Martin Kluger

 3.2 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor von Die Gehilfin, Der Vogel, der spazieren ging und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Martin Kluger

Der Augsburger Martin Kluger, Jahrgang 1957, befasst sich seit etlichen Jahren intensiv mit Städte- und Kulturtourismus. Seit dem Jahr 2003 entstanden u.a. mehrere Stadtführer (Augsburg, Nürnberg, Regensburg, Ulm, Donauwörth) sowie Führer zu Reisezielen entlang der Deutschen Donau oder im bayerischen Schwaben. Mehrere Kulturreiseführer leiten zu den Sehenswürdigkeiten und zur Geschichte der Fugger und der Mozarts. Kluger konzipierte außerdem das Fuggereimuseum (2006) und den Weltkriegsbunker in der Fuggerei (2008) in der ältesten Sozialsiedlung der Welt, er war darüber hinaus an der Planung und Gestaltung des Lechmuseums Bayern in Langweid (2008) beteiligt. Martin Kluger setzte sich in mehreren Publikationen mit dem Thema Fugger auseinander. 2009 erschien von ihm der Bildband „Jakob Fugger (1459 – 1525). Sein Leben in Bildern", 2010 das Taschenbuch „Fugger – Italien: Geschäfte, Hochzeiten, Wissen und Kunst – Geschichte einer fruchtbaren Beziehung“ sowie 2011 der Bildband „Die Bank der Fugger. Ein glanzvolles Kapitel europäischer Wirtschaftsgeschichte". Zwei umfangreiche Bände befassen sich mit der Geschichte der Fugger, den zahlreichen mit ihrer Geschichte verbundenen Herrschaftsorten, Baudenkmälern und Kunstwerken: Auf der Basis von vier Vorgängerauflagen erschien 2013 das 264 Seiten starke Taschenbuch „Die Fugger in Augsburg: Kaufherrn, Montanunternehmer, Bankiers und Stifter", bereits 2012 wurde „Die Fugger um Augsburg, München und Ulm. Adel, Schlösser und Kirchen" (504 Seiten) herausgegeben. Denkmalführer zu Spuren der Fugger verfasste Martin Kluger mit den Titeln „Die Fuggerei. Ein Führer durch die älteste Sozialsiedlung der Welt" (2009) sowie „St. Thekla Welden" (2012). In englischer Sprache erschien 2014 das von der Regio Augsburg Tourismus GmbH herausgegebene Taschenbuch "Fugger Dynastie in Augsburg. Merchants, Mining Entrepreneurs, Bankers and Benefactors". 2011, und bereits im Januar 2013 in zweiter Auflage, erschien von Martin Kluger „Historische Wasserwirtschaft und Wasserkunst in Augsburg", das mittlerweile vergriffene Begleitbuch zur Interessenbekundung der Stadt Augsburg als UNESCO-Welterbe. 2013 verfasste Kluger den vertiefenden Folgeband „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg. Die historische Augsburger Wasserwirtschaft und ihre Denkmäler im europaweiten Vergleich". Im März 2014 wurde im Kulturpark Rotes Tor die von Kluger konzipierte und vom context verlag gestaltete Ausstellung „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg" eröffnet. Im Dezember 2015 erschien "Augsburgs historische Wasserwirtschaft. Der Weg zum UNESCO-Welterbe" von Martin Kluger.

Quelle: Verlag / vlb

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Der Lech

Neu erschienen am 19.06.2020 als Taschenbuch bei context verlag Augsburg.

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Cover des Buches Die Gehilfin (ISBN: 9783832186678)

Die Gehilfin

 (21)
Erschienen am 07.04.2014
Cover des Buches Der Vogel, der spazieren ging (ISBN: 9783832186661)

Der Vogel, der spazieren ging

 (9)
Erschienen am 11.04.2014
Cover des Buches Die Fugger (ISBN: 9783939645139)

Die Fugger

 (4)
Erschienen am 06.03.2009
Cover des Buches Abwesende Tiere (ISBN: 9783832186654)

Abwesende Tiere

 (2)
Erschienen am 10.04.2014
Cover des Buches Jakob Fugger (1459 – 1525) (ISBN: 9783939645146)

Jakob Fugger (1459 – 1525)

 (1)
Erschienen am 06.03.2009
Cover des Buches Fugger - Italien (ISBN: 9783939645276)

Fugger - Italien

 (1)
Erschienen am 06.07.2010

Neue Rezensionen zu Martin Kluger

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Rezension zu "Die Gehilfin" von Martin Kluger

Die Berliner Charité um 1900
Barbara62vor 5 Jahren

Wissenschaftshistorische Romane haben Konjunktur, das sieht man z. B. bei Kehlmanns Bestseller Die Vermessung der Welt. Auch Martin Klugers neuer Roman Die Gehilfin gehört in dieses Genre, allerdings stellt Kluger im Gegensatz zu Kehlmann eine erfundene Figur in den Mittelpunkt: Henrietta Mahlow. 

Bei ihrer Geburt in der Berliner Charité in den 1880er-Jahren stirbt ihre Mutter. Ihr Vater, ein kleiner Schreiner, verfällt zunehmend dem Alkohol. Aus Mitleid bieten Mitarbeiter der Charité ihm eine Tätigkeit als Krankenpfleger bei den Tuberkulosekranken an. So wächst Henrietta in der Charité auf, ihre Kindheit und Jugend verbringt sie zwischen Krankensälen, Leichenkellern, Nährbodenküchen und Laboratorien und wird zum Maskottchen der Ärzte, die in diesen Jahren die Medizin revolutionieren: Rudolf Virchow, Robert Koch, Emil Behring und Paul Ehrlich. 

Das vertraute Verhältnis findet jedoch ein abruptes Ende, als die intelligente, neugierige und ehrgeizige junge Frau Medizin studieren und forschen will. So fortschrittlich man in der Charité in medizinischen Fragen denkt - die gesellschaftlichen Strukturen sind zementiert. Doch so leicht lässt sich Henrietta nicht entmutigen: Als Student verkleidet, schleicht sie sich in Hörsäle und beginnt, auf eigene Faust zu forschen ...

Martin Kluger erzählt in Die Gehilfin eines der spannendsten Kapitel deutscher Forschungsgeschichte und zugleich die traurige Geschichte einer Frau, die aufgrund ihrer Herkunft und ihres Geschlechts weder ihren Lebenstraum noch ihre große Liebe verwirklichen kann.

Leider konnte mich die Geschichte trotz des interessanten Hintergrunds nicht vollständig überzeugen, zu bemüht und zu konstruiert wirkte sie auf mich.

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Rezension zu "Der Vogel, der spazieren ging" von Martin Kluger

Rezension zu "Der Vogel, der spazieren ging" von Martin Kluger
Ruth_liestvor 9 Jahren

"Der Vogel der spazieren ging" erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie des 20. Jahrhunderts über drei Generationen. Mit intelligenten Witz begleitet der Autor seine Figuren auf der Suche nach ihrer Identität. Wobei sie nicht nur die Frage nach ihrer jüdischen Identität quält. Großvater und Sohn stehen zudem im Wettbewerb um die selben Frauen und um das größere schriftstellerische Können. Die Enkelin wiederum ist auf der Suche nach ihren Wurzeln Das Buch beeindruckt durch seinen Humor und seine Leichtfüßigkeit gepaart mit Tiefsinn.

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Rezension zu "Der Vogel, der spazieren ging" von Martin Kluger

Rezension zu "Der Vogel, der spazieren ging" von Martin Kluger
Thailavor 10 Jahren

Man könnte Samuel Leiser eine gescheiterte Existenz nennen, er hat es sich in seinem Leben jedoch ganz gemühtlich eingerichtet. Er übersetzt die Romane seines Vater, erfolgreicher Autor einer Krimi-Reihe, ins deutsche und lebt in einer ziemlich verfallenen Wohnung in Paris, ein Überbleibsel seiner Zeit mit Frau und Kind, die ihn beide verlassen haben. Eines Tages überschlagen sich jedoch die Ereignisse. Seine pubertierende Tochter will zu ihm ziehen, sein Vater und sein Onkel kündigen sich an und zu allem Überfluß verliebt er sich in seine Spanischlehrerin.
Martin Klugers Roman erinnert ein bißchen an Dany Levys Film "Alles auf Zucker" oder "Einfach so" von Lilly Brett. Erzählt wird auf charmantische und witzige Weise die Geschichte einer disfunktionalen jüdischen Familie. Samuels Vater wächst bei seinem Vater und seinem kleinkriminellen Onkel in New York auf, die drei sind unter ziemlich dubiosen Umständen aus dem Europa der Nationalsozialisten geflohen, das Schicksal von Samuels Mutter ist ein Geheimnis. Die jüdische Identität und der Holocaust sind in der Familie Leider kein Thema. Fast agressiv reagiert Samuel als seine Tochter Ashley beginnt sich für jüdische Kultur zu interessieren. Im Verlaufe der Geschichte muss er jedoch einsehen, dass diese Vergangenheit für ihn und seinen Vater sehr wohl eine Bedeutung hat. Die Geschichte wird im Verlaufe der Zeit zunehmend skuriler, jedoch auch düsterer trotz des leichten Grundtons.
Martin Kluger ist mit "Der Vogel, der spazieren ging" ein unterhaltsames, witziges, trauriges und ernsthaftes Buch gelungen, dass viel Stoff zum Nachdenken bietet.

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