Martin Gülich Die Umarmung

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Inhaltsangabe zu „Die Umarmung“ von Martin Gülich

Dolf ist kein Idiot – auch wenn ihn manche dafür halten. Er arbeitet in der Pathologie als Gehilfe von Doktor Sander, wohnt bei der Mitsch zur Untermiete und ist mit Walter befreundet. Glück bei den Frauen hat er nicht, dafür aber eine große Passion: Dolf jagt und sammelt Schmetterlinge. Während er bei Doktor Sander für grobe Tätigkeiten zuständig ist, kann er beim Präparieren der Insekten sein Fingerspitzengefühl unter Beweis stellen. Zart und behutsam richtet er die zerbrechlichen Flügel und spannt die Falter mit einer Nadel auf. Nur das Töten ist ihm zuwider. Dabei geht es ganz schnell, ein paar Tropfen Gift, ein paar Sekunden, und die Tiere hören auf zu zappeln. Dolf weiß: Mit den Toten muß man noch vorsichtiger umgehen als mit den Lebenden. Bis ihm eines Tages Natalie begegnet: »eine Frau, so schön, daß es sie gar nicht gibt«. Besessen von der Vorstellung, Natalie zu lieben, begibt sich Dolf auf eine Jagd, die in der Katastrophe endet. Martin Gülich erzählt die Geschichte eines Einzelgängers, der sich nach Liebe sehnt und dabei immer weiter ins Abseits gerät. Seine brillant klare Sprache erzeugt eine unwiderstehliche Spannung, die unter die Haut geht und den Leser mit einem Schauder zurückläßt.

Eine traurige und bewegende Lebensgeschichte, die einen gewissen Humor nicht entbehrt.

— kfir

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  • Rezension zu "Die Umarmung" von Martin Gülich

    Die Umarmung

    kfir

    02. August 2009 um 20:54

    Dolf ist das, was man gerne politisch unkorrekt einen Dorfdeppen nennt - doch sieht er sich selbst nicht so. Ein Mann von 38 Jahren, mental eher einfach gestrickt, ungeküsst und mit dem was er hat durchaus zufrieden. Sein Mikrokosmos besteht aus seiner griesgrämigen Vermieterin Mitsch, seinem Arbeitgeber, dem Pathologen Doktor Sander und seinen Kumpel, dem Gleisbauarbeiter Walter. Hat es Dolf beruflich als Leichenwäscher eher mit groben Tätigkeiten zu tun, geht er in seiner feinfühligen Passion, dem Präparieren von Schmetterlingen, vollends auf. Doch als er sich in eine junge Frau verliebt, kommt seine kleine Welt ins Wanken. Nach wiederholten Verfehlungen wird er gefeuert, er verliert seine Bleibe und auch sein Kumpel hintergeht ihn. Was hat das Leben noch zu bieten? Martin Gülich erzählt langsam und mit einfühlsamen Worten eine traurige Lebensgeschichte. Das Leben eines Mannes, der zu großen Taten und Gedanken nicht fähig ist, wohl aber zu großen Gefühlen. Diese kommen dann auch trotz der schlichten Erzählweise, die dem Wesen Dolfs angepasst sind, sehr stark zum Ausdruck. Geschuldet dem arglosen und bisweilen naiven Gemüt sind die Situationen gezeichnet vom grausamen Schicksal bis hin zu skurril-grotesken Humor. Ungeachtet der Einfachheit der Geschichte holt einen der Autor schon auf den ersten Seiten ab und entlässt einen frühestens wieder zu Ende des Buches. Der Leser erlebt eine kurze Reise aus Spannung, Fassungslosigkeit, Mitleid und Entsetzen. Eine traurige und bewegende Lebensgeschichte, die einen gewissen Humor nicht entbehrt.

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