Martin Kluger Der Vogel, der spazieren ging

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Inhaltsangabe zu „Der Vogel, der spazieren ging“ von Martin Kluger

Samuel Leiser ist ein einsamer Vogel. Sein Vater Yehuda entkam den Nazis, indem er vorgab, Autor zu sein und als Künstler nach Amerika einreisen durfte – wo er zum gefeierten Kriminalschriftsteller Jonathan Still wurde. Nun übersetzt Samuel seine Bücher ins Deutsche. Zwischen den Zeilen sucht und findet er versteckte Botschaften. Doch was bedeuten sie?

In einem Sommer Anfang der Siebziger zieht Samuels frühreife Tochter Ashley aus England zu ihm nach Paris, damit sich beide einmal in Ruhe kennenlernen. Bald aber wird es eng in der kleinen Wohnung: Samuels Ex-Frau Letitia kommt mit Vater und neuem Freund zu Besuch. Durchreisende bleiben länger als erwartet, sogar Yehuda fliegt samt Gangster-Verwandtschaft ein. Dem turbulenten Familientreffen zwischen Eheschwüren und Eifersuchtsdramen entkommt Samuel nicht einmal, indem er sich in seine Spanischlehrerin verliebt. Denn nicht nur die Menschen seines Lebens überfallen ihn, sondern auch ihre Geschichten und ererbten Alpträume – bis zum furiosen Finale.

Martin Kluger erzählt eine drei Generationen umspannende Geschichte um die Liebe: eine melancholisch-ironische Comédie humaine.

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  • Rezension zu "Der Vogel, der spazieren ging" von Martin Kluger

    Der Vogel, der spazieren ging

    Ruth_liest

    07. July 2011 um 11:28

    "Der Vogel der spazieren ging" erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie des 20. Jahrhunderts über drei Generationen. Mit intelligenten Witz begleitet der Autor seine Figuren auf der Suche nach ihrer Identität. Wobei sie nicht nur die Frage nach ihrer jüdischen Identität quält. Großvater und Sohn stehen zudem im Wettbewerb um die selben Frauen und um das größere schriftstellerische Können. Die Enkelin wiederum ist auf der Suche nach ihren Wurzeln Das Buch beeindruckt durch seinen Humor und seine Leichtfüßigkeit gepaart mit Tiefsinn.

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  • Rezension zu "Der Vogel, der spazieren ging" von Martin Kluger

    Der Vogel, der spazieren ging

    Thaila

    27. August 2010 um 17:36

    Man könnte Samuel Leiser eine gescheiterte Existenz nennen, er hat es sich in seinem Leben jedoch ganz gemühtlich eingerichtet. Er übersetzt die Romane seines Vater, erfolgreicher Autor einer Krimi-Reihe, ins deutsche und lebt in einer ziemlich verfallenen Wohnung in Paris, ein Überbleibsel seiner Zeit mit Frau und Kind, die ihn beide verlassen haben. Eines Tages überschlagen sich jedoch die Ereignisse. Seine pubertierende Tochter will zu ihm ziehen, sein Vater und sein Onkel kündigen sich an und zu allem Überfluß verliebt er sich in seine Spanischlehrerin. Martin Klugers Roman erinnert ein bißchen an Dany Levys Film "Alles auf Zucker" oder "Einfach so" von Lilly Brett. Erzählt wird auf charmantische und witzige Weise die Geschichte einer disfunktionalen jüdischen Familie. Samuels Vater wächst bei seinem Vater und seinem kleinkriminellen Onkel in New York auf, die drei sind unter ziemlich dubiosen Umständen aus dem Europa der Nationalsozialisten geflohen, das Schicksal von Samuels Mutter ist ein Geheimnis. Die jüdische Identität und der Holocaust sind in der Familie Leider kein Thema. Fast agressiv reagiert Samuel als seine Tochter Ashley beginnt sich für jüdische Kultur zu interessieren. Im Verlaufe der Geschichte muss er jedoch einsehen, dass diese Vergangenheit für ihn und seinen Vater sehr wohl eine Bedeutung hat. Die Geschichte wird im Verlaufe der Zeit zunehmend skuriler, jedoch auch düsterer trotz des leichten Grundtons. Martin Kluger ist mit "Der Vogel, der spazieren ging" ein unterhaltsames, witziges, trauriges und ernsthaftes Buch gelungen, dass viel Stoff zum Nachdenken bietet.

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  • Rezension zu "Der Vogel, der spazieren ging" von Martin Kluger

    Der Vogel, der spazieren ging

    lokoschade

    06. October 2009 um 17:26

    Ein wundervolles, intellligentes Buch über Identitätsfindung.

  • Rezension zu "Der Vogel, der spazieren ging" von Martin Kluger

    Der Vogel, der spazieren ging

    Clari

    19. June 2008 um 10:52

    Martin Kluger Der Vogel, der spazieren ging Dumont ISBN 3832179984 Träume, die den Romanschreiber umtreiben können, sind hier wahr geworden: von Familiengeschichten zu erzählen, die weltumspannend, witzig, kreativ und mitreißend sind. Martin Kluger hat ihn geschrieben, diesen Roman! Samuel Leiser ist der Erzähler einer Geschichte, die in Uruguay – Amerika -Frankreich - England und Deutschland spielt. Es ist eine von jüdischem Witz und chaotischen Verhältnissen sich überschlagende Familie, von der hier berichtet wird. Yehuda Leiser, Samuels Vater, ist vor dem Holocaust nach Amerika geflohen. Das Faktotum der Familie, Onkel Meyer, hatte die Flucht ermöglicht, als er in Paris auf dem Friedhof Père Lachaise am Grab von Balzac Quaker aus Philadelphia getroffen hatte. Er weiß geschickt ein Lied von den deutschen Dichtern zu singen. Gewitzt und haarsträubend gibt er sich als deutsches Dichtergenie aus und erlangt so für seinen Neffen Yehouda, dessen Sohn Samuel und sich selbst Einreisevisa nach Amerika. Und dann sind sie in Philadelphia! Dort legt Yehouda sich den Namen Jonathan Still zu und wird ein bekannter Romanschreiber. Samuel wird sein Übersetzer,--einer unter vielen! Das sind ihre beruflichen Perspektiven. Den eigentlichen Plot der Geschichte aber bilden die familiären Zusammenkünfte und die Eskapaden einzelner. Samuel z. B. lebte einige Zeit mit seiner Frau aus Uruguay in Frankreich, wo die gemeinsame Tochter Ashley zur Welt kam. Inzwischen ist das Paar längst wieder getrennt, und wir schreiben das Jahr 1972. Ashley zieht im zarten Alter von dreizehn Jahren aus England vorübergehend zu ihrem Vater nach Paris. Sie hat sich in ein vorpubertäres junges Mädchen mit exzentrischen Allüren, mit schwarzem Löcherpullover und rappelkurzem Haarschnitt verwandelt. Samuel muß dreimal hinschauen, ehe er sie als seine Tochter erkennt. Zwei Jahre hat er sie nicht gesehen, und nun will er sich neu mit ihr anfreunden. Unsicher und tapsig sind seine Annährungsversuche. In die Quere kommt ihm dabei die neue Liebe mit seiner Spanischlehrerin. In Paris findet man auch Jonathan Still wieder, der mit seinem neuesten Roman auf Tournee geht. Als Krimiautor ist er zu Ruhm und Ehren gekommen, während sein Sohn Samuel sich mühsam als Übersetzer durchschlägt. So allmählich versammelt sich die ganze mischpoke in Paris und ein heiterer und verrückter Reigen von mehr oder weniger munteren und amüsanten Begebenheiten wird eröffnet. Dabei wird auch vor Mord und Totschlag nicht halt gemacht. Der Vater bleibt für Samuel undurchsichtig, die Herkunft aus Hargensee, einem unbekannten Ort in Deutschland, ein Geheimnis, das Jonathan und Meyer mit ins Grab nehmen. Trübsinn wird immer wieder durch Heiterkeit aufgelöst. Das Ende ist gut und zeichnet sich durch die gleiche Komik aus, die einem das Buch und seine Protagonisten so sympathisch macht. In einer Art Parforceritt durch die deutsche und europäische Geistesgeschichte gerät das Buch zu einer komischen und skurrilen Persiflage auf das individuelle Familien- und Zusammenleben. Heiter und witzig, melancholisch und traurig, ein wenig überdosiert, wie es heißt, ist das pralle Leben. Lakonisch auch und nüchtern schreibt sich der Autor in die Herzen seiner Leser. Mit der Komik entsteht eine Distanz, die dem Leser suggeriert, dass man nicht alles zu allen Zeiten zu ernst nehmen darf. Wie wahr! Die Texte sind spritzig, und die Pointen reihen sich kurzweiliger aneinander. Sie sind voll hintergründigem Scharfsinn. Vielleicht prunkt der Autor ein wenig auffällig mit seinem Wissen rund um die deutsche Philosophie und Literaturgeschichte,--nicht nur der deutschen! Unterhaltsam ist dieses Quiz des wer ist was allemal und unterhaltsam bleibt die Geschichte bis zum schaurig - guten Ende!

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