Martin Edwards

 2.7 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Kein einsames Grab, Die ohne Schuld sind und weiteren Büchern.
Autorenbild von Martin Edwards (© Bastei Lübbe Verlag)

Lebenslauf von Martin Edwards

Martin Edwards wurde 1955 in Cheshire, England, geboren und studierte in Oxford Jura. Seitdem ist er als Anwalt tätig und ist seit 1984 Partner in einer renommierten Kanzlei mit Sitz in Liverpool und Manchester.Seinen ersten Rechtsartikel veröffentlichte er mit 25 Jahren. "Die ohne Schuld sind" war der Debütroman des Engländers, Beginn einer Serie, die im nordenglischen Lake District spielt. Für den ersten Band, und wurde dafür für den "Theakston's Old Peculier"-Krimipreis nominiert.

Alle Bücher von Martin Edwards

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Buchformat:
Cover des Buches Die ohne Schuld sind9783404158812

Die ohne Schuld sind

 (4)
Erschienen am 16.09.2008
Cover des Buches Kein einsames Grab9783404162642

Kein einsames Grab

 (4)
Erschienen am 14.04.2009
Cover des Buches Tote schlafen nicht9783404157105

Tote schlafen nicht

 (2)
Erschienen am 12.06.2007
Cover des Buches Zu Staub und Asche9783404165568

Zu Staub und Asche

 (3)
Erschienen am 01.03.2011
Cover des Buches Catching Killers9783927801424

Catching Killers

 (0)
Erschienen am 06.11.2007
Cover des Buches The Story of Classic Crime in 100 Books9781464207235

The Story of Classic Crime in 100 Books

 (1)
Erschienen am 01.08.2017

Interview mit Martin Edwards

Interview von LovelyBooks mit Martin Edwards, Mai 2011 (Übersetzung, Original folgt weiter unten)

1) Seit wann schreibst du schon an eigenen Geschichten und wie kam es zu der Veröffentlichung deines ersten Buches?

Ich wollte schon immer ein Krimi-Autor sein. Ich begann mit juristischen Büchern (Ich bin Anwalt, aber kein Rechtsanwalt), aber mein erster Roman "All the lonely people" wurde 1991 veröffentlicht.

2) Welcher Autor hat dich am meisten inspiriert?

Ich bewundere Agatha Christie, und neben vielen lebende Schriftstellern, Ruth Rendell und Reginald Hill

3) Woher nimmst du die Inspiration für deine Bücher?

Die Ideen zu Geschichten kommen bei mir relativ einfach, und der Lake District ist solch ein faszinierender Platz, dass er mich zum Schreiben inspiriert, so wie er viele andere berühmte Schriftsteller in der Vergangenheit inspiriert hat

4) Wie kommst du mit deinen Lesern in Kontakt?

So oft wie möglich, zum Beispiel per E-Mail, meinem Blog www.doyouwriteunderyourownname.blogspot.com/ oder bei so manchen Unterhaltungen.

5) Wann und was liest du persönlich?

Ich lese alle Sorten von Krimi-Romanen, wann immer ich einen freien Moment habe!

6) Wie fühlt es sich an sein eigenen Buch das erste Mal in den Händen zu halten?

Sehr aufregend, ein Traum wird wahr!

7) Hast du irgendeinen Tipp für angehende Autoren?

Bleib dran. Bücher schreiben sich nicht slbst! Du musst weiter daran arbeiten.

8) Welcher ist bislang dein Lieblingscharakter aus deinen Büchern, und warum?

Harry Devlin, weil er ein lustiger Charakter ist, der anscheinend von sehr vielen Leuten gemocht wird.

9) Was war das überraschenste, was du während des Schreibens deiner Bücher gelernt hast?

Dass das Erschaffen von durchdachten Handlungen nach viel Übung einfacher wird.

10) Schreibst du bereits an einem neuen Roman und kannst du uns verraten, wovon er handeln wird?

Ich habe kürzlich "The hanging wood" beendet und werde bald einen weiteren Lake-District-Krimi beginnen.

-------

Original:

1) Since when did you write your own stories and how did it come your first book was published?

I always wanted to be a crime writer. I began with legal books (I am a lawyer, but not a criminal lawyer), but my first novel ALL THE LONELY PEOPLE was published in 1991.

2) Which author inspires you most of all?

I admire Agatha Christie, and among many other living writers, Ruth Rendell and Reginald Hill

3) Where do you get the inspiration for your books?

Story ideas come to me quite easily, and the Lake District is such a fascinating place that it inspires me to write, just as it inspired many more famous writers in the past!

4) How do you get in contact with your readers?

As often as possible, for example by email, my blog www.doyouwriteunderyourownname.blogspot.com/ or by attending conventions

5) When and what do you read yourself?

I read all sorts of crime fiction, whenever I get a spare moment!

6) How did it feel do hold your own book in your hands for the first time?

Very exciting, a dream come true!

7) Do you have any advice for other writers?

Keep at it. Books do not write themselves! You have to keep working at it.

8) Who is your favorite character in your books so far and why?

Harry Devlin, because he is a fun character whom most people seem to be very fond of.

9) What was one of the most surprising things you learned in creating your books?

That creating elaborate plots got easier with practice.

10) Are you already writing another novel and can you tell us, what it will be about?

I have recently finished THE HANGING WOOD and will soon start another Lake District Mystery.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Martin Edwards

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Rezension zu "Gallows Court" von Martin Edwards

Gallows Court
TheRavenkingvor einem Jahr

London im Jahre 1930. Im Nebel der Großstadt treibt ein perfider Frauenmörder sein Unwesen, der seine Opfer missbraucht und enthauptet. Der junge Reporter Jacob Flint möchte sich in seinem Beruf einen Namen machen, indem er den Mörder enttarnt. Da kommt es ihm gelegen, dass der Kriminalreporter der Zeitschrift Clarion, für die er arbeitet, Tom Betts, durch einen schweren Autounfall außer Gefecht gesetzt wird. Nun kan der ehrgeizige Jacob seine Stelle einnehmen.

Rachel Savernake ist eine wohlhabende doch geheimnisumwitterte Frau, die undurchsichtige Ziele zu verfolgen scheint. Ihr Vater war ein mächtiger Richter, der zum Ende seines Lebens in geistige Umnachtung verfiel und sich bei einer Gerichtsitzung die Kehle mit einem Rasiermesser durchtrennte. Rachel ist als Alleinerbin finanziell unabhängig und äußerst energisch. Bereits einmal hat sie der Polizei einen wertvollen Hinweis gegeben, die zur Festnahme eines Mörders geführt hat. Nun umgarnt sie Jacob und ermöglicht ihm einen erfolgreichen Clou.

Aber Jacob ahnt, dass Rachel von einem Mysterium umgeben ist, sie ist nicht die Person, die sie zu sein vorgibt. Und so begibt er sich auf eine gefährliche Reise in menschliche Abgründe, die ihm sein Leben kosten könnte.

Lange Zeit war Martin Edwards ein mäßig erfolgreicher britischer Kriminalschriftsteller, der im Laufe seiner Karriere zwar einige Bücher veröffentlichte ohne aber dadurch größere Aufmerksamkeit zu erlangen.

All dies änderte sich, als Edwards die Betreuung einer von der British Library ins Leben gerufenen neuen Krimireihe, der Crime Classics übernahm. Ziel war es weniger bekannte Autoren der klassischen Ära (vorzugsweise der 1920-er, 30-er Jahre) wieder aus der Versenkung zu holen und einem modernen Publikum bekannt zu machen. Das Projekt wurde zu einem Sensationserfolg. Manche der Titel schafften es auf die Bestsellerliste. Edwards, der fortan zu jeder Veröffentlichung  ein Vorwort beisteuerte und aktiv an der Auswahl der Werke beteiligt war, erlangte so einen gewissen Bekanntheitsgrad.

Er wurde zum Vorsitzenden der Crime Writer’s Association, des Verbandes britischer Kriminalautoren gewählt und veröffentlichte anschließend das äußerst erfolgreiche Sachbuch The Golden Age Of Crime, wofür er mit dem Edgar Award ausgezeichnet wurde.

Zurzeit könnte es also nicht besser für Mr. Edwards laufen. Gallows Court ist nun der Versuch diesen Erfolg weiter auszubauen. Im Nachwort weist Edwards darauf hin, dass er durch das Verfassen dieses Buches Neuland betrat.

Gallows Court möchte einerseits ein klassischer Rätselkrimi voller falscher Fährten und überraschender Wendungen sein, andererseits aber auch das moderne, an gewalttätigere Kost gewöhnte Publikum bedienen und dafür düstere Themen anschneiden. Was genau diese Themen sind, lässt sich unschwer erraten. Man kann sie auch in jedem x-beliebigen skandinavischen Krimi finden: Kindesmissbrauch, Gewalt an Frauen, Korruption und Machtmissbrauch.

Es ist aber nicht einmal der relativ klischeehafte Inhalt der hier enttäuscht, sondern die dröge und humorlose Art, auf die Edwards sein Thema abhandelt. Der Autor mag einiges an Recherche in sein neuestes Werk investiert haben. Das Leben im London des Jahres 1930 wird detailreich aber auch recht trocken beschrieben, eine dichte Atmosphäre kommt bei der Erzählung nicht auf und auch auf faszinierende, exzentrische Figuren, wie man sie aus klassischen Krimis kennt wartet man vergeblich.

Rachel Savernake ist als Heldin eine absolute Enttäuschung. Nichts gegen starke Frauenfiguren, aber Autor Edwards versäumt es vollständig seine ungewöhnliche Heroine mit einem einigermaßen interessanten Innenleben auszustatten.

Was Rachel tut, klingt in der Theorie zwar aufregend – Gleich ihre erste Aktion besteht darin einen Mann zu zwingen, ein Mordgeständnis zu verfassen, und sich anschließend das Leben zu nehmen, doch in der Praxis sind diese Passagen reichlich zäh, weil die Figur viel zu kühl und unnahbar bleibt. Zudem fällt es schwer Sympathie für eine Person zu hegen, welche nicht nur über ein großes persönliches Vermögen verfügt, sondern auch zahlreiche Bedienstete hat, die für sie die Drecksarbeit erledigen. Ein echter Held ist schließlich jemand, der sich selbst in Gefahr begibt. Stellen wir uns einen Bruce Wayne vor, der seinen armen Butler Alfred vorschickt, um Verbrecher einzuschüchtern und Bösewichter zu verprügeln, während er selbst aus dem Hintergrund Anweisungen erteilt. So eine Figur würde wohl eher abstoßend wirken. Natürlich möchte Edwards seine weibliche Hauptfigur auch ein wenig als gefährliche Femme Fatale anlegen und zunächst den Anschein erwecken, es handele sich bei ihr um die „böse“ Antagonistin, die es zur Strecke zu bringen gilt. Doch als Leser durchschaut man diese Manipulation viel zu schnell und letztendlich ist Rachel nicht viel mehr als eine Lisbeth Salander ohne Identifikationspotenzial. Ihr männlicher Gegenpart Jacob Flint bleibt ein relativ unscheinbarer und durchschnittlicher, sprich langweiliger Charakter. Umso erstaunlicher, dass Edwards nun eine gesamte Buchreihe mit Flint als Hauptfigur plant.

Gallows Court ist für mich die erste große Enttäuschung des Lesejahres. Kein spannender Krimi, nicht einmal ein wirklich interessanter historischer Thriller, sondern ein unterkühltes und langatmiges Buch, das bei mir weder Emotionen noch Spannung zu generieren vermochte.

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Rezension zu "Christmas Card Crime (British Library Crime Classics)" von Martin Edwards

Klassische Weihnachtskrimis
TheRavenkingvor einem Jahr

Dies ist die dritte Sammlung von weihnachtlichen Detektiv-Kurzgeschichten herausgegeben von den British Library Crime Classics.

Eine gute Weihnachtsgeschichte sollte meiner Meinung nach mehrere Kriterien erfüllen. Es reicht nicht, wenn die Handlung zufällig an Weihnachten spielt, es sollte auch der weihnachtlichen Stimmung Rechnung getragen werden. Das heißt solch eine Erzählung funktioniert dann am besten, wenn sie sowohl allgemein betrachtet eine gute Kriminalgeschichte ist, als auch eine, die den Geist der Weihnacht atmet und den Leser mit einem angenehmen, festlichen Gefühl entlässt.

Wenige der hier versammelten Geschichten können in diesem Sinne als erfolgreich betrachtet werden. Am besten sind noch die Beiträge von Ronald Knox und John Dickson Carr, die ich leider schon aus früheren Anthologien kannte(Carrs Geschichte gilt nicht umsonst als Klassiker); Cyril Hare und Selwyn Jepson präsentieren sog. „inverted mysteries“ in denen man dem Verbrecher beim Durchführen seiner Tat folgt, und passen mit ihrem zynisch-bitteren, schwarzhumorigen Ton nicht wirklich in die Weihnachtszeit. Francis Durbridges Paul-Temple-Geschichte ist amüsant aber sehr, sehr kurz, und John Bude, dessen Romane DIE Wiederentdeckung der BLCC waren, enttäuscht mit einem recht durchschnittlichen Detektivstück. John Bingham und Julian Symons sind eher Vertreter des modernen Thrillers, das weihnachtliche Setting wirkt auch hier eher zufällig.  Am ehesten von Interesse ist noch die obskure Story „The Christmas Card Crime“ von Donald Stuart alias Gerald Verner, ein Whodunit im Agatha-Christie-Stil, aber auch hier sollte der geneigte Leser keine allzu hohe Qualität erwarten.

Sicher kein Buch, welches man unbedingt gelesen haben muss. Eher etwas für Menschen, die auch historisches Interesse am Wiederentdecken verschollener Kriminalliteratur haben.

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Rezension zu "Kein einsames Grab" von Martin Edwards

Kein einsames Grab von Martin Edwards
Morgoth666vor 7 Jahren

Inhalt:
Mord ist eine Frage des eigenen Ermessens, eine freie Entscheidung. Es wäre ganz einfach, umzukehren und nach Hause zu gehen. Niemand würde je von den bösen Bildern erfahren, die meine Seele zermartern. Es liegt in meiner Hand, ihm sein Leben zu lassen ... Vor zehn Jahren verschwand Emma ohne jede Spur. Niemand weiß, was aus der jungen Frau geworden ist. Bis ein anonymer Hinweis Licht ins Dunkel ihres Schicksals bringt. Die Polizei nimmt die Ermittlungen wieder auf und findet ihr Skelett im Arsen-Labyrinth, einem stillgelegten Stollen. Doch das felsige Grab birgt mehr als einen Leichnam ═ eine zweite Leiche befindet sich in unmittelbarer Nähe des Fundortes ...

Fazit:
Guter Schreibstil,spannend geschrieben,atmosphärisch dicht.

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