Martin Korte Jung im Kopf

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Inhaltsangabe zu „Jung im Kopf“ von Martin Korte

Besser als Sie denken: Wie unser Gehirn wirklich altert Altern, so der bekannte Hirnforscher und Lernexperte Martin Korte, ist keineswegs gleichbedeutend mit körperlichem und geistigem Verfall. Das mittlere und das höhere Alter sind vielmehr menschliche Entwicklungsphasen mit bestimmten Eigenheiten, Schwächen, aber auch besonderen Fähigkeiten und Stärken, die wir erkennen und nutzen sollten. Auf der Grundlage neuester Forschung stellt Korte die Alterungsprozesse des Gehirns dar. Er räumt mit dem Mythos auf, dass Denk- und Gedächtnisfähigkeiten im Alter vor allem schwinden, und zeigt, wie wir dem Älterwerden entschlossener begegnen können, und zwar frühzeitig: Denn Altern beginnt weder erst mit der Rente, noch verläuft es in starren, unveränderlichen Bahnen. So wirkt sich zum Beispiel auch die eigene Erwartungshaltung auf die geistige Leistungsfähigkeit im höheren Alter aus. Und das bedeutet: Wir können den Alterungsprozess unseres Gehirns beeinflussen.

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  • Rezension zu "Jung im Kopf" von Martin Korte

    Jung im Kopf
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    25. May 2012 um 14:08

    Denk- und Gedächtnisfähigkeiten im Alter Martin Korte, Professor für Neurobiologie an der TU Braunschweig, wendet sich in seinem vorliegenden Buch gezielt jenen Bedingungen und Vorgängen zu, mit denen die Denk- und Gedächtnisfähigkeiten des Gehirns beim alternden Menschen nicht nur erhalten, sondern in Teilen gar noch erweitert werden können. Dass das Gedächtnis und die Lernfähigkeit mit dem Altern quasi naturgegeben abnehmen, mit dieser Vorstellung räumt Korte durchaus gründlich auf im Buch. Genauso aber verweist er darauf, dass die Möglichkeiten und Rahmungen für das Altern gerade im Blick auf das Gehirn frühzeitig gesetzt werden müssen, wenn die Leistungskraft des Gehirns erhalten bleiben soll. Wobei Korte grundlegend zunächst im Buch „die enorme Fähigkeit des Gehirns, sich ein Leben lang zu verändern“ und beständig Anpassungsprozesse zu bewältigen als Grundlage seiner Überlegungen setzt. Korte setzt damit ein deutliches Ausrufezeichen gegen die landläufige Meinung, dass eben das Gehirn und seine Prozesse, wie der restliche Körper, naturgegeben im Alter nachlassen. Dem aber ist nicht „naturgegeben“ so, dem kann entgegengewirkt werden. Durch eine „Haltung“ und durch „Training“, sprich durch eine positive Haltung dem eigenen Leben und dem Altern gegenüber und durch eine aktive und rege geistige Auseinandersetzung mit den Dingen des Lebens und mit sich selbst. „Ein Grund dafür, warum Menschen kognitiv so deutlich unterschiedlich altern, ist der, dass wir einen gewichtigen Teil dieses Alterns selbst bestimmen“. Korte legt im Buch zunächst grundlegende Erkenntnisse über den Alterungsprozess und die Lernprozesse des Gehirns vor, erläutert daraufhin das Altern als eine wichtige und, zu anderen Lebensaltern, gleichberechtigte Entwicklungsstufe des Lebens und zeigt die Prozesse detailliert auf, innerhalb derer sich das Gehirn von der Kindheit an zum Alter hin verändert. Das Gedächtnis als solches bildet im Weiteren einen Schwerpunkt seiner Betrachtungen. „Wie erinnern wir und warum verändern sich die Zeitwahrnehmungen von Erinnerungen mit dem Alter“ sind hier nur zwei der Leitfragen. Wobei auch die emotionalen Befindlichkeiten und Veränderungen im Buch nicht zu kurz kommen, eine sich verstärkende Emotionalität mit Gründen und Folgen, die Korte ausführlich beschreibt, vor allem auch in ihrer Bedeutung für eine „Aktiv-Haltung“ des Gehirns. Eine aktive Haltung, die zu dem führt, was seit Generationen unter „Weisheit“ verstanden wird, ein Kapitel im Buch, das intensiv gelesen werden sollte, denn hier liegen vielfache Motivationen für eine optimistische Haltung dem eigenen Alter und Altern gegenüber. Denn, solange keine ernsten Erkrankungen vorliegen, ist seine ausgeführte „Frischekur für das Gehirn“ durchaus ein wichtiges Instrumentarium für den Erhalt der Leistungskraft des eigenen Gehirns. Das „alte Gehirne clevere Gehirne“ sind, davon ist am Ende der Lektüre auch der Leser durchaus überzeugt. Martin Korte gelingt es verständlich und nachvollziehbar, das Alter als eine wichtige und wesentliche Entwicklungsstufe des Lebens darzulegen, die mit ganz eigenen Anforderungen, aber auch ganz eigenen Möglichkeiten aufwartet und ebenso aktiv und optimistisch angegangen und gestaltet werden will (und kann und sollte), wie andere Lebensphasen. Eine durchaus interessante und empfehlenswerte Lektüre für jedes Alter.

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