Martin Kluger Die Gehilfin

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Inhaltsangabe zu „Die Gehilfin“ von Martin Kluger

Medizingeschichte, lebendig und anrührend erzählt Berlin in den Jahren der Gründerzeit: Die kleine Henrietta verlebt ihre Kindheit in der Charité, wo der Vater als Krankenwärter arbeitet. Dort begegnet sie den ambitionierten Forschern Rudolf Virchow und Robert Koch, die sich rührend um die Halbwaise kümmern. Als Erwachsene hegt Henrietta den inständigen Wunsch, Medizin zu studieren, doch plötzlich sind ihr alle Türen verschlossen …

Ein wissenschaftshistorischer Roman vor dem Hintergrund der medizinischen Forschung um 1900.

— Barbara62

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  • Die Berliner Charité um 1900

    Die Gehilfin

    Barbara62

    11. June 2015 um 09:00

    Wissenschaftshistorische Romane haben Konjunktur, das sieht man z. B. bei Kehlmanns Bestseller Die Vermessung der Welt. Auch Martin Klugers neuer Roman Die Gehilfin gehört in dieses Genre, allerdings stellt Kluger im Gegensatz zu Kehlmann eine erfundene Figur in den Mittelpunkt: Henrietta Mahlow.  Bei ihrer Geburt in der Berliner Charité in den 1880er-Jahren stirbt ihre Mutter. Ihr Vater, ein kleiner Schreiner, verfällt zunehmend dem Alkohol. Aus Mitleid bieten Mitarbeiter der Charité ihm eine Tätigkeit als Krankenpfleger bei den Tuberkulosekranken an. So wächst Henrietta in der Charité auf, ihre Kindheit und Jugend verbringt sie zwischen Krankensälen, Leichenkellern, Nährbodenküchen und Laboratorien und wird zum Maskottchen der Ärzte, die in diesen Jahren die Medizin revolutionieren: Rudolf Virchow, Robert Koch, Emil Behring und Paul Ehrlich.  Das vertraute Verhältnis findet jedoch ein abruptes Ende, als die intelligente, neugierige und ehrgeizige junge Frau Medizin studieren und forschen will. So fortschrittlich man in der Charité in medizinischen Fragen denkt - die gesellschaftlichen Strukturen sind zementiert. Doch so leicht lässt sich Henrietta nicht entmutigen: Als Student verkleidet, schleicht sie sich in Hörsäle und beginnt, auf eigene Faust zu forschen ... Martin Kluger erzählt in Die Gehilfin eines der spannendsten Kapitel deutscher Forschungsgeschichte und zugleich die traurige Geschichte einer Frau, die aufgrund ihrer Herkunft und ihres Geschlechts weder ihren Lebenstraum noch ihre große Liebe verwirklichen kann. Leider konnte mich die Geschichte trotz des interessanten Hintergrunds nicht vollständig überzeugen, zu bemüht und zu konstruiert wirkte sie auf mich.

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  • Rezension zu "Die Gehilfin" von Martin Kluger

    Die Gehilfin

    ZweiUndVierzig

    Die Handlung(wie oben angerissen) an sich fand ich sehr interessant. Etwas enttaeuscht war ich dann von der literarischen Umsetzung. Martin Kluger hat an dieser Stelle nicht mit dem dazugehoerigen Gassenjargon derBewohner Berlins gespart, was mir haeufig negativ auffiel. Auch die Monologe der Protagonistin mit sich selbst waren teils eher verstoerend als klaerend und ich vermag mir nicht zu erklaeren, welches tiefere Ziel damit bezweckt wurde. Mir persoenlich fiel es schwer, durch diese staendigen Unterbrechungen im Lesefluss bei der Stange zu bleiben. Besser vor'm Kauf ein paar mehr Seiten anlesen ;)

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    • 2

    Tshael

    07. November 2010 um 21:07
  • Rezension zu "Die Gehilfin" von Martin Kluger

    Die Gehilfin

    Hannah_85

    08. March 2010 um 20:22

    Als Medizinstudentin extrem faszinierend!

  • Rezension zu "Die Gehilfin" von Martin Kluger

    Die Gehilfin

    nettiii

    22. November 2009 um 17:59

    Ich war von diesem Buch sehr enttäuscht und muss zugeben, dass ich es noch nicht einmal fertig gelesen habe. Von Spannung war nichts zu spüren und durch ständige Wechsel in der Erzählperspektive hat man schnell den Überblick verloren. Worum es so wirklich geht kann ich auch nach gut 100 Seiten nicht sagen. Meiner Meinung nach ein Buch das man nicht lesen sollte.

  • Rezension zu "Die Gehilfin" von Martin Kluger

    Die Gehilfin

    chiara

    30. March 2009 um 15:19

    „Die Gehilfin“ ist ein historischer Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin spielt. In die wahren Begebenheiten des Lebens von Robert Koch hat Martin Kluger die Geschichte von Henrietta Mahlow eingebunden, deren Mutter bei ihrer Geburt stirbt. Fortan ist ihr Vater für die Aufzucht und Erziehung des kleinen Mädchen zuständig. Dieser arbeitet in der Berliner Charité als Hausmeister und somit kommt Henrietta schon früh in Kontakt mit den medizinischen Größen dieser Zeit. Während der Vater seine Trauer nach der Arbeit mit Alkohol bekämpft, hilft seine Tochter, die über einen hohen Intelligenzquotienten verfügt, Robert Koch und Paul Ehrlich bei ihren Forschungen. Durch diese Nähe zur Medizin entsteht in der jungen Frau schon früh der Wunsch selbst Ärztin zu werden. Aber in Deutschland dürfen Frauen nicht studieren. Daher versucht Henrietta auf anderem Wege an einen Studienplatz zu gelangen und plant die erste Ärztin des Landes zu werden. Doch kann sie ihren Plan durchsetzen? Die Einbindung der Geschichte Henrietta Mahlows in den historischen Kontext ist Martin Kluger sehr gut gelungen. Dieses Buch gehört allerdings nicht zu den Romanen, die man einfach so herunter liest. Wer hier ein spannendes Buch erwartet, wird enttäuscht sein. Das Werk ist sehr dicht geschrieben und der Leser fühlt mit Henrietta, die alles tut, um ihren Traum wahr werden zu lassen. Die Figuren sind sehr gut beschrieben worden, allem voran die wichtigen Ärzte dieser Zeit wie Robert Koch, Paul Ehrlich und den Leiter der Charité Virchow. Gerade bei den medizinischen Größen jener Zeit erkennt man, welch umfangreiche Recherchen Martin Kluger durchgeführt hat. Aber auch die anderen Charaktere sind sehr plastisch dargestellt, so dass der Leser von jeder Figur ein umfangreichen Eindruck erhält. Insgesamt ist „Die Gehilfin“ ist interessanter historischer Roman, der anschaulich zeigt, wie die Frauen der damaligen Zeit in ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter gefangen waren, obwohl sie das Potential zur Forscherin hätten. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der etwas mehr über die deutsche Medizingeschichte erfahren möchte und den es nicht stört, dass dabei ein junges Mädchen die Hauptrolle spielt.

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  • Rezension zu "Die Gehilfin" von Martin Kluger

    Die Gehilfin

    Liisa

    07. May 2007 um 16:59

    Auf Martin Klugers Roman »Die Gehilfin« wurde ich durch die Nominierung für die longlist des Deutschen Bücherpreises 2006 aufmerksam. Mir hat der Roman ausgesprochen gut gefallen. Kluger erzählt von Henriette, die aus einfachsten Verhältnissen kommend und vom alkoholkranken Vater großgezogen, schon früh Zugang in die Berliner Charité bekommt, zu einer Zeit als sich dort die brillianten Forscher der Medizin die Klinke in die Hand geben und mit ihrer Forschungsarbeit die Grundlagen der modernen Medizin legten. Henriette ist fasziniert von deren Forschungsarbeit und erweist sich als überaus wissbegierig und hochintelligent. Als Kind und Jugendliche darf sie den Forschern Handlanger-Dienste erweisen und bringt sogar eigene bahnbrechende Ideen ein. Als sie dann aber mit der Medizin und Forschung ernstmachen will, stößt sie an die Grenzen - nicht nur des Verständnisses dieser Ärzte und Forscher sondern auch der Gesellschaft. Bald wird ihr klar, dass sie auf sich selbst angewiesen ist und von den Herren Medizinern nicht als ihresgleichen angesehen wird noch jemals angesehen werden wird. So greift sie zur Maskerade, gibt sich als Mann aus und studiert Medizin - bis die Tarnung auffliegt. Das Resultat ist verheerend. Martin Kluger hat das alles wunderbar erzählt und schafft es über die Worte ungeheuer viel der damaligen Atmosphäre und Stimmung in der Gesellschaft zu transportieren und ganz nebenbei auch ein Stück Medizingeschichte spannend zu vermitteln. Allerdings leidet man als weibliche Leserin von Herzen mit seiner Protagonistin und ist um so dankbarer für das, was andere »die Gnade der späten Geburt« genannt haben. Mit Henriette hat Martin Kluger eine literarische Figur geschaffen, die stellvertretend für all die Frauen steht, die sich unter unsagbaren Opfern ihren Weg hin zu mehr Gleichberechtigung und hier vor allem zur Bildung und Karriere erkämpft haben, vor allem jenen, die an den damaligen Grenzziehungen am Ende doch scheiterten und einen Preis zahlten, den wir Heutigen uns überhaupt nicht mehr vorstellen können.

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