Martin Geck Richard Wagner

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Inhaltsangabe zu „Richard Wagner“ von Martin Geck

Richard Wagner – ein Leben als Gesamtkunstwerk

Bei Richard Wagner geht es immer ums Ganze. Nicht nur um das Leben, auch um die Idee eines Gesamtkunstwerks, um den Komponisten als Kunstpropheten. Wagner und sein Werk werden gefürchtet, verachtet oder vergöttert. Und zugleich zeigt es die wundersame Fähigkeit der Musik, uns mit dem Augenblick zu versöhnen. Martin Geck hat eine grundlegend neue und fesselnde Biographie eines der bedeutendsten und zugleich umstrittensten Komponisten der letzten Jahrhunderte geschrieben.

Für Musiker und die, die sich ernsthaft mit Musik beschäftigen ist es eine Offenbarung

— JulesBarrois

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    Richard Wagner

    JulesBarrois

    14. August 2015 um 09:53

    Richard Wagner – Martin Geck - 416 Seiten, Pantheon Verlag (15. Juni 2015), 24,99 €, ISBN-13: 978-3570552391 Jeder aus Kultur, Philosophie und Kunst hat sich wohl schon zu Wagner geäussert, von Nietzsche bis Mann. Martin Geck hat es vielleicht am geschicktesten getan. Er konzentriert sich auf die Musik Wagners. Erwarten Sie also keine klassische Biographie. Martin Geck geht chronologisch vor. Er beginnt mit dem "Leubald"-Drama des Jünglings Wagner, dann die Frühwerke, die realisierten und nicht realisierten Opern und Musikdramen bis hin zum "Parsifal". Kapitel für Kapitel wird vor dem biografischen Hintergrund erklärt, gedeutet und interpretiert. Dabei geht es weniger um historische Genauigkeit, sondern vor allem darum, sich selber und den Lesern klar zu machen, warum es lohnt, sich heute mit diesem widersprüchlichen, abstoßenden und anziehenden Künstler und seinem Werk auseinander zu setzen. Thema ist also eine Würdigung von Wagners Werk. In 14 Kapiteln arbeitet sich Martin Geck durch die Werke von den ersten Anfängen bis Einfluss der wagnerschen Musik auf die Moderne Es gehe nicht darum, durch fortdauernde Sichtung des Materials »zu immer ›sachgerechteren‹ Urteilen« zu gelangen, sondern die Subjektivität und Vorläufigkeit derselben zu begreifen: »Ich will nicht Wagner auf die Schliche kommen, sondern mir selbst und meiner Zeit. (Seite 14 ) Martin Geck schreibt mit leichter Hand, setzt viele Details aus Wagners Leben und geschichtlichen Umständen, Zitate von Dichtern, Denkern und anderen Künstlern, sowie eigenen Gedanken, natürlich auch musikalische Betrachtungen zu einem faszinierenden Bild zusammen, das uns Wagner Stück für Stück näherbringt und uns Lust macht, seiner Musik neu und vorurteilsfrei zu begegnen. Orchestermelodie und Leitmotivtechnik sind die entscheidenden Bestandteile von Wagners Kunst. Richard Wagner selbst spricht nicht von Leitmotiven in seinen Opern und Musikdramen, sondern von „Erinnerungsmotiven“. Sein Ring der Nibelungen ist geradezu von einem Geflecht von Leitmotiven durchzogen. Sie leiten sich häufig voneinander ab, unterscheiden sich durch geringfügige Änderungen in Notenwert oder Rhythmus sowie in der Instrumentation zwar deutlich, aber bleiben dennoch motivisch verwandt. Es behält fast immer eine prägnante, fest umrissene Gestalt. So kann der Zuhörer vor allem innerhalb eines längeren Werkzusammenhangs sie wiedererkennen. Als Leitmotiv eignen sich daher nicht nur charakteristische Melodien oder Melodie-Teile sondern auch ungewöhnliche Akkorde wie der Samielakkord in Der Freischütz (1821) und, am bekanntesten, der Tristanakkord. Riesig ist dann der Schritt zum "Ring", wo das Orchester in allen wichtigen Handlungsmomenten die Führung übernimmt und mit den Leitmotiven ein System entwirft, das in seiner Komplexität und Aussagefähigkeit an eine Sprache heranreicht. Es hat etwas überaus Bestrickendes und auch etwas Verstrickendes. Wenn es eine Wagner-Sucht gibt - und es gibt sie ja -, dann ist sie sicher zum großen Teil auf die Verführungskraft dieser Leitmotivsprache zurückzuführen, in der sich der Hörer bald bewegt wie in einer Parallelwelt. Der "Tristan" stellt hier einen Höhepunkt dar. Die Motive befinden sich in ständiger Verwandlung, modifizieren ihre Intervalle, changieren im Tongeschlecht, modulieren, verschmelzen. Dem entspricht eine Seelenlandschaft, in der Liebe und Tod, Liebesverlangen und Liebesverbot, unwiderstehlicher Drang von innen und unüberschreitbare gesellschaftliche Regeln in einer Weise ineinandergreifen, wie es Worte nicht mehr ausdrücken - wohl aber die Musik, diese Musik. Eine Musik, deren Sprache Wagner erst erfinden musste. Noch spannender ist Gecks Nachweis der inneren Verwandtschaft entscheidender Leitmotive, so unterschiedlich sie beim bloßen Hören erscheinen. Auch das hat er natürlich nicht als Erster bemerkt. Er beschreibt und belegt es aber meines Erachtens besonders überzeugend und nachvollziehbar. So haben das Walhalla-Motiv, jene prächtige, pompöse, selbstgewisse Burgbesitzer-Dreiklang-Folge und das Ring-Motiv, unheimlich, verdreht, fahl und fatal, dieselbe Struktur; sie bauen auf Terzenfolgen auf. Hat man das begriffen, kommt man nicht umhin, das eine als Verfremdung des anderen zu hören - und umgekehrt. So zeichnet sich dieses Buch durch eine sehr persönliche Note aus. Bei aller Gelehrsamkeit, bei aller wissenschaftlichen Akribie erfreut und erfrischt das Eingeständnis der Subjektivität und der Vorläufigkeit. Unter diesem Gesichtspunkten begibt sich der Autor auf den Weg durch das Werk des umstrittensten zugleich aber auch bedeutendsten Komponisten der letzten Jahrhunderte. Gesehen, gelesen, gehört vor dem Hintergrund seiner Zeit und im Spiegel der unseren. Das macht dieses Buch so lebendig und lesbar – gleichgültig wie der Leser zu Richard Wagner steht. Das ist kein Buch für Anfänger, sondern für Fortgeschrittene. Noten lesen können wäre nicht schlecht, um die entscheidenden Belege von Gecks Beweisführung nachvollziehen zu können. Der Leser sollte auch Leben und Werk von Wagner gut genug kennen, um an dieser anspruchsvolle Lektüre auch Vergnügen zu haben. Für Musiker und die, die sich ernsthaft mit Musik beschäftigen ist es eine Offenbarung Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Pantheon Verlages http://www.randomhouse.de/Paperback/Richard-Wagner-Biographie/Martin-Geck/e441259.rhd?mid=4 Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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