Martin Keune

 3.7 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Black Bottom, Groschenroman und weiteren Büchern.
Martin Keune

Lebenslauf von Martin Keune

Martin Keune ist - nach Berufserfahrungen als Pflastermaler, Cafébetreiber, Stuckateur und Filmfuzzi - Geschäftsführer der Berliner Werbeagentur Zitrusblau. Neben dem alltäglichen Agenturwahnsinn arbeitet er regelmäßig an Buchprojekten. Nach dem Erfolg des biografischen „Groschenromans“ über den von den Nazis verfolgten Bestsellerautoren Axel Rudolph startete im März 2013 mit „Black Bottom“ eine Kriminalromanreihe in der Zeit der Weimarer Republik. Im westhavelländischen Semlin ist Keune Herausgeber und Autor der vierteljährlich erscheinenden „Semliner Hefte“ zu wechselnden Themen. In „Vollspast“, einem Reportagetagebuch von 2011, beschreibt Martin Keune den Kampf im Behördendschungel bei dem Versuch, einen spastisch Behinderten zum Azubi ins einer Agentur zu machen.

Alle Bücher von Martin Keune

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Black Bottom

Black Bottom

 (18)
Erschienen am 25.02.2013
Groschenroman

Groschenroman

 (3)
Erschienen am 01.08.2009
Die Mertens-Puppe

Die Mertens-Puppe

 (2)
Erschienen am 01.01.1999
Vollspast

Vollspast

 (1)
Erschienen am 27.09.2011
Die Blender

Die Blender

 (1)
Erschienen am 24.02.2014
Knock Out

Knock Out

 (1)
Erschienen am 19.02.2015
Kritzel dich durch ... Berlin

Kritzel dich durch ... Berlin

 (0)
Erschienen am 25.09.2017

Neue Rezensionen zu Martin Keune

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bebraverlags avatar

Rezension zu "Knock Out" von Martin Keune

Der neue Keune - besser denn je!
bebraverlagvor 4 Jahren

Berlin, 1932. Ein Leichenfund in der Boxerkneipe Fliegerbombe gibt der Polizei Rätsel auf. Bei den Ermittlungen zwischen Halbweltgrößen, Nazischlägern und Revuegirls gerät Kommissar Sándor Lehman immer tiefer in einen Strudel mysteriöser Ereignisse. Gleichzeitig steht die Weimarer Republik vor dem politischen Knock-out. Als die Reichswehr vor dem Polizeipräsidium aufmarschiert, ist Sándor erstmals in seiner Karriere versucht, das Handtuch zu werfen …

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Rezension zu "Black Bottom" von Martin Keune

Gasangriff in der Femina
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Sándor Lehmann ist Kommissar im Berlin, er hat sich aus der sozialen Unterschicht in diese Stellung hochgearbeitet. Seine Leidenschaft gehört der Jazzmusik, er spielt inkognito in einer Band. Bei einem Gasangriff in der legendären Femina steht er gerade auf der Bühne, kann aber den Kollegen nicht mitteilen das er Augenzeuge war. Wir begleiten den eigensinnigen Sándor Lehmann durch die bekannten Straßen von Berlin und durch die Jazzlokale dieser Zeit. Bei der Aufklärung kommen ein Toter, eine schöne Frau und ein neuer Kollege mit brauner Gesinnung ins Spiel.
Der Krimi tritt in den Hintergrund, was mich nicht gestört hat. Die unzähligen Informationen über das Leben in der Weimarer Republik, die Jazzmusik und deren Musiker haben mir sehr viel Vergnügen bereitet.

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britta70s avatar

Rezension zu "Black Bottom" von Martin Keune

Giftgasanschlag im Musikermilieu
britta70vor 6 Jahren

Black Bottom bildet den Auftakt zu einer neuen Krimireihe rund um den Ermittler Sándor Lehmann. Der Kriminalroman spielt in politisch brisanten Berlin der 1930er Jahre. Die Nazionalsozialisten sind auf dem Vormarsch und schränken das gesellschaftliche Leben immer mehr ein. 

Der Hauptprotagonist Sándor Lehmann führt ein Doppelleben: Nachts tritt er mit seiner Jazzband auf, tagsüber ermittelt er. Als er eines Nachts im legendären Tanzpallast Fermina auftritt, sterben dort 11 Menschen durch einen Giftgasanschlag. Er selbst kommt nur knapp mit heiler Haut davon. Nun soll er gemeinsam mit seinem Kollegen Bellfort in diesem Fall ermitteln. Während es den Anschein hat, dass Sándor viel zu sehr mit seinem Privatleben und der Vertuschung seines Doppellebens befasst ist, als dass er sich auf seine Ermittlungsarbeit konzentriert, ist für den linientreuen Nazi Bellfort schnell klar, dass der Täter sicher zum "jüdischen Abschaum" gehört. Doch ein Erfolg bei den Ermittlungen bleibt aus und so droht ein neuer Giftgasanschlag, als ein Musikwettbewerb ansteht...

Martin Keune hat mit "Black Bottom" ein gelungenes Debüt im Bereich Kriminalroman vorgelegt. Krimis, die in den 1930er Jahren spielen, sind rar. Die Darstellung der politisch wie auch gesellschaftlich brisanten Zeit ist brilliant, historische Fakten und Einzelheiten der Musikerszene sind sehr gut recherchiert. Die beiden für den Roman entscheidenden Ebenen, Politik und Musik gehen eine Synthese ein, die sich sehr gut bereits im klug gewählten Titel "Black Bottom" ausdrückt, insofern dieser einerseits auf Leid und Zerstörung durch die Natioaldozialisten hinweist, andererseits aber auch ein Musikstück von Fuhs bzw. einen populären Tanz darstellt.


Der Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen, nicht zuletzt auch wegen der außerordentlich guten sprachlichen Präsentation. Für mich hat das Buch alles, was ein guter Krimi benötigt: einen brisanten Fall, ein Ermittlungsteam mit interessanten Charakteren und eine überraschende Auflösung. Einziger Kritikpunkt: An manchen Stellen, gerade im Mittelteil, hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht. 

Ich freue mich schon sehr, Sándor Lehmann bei weiteren Ermittlungen zuzuschauen und kann dieses Buch all jenen empfehlen, die sich gerne auf anspruchsvolle Literatur einlassen, die mitunter etwas quer zu den gängigen Genregrenzen liegt. 

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

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Martin_Keunes avatar

Jazz, Verbrechen und Politik: BLACK BOTTOM!



Gerade mal drei Wochen ist mein neues Buch in den Buchhandlungen; ich als Autor schlendere über die Leipziger Buchmesse, mache erste Lesungen, schiele nach Rezensionen. Ich bin gespannt:Berührt BLACK BOTTOM – hinter dem neben dem Schreiben eine Unmenge an Recherche steckt – bei den Leserinnen und Lesern einen Nerv? Finden sie die turbulenten Jahre zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus ebenso spannend wie ich, oder ist das, was vor 80 Jahren die Welt verändert hat, längst abgehakte Geschichte?
Hat mein Protagonist Sándor Lehmann – eine Figur zwischen den Stühlen, zwischen den klaren Kategorien von Opfer- oder Heldentum – eine literarische Daseinsberechtigung; sind die Dreissiger Jahre als Szenario für Belletristik „erlaubt“, wenn sie das Zeitgeschehen ernst nehmen … oder noch immer tabu?
Fragen, die ich als Autor in den paar Minuten Gespräch nach einer Lesung kaum beantwortet bekomme. Ich schreibe Bücher, ich signiere sie schwungvoll auf dem Vorsatzblatt: Aber was meine Leser/innen letztlich denken, erfahre ich nur selten (und oft gefiltert durch die freundliche Brille des Freundeskreises). 

Also raus mit dem Buch in die Leserunde! 15 Exemplare stellt der be.bra verlag netterweise zur Verfügung; verlost wird unter allen, die binnen einer Woche den Namen eines Jazzmusikers der 20er Jahre posten. Ich selbst werde die Leserunde intensiv betreuen (und bedanke mich für die überzeugendste Rezension mit einem handsignierten Exemplar meines anderen Dreissiger-Jahre-Romans, dem „Groschenroman“!)

Bin wirklich gespannt auf Deine Meinung zum Buch! Martin Keune
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Martin Keune wurde am 27. Juli 1959 in Kierspe im Sauerland (Deutschland) geboren.

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