Nach dem plötzlichen Tod des russischen Präsidenten wird das Land von einem dreiköpfigen Interimsteam regiert. Nach katastrophalen Mißernten beschließt der designierte Führer des Teams, die Amerikaner um Hilfe zu bitten. Dies allerdings paßt dem ultranationalen Teammitglied Pedaschenko nicht, der versucht, die Macht alleine zu haben.
Die Hilfslieferungen stehen kurz darauf auf der Kippe, nachdem ein Terroranschlag bei der Neujahrsfeier auf dem Times Square in New York hunderte Todesopfer und viele Verletzte fordert und es Indizien auf eine Verbindung der Terroristen nach Rußland gibt.
Neben den amerikanischen Behörden versucht auch die private und bestens ausgebildete Sicherheitstruppe eines amerikanischen Unternehmers mit Niederlassungen in aller Welt, die Terroristen zu stellen...
In dem Buch gibt es viel Action und es ist nach bester klassischer Politthriller-Manier geschrieben. Tom Clancy bürgt normalerweise auch für Qualität. Und doch fehlte mir irgendwas an diesem Roman, ohne daß ich genau sagen könnte, was. Eine ganze Weile lang scheint sich irgendwie nicht viel zu ereignen, nachdem der Anschlag passiert ist, und dann plötzlich entrollt sich die ganze Handlung in einem Wahnsinnstempo auf den paar Dutzend Seiten. Das Timing kommt einem unstimmig vor, als ob Clancy sich plötzlich gesagt hätte: Mensch, ich habe ja nur noch 50 Seiten, jetzt aber dalli.
Nichtdestotrotz hat das Szenario in gewisser Weise den Anschlag auf das World Trade Center vorweggenommen (das Buch wurde vorher geschrieben), und spannend zu lesen ist es durchaus.
Martin Greenberg
Alle Bücher von Martin Greenberg
Tom Clancy's Power Plays: Politika
Else und Frieda. Die Richthofen-Schwestern (Piper Taschenbuch)
Faust: A Tragedy, Parts One and Two (English Edition)
Neue Rezensionen zu Martin Greenberg
Clancy schafft mit Tigerjagd eine sehr gute Fortsetzung zu Politika, jedoch gefiel mir Power Plays I besser.
Seit "Jagd auf Roter Oktober" kann ich an keinem Buch von Tom Clancy vorbeigehen, ohne es zu kaufen. Seine oft seitenlangen Detailbeschreibungen technischer Komplexe und Vorgänge sind für Laien verständlich und werden selten langweilig. Power plays Politika ist ein neues Buch, das ich zufällig in einem Bahnhofskiosk entdeckt habe und die darauffolgende Zugreise nicht mehr aus der Hand legen konnte. Clancy versteht es wie kein anderer, Endzeitvisionen (3. Weltkrieg in "Im Sturm") plastisch in Szene zu setzen, ohne jedoch phantastisch oder fiktiv zu wirken. Seine Darsteller sind keine Übermenschen, deren Taten aus der puren Not zu überleben heraus entstehen. Clancy hat einen Stil, der bei mir stets absolute Anspannung erzeugt, mich aber auch zu Tränen rühren kann. Phantastisch!
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