei Seiten lang ist, gar nicht mehr über Luther. Vielmehr hat der Autor wichtige Schriften des Reformators in "moderner, lockerer Sprache", wie es auf dem Buchdeckel heißt, in unsere Zeit übersetzt. Das erinnert zunächst an einen Werbeslogan für die ebenfalls von Dreyer verantwortete Volxbibel. Doch die Traditionalisten unter den Luther-Fans können aufatmen. Luthers Schriften werden keineswegs ins Lächerliche gezogen oder uminterpretiert. Dreyer gibt die Inhalte (zumindest größtenteils) durchaus angemessen wieder, nur hat man eben das Gefühl, dass Luther auf einmal auf dem Freakstock predigt, anstatt in der Schloßkirche zu Wittenberg. Das kann am Anfang etwas irritierend sein. Eine kleine Kostprobe gibt die Abneigung Luthers zur Heraushabe seiner Schriften (in der Vorrede zu Band I der lateinischen Schriften der Wittenberger Ausgabe von 1545). Die zunächst vielleicht etwas übertrieben wirkende Dreyersche "Übersetzung" lautet: "Am liebsten wäre es mir [Luther] manchmal, wenn man alle meine Bücher irgendwie aus den Köpfen und von den Festplatten dieser Welt löschen würde. Denn dann gäbe es neuen Platz für viel bessere Texte. Gewisse Leute haben aber wirklich total rumgenervt. Jeden Tag mussten sie mir die Ohren zuschwallen." (Dreyer, Martin. Martin Reloaded, S.9) Das klingt zu sehr nach Volxbibel, viel zu modern und unangemessen? Hier der Vergleich, wie es der ehrwürdige Dr. Martinus Luther selbst verfasste: "Diese Überlegungen ließen mich wünschen, alle meine Bücher wäre für immer vergessen und begraben, um besseren Platz zu machen. Doch lagen mir andere mit ihrer Unbedenklichkeit und aufdringlichen Hartnäckigkeit in den Ohren." (nach: Luther, Martin. Ausgewählte Schriften, Hg. v. Bornkamm, Karin und Ebeling, Gerhard, S. 13) Wie man sieht, hat Luther selbst auch kein Blatt vor den Mund genommen. Und das ist nur der Anfang. Was ist drin und was springt dabei raus? Sehr gelungen ist die Zusammenstellung von sehr bekannten Schriften Luthers (Kleiner Katechismus, 95 Thesen, Freiheit eines Christenmenschen) und eher unbekannten Schriftstücken wie Briefen oder Tischreden. Am schönsten und lustigsten, aber das ist wohl Geschmackssache, stechen die beiden Briefe an Luthers Frau Katharina von Bora hervor, die Luthers Wortwahl und Schreibstil einfach gut treffen. Ein wenig schade ist, dass im Kleinen Katechismus das Abendmahl zum "jesusmäßigen Abendessen" (S.45) wurde. Hier hätte man den Begriff auch einfach stehen lassen können, das hätte dem Verständnis keinen Abbruch getan. Anstatt jede Schrift einzeln zu kommentieren, soll nur noch auf zwei Punkte hingewiesen werden: Lob verdient Dreyer dafür, dass er sich durch die WA (Weimarer Ausgabe) und die Luther-Deutsch-Ausgabe von Aland gekämpft hat und damit die beiden in der Theologie offiziell als zitierfähig angesehenen Quellen benutzt und diesen sogar noch zwei Studienausgaben zur Seite stellt. Beachtlich. Erwähnenswert ist auch, dass der Autor im Vorwort Luthers Person ein wenig charakterisiert und auch dessen "dunkle Seiten" nicht verschweigt. Dreyer stellt zwar die Bedeutung Luthers (auch für Christen heute) heraus, stilisiert ihn aber nie pathetisch und völlig unkritisch als Helden, was in anderen Luther-Werken schnell störend wirken kann. Wer Dreyers Stil schon in der Volxbibel und seinen übrigen Büchern nicht mochte, wird auch an Martin reloaded keine Freude haben. Für alle, die Luther aber schon immer mal lesen wollten und bisher durch die manchmal doch recht altertümliche Sprache abgeschreckt wurden, bietet sich hier die Gelegenheit, Luther selbst in seinen Schriften zu erleben. Es bleibt zu hoffen, dass sich viele Menschen dadurch ein Bild des großen Reformators und seiner Theologie machen können, ohne nur Erkenntnisse von Dritten nachzusprechen. Dann hätte die Erinnerung an das Jubiläum dieses einschneidenden Ereignisses der Reformation ihren Zweck erfüllt. Seitenzahl: 208 Format: 14 x 21,5 cm, gebunden Verlag: SCM Hänssler Gastbeitrag von Elke Seiler

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