Martin Fuchs

 4,7 Sterne bei 10 Bewertungen

Lebenslauf von Martin Fuchs

Aus dem idyllischen Südholstein ging Martin Fuchs gleich nach der Wende nach Berlin und studierte Theaterwissenschaften. Heute lebt und arbeitet er in Hamburg und schreibt für Unternehmen, Journale und am liebsten für Kinder. Neben den Worten liebt Martin seinen Dackel Jolla, wilden Gitarrenpop und wochenlange Radtouren.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Martin Fuchs

Cover des Buches Wir sind doch keine Küken mehr (ISBN: 9783219118964)Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Wir sind doch keine Küken mehr" von Martin Fuchs

Eine frech, fröhliche, turbulente Geschichte über das Flügge-werden / Abnabelung für Kinder ab 3 Jahren
Kinderbuchkistevor 14 Tagen

Mama sein ist gar nicht so leicht, macht sehr, sehr glücklich und ist nicht weniger anstrengend, besonders dann wenn die Kleinen in ein Alter kommen, in dem sie alles ausprobieren und schon fast "groß" sind. Genauso geht es der Entenmama in dieser Geschichte, die eines Tages aufwacht und eines ihrer Entenjungen vermisst. Während alle anderen noch entspannt in den Betten liegen hat sich klein Fedi aus dem Staub gemacht. Der Entenmama wird es ganz anders. Was da alles passieren kann. Sofort begibt sie sich mit den anderen Entenjungen auf die Suche. Nur wo könnte Fedi sein? Die Kleinen haben eine Idee. Am Wasserfall könnte sie sein, oder an der alten Mühle, oder..... an jeder der Stellen die die Entenjungen in Betracht ziehen schauen sie nach und jedes mal wird der Entenmama ganz anders zu Mute, denn in ihren Augen sind das alles Stellen, die viel zu gefährlich für ihre Schützlinge sind. Die jedoch sehen das ganz anders, und stürzen sie sich an jedem Platz gleich ins Abenteuer um dabei auch noch anzumerken: "Aber Mama, wir sind doch keine Küken mehr!" 

Fedi finden sie an keinem der Orte, sie scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein.

Als sie nach langer Suche wieder zuhause am Ententeich sitzen sind alle sehr erschöpft und traurig, bis es auf einmal im Teich ein lautes Platschen gibt. Sie hatte etwas ganz besonders entdeckt und zeigt es gleich auch seinen Geschwistern. Was das ist verrate ich natürlich noch nicht nur so viel, jetzt wird auch der Entenmama klar, dass ihre kleinen Lieblinge keine Küken mehr sind sondern richtig kleine große Enten.

Es ist eine herrlich wimmelig, wuselige Geschichte in der, der Leser auf all die vielen kleinen Enten Erlebnisse mitgenommen wird, die die Entenmama immer wieder an den Rande der Ohnmacht bringen. Das ihre Kleinen an so gefährlichen Plätzen gespielt haben war ihr nicht bewusst und lässt sie im nachhinein noch entsetzten, das sieht man deutlich in den wundervollen, sehr ausdrucksstarken Illustrationen. 

Besonders die Mimik und Gestik der Entenmama, aber auch die der Küken  begeistert die Leser und lässt sie immer wieder schmunzeln. Die Kinder gehen sehr in der Geschichte mit. Fast so als würden sie die Kükenabenteuer unmittelbar miterleben. Und sie können "mit lesen", denn in stetiger Wiederholung finden wir den Ausruf der Kleinen: "Aber Mama, wir sind doch keine Küken mehr!" der optisch und farblich aus dem Schriftbild heraussticht. Auf je einer Doppelseite erleben wir einen der Kükenspielplätze an dem es immer sehr turbulent zu geht. Klar wenn 6 Entchen sich ausprobieren und Spaß haben ist das ein wahres Gewusel, dass es der Mutter wirklich scher macht die Übersicht zu behalten. Doch muss sie das überhaupt noch?

Das Kleine groß werden, ist für viele Eltern nicht leicht einzugestehen und so ist diese lustige Geschichte ein Paradebeispiel für den langsamen Abnabelungsprozess, den Erwachsene oft gar nicht so bewusst mitbekommen und Klein wie Groß zeigt, das alles seine Zeit hat, aber die Verbindung immer bleibt. Familienleben pur auf 32 Bilderbuchseiten. Oder sollte ich besser sagen das Familienleben einer alleinerziehenden Mutter mit 7 Kindern?

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Cover des Buches Wir sind doch keine Küken mehr (ISBN: 9783219118964)Ramgardias avatar

Rezension zu "Wir sind doch keine Küken mehr" von Martin Fuchs

Loslassen fällt oft schwer
Ramgardiavor 4 Monaten

Der Entenmama geht es wie allen Müttern, sie gibt immer gut acht auf ihre Kleinen. Aber jetzt hat sie so fest geschlafen, dass sie nicht gemerkt hat, dass Fedi nicht in ihrem Bettchen liegt. Die übrigen Kinder haben einige Ideen, wo Fedi sein könnte. Vielleicht am Wasserfall oder an der Mühle? Beides Orte, die die Mutter als gefährlich einschätzt. Doch die Kinder kennen sich an diesen Orten gut aus und sie finden, dass sie schließlich keine Küken mehr sind. Auch den Kranich, den Keiler und sogar den Pilze-Peter wissen sie gut einzuschätzen. Aber Fedi ist nicht zu finden, so gehen alle betrübt nach Hause. Doch dann kommt Fedi angeflogen, sie hatte gerade heute Früh das Gefühl losfliegen zu müssen. Sofort erheben sich alle Enten in die Luft und der Mutter bleibt nur sich einzugestehen, dass die Kleinen schon richtig große sind.

Die Bilder wirken wie mit Buntstiften gemalt und die zeigen und die Welt der Entchen. Der Text ist gut verständlich und sicher werden die Kinder den Satz „Wir sind doch keine Küken mehr“ auf ihre Abenteuer anwenden können.

Ein herrlicher Spaß zum Vorlesen und Anschauen. Eventuell auch ein Tipp für menschliche Glucken.

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Cover des Buches Wir sind doch keine Küken mehr (ISBN: 9783219118964)Brigitte_Wallingers avatar

Rezension zu "Wir sind doch keine Küken mehr" von Martin Fuchs

Hinreißend illustriertes Bilderbuch
Brigitte_Wallingervor 5 Monaten

Küken Fedi ist eines Morgens verschwunden. Die restlichen Küken und Mutter Ente machen sich auf die Suche nach ihr. Während die Kinder einen gefährlichen Lieblingsort nach dem anderen ansteuern, wird die Entenmama nervös: Was, hier spielen die Küken jeden Tag? Doch die Kids sagen ihr immer und immer wieder: „Wir sind doch keine Küken mehr!“ Nach erfolgloser Suche setzt sich die Familie traurig an den Teich. Da platscht Fedi ins Wasser: Sie hat in der Früh fliegen gelernt und dann einen Rundflug gestartet. Die anderen tun es ihr nun nach und quaken vergnügt: „Siehst du, Mama, wir sind keine Küken mehr!“

 

„Eine Geschichte über Mut und Vorsicht ab 4 Jahren für selbstbewusste Kinder und solche, die es werden wollen“, schreibt der Verlag. Die Vorsicht vermisse ich allerdings etwas: die Küken schmeißen sich blindlings einen Wasserfall runter, turnen auf und unter einem Mühlrad, etc. Dazu möchte man kleine Kinder, denen dieses Bilderbuch vorgelesen wird, ja nun nicht ermutigen… „Großwerden, Selbstvertrauen und die Kunst des Loslassens vereint in einer augenzwinkernden Bilderbuchgeschichte,“ schreibt der Verlag. Das Augenzwinkern besteht offensichtlich darin, über die zurecht besorgte Entenmum (ein Kind geht ab!) zu lachen, der an den gefährlichen Orten „vor Schreck fast die Federn“ ausfallen, was die Entenkinder nur kichern und lachen lässt. 

 

Wenn man dann am Ende sieht, dass die „Küken“ schon so alt sind, dass sie fliegen können, erscheint die Entenmutter wirklich etwas übernervös. Fürsorgliche Mütter könnten sich in diesem Bilderbuch über die hohe Kunst des Loslassens allerdings etwas veräppelt fühlen.

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