Martin Faass Seestücke

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Inhaltsangabe zu „Seestücke“ von Martin Faass

Schiffe, Häfen und Meere - kaum ein bedeutender Maler konnte sich diesen Motiven entziehen. Ob Caspar David Friedrich, Johann Christian Dahl, Max Liebermann, Max Beckmann, Lyonel Feininger oder Emil Nolde, sie alle erlagen der Faszination des Meeres. Sie erzählten von der Einsamkeit auf offener See und von Schiffskatastrophen, feierten den Stolz der Flotte, schilderten aber auch schwere Hafenarbeit oder das Freizeitvergnügen am Strand. Die über 60 Gemälde aus den Beständen der Hamburger Kunsthalle sowie der Eremitage in St. Petersburg oder dem Thorvaldsens Museum in Kopenhagen faszinieren heute noch mit ihrer Unmittelbarkeit, Drastik, aber auch Romantik und ziehen den Betrachter in den Bann.
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  • Rezension zu "Seestücke" von Martin Faass

    Seestücke

    metalmel

    05. November 2007 um 21:55

    Bilder vom Meer! Mit Schiffen, Strand, Wellen, Menschen und allem, was dazugehört. Gemalte Kunstwerke vom 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Im September letzten Jahres gab es dazu die passende Ausstellung in Hamburg. Leider war ich nicht da und so muss ich mir nun das wunderschöne Buch dazu ansehen. Ich bin am Meer aufgewachsen und ich liebe Wasser, Strand und Wellen. Die Freiheit, die Wasser für mich symbolisiert ist grenzenlos. Deshalb bin ich vermutlich auch so fasziniert von „Seestücken“. Wann immer ich ein Museum besuche, bleibe ich fasziniert vor diesen Bildern stehen. Alles andere lasse schnell hinter mir, aber wenn ich ein Bild entdecke, auf dem Segelschiffe abgebildet sind, dann kann ich gar nicht anders, ich muss die Details entdecken und das damalige Leben spüren. Ich male mir aus, wie es wäre, damals gelebt zu haben und zur See gefahren zu sein. Natürlich ist das bei mir immer sehr romantisch und es hätte keine Probleme gegeben, als Frau auf einem Schiff anzuheuern, Skorbut und sonstige Krankheiten, ausgelöst durch faules Wasser und gammeliges Essen wären gänzlich unbekannt. Selbstverständlich wären wir alle eine große, fröhliche Sippe, kein Streit, keine Meuterei, nur immer auf zu neuen Ufern, protegiert, geschätzt und finanziert vom gütigen König unseres Landes. Wenig Realität also. Aber egal. Genau diese Träumereien hat Caspar David Friedrich bedient mit seinen Bildern vom Meer. Friedliche Strandszenen und Segelschiffe in vollem Wind, romantische Pärchen sitzen am Bug eines Seglers und fahren in das Abendrot, das Meersufer spiegelt sich im Mondenschein und ein paar Fischerboote schaukeln ruhig auf den Wellen. Herrlich. Nun ja, auch ich weiß, dass das Meer nicht immer beschaulich ist, dass es Stürme gibt und damit auch Schiffsuntergänge. Doch selbst diese Bilder haben etwas romantisches, anmutiges. Selbst, wenn ein Schiff in schwerem Sturm wankt, untergeht oder explodiert bleibt noch ein Funken Romantik bestehen. Der Himmel hängt voller Wolken, das Meer braust auf, Möwen kreisen über dem Schiff. Mutige Männer versuchen, sich und Teile der Ladung zu retten und Rettungsboote rudern gegen den Wellengang an. Zurück an Land gibt es für Romantiker wie mich praktisch gar kein Halten mehr. Ein Sonnenuntergang schöner als der andere, Bilder voller Frieden und Harmonie. Menschen ruhen sich am Strand aus, hören das leise Rauschen des Meeres, fühlen die kühle Brise und der Alltag ist ganz weit weg. Pittoreske Häfen, kleine Fischerboote, spielende Kinder und sehr viel Sonnenschein – Bilder, um darin einzutauchen. Sogar die expressionistischen Bilder finde ich in diesem Fall schön. Meistens kann ich damit nämlich nichts anfangen. Oft sind sie mir zu grell und ich kann darauf nur Kleckse und Striche erkennen, obwohl der Künstler das Bild „Abendstimmung mit Mädchen und Booten“ oder so genannt hat. Aber hier – sehr schöne Bilder von Max Beckmann, Lyonel Feininger, Max Pechstein oder Emil Nolde. Da gefallen sogar mir die kräftigen Farben und der grobe Pinselstrich. Ein rundherum herausragend schönes Buch, liebevoll zusammengestellt, wenn auch nicht ganz billig.

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