Martin Hautzinger

 4,8 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf

Prof. Dr. Martin Hautzinger ist Ordinarius für Klinische Psychologie am Psychologischen Institut der Universität Tübingen. Sein Forschungsschwerpunkt ist die kognitive Verhaltenstherapie bei affektiven Störungen. Er ist ein gefragter Fachautor und Herausgeber zahlreicher Lehrbücher und Manuale im Bereich der Klinischen Psychologie und Verhaltenstherapie.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Martin Hautzinger

Cover des Buches Kognitive Verhaltenstherapie (ISBN: 9783621277716)

Kognitive Verhaltenstherapie

(1)
Erschienen am 11.07.2011
Cover des Buches Depression (ISBN: 9783801710026)

Depression

(0)
Erschienen am 01.12.1998
Cover des Buches Ratgeber Depression Hörbuch (ISBN: 9783801732479)

Ratgeber Depression Hörbuch

(0)
Erschienen am 06.11.2023

Neue Rezensionen zu Martin Hautzinger

'einen zuvor als unausweichlich betrachteten ‚Teufelskreis‘ [...] unterbrechen'

‚Damit erfahren die Patienten, dass sie in der Lage sind, einen zuvor als unausweichlich betrachteten ‚Teufelskreis‘ zu unterbrechen, nicht immer tiefer die Depressionsspirale hinunter zu rutschen, sondern das eigene Verhalten kontrollieren und verändern zu können.‘ (Seite 104)

Martin Hautzinger fasst in seinem Buch die wichtigsten Informationen zu Depression im Allgemeinen (Erscheinungsbild, Epidemiologie und Komorbidität, Klassifikation und Diagnostik, Erklärungsansätze, Therapieforschung und Indikation für kognitive Verhaltenstherapie) sowie zur psychotherapeutischen Behandlung der Depression zusammen.

Bezüglich der Psychotherapie geht Hautzinger näher auf die Struktur der Behandlung und die Grundelemente erfolgreicher Psychotherapie ein, bevor er Verhaltensaktivierung, Veränderung der Kognitionen sowie Erwerb von (sozialen) Fertigkeiten und Kompetenzen thematisiert.

Schließlich geht er noch auf chronische Depressionen, auf Krisenintervention und Rückfallprophylaxe, auf rezidivierende Depressionen und auf Depressionen ein, die komorbid zu somatischen Erkrankungen auftreten.

Ich kenne das Hautzinger-Manual zur Behandlung von Depressionen wirklich in- und auswendig und würde sogar so weit gehen und sagen, dass man mich mitten in der Nacht wachrütteln könnte und ich dann ohne Zögern das Manual herunterbeten könnte.

Wieso dann dieses Buch? - Weil man manchmal so routiniert ist, dass man nicht mehr hinterfragt und bestimmte Nuancen nicht mehr auf dem Schirm hat. Das wollte ich gerne ändern. Und tatsächlich habe ich dazugelernt und Dinge gelesen, die ich nun gerne in meine psychotherapeutische Behandlung von Menschen mit Depressionen einfließen lasse bzw. bereits ausprobiert habe.

Hautzinger widmet sich der Thematik auf sehr detaillierte Weise und bietet umfassende Informationen, schreibt zugleich aber auch sehr verständlich. Das Buch ist sehr klar gegliedert, und Hautzinger veranschaulicht das Geschriebene mit Fallbeispielen, die das Buch sehr praxisnah machen.

Sehr gelungen fand ich auch die Gegenüberstellungen von günstigem und ungünstigem Therapeutenverhalten, und gerade in dieser Hinsicht bietet das Buch viel mehr als ‚nur‘ eine detaillierte Erläuterung der kognitiven Verhaltenstherapie bei depressiven Störungen, nämlich einen gelungenen und hilfreichen Einblick in die kognitive Verhaltenstherapie an sich.

Cover des Buches Umgang mit bipolaren Patienten (ISBN: 9783884145685)
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Rezension zu "Umgang mit bipolaren Patienten" von Larissa Wolkenstein

sabatayn76
'Befürchtungen oder Vorbehalte abzubauen'

‚Wir möchten in diesem Buch auf diejenigen Situationen eingehen, die den Umgang mit bipolaren Patienten für professionelle Helferinnen und Helfer zu einer ganz besonderen Herausforderung machen. Wir hoffen, dass es uns mit diesem Buch gelingt, diejenigen Befürchtungen oder Vorbehalte abzubauen, die psychiatrisch Tätige auch heute noch oft zu haben scheinen, wenn es um die Behandlung von und den Umgang mit bipolaren Patienten geht.‘ (Seite 8)

Larissa Wolkenstein und Martin Hautzinger fassen in ihrem Basiswissen-Titel die wichtigsten Informationen zu bipolaren Störungen zusammen, berichten unter anderem von diagnostischen Kriterien der depressiven, manischen und hypomanen Episoden, Krankheitsverlauf, Bipolar-I- und Bipolar-II-Störung, Zyklothymie, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Umgang mit manischen Patienten, Suizidalität, Sorgen und Ängsten von Angehörigen sowie sozialen Folgen einer bipolaren Störung wie Stigmatisierung und Entscheidungen bezüglich Schwangerschaft und Kinderwunsch.

‚Umgang mit bipolaren Patienten‘ ist - genau wie die anderen Basiswissen-Titel aus dem Psychiatrie Verlag - knapp gehalten, übersichtlich, leicht verständlich und bietet so wichtige Informationen, mit deren Hilfe man sowohl Neues lernen als auch gut auf vorhandenem Wissen aufbauen kann.

Das Buch ist sehr praxisnah, und die Autoren stellen viele Fallbeispiele vor, die sehr detailliert wiedergegeben werden und so relevante Einblicke in bipolare Störungen bieten. Diese Fallbeispiele fand ich vor allem aus diagnostischer Sicht sehr spannend und hilfreich, denn ich selbst habe trotz klinischer Tätigkeit nur wenig praktische Erfahrungen mit bipolaren Störungen, so dass ich durch die Lektüre einiges dazugelernt habe.

Meiner Meinung nach ist das Buch nicht nur für Professionelle geeignet, sondern auch und vor allem für Betroffene und Angehörige, wobei ich besonders das Kapitel über Stigmatisierung empfehle.

Cover des Buches Kognitive Verhaltenstherapie (ISBN: 9783621277716)
M

Rezension zu "Kognitive Verhaltenstherapie" von Martin Hautzinger

M.Lehmann-Pape
Rezension zu "Kognitive Verhaltenstherapie" von Martin Hautzinger

Grundlegender Überblick zur Anwendung

Panikstörung, soziale Ängste, Zwangsstörungen, Anpassungsstörung, Depression, Schizophrenie, Dissoziative Störungen, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörungen und vieles mehr, die Anwendungsbereiche der kognitiven Verhaltenstherapie decken gegenwärtig so gut wie den gesamten Bereich psychischer Störungen und Probleme ab. Nicht umsonst gilt der Satz des Vorwortes im Buch: „Die Verhaltenstherapie ist heute eines der einflussreichsten Therapieverfahren zur Behandlung psychischer Störungen“.

Einer der Gründe ist sicherlich die Wirksamkeit der Therapieform, eine Wirksamkeit, die vor allem auf der rigorosen wissenschaftlichen und experimentellen Prüfung und Evaluation beruht, der sich die Verhaltenstherapie grundlegend stellt. Im Zuge dieser ständigen wissenschaftlichen Reflektion hat sich nun seit mehr als 50 Jahren der kognitive Aspekt der Verhaltenstherapie nachhaltig in der Methode verankert.

Der vorliegende Band beinhaltet in vielfachen Beiträgen (ebenso vielfachen Autoren) einen breiten Blick auf den gegenwärtigen Stand der kognitiven Verhaltenstherapie in methodischer Einordnung und Anwendung innerhalb der vielfachen Bereiche psychischer Störungen.

Hierbei sind die einzelnen Betrachtungen in gleicher Weise strukturiert. Zunächst erhält der Leser (auch anhand von kurzen Fallbeispielen) Zugang zur Klassifikation der entsprechenden Störung, im weiteren einen Einblick in den Verlauf und die Entwicklungsgeschichte und findet präzise Darlegungen zur jeweiligen Diagnostik. Von besonderem Interesse und durchweg in hoher Qualität vorliegend, zeigen die einzelnen Einlassungen der Autoren entsprechende „Bedingungsmodelle“ zum Verständnis der konkreten Störungen auf. Dies ermöglicht in bester Form eine Zuordnung bestmöglicher Interpretationen entsprechender Störungsbilder und bildet ebenfalls (jeweils kurz und knapp) die sich fortentwickelnde Reflektion und Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie ab. Konkrete Hinweise zur Therapieplanung und Durchführung schließen sich in allen Kapiteln an. Allerdings sei hier auf die knappen Einlassungen eines Überblickbuches hingewiesen. Alleine aus den Darstellungen im Buch heraus lassen sich keine Therapien vollständig ableiten. Wohl aber erhält der Leser klare Hinweise auf sinnvolle Methodiken für die jeweils konkret vorliegende psychische Störung.
Jede Betrachtung schließt ab mit einem Blick auf die evaluierte Wirksamkeit der entsprechenden Therapievorschläge und –Methoden.

Ergänz werden die Darstellungen im Buch durch, ebenfalls einheitlich, vorliegende Online Materialen, welche gerade für Betroffene und deren Angehörige genutzt werden können (wichtige Hinweise sind enthalten und beachtenswert ist gerade der Ansatz, Material für Klienten und deren Umfeld bereit zu stellen, statt nur darauf den Fokus zu legen, dem behandelnden Therapeuten Material an die Hände zu geben).

Praxisnah, fundiert und, vor allem, breit in der Darstellung, bildet dieses Buch einen hervorragenden Überblick über die konkrete Anwendung der kognitiven Verhaltenstherapie in der Behandlung vielfältiger Störungen. Die Feinheiten des jeweiligen Therapieansatzes und die Differenzierung in der Diagnostik bilden dabei eine der Stärken des Buches. Durch die einheitliche Gestaltung fällt die Orientierung des Lesers im gesamten Buch leicht. Trotz der Knappheit im Text lassen die einzelnen Beiträge keine wesentlichen Fragen offen, bedürfen aber natürlich der konzentrierten Weiterarbeit zur Aneignung für die eigene Praxis.
Ein Überblick über die aktuelle Arbeit der kognitiven Verhaltenstherapie, der vor allem für im Beriech Tätige eine wertvolle Hilfe bietet, aber auch für Betroffene und deren Umfeld Informationen zur eigenen Einordnung bereit hält. Das Buch behandelt Störungen des Erwachsenenalters, für das Jugendalter wird ein separater Band erscheinen.

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