Tristan

von Martin Grzimek 
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Tristan
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Inhaltsangabe zu "Tristan"

»Ein Tristan für das 21. Jahrhundert.« Deutschlandradio Kultur

Als Kind kann er nur überleben, wenn niemand weiß, wer er ist. Als junger Mann reist er auf abenteuerlichen Wegen einmal durchs ganze Abendland. Kaum erwachsen, bestreitet er Ritterkämpfe auf Leben und Tod, besiegt gar einen Drachen und gerät in die Wirren des Machtkampfs zweier verfeindeter Reiche – nicht ahnend, dass er selbst ein potenzieller Erbe ist. Er liebt eine Frau, die er nicht lieben darf, und seine Liebe endet tragisch – mit der Trennung und der Verbannung vom Hof des Königs, auf dessen Thron er einst nachfolgen sollte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423215329
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:960 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.09.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    michael_lehmann-papevor 4 Jahren
    Umfassender Ritterroman als Jugendbuch

    Umfassender Ritterroman als Jugendbuch

    Die alte Sage von Tristan und Isolde findet sich vielfach in Sammlungen von Sagen und Legenden. Mit dem Hauptaugenmerk auf den „Liebestrank“, die tiefe, romantische, „verbotene“ Liebe zwischen Tristan und Isolde, die eigentlich dem alternden König Mark versprochen ist, mitsamt dem Ende der beiden Gräber nebeneinander, von denen sich Rosen erheben und jeweils auf das Grab des Geliebten, der Geliebten sich niedersenken.

    Ganz und gar nicht alleine mit diesem Schwerpunkt, sondern sehr viel breiter in der Anlage der Erzählung, bietet Martin Grzimek seinen Jugendroman dar.
    Nicht allein die Liebe zwischen Tristan und Isolde bietet den Mittelpunkt dieses Romans (obwohl diese natürlich vorkommt, später aber erst), sondern in ganz hervorragender, sehr flüssiger und bildkräftiger Sprache erzählt Grzimek vom Rittertum.

    Vom Aufwachsen des Tristan, von Schlachten und Kämpfen, von Tod und Verderben, von den Tugenden eines Ritters und dem schrittweisen Heranwachsen zu einem solchen.

    Eine Geschichte, die Grzimek aus vielen Ereignissen heraus zusammenstellt und die ihm den Rahmen für eine breite Reise durch das Mittelalter und Rittertum, durch Landschaften und Städte, durch Machthaber und Ideale, durch Handwerke und den Weg zum Ritter in dieser Zeit bietet.

    Das alles durchaus spannend und anregend erzählt, so dass dem Leser die Person des Tristan und das, was er verkörpert durch Höhen und Tiefen von Kindheit an umgehend nahe rückt. In einer Zeit auch der Intrigen, der Machtpläne, der Eigeninteressen.

    „Marke musste sich setzen. Er ahnte, welchen Fehler er begangen hatte: seinen Leuten zu vertrauen, dass sie ihm helfen würden, mit ganzer Seele………so edel und ehrlich zu handeln wie er selbst“.

    Marke, der seine Schwester sucht, die einzige Frau, die er bis dato geliebt hat. Marke, dem Isolde zugeführt werden soll. Tristan, der Isolde liebt (und diese ihn) und der diese Liebe nicht lässt, wie es eigentlich „schicklich“ gewesen wäre.

    Weil er ist, wie er ist. Weil er erlebt hat, was er erlebt hat. Und weil er selbst in der Niederlage noch den Kopf aufrecht hält und seine Konsequenzen zieht. Weil er nicht einfach nur jemand ist, der mit Schwert und Trinkbecher umzugehen versteht, sondern zu tieferen Gedanken, zu grundsätzlichen Haltungen fähig ist.

    Wie dieser Tristan zu dem geworden ist, was er ist. Wie er seinen Weg sucht in und um König Marke herum und wie das alles endet, auf gut 950 Seiten erzählt Grzimek in vielfachen Wendungen und mit vielfachen Personen ebenso, wie er Perspektivwechsel nutzt, um die Geschichte hier und da von verschiedenen Seiten aus voran zu bringen.

    So verbinden sich letztendlich zwei Motive in diesem Entwicklungsroman. Zum einen eine interessante und breite Sicht auf die damals „bekannte Welt“ (eingerahmt durch eine umfassende Reise des jungen Tristan mit seinem Mentor Courvenal) und zum anderen die Motive der klassischen Sage im engeren Sinne (die Suche nach Isolde, die verbotene Liebe, die Loyalitätskonflikte gegenüber König Marke) zu einem doch spannenden und gut lesbaren Ganzen. Obwohl 950 Seiten viel Raum lassen auch für die ein oder andere Länge, eine gewisse Straffung hätte dem Buch gut zu Gesicht gestanden.

    Alles in allem ein guter, unterhaltsamer und zudem lehrreicher Ritterroman, den Grzimek mit viel Akribie in (teilweise doch zu) epischer Breite verfasst hat.

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    WinfriedStanzickvor 6 Jahren
    Rezension zu "Tristan" von Martin Grzimek

    Im Jahr 2005 habe ich den Autor des vorliegenden monumentalen Jugendromans zum ersten Mal kennengelernt, als ich sein wunderschönes Buch „Rudi- ein tolles Bärenleben“ las und besprach. Dort erzählte er die Geschichte des Teddybärs Rudi, der schon vor Jahrzehnten dem Vater der kleinen Sara das Allerliebste war, der aber viele Abenteuer erleben muss in fernen Ländern, bis er das Herz der kleinen Sara gewinnt. Während dieses Buch besonders für Kinder im ersten Lesealter gedacht war, ist der neue Roman „Tristan“ selbst für geübte jugendliche Leser eine Herausforderung. Die kennen vielleicht dicke Bücher aus ihrer Harry-Potter-Zeit, oder aus der schier unübersichtlichen Menge der History und Fantasybüchern für Kinder und Jugendliche. Aber hier geht es um echten klassischen Stoff.

    Seit dem Mittelalter sind immer wieder Schriftsteller und Künstler von dem Mythos um „Tristan und Isolde“ inspiriert worden. Seit Gottfried von Straßburg 1210 diesem Mythos eine schriftliche Versform gegeben hat, hat insbesondere Richard Wagner durch seine Opernfassung des Stoffes für eine populäre Verbreitung gesorgt.

    Tristan ist die Geschichte eines jungen Mannes, der im Auftrag seines Onkels, dem König, nach Irland segelt, um dort die schöne Isolde als Frau und Königin für ihn nach Britannien zu locken. Weil sie auf der Fahrt über das Meer einen Liebestrank zu sich nehmen, der sie auf ewig aneinander bindet, wird ihr Leben danach am Hof zu einem intrigenhaften Versteckspiel.

    Martin Grzimek beginnt seine Geschichte um Tristan schon viel früher. Er begleitet Tristan von seiner Geburt bis zum Tod, ein Entwicklungsroman von hoher literarischer Qualität. Der Leser lernt einen jungen Mann kennen (und sich mit ihm auseinanderzusetzen, identifizierend und abgrenzend) mit all seinen widersprüchlichen Gefühlen, seinen Träumen und Sehnsüchten, seiner Leidenschaft und seinen Niederlagen.

    Der Roman führt seine jugendlichen (und erwachsenen) Leser in eine fremde Welt, es geht wie so oft um die Auseinandersetzung des Guten mit dem Bösen. Es wird um die Wahrheit gerungen und um die Liebe mit all ihrer Kraft und Gewalt.

    Grzimek geht bei aller Werktreue doch sehr frei mit dem Stoff um. Er erzählt ihn sozusagen „gegenwärtig.“ Das macht seine Lektüre so anregend und aktuell.

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    LisaM94s avatar
    LisaM94vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Fantastisch!
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Beusts avatar
    Beustvor 3 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
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    Buchflinkvor 6 Jahren
    Heldin-mit-Happy-Ends avatar
    Heldin-mit-Happy-Endvor 6 Jahren

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