Martin Krist Brandstifter: Thriller

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Inhaltsangabe zu „Brandstifter: Thriller“ von Martin Krist

Ein Thriller der Extraklasse- perfekt ausgearbeitet, unglaublich spannend mit fiesen Cliffhangern. Unbedingt lesen!

— Patno
Patno

Interessanter Thriller, zum Schluss ein Pageturner.

— lenisvea
lenisvea

Ein intensiver Thriller, der keinen Raum für andere Dinge nebenher lässt und ein Ende bietet, das genügend Raum für Spekulationen bietet.

— schlumeline
schlumeline

EIn spannender und komplexer Thriller der mir 2 Nächste zu wenig Schlaf eingebracht hat. Klare Leseempfehlung

— AnjaSc
AnjaSc

Martin Krist ist Mr. Crime - spannend und genial verwoben! Wann gibt es mehr?

— SillyT
SillyT

Verschiedene Zeitebenen, verschiedene Charaktere - scheinbar unabhängig voneinander - gekonnt miteinander so nach und nach verbunden. Klasse

— Kerstin_KeJasBlog
Kerstin_KeJasBlog

Anspruchsvoll und mega-spannend!

— SanniR
SanniR

Ein äußerst spannender und fesselnder Thriller, unbedingt lesenswert!

— CarenL
CarenL

Spannung in der Deluxe-Version!

— KristinSchoellkopf
KristinSchoellkopf

Wieder eine komplexe Handlung mit solidem Spannungsbogen. Für mich als Berliner hoher Wiedererkennungswert!

— MarkVillain
MarkVillain
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  • Leserunde zu "Brandstifter: Thriller" von Martin Krist

    Brandstifter: Thriller
    Edel_Elements

    Edel_Elements

    BRANDSTIFTER Hart, realistisch, spannend - der neue Thriller von Bestsellerautor Martin Krist!Sie haben deinen Ehemann brutal ermordet - jetzt bedrohen sie deine Kinder!Wie weit wird die junge Witwe Valentina gehen, um ihre Familie zu beschützen?Problemlöser David Gross soll den Feuertod einer jungen Frau aufklären und gerät dabei selbst in lebensgefährliche Ermittlungen.Doch die Sorge um seine eigene Familie lenkt ihn bald mehr ab, als ihm lieb ist .."Martin Krist ist der wirklich böse Bube unter den deutschen Krimi-Schreibern." (Berliner Kurier)"Die Thriller von Martin Krist sind einfach saucool." (Mark Benecke) Über den Autor: Martin Krist, geboren 1971, ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers aus Berlin. Nach über 30 Sachbüchern, darunter die Biografien einer Rotlicht-Größe aus dem Ruhrgebiet, der Hamburger Kiez-Ikone Tattoo-Theo, der Punk-Diva Nina Hagen (ausgezeichnet mit der Corine Internationaler Buchpreis 2003), den Rap-Rüpel Sido sowie der Grunge-Ikone Kurt Cobain schreibt er seit 2005 überwiegend Krimis und Thriller.Wir von Edel Elements vergeben 20 digitale Leseexemplare (epub/mobi/PDF) für eine gemeinsame Leserunde und freuen uns auf Eure Bewerbungen bis einschließlich 30. April 2017! Schreibt Euer Wunschformat einfach mit in Eure Bewerbung! Der Autor wird bei der Leserunde gerne mitdiskutieren und alle Eure Fragen beantworten.Herzlichst, Euer Elements-Team

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    • 17
    • 30. April 2017 um 23:59
  • Wer ist hier der Brandstifter?

    Brandstifter: Thriller
    Patno

    Patno

    23. April 2017 um 17:24

    Mit "Brandstifter" ist hier nicht der Hersteller edler Brände gemeint, sondern der neue Thriller vom Erfolgsautor Martin Krist. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten, sie sind beide "Made in Berlin" und von erlesenem Geschmack. Der Meister der Handlungsstränge hat erneut zugeschlagen. Zu Beginn des Buches stellt Martin Krist eine Familie vor, die in einem Traumhaus im Berlin-Grunewald lebt. Alles scheint perfekt, doch eines morgens findet Valentina ihren Mann bestialisch ermordet in seinem Büro. Wer "Drecksspiel" gelesen hat, wird ihm schon begegnet sein, Expolizist David Cross, der hier zum wiederholten Male als diskreter Problemlöser unterwegs ist. Sein neuer Auftrag ist "heiß", denn David soll den Feuertod einer jungen Mutter aufklären, deren Ehemann Luka als dringend tatverdächtig gilt. Doch war er es wirklich? Immerhin ist Luka irgendwie auf die schiefe Bahn geraten, hat sich in krumme Dinger reinziehen lassen, ist vorbestraft. Auf der Spurensuche trifft David Cross "alte Bekannte", die ihn mit seiner Vergangenheit konfrontieren. Sucht er doch immer noch nach seiner verschwundenen Frau. Dem nicht genug, erhält David einen zweiten Auftrag. Nach einer internationalen Wissenschaftskonferenz verschwindet ein Teilnehmer, Dr. Sven Scheder. Seine Eltern und seine hochschwangere Frau suchen ihn verzweifelt. Wird ihn David finden? Zunächst klingt das alles ziemlich verworren und als Leser hat man keinen blassen Schimmer, wie diese Fälle zusammenhängen könnten. Man versucht zu kombinieren, mögliche Verbindungen aufzuspüren. Somit steigt die Spannung rasant an. Dazu kommen noch die kurzen Kapitel, die meistens mit fiesen, kleinen Cliffhangern enden. Unmöglich, das Buch aus den Händen zu legen - ein Kapitel geht noch, auch zwei, oder drei... Auf einmal ist man mitten in einem gigantischen Finale, in welchem sich einzelnen Handlungen miteinander verbinden. Geschickt eingefädelt und nah an der Realität, wie man es von Martin Krist kennt! Seine Perfektion beim Ausarbeiten von Charakteren und Szenen und sein lebendiger Schreibstil beeindrucken mich immer wieder. Toll finde ich auch, dass zwischendurch einige Nebendarsteller aus vorangegangenen Büchern auftauchen, wie z.B. Reporter Hardy Sackowitz oder Gerichtsmediziner Dr. Wittpfuhl. Wer jetzt allerdings glaubt, der Autor würde am Ende des Buches alle Rätsel lösen, den muss ich enttäuschen. Einige Fragen bleiben offen und ich sehe voller Erwartung der Fortsetzung dieses Thrillers entgegen, denn ich möchte wissen, wie sich die Geschichte um David Cross weiterentwickelt. Mich beschleicht nach dem Lesen der Krist'schen Thriller immer das Gefühl, der Autor sitzt mit einem breiten Grinsen auf seiner Couch zwischen seiner Hunde-Bande und freut sich tierisch, wie er mich wieder an der Nase herumgeführt hat. Vermutlich in diesem Fall noch mit einem Gläschen "Berliner Brandstifter" in der Hand. Ist Martin Krist nicht im übertragenen Sinn auch ein "Brandstifter"? Er legt unzählige Lunten, entfacht überall kleine Feuerherde, bringt sie zur Explosion und am Ende des Buches steht der Leser in lodernden Flammen. In diesem Sinne- lest diesen Thriller-er ist brandheiß!

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  • Komplexe und spannende Geschichte

    Brandstifter: Thriller
    Kerstin_KeJasBlog

    Kerstin_KeJasBlog

    14. April 2017 um 11:05

    Haben sie ein Problem? Dann ist es Zeit für den Problemlöser. David Gross ermittelt in seinem zweiten Fall und spielt dabei mit dem Feuer. „Was wissen Sie über Feuer?“ (S. 60) Alles und doch nichts! Der Feuertod einer jungen Frau wirft Rätsel auf und ihr Onkel möchte wissen wer dahinter steckt, denn dass der als verdächtig geltende Ehemann damit etwas zu tun haben könnte, bezweifelt er. Damit kommen wir zu Charakter Nummer 1 der Geschichte: Luka – ein Versager auf ganzer Linie. Man weiß nicht ob man Mitleid mit ihm haben oder ihm in den Hintern treten soll. Sein Umfeld ist alles andere als ’sauber‘, wie auch seine eigene Weste und so folgt man ihm Etappe für Etappe durch dieses Buch. Vom Anfang bis zum bitteren Ende, von Vergangenheit bis zur Gegenwart und erfährt Hintergünde, die letztendlich alles auflösen. Charakter Nummer 2 ist Valentina, mit ihr beginnt die Geschichte erst. Eine Frau deren heile Welt, bestehend aus Traumhaus, Traummann, Traumkinder und Traumleben in einem Alptraum endet. Ihr Mann, Geschäftsführer einer Holding, hat im wahrsten Sinne des Wortes seinen Kopf verloren. Valentina war mir anfänglich sehr unsympathisch. Sie wirkte wie eine verwöhnte Schönheit die nun ganz andere Probleme als einen abgebrochenen Fingernagel hat. Aber es hat sich gewandelt. Mit der Zeit empfand ich sie doch taffer als gedacht. Eine Frau die alles tut um ihre Kinder zu beschützen und wissen will warum ihr Mann ermordert wurde und vorallem, von wem. Da kann ich nur sagen ‚leg dich nie mit einer Mutter an‘.  DER Charakter aber schlechthin ist David Gross, der Problemlöser. Ein Mann, der selbst genügend Probleme mit sich herumschleppt. Die Ehefrau spurlos verschwunden, der Sohn Jan ein Sorgenkind. So kommt, der durch die Pathologie schleichende und nach unbekannten Toten und damit nach seiner Frau suchende Mann, unwahrscheinlich sympathisch rüber. Intelligent, emphatiefähig, vorausschauend und stur genug um sein Ding durchzuziehen um anderen zu helfen. Gerne auch mal bestimmend und fordernd, aber in dem Milieu angebracht. „Flieg, flieg, fahr aus der Haut. Weit, weit raus ins Freie.“ (Songtext Silly und Davids Klingelton) Er kann es nicht, David, aus seiner Haut fahren. Zu sehr ist er beschäftigt mit seinen Sorgen und den Fällen und vergisst sich selbst dabei auch einmal. Ein Mann der nicht er selbst ist, aber so doch genau richtig rüber kommt. Das Buch besteht aus drei Teilen, die wiederum in mehrere Kapitel unterteilt sind. Es fordert einen als Leser, bloß keine Pause zu machen und genau aufzupassen. Warum? Wegen den Zeitsprüngen, den verschiedenen Charakteren, wer wie wo mit wem. Auch wenn es anfänglich nicht so scheint – alles hängt zusammen und es macht irre Spaß herauszufinden wie. Was als Schwelbrand beginnt, entpuppt sich als loderndes Feuer und so mancher gießt noch Öl hinzu. Etwas Geduld am Anfang wird belohnt mit einer immer rasanter werdenden Entwicklung. So manches mal war ich verblüfft, wie einfach doch des Rätsels Lösung ist, aber man muss eben erst einmal darauf kommen. Der Rauch verzieht sich mit der Zeit. Der Schluss schreit nach einer Fortsetzung. Denn auch wenn alles geklärt wird, der Feuerteufel enttarnt, es gibt da noch etwas dass der Autor Martin Krist und ganz besonderes David Gross uns schuldig ist – Antworten auf viele Fragen. Ungeduld ich hör dir trapsen! Des Problemlösers Schöpfer sollte seiner Kreativität freien Lauf lassen, damit wir Leser nicht im Dunkeln stehen bleiben – hat jemand ein Streichholz?  Rezension verfasst von © Kerstin

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  • Brandstifter

    Brandstifter: Thriller
    lenisvea

    lenisvea

    12. April 2017 um 15:26

    Produktinformation Seitenzahl der Print-Ausgabe: 473 Seiten Verlag: Edel Elements (23. Februar 2017) Sprache: Deutsch Zum Buch: https://www.amazon.de/Brandstifter-Thriller-Martin-Krist-ebook/dp/B01NC12D50/ref=tmm_kin_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1491937168&sr=8-2 Hart, realistisch, spannend - der neue Thriller von Bestsellerautor Martin Krist! Sie haben deinen Ehemann brutal ermordet - jetzt bedrohen sie deine Kinder! Wie weit wird die junge Witwe Valentina gehen, um ihre Familie zu beschützen? Problemlöser David Gross soll den Feuertod einer jungen Frau aufklären und gerät dabei selbst in lebensgefährliche Ermittlungen. Doch die Sorge um seine eigene Familie lenkt ihn bald mehr ab, als ihm lieb ist .. Meine Meinung: Ich bin vom Verlag angeschrieben worden, ob ich dieses Buch lesen und rezensieren möchte. Da ich schon viel von Martin Krist gehört habe und schon länger etwas von ihm lesen wollte, habe ich nicht lange überlegt. Der Einstieg in das Buch ist mir sehr schnell gelungen, der Schreibstil war sehr flüssig und die Geschichte war auch von Anfang bis Ende interessant gestaltet worden. Es geht hier u.a. um den Privatermittler David, der selbst eigentlich genug Probleme hat. Seine Exfrau ist verschwunden und sein Sohn sitzt im Krankenhaus und braucht langfristige Pflege. Ausserdem spielt Valentina hier eine große Rolle, deren Mann bestialisch in seinem eigenen Haus ermordet wurde und sie nun einige Sachen erfährt, die sie schockieren und sie nun auch Angst um ihre Kinder hat. Sie sich sich dann finanzielle Hilfe von ihrem Schwager. Dann spielt noch der Loser Luka eine Rolle, der eigentlich seine kleine Familie ernähren müsste, aber mehr in Kneipen anzutreffen ist. Diese Handlungsstränge haben sich später zu einem Ganzen zusammen gefügt, das hat mir ganz gut gefallen, war anfangs aber auch etwas verwirrend. Nicht so gut hat mir das abrupte Ende gefallen. Es ist meiner Meinung nach auch zu viel offen geblieben. Alles in allem war dies ein interessanter Thriller, der sich vor allem zum Schluss zum Pageturner entwickelt hat. Ich kann hier trotz ein wenig Kritik eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben. Von mir bekommt das Buch gute 4 Sterne.

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  • Realitätsnah, schonungslos und sehr komplex

    Brandstifter: Thriller
    Elfendy

    Elfendy

    08. April 2017 um 01:00

    David ist Privatermittler. Bei seinem aktuellen Fall versucht er den Brandstifter eines Wohnungsbrandes aufzuspüren, bei dem eine Frau gestorben und deren Mann schwer verletzt wurde. Außerdem soll er einen vermissten Familienvater aufspüren. Dabei erfährt er Dinge, die besser nicht ans Licht gekommen wären und er gerät dadurch selber in große Gefahr. Luka hat finanzielle Probleme und muss eine Frau und zwei Kinder ernähren. Um dies zu stemmen, lässt er sich all zu schnell auf die schiefe Bahn ziehen und gerät dabei in Schwierigkeiten.Diese verschiedenen Protagonisten und Perspektiven sowie unterschiedliche Zeitebenen machen das Buch zu einem absoluten Pageturner. Es ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, was noch durch Cliffhanger an jedem Kapitelende unterstützt wird. Die Kapitel an sich sind kurz und knackig, der Schreibstil einfach und schnell zu lesen. Leichte Kost ist dieses Buch jedoch nicht. Es ist realitätsnah, schonungslos und sehr komplex. Es erfordert die ganze Aufmerksamkeit des Lesers, um keine Hinweise zu verpassen und die Zusammenhänge und die Handlung zu verstehen.Alle Charaktere wirken auf emotionaler Ebene überzeugend. Valentina erlebt ein Wechselbad der Gefühle: Angst, Verzweiflung, Hoffnung, Enttäuschung. Ihr wird der Boden unter den Füßen weg gezogen, bisher geltende Tatsachen sind plötzlich nicht mehr gültig. Die Frage, wem sie überhaupt vertrauen kann wird allgegenwärtig. David hat neben den Problemen, die sich durch seinen Fall ergeben, auch noch einige private Differenzen. So muss er sich um einen pubertären Sohn kümmern, der - ebenso wenig wie er selber - das Verschwinden der Mutter beziehungsweise Ehefrau noch nicht verwunden hat. Unsicherheit und Machtlosigkeit sind hier an der Tagesordnung. Luka ist voller Selbstzweifel. Sein Wunsch ist es, seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Dabei wird er von seiner Frau zusätzlich unter Druck gesetzt und verlässt sich zudem auf die falschen Freunde. Drei Menschen, völlig verschieden, aus unterschiedlichen Kreisen, die ganz offensichtlich nichts miteinander gemeinsam haben. Oder doch? Im Verlauf werden die Handlungsstränge und Schicksalsfäden gekonnt zusammen geführt. Der Nebel lichtet sich, das Puzzle wird gelöst. Das Ende kam für mich völlig unerwartet und überraschend. Es war nicht das erste Buch, das ich von Martin Krist gelesen habe und definitiv nicht das letzte. Der Autor versteht es einfach grandios tiefgründige Persönlichkeiten zu erschaffen, in die man sich hinein versetzen und mit denen man mit fiebern kann. Er beherrscht das Spiel mit Perspektivenwechseln und verschiedenen Zeitebenen perfekt. Dadurch werden seine Bücher zu spannenden, atemraubenden und absolut lesenswerten Thrillern. 

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  • Martin Krist ist Mr Crime

    Brandstifter: Thriller
    SillyT

    SillyT

    04. April 2017 um 15:12

    Nachdem Valentina ihren Ehemann brutal ermordet in seinem Arbeitszimmer aufgefunden hat, weiß die junge Frau und Mutter zweier kleiner Kinder nicht was sie tun soll. Sie findet Zuflucht bei ihrer besten Freundin Amy, doch schon bald stellt sich heraus, dass ihr Ehemann einige Geheimnisse vor ihr hatte. Zur gleichen Zeit versucht der Privatermittler David Gross das Verschwinden eines jungen Geschäftsmannes und werdenen Vaters aufzuklären, obwohl er eigentlich noch mehr als genug eigene Probleme mit seiner spurlos verschwundenen Ehefrau und seinem Sohn Jan hat. Zu guter Letzt gibt es dann auch noch Luka, der bewusstlos im Krankenhaus liegt und Schuld am Tod seiner Frau haben soll, die bei einem Wohnungsbrand, den Luka gelegt haben soll, getötet wurde. Meine Meinung: Das war nicht mein erstes Buch des Autors Martin Krist und gleich von vorneherein: es wird auch nicht das letzte Buch gewesen sein. Der Autor versteht es ganz hervorragend, den Leser gleich von der ersten Seite an mitten ins Geschehen zu werfen und zieht einen mit einem äußerst fesselnden und flüssigen Schreibstils mitten in die Story. Dabei ist es wirklich extrem spannend, denn hier werden unterschiedliche Zeitebenen mit unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt, die zunächst so gar nichts miteinander zu tun haben. Als Leser muss man förmlich wissen, was da denn nun geschehen ist und wo denn da überhaupt Zusammenhänge zu finden sind. Doch diese gibt es und der Autor führt diese unterschiedlichen Ereignisse ganz geschickt aufeinander zu, so dass all das ein großes und schlüssiges Gesamtbild ergibt. Dank permanenter Cliffhanger an den Kapitelenden, musste ich auch immer wieder weiterlesen und habe so manch einen Abend viel zu spät das Buch zur Seite gelegt.Der Autor läßt durch einen personellen Erzähler seine Geschichte wiedergeben, so dass man wie bei einem Film mit ansehen kann, was gerade geschieht. Dabei wechseln die Perspektiven zwischen den einzelnen Personen hin und her. Wer hier Emittlungen im herkömmlichen Sinne erwartet, liegt ebenfalls falsch, denn es gibt zwar den Ermittler David Gross, doch der ist ebenfalls kein typischer Ermittler. Er hat so einige eigene Sorgen und Probleme, die er mit sich herumschleppt und dadurch auch immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Im Nachhinein hab ich erfahren, dass David Gross auch schon in zwei weiteren Bänden vor Brandstifter, der Ermittler war. Doch das tat dieser Geschichte keinen Abbruch und man konnte auch bedenklos lesen, ohne Vorkenntnisse zu besitzen.Die Charaktere waren seh vielschichtig und auch zahlreich, doch dank der eigenen Handlungsstränge problemlos auseinanderzuhalten. Da wäre zum einen Valentina, die den Verlust ihres Mannes betrauern sollte, doch mit einem Übermaß an Bedrohungen und Gefahren, aber auch mit Geheimnisse von Seiten des Ermordeten konfrontiert wird. Mit ihr habe ich am meisten mitgelitten, da ich selber mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte und dieses Gefühl plötzlich vor dem Nichts zu stehen, äußerst beängstigend fand. Trotzdem ist sie eine sehr mutige Frau, die mich mit manch einer Aktion überraschen konnte.David Gross ist ohne Frage ein äußerst interessanter Protagonist, von dem ich auf jeden Fall mehr erfahren möchte und mir auf jeden Fall auch die beiden Vorgänger zu Brandstifter noch holen möchte, um einfach mehr zu seiner Person und seinen Hintergründen zu erfahren. Er läßt sich auf jeden Fall nicht leicht erschüttern und ist hartnäckig.Luka ist hier der "schwächste" Protagonist, zumindest von dem, was er erlebt. Er ist so ein wenig der Loser, der nichts so richtig auf die Reihe bekommt und der immer wieder, selbstverschuldet, auf die Nase fällt. Hier hatte ich höchstens Mitleid mit seiner Frau.Mein Fazit: Ein vielschichtiger, vielseitiger Thriller, der absolute Hochspannung bringt und ein wahrer Pageturner ist. Mit einem äußerst interessanten Ermittler, über den ich gerne mehr erfahren möchte. Dabei gibt es hier viele Perspektivenwechsel und auch Zeitsprünge, die den Leser fordern und bei denen man durchaus aufmerksam bleiben muss. Doch da es wirklich absolut fesselnd erzählt ist, war es für mich ein wahrer Pageturner und ich fand es genial, wie hier scheinbar völlig Unzusammenhängendes einen Sinn ergibt. Unbedint lesen!

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  • Wer ist der Feuerteufel?

    Brandstifter: Thriller
    ChrischiD

    ChrischiD

    02. April 2017 um 17:51

    Als Valentina Starke auf der Suche nach ihrem Mann durch das gemeinsame Heim streift, ahnt sie noch nicht, welch grausame Entdeckung sie in Kürze machen wird. In Folge dessen befindet sie sich mit ihren Kindern und der Nanny regelrecht auf der Flucht. Wem kann sie überhaupt noch trauen? Derweil ist David Gross mit einem Fall betraut, der mehr Fragen aufwirft, je tiefer er in die Materie eindringt. Dabei kreuzen sich seine Wege mit immer weiteren Personen, die in irgendeiner Weise in die Tat verwickelt sein könnten. Wird er auch Valentina begegnen? Martin Krist hat schon häufig bewiesen, dass er gekonnt mit Perspektiven, Zeiten und Ebenen jonglieren kann. Die Kunst dabei ist, dennoch das Ziel vor Augen zu haben, um nicht plötzlich im luftleeren Raum zu schweben. Auch dieses Mal ist er wieder vollkommen in seinem Element, als Leser muss man auf alles gefasst und vor allem von Anfang an konzentriert bei der Sache sein. Schnell hat man ansonsten den Faden verloren und irrt fast schon kopflos durch die Gegend. Recht bald wird klar, dass man zumeist auch von einem Zeitsprung ausgehen kann, sobald sich ein Perspektivwechsel anbahnt. Dadurch werden diverse Handlungsstränge beleuchtet, die mal mehr mal weniger, mal früher mal später, aufeinandertreffen. Wer diese jedoch schnellstmöglich in die korrekte chronologische Abfolge bringen möchte, muss aufmerksam lesen, um jeden noch so versteckten Hinweis zu entdecken. Ist man einmal drin, geschieht die Zuordnung quasi nebenher, man verbeißt sich geradezu ins Geschehen. Es tauchen immer mehr Ungereimtheiten, aber auch Zusammenhänge auf, wodurch sich eigene Gedankengänge ergeben, die im besten Fall in dieselbe Richtung wie die des Autors weisen. An Spannung mangelt es dem Werk in keinster Weise, es ist wahrlich nicht leicht das Buch aus der Hand zu legen. Zum Ende eines Kapitels ergeben sich immer wieder Cliffhanger, die man unbedingt noch aufgelöst haben muss, um wenigstens ein bisschen Ruhe zu finden. Einzig der Schluss erscheint nicht ganz befriedigend. Ein gänzlich offenes Ende ergibt sich zwar nicht, doch hätte man sich noch die ein oder andere Antwort mehr gewünscht. So bleibt nur zu hoffen, dass es schon bald für und mit David Gross weiter geht.

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  • Ein intensiver Thriller

    Brandstifter: Thriller
    schlumeline

    schlumeline

    02. April 2017 um 13:04

    Valentina findet ihren Mann brutal ermordet in seinem Arbeitszimmer. Sie kann sich das nicht erklären. Ihre heile Welt bricht zusammen und das von Tag und Tag ein Stück mehr. Jetzt gilt es für die beiden Kinder da zu sein und wieder ins Leben zurück zu finden. Luka hat finanzielle Sorgen und lässt sich viel zu schnell dazu verleiten eine Straftat zu begehen. Dabei müsste er sich um seine kleine Familie kümmern und hat seiner Frau fest versprochen, dass alles besser werden wird. Er will eine Arbeit suchen und der Familie ein neues Heim suchen. Aber er kann nicht aus seiner Haut… David Gross, Privatdetektiv, hat es selbst nicht leicht, denn seine Frau ist verschwunden, sein Sohn sitzt im Rollstuhl und macht Probleme. Aber er muss Geld verdienen und sich um seinen Auftrag kümmern. Ein junger Wissenschaftler wird von seiner Familie als vermisst gemeldet und Gross soll ihn finden. Hier gibt es viele Handlungsstränge, von denen der Leser nicht weiß, wie sie zusammenhängen und ob sie zeitgleich spielen oder zeitversetzt. Das ist genau das, was ich als Leserin von Büchern des Autors Marcel Krist erwarte. Er versteht es perfekt hier durch häufige, schnelle Szenenwechsel und scheinbar nicht zusammen passende Handlungen, Spannung zu erzeugen, die mich fasziniert und dazu führt, dass das Buch nicht aus der Hand gelegt werden kann. Schön ist, dass dieses Buch für Leser von Martin Krist Verbindungen zu vorangegangenen Büchern liefert, die aber für Neueinsteiger kein Problem bedeuten, da sie gar nicht unbedingt auffallen oder zumindest nicht relevant sind für die aktuellen Ereignisse. Dennoch ist es sicher interessant David Gross als Ermittler von Anfang an zu begleiten. „Brandstifter“ ist ein intensiver Thriller, der keinen Raum für andere Dinge nebenher lässt und ein Ende bietet, das genügend Raum für Spekulationen bietet. Copyright © 2017 by Iris Gasper

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  • Warum musste Georg Starke sterben?

    Brandstifter: Thriller
    JanaBabsi

    JanaBabsi

    29. March 2017 um 22:07

    Früh am Morgen verlässt Georg das Bett, weil er nicht mehr schlafen kann. Wie schon so oft am frühen Morgen, zieht er sich in sein Büro zurück, wo ihn seine Frau Valentina einige Stunden später findet – tot, auf grausamste Art und Weise ermordet. Nachdem die erste Schockstarre von Valentina abgefallen ist, möchte sie nur noch das Haus verlassen und so zieht sie mit ihren beiden Kindern zu ihrer besten Freundin Amy. Nane, die Nanny, kümmert sich – wie auch an jedem anderen Tag - liebevoll um die beiden Kinder und versucht die schrecklichen Geschehnisse von ihnen fern zu halten, während Valentina versucht, wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Sie hat jedoch nicht lange Zeit in ihrer Trauer zu verharren, denn auch sie und ihre Kinder sind in Gefahr.David Groß, ehemaliger Polizist, heutiger Privatermittler, wird von einer Familie auf die Suche nach ihrem Sohn bzw. Ehemann angesetzt. Der Wissenschaftler kam von einem Kongress nicht nach Hause. David übernimmt den Fall, obwohl er gerade selbst privat sehr viele Päckchen zu tragen hat – seine Frau Caro ist nach wie vor verschwunden und sein behinderter Sohn mischt derweil das Pflegepersonal in seiner Unterbringung auf. Luka Gurski, Ehemann und Vater von 2 Kindern, wohnt mit seiner Familie in einer verschimmelten Wohnung und sucht dringend eine Möglichkeit, die Lebensumstände für sich und seine Familie zu verbessern. So rutscht er von einer kriminellen Geschichte in die nächste. Mit diesen 3 Handlungssträngen beginnt Martin Krist sein Buch „Brandstifter“. Auf den ersten Seiten fragt man sich als Leser, wie diese Personen und das, was mit ihnen passiert ist, zusammen passen. Auf den ersten Blick bestehen zwischen ihnen keinerlei Gemeinsamkeiten, sie kommen scheinbar aus unterschiedlichen Umfeldern. Diese Frage und die Tatsache, dass das Buch über sehr kurze Kapitel verfügt, die sich in den Handlungssträngen permanent abwechseln, zieht den Leser unweigerlich in den Sog des Buches und natürlich werden die einzelnen Schicksale zum Schluss miteinander verwoben. Die Geschichte von David Groß zieht sich aus den Vorgängerbänden „Engelsgleich“ und „Dreckspiel“ bis in dieses Buch hinüber und es wäre womöglich von Vorteil gewesen, wenn ich diese Vorgeschichte gekannt hätte. Man kann das Buch auch als Solitärband lesen, aber es vereinfacht es, Verständnis für Groß zu haben, wenn man eben die Vorgänger gelesen hat. Groß ist ein Ermittler mit ziemlich unkonventionellen Methoden und so wirklich richtig sympathisch ist er mir nicht. Aber – er kommt zum Ziel und kann den Fall, auf den er angesetzt wurde, auch abschließen. Valentina tut einem einfach nur leid. Sie findet ihren Mann morgens in seinem Büro, der Anblick seiner Leiche ist grauenhaft. Auch wenn sie sich jetzt gerne vergraben würde um zu trauern, muss sie für ihre beiden Kinder da sein. Sie versteht nicht, wieso ihr Mann so brutal aus dem Leben scheiden musste und als die Polizei etwas von „krummen Geschäften“ verlauten ließ, versucht Valentina selbst, Licht ins Dunkel zu bringen. Nach und nach lichten sich die Nebel vor Valentinas Augen und sie kommt irgendwann an einen Punkt, an dem sie sogar die Treue ihres Mannes in Frage stellen muss. Bei ihren Recherchen bekommt sie zu einem späteren Zeitpunkt unerwartet Hilfe von einer Person, die auch schon in den Vorgängerbänden zu Hause war. Luka Gurski ist so eine Person, an der ich echt fast verzweifelt bin. Aufgrund seiner persönlichen Situation manövriert er sich permanent von einer Scheiße in die nächste. Statt auch nur ein einziges Mal seiner Frau die Wahrheit zu sagen, spinnt er sich ein Lügennetz zusammen, aus dem er nicht mehr herauskommt. Seine Geschichte ist echt heftig, aber ich konnte tatsächlich nicht viel Mitleid für ihn aufbringen, in Anbetracht seiner unüberlegten Aktionen. Dass er dann an die falschen „Freunde“ gerät, war absehbar. „Brandstifter“ ist das zweite Buch, welches ich von Martin Krist lese. Sein Schreibstil ist unkompliziert und von der ersten Seite an spannend. Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge möchte man einfach immer nur weiterlesen, um zu erfahren, was als nächstes passiert. Die einzelnen Kapitel sind kurz und wechseln immer zwischen den 3 Handlungen ab. Für mich waren es die Geschehnisse um Valentina, die mich am meisten interessiert haben und bei denen ich auch richtig mitleiden konnte. Am Ende des Buches werden alle Handlungsstränge zusammengeführt und die wichtigsten Fragen sind für den Leser beantwortet. So ganz befriedigend fand ich das Ende jedoch trotzdem nicht, da die Geschichte um das Verschwinden der Frau von David Groß noch nicht abschließend geklärt ist. Ebenso ist das Schicksal der Person, die Valentina zu Hilfe kommt, nicht gänzlich beschrieben worden – es ist also noch Luft für einen Nachfolger. Dass das Ende nicht so ganz befriedigend ist, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass ich das Buch spannend und unterhaltsam fand. Ich ziehe 1 „Berner-Sennenhund“ an der Bewertung ab und hoffe, dass das nachfolgende Buch mit den Antworten auf meine offenen Fragen nicht erst in ein paar Jahren auf den Markt kommen wird.  

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  • Komplexer und vielschichtiger Thriller

    Brandstifter: Thriller
    AnjaSc

    AnjaSc

    29. March 2017 um 12:57

    Wir starten mit Valentina und einem schon fast unheimlichen Familienidyll, doch zum Ende der Szene lässt Martin Krist nicht offen, dass nicht alles Gold ist was glänzt, denn der Mann von Valentina wird regelrecht hingerichtet und von ihr gefunden.Parallel verfolgen wir, wie David Gross in den Fällen eines verschwundenen Mannes ermittelt und versucht einen Fall von Brandstiftung aufzuklären.Gross hat selber ein schweres Los mit seiner verschwundenen oder toten Frau und seinem kranken Sohn.Diese scheinbar völlig unzusammenhängenden  Fälle verwebt der „böse Bube“ der deutschen Autoren in einem dichten Netz und fördert damit viel Dreck und Gram zu Tage.Wie er das schafft?Der Autor erzählt die Geschichten parallel und immer aus wechselnden Sichtweisen und webt das Netz damit immer dichter. Man muss bei dem Buch am Ball bleiben, denn es ist komplex und sicherlich nicht unbedingt geeignet um mal ein bißchen zu schmökern und es dann drei Tage in die Ecke zu legen. (Ich spreche da aus eigener Erfahrung.)Ich habe relativ lange im Dunkeln getappt, bis ich die Zusammenhänge erkannt habe.Martin Krist schafft es auch mit diesem Buch wieder die Charaktere mit all Ihren Problemen, Ängsten und teilweise auch Unzulänglichkeiten perfekt darzustellen.Man ist bei dem Buch mitten in unserer Hauptstadt und erlebt, dass Berlin nicht nur schön sondern auch dreckig sein kann.David Gross ist bereits ein alter Bekannter aus anderen Büchern, aber man muss die anderen zwei Teile nicht gelesen haben, um dieses zu verstehen, aber es hilft damit auch der letzte Funke überspringen kann. Fazit: Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und der Autor verknüpft auch die meisten Fäden am Ende sauber, aber es wird nicht alles aufgeklärt und damit ist klar, dass es eine Fortsetzung geben wird.(Lieber Martin Krist, wenn Du das liest würdest Du das bitte mit einem klaren JA bestätigen?)Eine komplexe und vielschichtige Geschichte, die raffiniert komponiert wurde und bis zum Ende zu fesseln versteht. Mir persönlich hat dieser Roman 2 Nächte zuwenig Schlaf eingebracht, weil ich wissen wollte wie es weitergeht.

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  • Verdammt realistisch, beängstigend, adrenalingeladen und emotional

    Brandstifter: Thriller
    aly53

    aly53

    29. March 2017 um 02:15

    Martin Krist hat einen neuen Thriller zu Papier gebracht, diesmal aus der Reihe um David Gross.An sich kann man die Fälle gut unabhängig voneinander lesen, um die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen, wäre es jedoch sinnvoller die Reihenfolge einzuhalten.Sobald ich in den neuen Thriller eingetaucht bin, war es auch schon um mich geschehen.Die Spannung und der Nervenkitzelsind von der ersten Seite an nahezu greifbar.Wie gewohnt haben wir es mit einer ziemlich komplexen Handlung zutun. Das ist es auch, was ich an den Büchern des Autors so schätze.Zu Beginn muss man zwar erstmal einiges sortieren, das nimmt dem ganzen jedoch nicht die Spannung.Besonders der Handlungsstrang um Valentina hat mir gut gefallen und gerade sie ging mir von allen am meisten zu Herzen. Valentina hat eigentlich alles, was das Herz begehrt. Ihr Leben könnte nicht schöner sein. Sie ist glücklich verheiratet, hat zwei wundervolle Kinder und engagiert sich auch sozial.Könnte es. Bis sie eines morgens die Leiche ihres Mann entdeckt. Eine Welt bricht zusammen und nichts ist mehr wie es wahr. Sie ist zerbrochen und liegt in tausend Scherben.Valentinas Qual scheint grenzenlos und sie bricht völlig zusammen.Doch das ist erst der Anfang. Der Anfang von einem riesigen Geflecht aus dem es kein entkommen mehr gibt.Welche Rolle spielte ihr Mann bei dem ganzen?Soll sie sich so in ihm getäuscht haben?Wie weit wird sie letztendlich gehen, um das zu schützen was sie so sehr liebt?Von Anfang an hat es das Buch geschafft mich vollkommen um den Verstand zu bringen. Ich konnte all die Verzweiflung und Qal von Valentina mehr als gut spüren und es hat mir schier das Herz zerrissen, bei dem was sie mitmachen musste. Aber sie hat keine Zeit auszuruhen oder gar zu trauern. Sie muss all ihre Stärke und ihren Mut bündeln, um das zu bewältigen, was vor ihr liegt. Besonders ihre Entwicklung während des Buches hat mir wirklich gut gefallen. Sie ist eine sehr facettenreiche Persönlichkeit, die immer wieder enorm überrascht.Neben Valentina haben wir auch noch die beiden Handlungsstränge um David und Luka. Beide sind für sich sehr interessant gestaltet und man fragt sich immer wieder wie alles zusammenhängt und wo letztendlich die Fäden zusammenlaufen.Anfangs ist noch alles recht lose, aber man nimmt sofort Anteil an den jeweiligen Handlungen.Dabei geht es ziemlich an die Grenzen, vor allem auf der psychologischen Ebene. Allzu blutig wird es nicht, wodurch es auch für sanftere Gemüter geeignet ist. Es geht jedoch an die Substanz, bei dem was zwischen den Zeilen steht und was sich während der Handlung noch abzeichnet.Nichts ist einfach und es zeichnen sich Dinge ab, die nicht nur grauenvoll und für sich bestialisch sind. Auch die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen immer mehr ineinander.Wem kann man trauen, wem nicht?Kein einfaches Unterfangen, bei dem man mit seinem Glauben und seinem Vertrauen immer wieder erschüttert wird.Die Wendungen die hiert eingewoben wurden, haben mich nicht nur sprachlos und entsetzt gemacht. Ich war vollkommen wie vor den Kopf geschlagen und dachte immer wieder, das glaub ich jetzt nicht.Mit vielen Details wird man immer mehr zum Showdown geleitet und auch da gelingt es dem Autor mich ein ums andere Mal zu überraschen. Die losen Fäden finden zusammen und macht einer Auflösung Platz die nicht nur kaum zu glauben ist, sie hat mich richtiggehend zurücktaumeln lassen.Eins ist klar, auch mit diesem sehr komplexen und gewaltigen Thriller, hat Martin Krist mich wieder vollkommen eiskalt erwischt.Er ist nicht nur verdammt realistisch, soondern die Charaktere gehen in Haut und Haar über und irgendwann fühlt man nur noch das, was sie fühlen.Man nimmt Anteil an ihrem Leid, ihrer Qual und ihrer Verzweiflung.Man zittert, hofft und bangt.Für mich wieder ein großartiger Thriller rund um David Gross, den man einfach gelesen haben muss.Schon jetzt freue ich mich wieder sehr auf sein nächstes Werk und bin gespannt, was er sich dann einfallen lässt.Fazit:Auch mit seinem dritten Thriller um David Gross, hat Martin Krist wieder etwas sehr komplexes und gewaltiges zu Papier gebracht.Es ist actionreich, geht an die Substanz und gerade die Charaktere und auch die Handlung gehen unter die Haut.Er spielt gekonnt mit den Ängsten der Leser und seine Wendungen haben mir den letzten Atem geraubt.Verdammt realistisch, beängstigend, adrenalingeladen und emotional.Nehmt unbedingt einen Thriller des Autors in die Hand, ihr werdet ihn nicht mehr zur Seite legen können.

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  • Pageturner mit offenem Ende

    Brandstifter: Thriller
    Natalie77

    Natalie77

    28. March 2017 um 14:33

    Inhalt:Valentina findet ihren Mann ermordet im Arbeitszimmer. Nun will sie nur noch raus aus dem gemeinsamen Haus um sich und ihre Kinder in Sicherheit bringen, doch sie weiß bis der Mörder gefasst ist wird es keine Sicherheit geben und sie nimmt die Dinge selber in die Hand.David Gross soll das Verschwinden eines jungen Mannes aufklären. Er wird seit einiger Zeit vermisst, doch die Polizei sucht nicht weiter nach ihm.Meine Meinung:Brandstifter ist der dritte Thriller mit David Gross, die anderen Beiden sind Drecksspiel und Engelsgleich. Für mich war das vor dem lesen gar nicht so klar doch beim Lesen kristalisierte sich recht schnell heraus das es von David Gross eine Vorgeschichte geben muss, die mir nicht ganz geläufig ist.Das machte aber überhaupt nicht. Ich finde man kann Brandstifter gut lesen ohne die Vorgänger zu kennen. Martin Krist lässt genug Informationen fallen damit einem David Gross näher kommt und man nicht tausend Fragezeichen über dem Kopf trägt.Es gibt mehrere Handlungsstränge die irgendwann zueinander finden. Bis dahin ist die Frage groß was die unterschiedlichen Personen miteinander zu tun haben, oder eher deren Fälle. Im Zentrum steht der Fall von Valentina, der jungen Frau deren Mann ermordet wurde. Zumindest war es für mich der wichtigste Strang. Der Fall des Feuertids der jungen Frau, wird recht schnell abgehandelt auch wenn es hier spannende Entwicklungen gibt. Dazu noch der Fall des verschwundenen Mannes und ganz wichtig: immer noch Davids Suche nach Caro.Es gibt viele Personen und gerade bei den Polizisten konnte ich nicht immer alle unter einen Hut bringen. Die wichtigsten Personen konnte ich jedoch gut auseinander halten und zuordnen.Die meisten kamen mir nicht wirklich nah und berührten mich nicht so sehr, auch wenn die Schicksale dies Taten.Die Spannung steigerte sich bis zum Ende hin und war von Beginn an vorhanden. Ich empfand Brandstifter als echte Pageturner in dem ich immer weiter lesen wollte. Die Story ist in fünf Teilen geschrieben und jeder Teil steht für eine neue Stufe in den Ermittlungen. Die kapitel sind kurz gehalten und handeln von den verschiedenen Strängen. Was mich hier etwas störte war die fehlenden Zeitangaben. Erst nach einer Weile wurde mir klar das manches in der Vergangenheit spielen musste, das war nicht so sehr ersichtlich und irritierte zunächst ein wenig. So musste ich mich bei bestimmten Personen immer erst ein wenig rein finden ob es nun Gegenwart oder Vergangenheit ist.Das Ende kam überraschend. Der Hauptfall war zwar abgeschlossen, doch blieben Fragen zurück und ich konnte kaum glauben dass das Buch wirklich zu Ende ist. Ein paar Mal habe ich hin und her getappt, aber da kam tatsächlich nichts mehr. Ich werde also auf die Fortsetzung warten müssen um mehr zu erfahren. Etwas ungewöhnlich und für mich auch etwas was zum Punktabzug führte. Ich lese gerne Serien und auch hier freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung, doch störte mich das ein Aspekt der so oft erwähnt wurde ungeklärt blieb.Mein Fazit: Ein Pageturner der von Spannung kaum zu überbieten ist, der mich aber wegen dem offenen Ende etwas unzufrieden zurück ließ

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  • Komplexes Krimipuzzle mit Suchtfaktor

    Brandstifter: Thriller
    Pharo72

    Pharo72

    26. March 2017 um 13:08

    Familienidylle im Grunewald. Dann wird Valentinas Ehemann brutal ermordet. Laut Polizei soll sich der wohlhabende Unternehmer mit den falschen Leuten eingelassen haben. Sind jetzt auch sie und ihre beiden kleinen Kinder in Gefahr? Valentina begibt sich auf eine gefährliche Spurensuche.David Gross, Ex-Polizist und Problemlöser. Er wird beauftragt, in einem ungeklärten Brandfall sowie bezüglich des Verschwindens eines jungen Wissenschaftlers zu ermitteln. Dabei tritt er schon bald den falschen Leuten auf die Füße. Außerdem beschäftigt ihn zunehmend die Sorge um seine verschwundene Frau und den kranken Sohn. Keine guten Voraussetzungen für einen Ermittlungserfolg.Meine Meinung:Eines sind Thriller von Martin Krist ganz sicher nicht – leichte Kost. Einmal mehr lässt der Autor in „Brandstifter“ seinen besonderen Ermittler David Gross von der Leine. Dieser ist eine sehr facettenreiche Figur. Anders als ein Polizist im Dienste des Staates umgeht er schon gern mal das Gesetz und folgt seinen eigenen Plänen und Ansichten. Neben seinen Ermittlungen spielt auch sein Privatleben eine Rolle, das ihn oft ablenkt. Hier bleibt vieles offen, was auf weitere spannende Thriller hoffen lässt.Wer den Autor bereits kennt, weiß, dass er seine Leser nicht schont. Weder was Brutalität und Realitätsnähe noch die Komplexität seines Stoffes angeht. Es gibt drei Handlungsebenen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Jedoch kristallisiert sich nach und nach heraus, dass dem ganz und gar nicht so ist. Alles hängt zusammen, aber erst ganz zum Ende hin lösen sich die losen Fäden und ergeben ein zufriedenstellendes Ganzes. Neben den zahlreichen Figuren, die aus mehreren Handlungsebenen resultieren, stellte eine weitere Schwierigkeit dar, dass diese auch noch auf unterschiedlichen Zeitebenen und nicht synchron ablaufen. Hier ist erhöhte Aufmerksamkeit ein Muss. Gerade durch die kurzen Kapitel, die ich sehr gern mag, und schnellen Wechsel verliert man da leicht mal den Faden bzw. übersieht Details.Hier befand ich mich mal wieder im Zwiespalt. Einerseits treiben die schnellen Wechsel mit teilweise bösen Cliffhangern das Tempo enorm in die Höhe, sodass man durch das Buch fliegen möchte, andererseits kann man sich genau das nicht leisten, wenn man alles verstehen will. Wie kaum ein anderer Thrillerautor vermag es Martin Krist, den Leser zum Miträtseln zu animieren. Dennoch fehlt es nicht an Überraschungsmomenten. Das Buch endet – auch das ist nicht neu bei Martin Krist – relativ abrupt und es braucht eine Zeit, sich das ganze Geschehen noch mal vor Augen zu führen.Das E-Book hat ein paar kleine (wahrscheinlich) Formatierungsfehler, sodass Sätze verstellt sind, aber das schränkt das Lesevergnügen nur geringfügig ein. Es werden sehr häufig bereits gesprochene Sätze aus vorherigen Kapiteln in Gedanken wiederholt. Dieses Stilmittel finde ich zwar gut, um die Intensität zu erhöhen, es kam mir dennoch ein paarmal zu oft zum Einsatz. Das soll es aber auch schon an Kritik gewesen sein. „Brandstifter“ ist für den anspruchsvollen Thrillerleser wieder eine echte Perle und sollte nicht lange im Buchregal verbleiben.

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  • Dieser Autor ist Mr. Crime inklusiver Suchtgefahr!!

    Brandstifter: Thriller
    SharonBaker

    SharonBaker

    21. March 2017 um 19:22

    Valentina kuschelt sich nochmals in ihr Bett, bevor sie aufsteht. Im Geiste plant sie ihren Tag und schaut nach den Kindern, bevor sie nach unten geht, um ihren Mann einen Kuss zu geben, aber im Arbeitszimmer erwartet sie viel Blut. Panisch und geschockt rennt Valentina mit ihren Kindern zu den Nachbarn und kann das gesehene einfach nicht greifen. Aber wenn sie denkt, schlimmer kann es nicht werden, wird sie eines Besseren belehrt und Valentina muss über sich hinaus wachsen und ihre Kinder beschützen. Zur gleichen Zeit steht Problemlöser David Gross ganz am Anfang neuer Ermittlungen, diesmal soll er den Tod einer jungen Familie aufklären und gerät dabei selbst in Lebensgefahr. Warum wurde Valentinas Mann umgebracht? Wer bedroht ihre Familie? Und wie hängt da David Gross Fall mit drin? Sehr lang habe ich auf eine Fortsetzung von Drecksspiel gewartet, eigentlich viel zu lang. Erst lässt uns nämlich der Autor in einem wahren Leserausch verfallen und dann löst er noch nicht mal alles auf. Also habe ich gewartet und statt einer Fortsetzung, bekamen wir die Vorgeschichte zu David Gross, Engelsgleich und der Cliffhänger schwebte immer noch in der Luft. Nun endlich gibt es den dritten Gross Teil und dieser schließt an Drecksspiel an und da habe ich ziemlich aufgeatmet. Eigentlich mag ich gar nicht so viel vom Inhalt verraten, weil Martin Krist komplex erzählt und seine Fäden zu gern in unklaren lässt, bis zum Showdown und uns Leser mit offenem Mund zurück lässt. Aber ein bisschen mag ich schon erwähnen, es gibt diesmal drei Erzählstränge und fünf Teile bzw. Tage. Der erste Faden ist Valentina gewidmet, einer wohlhabenden Frau und Mutter, die sich um Heim und Wohltätigkeit kümmert und glücklich mit ihrem Mann ist. Bis sie diesen tot auffindet und nicht nur ihre Welt einstürzt, nein, sie auch noch ins Fadenkreuz von Kriminellen gerät. Dann haben wir natürlich David Gross, der immer noch seine Frau sucht, sich Sorgen um seinen Sohn macht und einen neuen Fall übernimmt. Diesen übernimmt er allerdings eher ungern, und bevor er sich versieht, ist er selbst in einer lebensgefährlichen Situation. Tja und der dritte Faden ist dem Kleinkriminellen Luka gewidmet, der versucht für seine Familie sauber zu bleiben und unfreiwillig doch immer wieder angezogen wird. Martin Krist versteht es einfach einen von der ersten Sekunde an zu fesseln und an die Seiten festkleben zu lassen. So steigt man in die Geschichte ein und kann erst aufhören, wenn der letzte Punkt erscheint. Ich mag einfach seine Art zu erzählen, die kurzen Kapitel, die schnellen aber konkreten Beschreibungen, er schafft mit so wenig, ein genaues Bild und absolute Berlin Atmosphäre und die jeweilige gewählte Sprache ist genial eingebunden. Das hat mir bis jetzt immer total gut gefallen, sein besonderer Blick in die dunklen Ecken von Berlin, realistisch, hart und überzeugend. Dazu kommt noch sein Spannungsaufbau, Häppchen für Häppchen lässt er uns den Figuren folgen, spielt mit unserer Ungeduld, lässt uns an der spannendsten Stelle verhungern und treibt uns nur so voran. Außerdem lässt er uns so gern in Unklaren, wie alles zusammenhängt, und hebt seine Figuren in jeden Strang so sehr voneinander ab, dass wir überhaupt nicht erraten können, welche Verbindung es am Ende geben wird. Dieses Chaos macht es für uns aber nie schwer zu folgen.Mit Brandstifter hat Martin Krist wieder stark nachgelegt, spannend Unterhalten, raffiniert konzipiert und immer noch nicht alles zu Ende erzählt. Ich warte also weiterhin auf eine Aufklärung und fiebere einer Fortsetzung entgegen, der Herr Krist, ist aber auch ein Bösewicht.

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    Brandstifter: Thriller
    DasBuecherregal

    DasBuecherregal

    21. March 2017 um 14:13

    Ein deutscher Thrilller mit vielen Irrungen und Wirrungen und einer unglaublichen Auflösung! Brandstifter erzählt die Geschichte mehrerer Personen, deren Schicksal unaufhaltsam miteinander verknüpft ist. Ganz gleich, ob Millionärsgattin oder ehemaliger Drogenhändler und Familienvater, das Schicksal trifft sie alle. Die Geschichte beginnt mit der Enthauptung eines Bauunternehmers, dessen Frau und Kinder kurz darauf bedroht werden. Schaffen sie es nicht 550.000€ innerhalb weniger Tage aufzutreiben, sind sie geliefert. Ein ähnliches Schicksal droht Luka, der endlich einen Job braucht, um seine Familie aus der schimmeligen Sozialwohnung holen zu können. Doch vorher muss er 5.000€ an seinen ehemaligen Dealer zahlen. Weniger Geld aber dafür mehr Informationen braucht hingegen der Privatermittler David Gross, dessen Frau vor 4 Monaten durch jemanden entführt wurde, der sehr wahrscheinlich zur Russenmafia gehört. Momentan soll er die Unschuld eines Mannes beweisen, der im Koma liegt und beschuldigt wird, seine Wohnungsamt Familie darin angezündet zu haben.   Wem diese Beschreibung des Inhalts mehr wie eine Aufzählung, denn wie eine zusammenhängende Geschichte erschien, fühlt sich genauso wie ich während der ersten Hälfte des Buches. Erst ab der Mitte treffen zum ersten Mal ein paar der Figuren aufeinander und ganz langsam beginnt sich die große Verwirrung zu lösen und Verbindungen der Menschen untereinander sichtbar zu werden. Wirklich logisch erscheint einem alles erst ganz zum Schluss. Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch eine Postkarte des Autors, die eines Tages in meinem Briefkasten landete und mir auf diesem Wege ein Rezensionsexemplar anbot. Von der Handlung stand nichts darauf und selbst auf der Autorenhomepage erfährt man eher wenig über das Buch. Dennoch hatte ich persönlich etwas anderes erwartet, im neutralen Sinne. Ein wenig Geheimniskrämerei finde ich prinzipiell wichtig, um Spannung aufzubauen und Neugier zu wecken, je nach Gerne in unterschiedlichem Maße. Beim „Brandstifter“ fiel dieses Maß größer aus und wenngleich sich  in der Mitte endlich zwei Personen kennen lernen, die bisher nicht miteinander zusammen hingen, wird noch immer nichts für den Leser klarer. Zusätzlich unterstützt wird die Verwirrung dadurch, dass mal von den Figuren nur der Nachname und bei anderen Gelegenheiten hingegen der Vorname genannt wird. Mir persönlich war bis ganz zum Schluss bei einigen Personen überhaupt nicht klar, dass es sich um ein und dieselbe handelt und da die Perspektiven scheinbar teilweise zeitversetzt spielen, dies aber nirgendwo kenntlich gemacht wird, wächst die Ahnungslosigkeit. Zwei Dinge sind mir bei dem Buch wirklich negativ aufgefallen. Der Autor verwendet oftmals ähnliche Formulierungen und möglicherweise ist es in dem einen Fall gewollt, dass in einer Szene zwei Leute etwas unabhängig voneinander quasi gleich formulieren, da sie miteinander in Verbindung stehen, doch an einigen Stellen gibt es keinerlei Anlass für eine solche Annahme. Ebenfalls gestört hat mich die häufige Verwendung von Markennamen. Es ist vollkommen in Ordnung, mal hier und da mit Markennamen zu arbeiten aber wenn der Markenname durchgehend als Synonym für etwas verwendet wird, dann stört mich das. In Filmen ist man daran gewöhnt und es wird auch auf die Finanzierung durch Produktplatzierungen hingewiesen, im Falle des „Brandstifter“ bezweifle ich jedoch, dass dem so ist. Da ich mit keiner der Figuren wirklich warm geworden bin und viele Geheimnisse erst sehr spät gelüftet wurden, hat sich das Buch für mich streckenweise ein wenig gezogen. Grundsätzlich mochte ich die Idee hinter dem Buch und das Konzept, mit dem Zusammenführen verschiedener Leute, die sich nicht kennen, schmutzige Geheimnisse und Geldwäsche, jedoch hat mich die Umsetzung nicht überzeugen können. Wirklich gut fand ich an dem Buch hingegen die Schriftgröße und wenn es mal weiße Seiten zwischendurch gab, dann hatten diese einen erkennbaren Sinn. Zusätzlich positiv anzumerken sind die eher kurzen Kapitel, die für viel Abwechslung sorgen. Bei einem so „dicken“ Buch, wie dem „Brandstifter“ kommt man dann allerdings schnell auf über hundert Kapitel, was ein wenig komisch wirkt. Immerhin ließ sich das Buch schnell lesen und war trotz allen Kritikpunkten recht kurzweilig. Möglicherweise waren für mich einige Dinge nicht ersichtlich, da es sich bereits um den 3. Band einer Reihe handelt, deren ersten beide Bände ich nicht gelesen habe und auch inhaltlich nicht wirklich kenne. Insgesamt machte es allerdings einen eigenständigen Eindruck, so dass die ersten zwei Bände nicht als Voraussetzung erscheinen.     Mein Fazit: Ein Buch mit einer guten Idee, das mich aufgrund des sehr langen Hinhaltens des Lesers und unsympathischen Charakteren nicht in seinen Bann ziehen konnte. Wer bereit ist, sich auf viel Verwirrung einzulassen, könnte jedoch mehr Spaß als ich an dem Buch haben. Die Idee, durch eine Postkarte auf sein Buch aufmerksam zu machen war, zumindest für mich noch neu und hat mir gut gefallen, da es neugierig macht und zeigt, dass sich der Autor zumindest bis zum Impressum durch den eigenen Blog geklickt hat.  

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