"Die letzte macht das Licht aus" von Martin Frank ist ein tolles Buch über das Leben auf dem Land. Martin Frank erzählt über sich und seine Familie, insbesondere geht es in diesem Werk um das Aufgaben der Landwirtschaft. Wie fühlt es sich an wenn die letzte Kuh den Hof verlässt und das Licht im Stall erlischt. Trotz der Tragik kann man an manchen Stellen auch schmunzeln. Wer wie ich vom Land ist wird es mögen und alle anderen können davon lernen wie es sein kann wenn man in der Landschaft groß wird.
Martin Frank
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Martin Frank
Die Letzte macht das Licht aus
Oma, ich fahr schon mal den Rollstuhl vor!
Venedig, 1911
Der famose Freistaat
Oma, ich fahr schon mal den Rollstuhl vor!
Venedig, 1911
Neue Rezensionen zu Martin Frank
*bezieht sich auf das Argon-Hörbuch*
Man muss definitiv kein Bauer in Bayern sein, um sich von „Die Letzte macht das Licht aus“ gut unterhalten zu fühlen. Allein der Dialekt des Autors/Sprechers sorgt schon dafür, dass man direkt in die Atmosphäre eintauchen kann – wirklich schön gesprochen! Die kleinen Anekdoten und Geschichten bieten eine Mischung aus Humor, Anlass zum Nachdenken, Melancholie und ganz viel Heimatgefühl. Wer selbst vom Dorf (oder sogar von einem Hof) kommt, wird sich an vielen Stellen wieder erkennen und wer aus der Stadt kommt, wird (hoffentlich) nach dem Hören ein anderes und besseres Verständnis von Landwirten haben. Auch wenn dieses Buch nicht politisch ist – und auch nicht sein will – schwingen einige Themen und Probleme mit, die die Landwirtschaft in Deutschland betreffen und die auch in Zukunft noch für Diskussionen sorgen werden. Martin Frank belehrt nicht, aber lädt indirekt ein, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen und sich selbst eine Meinung zu bilden.
Hauptsächlich ist dieses Hörbuch schöne Unterhaltung, die einen immer wieder schmunzeln lässt. Zwischen Kuhstall und Schauspielschule, Familie und Karriere, Ende und Neubeginn dürfen wir den Autor begleiten und in seine Welt eintauchen.
Ein Bauernhof mit Kühen endet dann, wenn die letzte Kuh den Hof verlässt. Doch was dann? Martin Frank, der schon sein ganzes Leben auf dem Bauernhof seiner Familie lebt, muss sich damit anfreunden, dass sein Vater den Hof aufgeben möchte. So erzählt er Erlebnisse zwischen Kuhstall und Kabarettbühne, bringt Überlegungen zur Sprache, warum es so viele Vorurteile gegen Bauern gibt und muss sich damit auseinandersetzen, wenn die letzte Kuh das Licht ausmacht.
Für mich ein Hörbuchschatz, der eine tolle Kombination beinhaltet und einen zum Nachdenken anregt.
Martin Frank habe ich vor kurzem bei einem Auftritt in Würzburg gesehen und fand ihn sehr sympathisch. Mein Mann hat schon von dem Hörbuch „Oma, ich fahr schon mal den Rollstuhl vor“ geschwärmt und so war ich sehr froh, dieses Hörbuch zu entdecken.
Erwartet habe ich ein humorvolles Hörbuch, doch ich habe viel mehr erhalten. Man darf mit Martin Frank das Leben eines Jungen auf dem Bauernhof bis hin zum Erwachsenen erleben. Er erzählt von den Schwierigkeiten, die man als Bauer so erlebt, angefangen von den Schwierigkeiten, wenn es um das Düngen mit Gülle geht, über die Hürden, die einem durch die Regierung auferlegt werden, bis hin zu der ständigen Anwesenheit, die ein Bauernhof fordert.
Er war nicht derjenige, der sich für Reparaturen von Geräten interessiert, ihm waren die Tiere wichtiger. In der Fahrschule eckte er an, doch erhoffte er sich mehr als nur den Führerschein für den Traktor, sondern auch die Anerkennung seines Vaters. Es gab Geschichten über die Geburten der Kühe, seinen Start an der Schauspielschule und das dadurch entstehende Spagat zwischen München und dem Bauernhof, die Wichtigkeit der Familie und der Zusammenhalt, der nötig ist, um einen Bauernhof aufrechtzuerhalten.
Und dann gibt es das Schwierige Thema, dass die Kühe wegmüssen und das weder für ihn, noch für seinen Vater einfach war.
Ich habe ganz oft geschmunzelt, gelacht und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Aber ich wurde auch zum Nachdenken angeregt. Jetzt lebe ich auch in einem kleineren Ort, laufe viel über die Felder und trotzdem rege ich mich auf, wenn ein Traktor vor mir fährt. Hier lernt man die andere Seite kennen und merkt erstmal, wie schwer es für einen Bauernhof ist, zu überleben. Was für eine Arbeit dahintersteckt und wie das Leben auf dem Bauernhof so abläuft. Von den Überlegungen, wann man ein Feld mäht oder düngt und auf welche Wetterapp man sich verlassen kann oder ob der andere Bauer, die beste Nase hat? Er erklärt die Problematiken, die es im Laufe der Jahre gab, so dass sie leicht verständlich sind. Man erhält mit diesem Hörbuch einen Mix, der viele Emotionen hochkochen lässt, aber auch beide Seiten mit all den Schwierigkeiten, Problemen und humorvollen Anekdoten aufzeigt. Das Ganze wird vom Autor selbst im bayerischen Dialekt eingesprochen, was dem Ganzen noch die Krone aufsetzt.
Ein kleiner Hörbuchschatz, der mir viel Freude bereitet hat, aber auch ernstere Themen anschneidet. Alles perfekt im bayerischen Dialekt wiedergegeben. Für mich ein Hörgenuss, den ich gerne weiterempfehle.
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