Martin Grzimek

 3.6 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Tristan, Das Austernfest und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Ich, Hannibal, der Floh
Neu erschienen am 21.09.2018 als Hardcover bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Martin Grzimek

Sortieren:
Buchformat:
Martin GrzimekTristan
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Tristan
Tristan
 (8)
Erschienen am 01.09.2014
Martin GrzimekDas Austernfest
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das Austernfest
Das Austernfest
 (2)
Erschienen am 12.12.2007
Martin GrzimekRudi
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Rudi
Rudi
 (1)
Erschienen am 21.05.2008
Martin GrzimekMostar, Skizzen und Splitter
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Mostar, Skizzen und Splitter
Martin GrzimekTrutzhain
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Trutzhain
Trutzhain
 (1)
Erschienen am 12.04.1984
Martin GrzimekIch, Hannibal, der Floh
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ich, Hannibal, der Floh
Ich, Hannibal, der Floh
 (0)
Erschienen am 21.09.2018
Martin GrzimekVon einem, der verzweifelt versucht, sich zu verlieben
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Von einem, der verzweifelt versucht, sich zu verlieben
Martin GrzimekFeuerfalter
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Feuerfalter
Feuerfalter
 (0)
Erschienen am 11.08.1992

Neue Rezensionen zu Martin Grzimek

Neu
M

Rezension zu "Tristan" von Martin Grzimek

Umfassender Ritterroman als Jugendbuch
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Umfassender Ritterroman als Jugendbuch

Die alte Sage von Tristan und Isolde findet sich vielfach in Sammlungen von Sagen und Legenden. Mit dem Hauptaugenmerk auf den „Liebestrank“, die tiefe, romantische, „verbotene“ Liebe zwischen Tristan und Isolde, die eigentlich dem alternden König Mark versprochen ist, mitsamt dem Ende der beiden Gräber nebeneinander, von denen sich Rosen erheben und jeweils auf das Grab des Geliebten, der Geliebten sich niedersenken.

Ganz und gar nicht alleine mit diesem Schwerpunkt, sondern sehr viel breiter in der Anlage der Erzählung, bietet Martin Grzimek seinen Jugendroman dar.
Nicht allein die Liebe zwischen Tristan und Isolde bietet den Mittelpunkt dieses Romans (obwohl diese natürlich vorkommt, später aber erst), sondern in ganz hervorragender, sehr flüssiger und bildkräftiger Sprache erzählt Grzimek vom Rittertum.

Vom Aufwachsen des Tristan, von Schlachten und Kämpfen, von Tod und Verderben, von den Tugenden eines Ritters und dem schrittweisen Heranwachsen zu einem solchen.

Eine Geschichte, die Grzimek aus vielen Ereignissen heraus zusammenstellt und die ihm den Rahmen für eine breite Reise durch das Mittelalter und Rittertum, durch Landschaften und Städte, durch Machthaber und Ideale, durch Handwerke und den Weg zum Ritter in dieser Zeit bietet.

Das alles durchaus spannend und anregend erzählt, so dass dem Leser die Person des Tristan und das, was er verkörpert durch Höhen und Tiefen von Kindheit an umgehend nahe rückt. In einer Zeit auch der Intrigen, der Machtpläne, der Eigeninteressen.

„Marke musste sich setzen. Er ahnte, welchen Fehler er begangen hatte: seinen Leuten zu vertrauen, dass sie ihm helfen würden, mit ganzer Seele………so edel und ehrlich zu handeln wie er selbst“.

Marke, der seine Schwester sucht, die einzige Frau, die er bis dato geliebt hat. Marke, dem Isolde zugeführt werden soll. Tristan, der Isolde liebt (und diese ihn) und der diese Liebe nicht lässt, wie es eigentlich „schicklich“ gewesen wäre.

Weil er ist, wie er ist. Weil er erlebt hat, was er erlebt hat. Und weil er selbst in der Niederlage noch den Kopf aufrecht hält und seine Konsequenzen zieht. Weil er nicht einfach nur jemand ist, der mit Schwert und Trinkbecher umzugehen versteht, sondern zu tieferen Gedanken, zu grundsätzlichen Haltungen fähig ist.

Wie dieser Tristan zu dem geworden ist, was er ist. Wie er seinen Weg sucht in und um König Marke herum und wie das alles endet, auf gut 950 Seiten erzählt Grzimek in vielfachen Wendungen und mit vielfachen Personen ebenso, wie er Perspektivwechsel nutzt, um die Geschichte hier und da von verschiedenen Seiten aus voran zu bringen.

So verbinden sich letztendlich zwei Motive in diesem Entwicklungsroman. Zum einen eine interessante und breite Sicht auf die damals „bekannte Welt“ (eingerahmt durch eine umfassende Reise des jungen Tristan mit seinem Mentor Courvenal) und zum anderen die Motive der klassischen Sage im engeren Sinne (die Suche nach Isolde, die verbotene Liebe, die Loyalitätskonflikte gegenüber König Marke) zu einem doch spannenden und gut lesbaren Ganzen. Obwohl 950 Seiten viel Raum lassen auch für die ein oder andere Länge, eine gewisse Straffung hätte dem Buch gut zu Gesicht gestanden.

Alles in allem ein guter, unterhaltsamer und zudem lehrreicher Ritterroman, den Grzimek mit viel Akribie in (teilweise doch zu) epischer Breite verfasst hat.

Kommentieren0
3
Teilen
W

Rezension zu "Tristan" von Martin Grzimek

Rezension zu "Tristan" von Martin Grzimek
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Im Jahr 2005 habe ich den Autor des vorliegenden monumentalen Jugendromans zum ersten Mal kennengelernt, als ich sein wunderschönes Buch „Rudi- ein tolles Bärenleben“ las und besprach. Dort erzählte er die Geschichte des Teddybärs Rudi, der schon vor Jahrzehnten dem Vater der kleinen Sara das Allerliebste war, der aber viele Abenteuer erleben muss in fernen Ländern, bis er das Herz der kleinen Sara gewinnt. Während dieses Buch besonders für Kinder im ersten Lesealter gedacht war, ist der neue Roman „Tristan“ selbst für geübte jugendliche Leser eine Herausforderung. Die kennen vielleicht dicke Bücher aus ihrer Harry-Potter-Zeit, oder aus der schier unübersichtlichen Menge der History und Fantasybüchern für Kinder und Jugendliche. Aber hier geht es um echten klassischen Stoff.

Seit dem Mittelalter sind immer wieder Schriftsteller und Künstler von dem Mythos um „Tristan und Isolde“ inspiriert worden. Seit Gottfried von Straßburg 1210 diesem Mythos eine schriftliche Versform gegeben hat, hat insbesondere Richard Wagner durch seine Opernfassung des Stoffes für eine populäre Verbreitung gesorgt.

Tristan ist die Geschichte eines jungen Mannes, der im Auftrag seines Onkels, dem König, nach Irland segelt, um dort die schöne Isolde als Frau und Königin für ihn nach Britannien zu locken. Weil sie auf der Fahrt über das Meer einen Liebestrank zu sich nehmen, der sie auf ewig aneinander bindet, wird ihr Leben danach am Hof zu einem intrigenhaften Versteckspiel.

Martin Grzimek beginnt seine Geschichte um Tristan schon viel früher. Er begleitet Tristan von seiner Geburt bis zum Tod, ein Entwicklungsroman von hoher literarischer Qualität. Der Leser lernt einen jungen Mann kennen (und sich mit ihm auseinanderzusetzen, identifizierend und abgrenzend) mit all seinen widersprüchlichen Gefühlen, seinen Träumen und Sehnsüchten, seiner Leidenschaft und seinen Niederlagen.

Der Roman führt seine jugendlichen (und erwachsenen) Leser in eine fremde Welt, es geht wie so oft um die Auseinandersetzung des Guten mit dem Bösen. Es wird um die Wahrheit gerungen und um die Liebe mit all ihrer Kraft und Gewalt.

Grzimek geht bei aller Werktreue doch sehr frei mit dem Stoff um. Er erzählt ihn sozusagen „gegenwärtig.“ Das macht seine Lektüre so anregend und aktuell.

Kommentieren0
10
Teilen
W

Rezension zu "Rudi" von Martin Grzimek

Rezension zu "Rudi" von Martin Grzimek
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Rudi ist ein Teddybär. Einer von der echten Sorte. Einer mit einem Knopf im Ohr. Echte deutsche Wertarbeit und für Generationen gemacht. Wäre dem nicht so, Rudi hätte all die Abenteuer, die er über insgesamt drei Generationen von Kindern ein und derselben Familie erlebt, nicht überlebt. Er wäre längst auseinandergefallen. Aber ein Steiff-Tier ist unverwüstlich und hat langen Atem.

Christian heißt sein erster stolzer Besitzer, wohl in den frühen sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Mit erlebt Rudi, was man mit einem echten Jungen so alles erlebt: Baumhäuser, Indianerspiele, Bandenkriege und eine Menge Raufereien. Aber wie gesagt: ein Steiff-Tier bringt so schnell nichts um. Aber Christian wird älter, hat bald andere Interessen und so landet Rudi in einem Schuhkarton. Über drei lange Jahrzehnte bleibt er dort eingesperrt (fürchterlich langweilig!), bis ihn Christian – mittlerweile mit Britta verheiratet und Vater von Sarah, aus diesem Gefängnis befreit, um ihn seiner Tochter zu ihrem fünften Geburtstag zu schenken. Seine Frau Britta ist nicht so begeistert, sie war wohl eher für etwas ganz Neues, aber Sarah verliebt sich sofort in ihren Rudi, was sie aber nicht hindert , ihn nach einigen Tagen zu all ihren anderen Kuscheltieren auf das Regal zu stellen.

Rudi ist traurig, wäre er doch für Sarah gerne das geworden, was er für deren Vater Christian war: the one and only. Aber die Zeiten haben sich geändert, die Kinder ertrinken fast in der Menge ihrer Kuscheltiere.
Doch Rudi ist ja , wie gesagt , ein ganz besonderer Teddybär, und so fängt ein neues Leben für ihn an mit Sarah, das ihn eine Menge Abenteuer erleben lässt. Zunächst verschwindet er fast in en Fängen eines dunklen Bärendoktors, der seine n wahren Wert als Steiff-Tier erkennt und ihn verschwinden lassen will. Doch Christian kommt ihm auf die Schliche.

Rudi geht mit Sarah in die Schule und begegnet dort einer wunderbaren Lehrerin , wie sie wohl alle Kinder ( und Eltern!) sie sich wünschen. Er lernt das Disneyland in Paris kennen, wird dort Zeuge eines Kidnapping, verschwindet selbst, und ist schlussendlich hauptverantwortlich dafür , daß ein elfjähriger französischer Junge seine Eltern wieder sehen kann und die Räuber gefasst werden.

Jetzt wäre es an der Zeit , sich im Kinderzimmer Sarahs zur Ruhe zu setzen, aber Christian wird nach Venezuela versetzt. Rudi lernt diees Land kennen mit allen Licht- und Schattenseiten. Er verschwindet wieder, gibt sein armes Bärenleben schon fast verloren, aber mitten im Dschungel wird er mit seiner geliebten Sarah wieder vereint.

Daß er Jahrzehnte später deren Kind wieder als Kuschelbär dient, ist da fast schon selbstverständlich ( vgl. die deutsche Wertarbeit !)

Ein wunderbares Buch für kleine Kinder und ihre Eltern. Wenn ich sehe, wie unser kleiner David ( 2) das Kuscheltier seiner Mutter liebt, und darüber hinaus seinen eigenen Kuscheltiger, dann ist klar: so wie Christian in dem Buch, werden auch wir diese Tiere aufheben. Ob sie nun von Steiff sind oder nicht.

Kommentieren0
10
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 32 Bibliotheken

auf 5 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks