Martin Kordic Wie ich mir das Glück vorstelle

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Inhaltsangabe zu „Wie ich mir das Glück vorstelle“ von Martin Kordic

Viktor ist anders als die anderen Kinder. Im Krieg verliert er seine Familie und schließt sich in der Stadt der Brücken mit einem Einbeinigen, einer Rothaarigen und einem Hund zusammen. Eines Tages aber sind die Weggefährten verschwunden, und Viktor macht sich auf zu seiner letzten großen Reise ... Ein poetischer Bericht aus einer anderen Welt, ein beeindruckendes Romandebüt.

Für mich war der Schreibstil in kurzen Hauptsätzen und dauerhaft im Präsens leider nichts. Es wirkte auf mich dadurch sehr eintönig.

— AuroraBorealis
AuroraBorealis

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  • Ein Leben im Krieg

    Wie ich mir das Glück vorstelle
    dominona

    dominona

    03. August 2015 um 19:49

    Das Kind, das hier erzählt, muss Krieg erleben, aber das ist eigentlich nur Beiwerk. Im Zentrum steht sein Verlorensein, seine Andersartigkeit, die Ruhelosigkeit. Seine “Berichterstattung” wechselt zwischen 3 Zeitpunkten hin und her, ohne erkennbares System und das macht dieses Buch auch so schwierig. Leider ist bei mir nichts Außergewöhnliches hängen geblieben und ich kann nicht genau sagen, woran das liegt.

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  • Jugolawienkrieges aus Sicht eines Jungen

    Wie ich mir das Glück vorstelle
    Gruenente

    Gruenente

    21. September 2014 um 13:51

    Viktor ist vom Schicksal benachteiligt: er hat eine Wirbelsäulenkrümmung um 34 Prozent und muss ein Korsett tragen. Und er wird im ehemaligen Jugoslawien kurz vor dem Krieg geboren. Am Ende des Krieges schreibt der Junge in einem Heft seine Geschichte auf. Für jede Seite, die er schreibt malt er einen Elefanten an die Wand der Ruine in der er untergekommen ist (schönes Detail: die Anzahl der mehrmals erwähnten Elefanten  stimmt mit der Seitenzahl im Buch überein). Diese Ruine steht in der fast völlig zerstörten „Stadt der Brücken“  (Mostar?!). Er lebt dort gemeinsam mit dem „einbeinigen Dschib“ und dem Hund Tango. Manchmal nimmt Viktor auch andere verletzte Seelen auf. Dabei macht er zwischen einem kleine Vogel und einem vergewaltigten Mädchen kaum einen Unterschied. Das Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen, in denen auch munter durcheinander gewechselt wird. Zum einen ist das die Geburt und frühere Kindheit (vor und in den Anfängen des Krieges).In der nächsten Lebensphase lebt er in einem Kinderheim bei Nonnen, später die Zeit in der in der zerstörten Stadt. Besonders berührt hat mich die enge Beziehung zu seiner Oma.      Dann gibt es noch einen märchenartigen Erzählrahmen, in dem „der letzte Tag“ und das Leben eines allein lebenden Mannes leicht verbunden werden. Das gesamte Buch ist im Präsenz geschrieben, was wohl die kindliche Perspektive unterstreichen soll und auch das Unvermögen des Jungen die Vergangenheit zu verarbeiten. Victor wechselt auch ständig von der ersten in die dritte Person. Der Sinn dahinter hat sich mir nicht ganz erschlossen. Dazu müsste ich das Buch sicher nochmal lesen. In kurzen Kapiteln und sehr kurzen Sätzen beschreibt Viktor sein Leben in der ihm eigenen logischen Reihenfolge. Er illustriert seinen Bericht auch ab und an durch erläuternde, einfache Zeichnungen. Wie z.B: die Tätowierung des Vaters nach seinem ersten Kriegseinsatz: einem Wolfskopf. Und er hat ein Faible für Listen. So listet er z.B. Tierarten im Zoo, seine Besitztümer oder auch seine Klassenkameraden auf: „IN DER B SIND“ 14 Kreuzerkinder 7 Mudschikinder 3 Bergkinder 1Dschibskind 6 Kinder, die keine Ahnung haben, wer sie sind   Da es in diesem Krieg immer darum ging was man ist und auch Gemeinschaften, wie z.B auch Schulklassen und Familien auseinandergerissen wurden, finde ich diese Auflistung sehr passend. Wie Viktor sich das Glück vorstellt, wird erst am Ende des Buches erläutert. Demnach hätte ich auf das Cover eher einen Elefanten erwartet. Der Autor Das Buch war für mich nicht einfach zu lesen, trotz des kindlichen Stils, weil ich mir immer wieder vergegenwärtigen musste in welcher Zeitebene er sich gerade befindet. Außerdem lauern hinter seinen einfachen Sätzen  immer die Kriegsgräuel, die ich aus der Presse kenne. Das musste ich jeweils erst mal verdauen. Eine Buch, das sich diesem (mir völlig unverständlichen) Krieg auf eine ganz andere Art genähert hat.

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