Martin Grzimek

 3.7 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Tristan, Das Austernfest und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Martin Grzimek

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Tristan

Tristan

 (8)
Erschienen am 01.09.2014
Das Austernfest

Das Austernfest

 (2)
Erschienen am 12.12.2007
Rudi

Rudi

 (1)
Erschienen am 21.05.2008
Ich, Hannibal, der Floh

Ich, Hannibal, der Floh

 (1)
Erschienen am 21.09.2018
Trutzhain

Trutzhain

 (1)
Erschienen am 12.04.1984
Feuerfalter

Feuerfalter

 (0)
Erschienen am 11.08.1992

Neue Rezensionen zu Martin Grzimek

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Rezension zu "Ich, Hannibal, der Floh" von Martin Grzimek

Ein Floh auf der Flucht vor dem Alltag und dessen Regeln.
Pepamovor 3 Monaten

Hannibal ein dressierter Floh ist die Hauptattraktion im Flohzirkus Blikk. Bei jedem Auftritt muss er eine schwere goldene Kutsche durch die Manege ziehen. Obwohl das Publikum von seinem Auftritt begeistert ist, will Hannibal fliehen. Er ist sich sicher, dass die Welt mehr zu bieten hat als sein kleines Zuhause, eine verspiegelte Schatulle und den täglichen Auftritten im Zirkus. Weil der Zirkusdirektor jedoch gut auf ihn aufpasst, muss Hannibal auf eine günstige Gelegenheit warten. Eines Tages kommt die Schwester von Direktor Blikk mit Familie zu Besuch. Die neugierige Elfi möchte sich Hannibal genauer ansehen und öffnet seine Schatulle. Dabei gelingt Hannibal die Flucht und kurze Zeit später sitzt er mit Elfi und ihrer Familie in einem Auto und fährt in eine neue Welt. Dort sieht er viel Neues, besucht mit Elfi die Schule und erlebt einige Abenteuer.
Eine lustige Geschichte über einen Floh, der dem Alltag und dessen Regeln entfliehen möchte. Die Geschichte vermittelt auf spielerische Art, dass Regeln wichtig sind, auch wenn man dies manchmal erst im Nachhinein versteht. Eine gelungene Geschichte, welche in einem flüssigen Schreibstil verfasst und mit farbigen und lustigen Bildern untermalt ist. 

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M

Rezension zu "Tristan" von Martin Grzimek

Umfassender Ritterroman als Jugendbuch
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Umfassender Ritterroman als Jugendbuch

Die alte Sage von Tristan und Isolde findet sich vielfach in Sammlungen von Sagen und Legenden. Mit dem Hauptaugenmerk auf den „Liebestrank“, die tiefe, romantische, „verbotene“ Liebe zwischen Tristan und Isolde, die eigentlich dem alternden König Mark versprochen ist, mitsamt dem Ende der beiden Gräber nebeneinander, von denen sich Rosen erheben und jeweils auf das Grab des Geliebten, der Geliebten sich niedersenken.

Ganz und gar nicht alleine mit diesem Schwerpunkt, sondern sehr viel breiter in der Anlage der Erzählung, bietet Martin Grzimek seinen Jugendroman dar.
Nicht allein die Liebe zwischen Tristan und Isolde bietet den Mittelpunkt dieses Romans (obwohl diese natürlich vorkommt, später aber erst), sondern in ganz hervorragender, sehr flüssiger und bildkräftiger Sprache erzählt Grzimek vom Rittertum.

Vom Aufwachsen des Tristan, von Schlachten und Kämpfen, von Tod und Verderben, von den Tugenden eines Ritters und dem schrittweisen Heranwachsen zu einem solchen.

Eine Geschichte, die Grzimek aus vielen Ereignissen heraus zusammenstellt und die ihm den Rahmen für eine breite Reise durch das Mittelalter und Rittertum, durch Landschaften und Städte, durch Machthaber und Ideale, durch Handwerke und den Weg zum Ritter in dieser Zeit bietet.

Das alles durchaus spannend und anregend erzählt, so dass dem Leser die Person des Tristan und das, was er verkörpert durch Höhen und Tiefen von Kindheit an umgehend nahe rückt. In einer Zeit auch der Intrigen, der Machtpläne, der Eigeninteressen.

„Marke musste sich setzen. Er ahnte, welchen Fehler er begangen hatte: seinen Leuten zu vertrauen, dass sie ihm helfen würden, mit ganzer Seele………so edel und ehrlich zu handeln wie er selbst“.

Marke, der seine Schwester sucht, die einzige Frau, die er bis dato geliebt hat. Marke, dem Isolde zugeführt werden soll. Tristan, der Isolde liebt (und diese ihn) und der diese Liebe nicht lässt, wie es eigentlich „schicklich“ gewesen wäre.

Weil er ist, wie er ist. Weil er erlebt hat, was er erlebt hat. Und weil er selbst in der Niederlage noch den Kopf aufrecht hält und seine Konsequenzen zieht. Weil er nicht einfach nur jemand ist, der mit Schwert und Trinkbecher umzugehen versteht, sondern zu tieferen Gedanken, zu grundsätzlichen Haltungen fähig ist.

Wie dieser Tristan zu dem geworden ist, was er ist. Wie er seinen Weg sucht in und um König Marke herum und wie das alles endet, auf gut 950 Seiten erzählt Grzimek in vielfachen Wendungen und mit vielfachen Personen ebenso, wie er Perspektivwechsel nutzt, um die Geschichte hier und da von verschiedenen Seiten aus voran zu bringen.

So verbinden sich letztendlich zwei Motive in diesem Entwicklungsroman. Zum einen eine interessante und breite Sicht auf die damals „bekannte Welt“ (eingerahmt durch eine umfassende Reise des jungen Tristan mit seinem Mentor Courvenal) und zum anderen die Motive der klassischen Sage im engeren Sinne (die Suche nach Isolde, die verbotene Liebe, die Loyalitätskonflikte gegenüber König Marke) zu einem doch spannenden und gut lesbaren Ganzen. Obwohl 950 Seiten viel Raum lassen auch für die ein oder andere Länge, eine gewisse Straffung hätte dem Buch gut zu Gesicht gestanden.

Alles in allem ein guter, unterhaltsamer und zudem lehrreicher Ritterroman, den Grzimek mit viel Akribie in (teilweise doch zu) epischer Breite verfasst hat.

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W

Rezension zu "Tristan" von Martin Grzimek

Rezension zu "Tristan" von Martin Grzimek
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Im Jahr 2005 habe ich den Autor des vorliegenden monumentalen Jugendromans zum ersten Mal kennengelernt, als ich sein wunderschönes Buch „Rudi- ein tolles Bärenleben“ las und besprach. Dort erzählte er die Geschichte des Teddybärs Rudi, der schon vor Jahrzehnten dem Vater der kleinen Sara das Allerliebste war, der aber viele Abenteuer erleben muss in fernen Ländern, bis er das Herz der kleinen Sara gewinnt. Während dieses Buch besonders für Kinder im ersten Lesealter gedacht war, ist der neue Roman „Tristan“ selbst für geübte jugendliche Leser eine Herausforderung. Die kennen vielleicht dicke Bücher aus ihrer Harry-Potter-Zeit, oder aus der schier unübersichtlichen Menge der History und Fantasybüchern für Kinder und Jugendliche. Aber hier geht es um echten klassischen Stoff.

Seit dem Mittelalter sind immer wieder Schriftsteller und Künstler von dem Mythos um „Tristan und Isolde“ inspiriert worden. Seit Gottfried von Straßburg 1210 diesem Mythos eine schriftliche Versform gegeben hat, hat insbesondere Richard Wagner durch seine Opernfassung des Stoffes für eine populäre Verbreitung gesorgt.

Tristan ist die Geschichte eines jungen Mannes, der im Auftrag seines Onkels, dem König, nach Irland segelt, um dort die schöne Isolde als Frau und Königin für ihn nach Britannien zu locken. Weil sie auf der Fahrt über das Meer einen Liebestrank zu sich nehmen, der sie auf ewig aneinander bindet, wird ihr Leben danach am Hof zu einem intrigenhaften Versteckspiel.

Martin Grzimek beginnt seine Geschichte um Tristan schon viel früher. Er begleitet Tristan von seiner Geburt bis zum Tod, ein Entwicklungsroman von hoher literarischer Qualität. Der Leser lernt einen jungen Mann kennen (und sich mit ihm auseinanderzusetzen, identifizierend und abgrenzend) mit all seinen widersprüchlichen Gefühlen, seinen Träumen und Sehnsüchten, seiner Leidenschaft und seinen Niederlagen.

Der Roman führt seine jugendlichen (und erwachsenen) Leser in eine fremde Welt, es geht wie so oft um die Auseinandersetzung des Guten mit dem Bösen. Es wird um die Wahrheit gerungen und um die Liebe mit all ihrer Kraft und Gewalt.

Grzimek geht bei aller Werktreue doch sehr frei mit dem Stoff um. Er erzählt ihn sozusagen „gegenwärtig.“ Das macht seine Lektüre so anregend und aktuell.

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