Martin Kölbel Willy Brandt und Günter Grass

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Inhaltsangabe zu „Willy Brandt und Günter Grass“ von Martin Kölbel

Als Willy Brandt 1961 dreißig Schriftsteller nach Bonn einlud,
um sie für den Bundestagswahlkampf der SPD zu gewinnen,
fehlte ausgerechnet Günter Grass auf seiner Liste. Der Bestsellerautor
sei, so ging das Gerücht, Anarchist und für die
Politik nicht zu haben. Auf den verzögerten Start folgte eine
Liaison von Geist und Macht, die ihresgleichen sucht: Der
Schriftsteller stieg in den tagespolitischen Nahkampf ein und
erprobte eine freigeistige Beteiligung an der Partei- und Regierungsarbeit.
Der Vorsitzende und spätere Bundeskanzler
fasste ein vitales Interesse an seiner kritischen Dreinrede und
förderte nachdrücklich die parteilose Wählerinitiative.
Das geheime Herzstück dieser Liaison bildet der bislang unveröffentlichte
Briefwechsel von Brandt und Grass. Fast drei
Jahrzehnte lang haben sie ihn geführt, dabei das Wechselbad
der großen Politik durchlaufen und zögerlich, über Euphorien
und Zerwürfnisse hinweg, zu einer bemerkenswerten Freundschaft
gefunden.
Das Buch präsentiert erstmals sämtliche Briefe und Briefbeigaben,
versieht sie mit einem ausführlichen Stellenkommentar
und veranschaulicht sie mit zahlreichen Abbildungen. Ein Essay
des Herausgebers erläutert die Hintergründe dieses bedeutenden
Dokuments zur zweiten, der intellektuellen Gründung
der Bundesrepublik.

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  • sorgfältig edierte und mit vielen aufschlussreichen und hilfreichen Anmerkungen versehene Ausgabe

    Willy Brandt und Günter Grass

    WinfriedStanzick

    29. May 2013 um 12:53

      Die hier vorliegende sorgfältig edierte und mit vielen aufschlussreichen und hilfreichen Anmerkungen versehene Ausgabe des Briefwechsels zwischen Willy Brandt, zunächst noch Regierender Bürgermeister von Berlin, später Bundeskanzler der ersten sozialliberalen Koalition und dem Schriftsteller Günter Grass  ist nicht nur für Freunde von Günter Grass sehr aufschlussreich, sondern ist auch ein zeitgeschichtliches Dokument, das ein wichtiges Schlaglicht wirft auf das Bündnis von Macht und Geist in den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.   Auf 1200 Dünndruckseiten werden 288 Briefe, Telegramme und Postkarten dokumentiert und ergänzt durch viele Dokumente  und Abbildungen. Nur etwa ein Viertel der Korrespondenz umfassen die Briefe von Willy Brandt, der immer wieder, in späteren Jahren zunehmend genervt auf einen Schriftsteller reagiert,  der in Willy Brandt schon früh so etwas wie eine zukünftige Lichtgestalt der deutschen Politik sah und sich unentwegt mit Ideen, Berichten, Vorschlägen, politischen Analysen und sogar Personalvorschlägen einmischt.   Vor allem wegen der Briefe von Grass ist dieser Briefwechsel interessant, denn das Leben und Wirken von Brandt ist durch viele Biografen ausreichend erforscht und belegt. Es erstaunt bei der Lektüre immer wieder, mit welchem fast unheimlichen Engagement sich der junge Grass in die Politik einmischt. Zwar hat er sich auch in späteren Jahren bis hin zu seinem umstrittenen Gedicht über Israel engagiert und seine Meinung gesagt, doch es erstaunt doch, mit welcher für sein damaliges Alter ungewöhnlichen  Weitsicht und Kenntnis, ja Klugheit er die Phänomene der Politik beschreibt.   Sicher hat er selbst lange den Traum vom politischen Intellektuellen geträumt, den auch Jürgen Habermas zeitweise befüttert hat. Beide, Grass noch viel mehr als Habermas, haben nicht nur zur Modernisierung der SPD beigetragen, sondern waren auch wichtig  für die Bonner Republik.   Dem an deutscher Geschichte interessierten Zeitgenossen bietet die Lektüre, auch die kursorische, eine Menge neuer und tiefer Einblicke in eine Zeit, die er, wenn er alt genug ist, selbst miterlebt hat und die er vielleicht schon längst ausreichend zu kennen glaubte.    

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