Die Mädchenwiese

von Martin Krist 
4,3 Sterne bei188 Bewertungen
Die Mädchenwiese
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Neue Kurzmeinungen

k_saras avatar

Ein stufenweise aufgeladener Psychothriller, der mehr Aufmerksamkeit verdient und mich vollkommen überzeugt hat!

Fanti2412s avatar

Intelligent aufgebaut, mitreißend und sicher nichts für schwache Nerven.

Alle 188 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Mädchenwiese"

Die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die toten Mädchen. Sie kennt ihren Mörder. Aber sie wird schweigen. Der kleine Junge bangt um seine verschwundene Schwester, denn er hat etwas gesehen. Er will reden, doch niemand hört ihm zu. Seit Alex Lindner vor Jahren seinen Dienst als Kommissar quittiert hat, lebt er zurückgezogen in der Provinz. auch hier ein Mädchen verschwindet, weiß er: Der Mann, den er damals vergeblich jagte, ist zurück. Diesmal muss er ihn fangen, denn der Blutzoll wird steigen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548283531
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:10.08.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 06.11.2017 bei Ronin-Hörverlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Karin_Zahls avatar
    Karin_Zahlvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Genau mein Geschmack!
    Die Mädchenwiese

    Spannend
    Flüssiger Schreibstil,die Seiten fliegen nur so daher.Neugierig was passiert,kann man nicht aufhören zu lesen.Ein Stern Abzug,weil ich die Sache mit Berthold und einer anderen Person,die ich nicht verraten möchte, mir etwas seltsam erscheint,da sie sich ja kennen müssten? Das Opfer müsste die Person eigentlich erkannt haben,da sie,sich zuvor kannten!Ansonsten hat es mich sehr gut unterhalten.Da werde ich bald einige andere Bücher von Martin Krist lesen.Brandstifter hatte ich mal gewonnen und hat mir auch sehr gefallen.

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    Buecherseele79s avatar
    Buecherseele79vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: So spannend dass mit vor lauter Lesen das Essen angebrannt ist- ich denke dies sagt alles über dieses Buch aus *gg*
    Ein Thriller der unter die Haut geht

    Lisa hat keinen Bock mehr!
    Ihre Mutter hört ihr eh nie zu, ständig gibt es Streit und ihr Vater hat sich mit der besten Freundin der Mutter in ein neues Leben "gestürzt".
    Die Mutter von Lisa und Sam ist mit Erziehung, Arbeit und Haushalt komplett überfordert und hat eigentlich schon länger keine Ahnung mehr was ihre Kinder so treiben.
    Ihr Freund soll Lisa abholen damit sie das Wochenende in Berlin feiern können, auch wenn Sam, der Bruder von Lisa sie bei der Bushaltestelle erwischt und Stillschweigen verspricht.
    Doch nach diesem Wochenende bleibt Lisa verschwunden und keiner weiss wo sie sich aufhält...
    Der ehemalige Polizist Alex Lidner kümmert sich um die Kneipe im Dorf die mal seinen Eltern gehört hat..eigentlich hat er mit der Vergangenheit abgeschlossen aber der Fall von Lisa weckt in ihm das Misstrauen...
    Die "Hexe" im Dorf- Berta, sie scheint nur verrückt zu sein, aber auch sie musste in ihrer Jugend schreckliches erleben und könnte das ein oder andere sehr dunkle Geheimnis aufdecken...
    Und auch Sam weiss- hier stimmt etwas nicht, aber weder seine Mutter noch sein Onkel, der bei der Kripo arbeitet, wollen ihm zuhören...dann findet Sam die erste Mädchenleiche und das ganze Dorf bangt um Lisa...

    Ich habe hier wieder einen neuen Lieblingsautor in Punkto Thriller gefunden.
    Für jeden Thrillerfan kann ich hier sagen- merkt Euch Martin Krist!
    Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, es gibt mehrere Erzählstränge die nebeneinander herlaufen, aber mich nie in Verwirrung brachten oder ich den Faden komplett verlor.
    Zum Ende hin führen sie auf jeden Fall alle zusammen und ergeben ein sehr spannendes und erschreckendes Gesamtbild.
    Jeder Protagonist hat der Autor perfekt hervorgehoben, mit seinen Eigenarten und Ansichten.
    Gerade die Situation der Mutter mit den beiden Kindern Lisa und Sam kam für mich sehr realistisch und bewegend herüber und konnte mich komplett überzeugen.
    Auch wie die Stimmung in einem kleinen Dorf kippen kann, wer hier wen verdächtigt, wer mehr weiss als die anderen und es verschweigt, Vorurteile gebenüber der Mutter die alleinerziehend ist- brilliant!
    Die Taten an sich, Gegenwart sowie Vergangenheit sind nichts für schwache Nerven, also wer hier das ein oder anderen Problem hat sollte die Finger lieber von diesem brillianten Thriller lassen.
    Berta und Lisa werden hier durch ihre erlebten Qualen hervorgehoben und es war oft ein tiefes Durchatmen nötig.
    Die kurzen, knackigen Kapitel lassen die Seiten nur so dahinfliegen und die Spannung wird wirklich perfekt gesteigert durch die ein oder andere angedeutete Verdächtigung und eventuelle Verstrickungen die man als Leser automatisch weiterspinnt.
    Das Ende hatte mich komplett überrascht, vom Stuhl gehauen und war etwas womit ich nie gerechnet hätte- von daher eine ganz klare Leseeempfehlung!



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    Taluzis avatar
    Taluzivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Misshandlungen der Mädchen sind grausam dargestellt. Nichts für schwache Nerven.
    Mich wirst du niemals vergessen!

    Die Familie von Lisa ist zerrüttet. Ihre Eltern sind getrennt, ihre Mutter überfordert mit den Zahlungen für das Haus und ihren Kindern. Lisa will das Wochenende heimlich bei ihrem neuen Freund verbringen. Sie verspricht ihrem kleinen Bruder Sam am Montag wieder zu kommen.

    Doch Lisa kommt nicht wieder!

    Alle Finkenwerder glauben, dass es ein typischer Teeniestreich ist.

    Nur der ehemaliger Polizist Alex Lindner, der in dem kleinen Dorf eine Kneipe betreibt, sieht Parallelen zu einem älteren Fall.

    Schlägt die Straßenbestie wieder zu?


    „Mädchenwiese“ von Martin Krist startet spannend und hält diese Spannung bis zum Ende. Perspektivenwechsel - natürlich, dann wenn es dramatisch wird - und Rückblicke in der Geschichte tragen zum Spannungsbogen bei.

    Die Rückblicke werden aus der Sicht von Berta erzählt. Man ahnt, dass es was mit den Vorfällen in der Gegenwart zu tun haben muss. Das Grauen kommt aber erst nach und nach zu Tage.

    Die Gegenwart wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Leser hat dadurch die Möglichkeit sich in die verzweifelte Mutter, in den kleinen Sam, dem niemand richtig zuhört oder auch in die Qualen von Lisa hinein zu versetzen.

    Anfangs erscheinen einem die vielen Charaktere in dem kleinen Dorf Finkenwerder, das im Spreewald bei Berlin liegt, etwas unübersichtlich, aber das gibt sich schnell und die Zusammenhänge werden schlüssig.

    Gut dargestellt war das Dorfleben. Sie tratschen und quatschen, aber wenn es ans Eingemachte geht, sagen sie keinen Ton. Besonders Bauer Schulze ist besorgt um das Wohl der Gemeinde.

    Der Schreibstil ist flüssig, bildlich und der Leser ist sogleich mitten in der Geschichte. Die Misshandlungen der Mädchen sind grausam dargestellt. Nichts für schwache Nerven.

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    StMoonlights avatar
    StMoonlightvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Auch wenn dieser Roman keine neue story aufweist und (für mich) einige Logikfehler hat, so bleibt er doch bis zum Schluss spannend
    Marlboro pflasterten ihren Weg

    Die Geschichte ist nicht neu: Ein Psychopart der Mädchen entführt, foltert und sie umbringt, dennoch hat Martin Krist hier etwas anders gemacht, denn es sind eigentlich mehrere Geschichten in einer: Zum einen die Gurkenproduktion, dann die Suche nach dem Vater und natürlich die verschwunden Mädchen. Auch wenn die Handlungsfäden zusammen laufen, so könnte man auch jede Geschichte für sich stehen lassen.

    Leider war mir sehr schnell klar, wer der Mörder ist. Zumindest dachte ich dies. Aufgrund der Vorgeschichte, die der Leser erfährt (es wird aus zwei Sichten erzählt) lässt sich schnell kombinieren und die richtigen Schlüsse ziehen. Doch das „mein“ Mörder inzwischen eine andere Identität hatte, konnte ich nicht wissen. So war der Überraschungseffekt ganz auf Seiten des Schreibers – und ich vermutlich einen ziemlich blöden Gesichtsausdruck. ;)
    In der Geschichte fielen mir drei Stellen auf, kleine Logikfehler:

    Auf Seite 174 Beispielsweise:
    Dort wird Lisa gefangen gehalten. In ihrer Zelle befindet sich nicht viel. Nur eine Matratze, ein Tablett mit Essen und einem Glas Wasser, sowie ein Topf für Exkremente. Widerwillig hockt sie sich auf den Topf. Da es kein Toilettenpapier gibt wischt sie sich mit dem Handrücken ab, diesen säubert sie mit der Hälfte des Wassers.
    Hier frage ich mich warum Lisa, obwohl sie weiß dass sie keine Waschmöglichkeit hat, den Handrücken nutzt. Da dem Leser verraten wird das sie einen Slip und ein Kleid trägt, bestehen zwei andere Möglichkeiten: Entweder sie „schüttelt ab“ und zieht den Slip wieder hoch oder sie reißt ein Stückchen von ihrem Kleid ab. Immerhin weiß sie nicht wie lange sie noch eingesperrt sein wird oder wann sie das nächste Mal etwas zu Essen bekommt. Warum dann kostbares Wasser verschwenden?
    Auf Seite 229 hat Berta, die jahrelang von ihrem Onkel missbraucht wurde, ihr „erstes Mal“ mit ihrem frischgebackenem Ehemann. Auf dem Laken findet sich neben Sperma auch Blut. – Von dem Missbrauch hat Berta ihrem Gatten nichts erzählt, insofern hatte sie wohl Glück, denn wie hätte sie sonst erklären sollen das sie keine Jungfrau mehr ist? Nur wo kommt das Blut her? – Ich habe dann einfach mal vermutete, dass es vom harten Sex kommt.

    Ziemlich am Ende, die Seite habe ich leider nicht notiert, wird eine Frau, die grade erst ihr Kind geboren hat, im Keller festgehalten. Ihre Brust schmerzt, da ihr Kleines nicht bei ihr ist und sie nicht säugen kann. Mich wundert an dieser Stelle, dass sie nicht selbst Hand anlegt um die Schmerzen zu beseitigen, immerhin ist sie nicht gefesselt und könnte so ihre Brüste massieren und, wenigstens etwas, Milch und somit auch den Druck abbauen.
    Der Schreibstil ist angenehm. Der Autor benutzt während des ganzen Romans keine komplizierten Fachbegriffe, sondern schreibt so wie die meisten wohl reden. Dadurch wird aber keineswegs der Anspruch genommen. Es hat noch immer Stil und durch einige Witze wird alles noch einmal zusätzlich aufgelockert. Krist schreibt flüssig, so dass ich dieses Buch zügig lesen konnte.

    Ich lese gerne Bücher mit detaillierten und bildgetreuen Beschreibungen. Diese Aussage beziehe ich jedoch eher auf Vorgehensweisen, als auf jedes Detail in der Umgebung.
    So heißt es, recht am Anfang ungefähr: „Sie schaut auf den grünen Sekundenzeiger der Uhr in Form einer Sonnenblume...“ (Ganz genau weiß ich den Wortlaut nicht mehr und leider hatte ich mir die Stelle nicht markiert.) Dieser grüner Sekundenzeiger hat mich wirklich währende des ganzen Romans nicht mehr losgelassen. Zwar wurde er nur ein einziges Mal erwähnt, doch scheinbar hatte mein Unterbewusstsein ihn als „wird vielleicht noch wichtig“ eingestuft. Wieso sonst, würde jemand etwas so genau wie möglich beschreiben? (Ohne die Spannung nehmen zu wollen, aber weder der Zeiger noch die Uhr führen zum Mörder. ;)).
    Ebenfalls etwas unpassend fand ich die Markenplatzierungen, die sich durch den Roman ziehen. „Sie griff zu einer Marlboro.“ „Sie nahm die Marlboroschachtel vom Tisch.“ „Er reichte ihr eine Marlboro.“ „Sie... Er... Marlboro....“ Es kam mir schon vor, als gäbe es einen Sponsorenvertrag und alles Bezeichnungen für eine Zigarette wurden durch „suche & ersetzen“ ausgetauscht. Anfangs hatte ich mir sogar einen Spaß daraus gemacht und war schon versucht Wetten abzuschließen, ob auf den über 400 Seiten auch eine andere Zigarettenmarke erwähnt wird.
    Wird sie übrigens tatsächlich, denn ein anderer Charakter bevorzugt scheinbar „Karo“.
    Ich kann nicht nachvollziehen, welchen Sinneswandel es ab Mitte des Buches gab, doch da wurden aus Marlboros dann doch mal Zigaretten, Kippen oder ähnliches.

    ~°~ Fazit ~°~

    Auch wenn dieser Roman keine neue story aufweist und (für mich) einige Logikfehler hat, so bleibt er doch bis zum Schluss spannend. Das Buch lässt sich zügig lesen und liefert tiefe Einblicke in die wichtigsten Charaktere, so dass man als Leser mitfiebern kann.
    Für knapp zehn Euro kann ich euch dieses Buch mit gutem Gewissen empfehlen.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 2 Jahren
    Spannung pur bis zur letzten Seite ...

    Martin Krist! Für mich ein neuer deutscher Autor, den ich viel zu lange ignoriert habe. Mit Die Mädchenwiese hat er einen aufregenden Thriller kreiert, der mich nicht mehr losgelassen hat.
    Erzählt wird die schaurige Geschichte auf zwei zeitlich unterschiedlichen Erzählebenen. Immer wieder gelingt es dem Autor, den Leser geschickt auf falsche Spuren zu schicken und von dem eigentlichen Täter abzulenken. Lediglich die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die toten Mädchen. Sie kennt den Mörder, doch sie wird weiter schweigen. Zu schlimm hat ihr das Leben inzwischen bereits mitgespielt. Aber sie führt uns auf Die Mädchenwiese, wo die toten Mädchen ihre letzte Ruhestätte finden.
    Die vom Autor sehr authentisch geschilderten Charaktere wachsen einem als Leser sofort ans Herz. Man leidet mit Lisas Familie, dem armen von Schuldgefühlen gepeinigten kleinen Sam; der Mutter, die vor Sorge um Lisa fast den Verstand verliert und natürlich mit Lisa selbst, die sich ihren Ausflug in die Welt der bunten Lichter sicher anders vorgestellt hat. Auch mit Alex, der so gerne helfen möchte, fühlt man sofort Verbundenheit und durchlebt mit ihm seine Tiefen der Vergangenheit und seine verzweifelten Versuche, sein Leben wieder in den Griff zu kriegen.
    Nach vielen spannenden Kapiteln schließt sich am Ende der Kreis und man versteht die Zusammenhänge, die einen dennoch etwas atemlos und schockiert zurücklassen. Hut ab, Herr Krist! Das war sicher nicht mein letzter Thriller des Autors. 

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 2 Jahren
    Spannender Thriller und nichts für schwache Nerven

    Finkenwerda, ein Dorf im Spreewald nahe Berlin. Der ehemalige Polizist Alex Lindner lebt hier und führt die Kneipe seiner Eltern weiter. Vor drei Jahren hat er den Dienst quittiert, nachdem die Suche nach einem Serienkiller gründlich schiefging.  
    Im Dorf lebt auch die getrennt lebende Laura Theis mit ihren Kindern Lisa und Sam. Eines Tages ist Lisa verschwunden und zunächst glauben alle, die Sechzehnjährige sei abgehauen, da es zuhause ständig nur noch Streit gab. Aber der achtjährige Sam ist überzeugt, dass ihr was passiert ist, denn seine Schwester hat ihm versprochen, sie kommt zurück und ist nur am Wochenende weg. Aber niemand will ihm zuhören, nicht einmal sein Onkel Frank, der bei der Kripo ist. Und seine Mutter ist mit den Nerven am Ende und muss erkennen, dass sie ihre Kinder, besonders ihre Tochter, anscheinend gar nicht wirklich kennt.
    Einzig Alex Lindner sieht einen Zusammenhang zwischen den Morden damals und dem Verschwinden von Lisa. Und der Mörder scheint ein Spiel mit ihm zu spielen und schickt ihm Hinweise.
    Und auch die alte Berta, die im Dorf als Hexe beschimpft wird, weil sie sich nur im Dunkeln raus wagt und ständig Selbstgespräche führt, weiß was vor sich geht. Aber sie kann die Wahrheit niemandem erzählen, dafür ist diese zu schrecklich und sie ist überzeugt, dass sie selbst eine Mitschuld an allem trägt.  
    Schließlich wird eine Mädchenleiche im Wald gefunden. Ist es Lisa? Oder gibt es noch eine Chance für sie? 

    "Die Mädchenwiese" ist ein rasanter, spannender Thriller und nichts für schwache Nerven und Zartbesaitete. Das trifft besonders auf den Bericht von Berta und sie Szenen mit Lisa zu. Das Buch ist ein echter Pageturner, allein schon durch die relativ kurzen Abschnitte und Kapitel, die fast immer mit einem Cliffhanger enden und die häufigen Perspektivwechsel. Mal wird aus Sicht von Alex erzählt, mal aus der von Laura Theis oder von Sam und dann aus der von Lisa. 
    Unterbrochen wird die gegenwärtige Handlung immer wieder von der Erzählung von Berta und der Leser erfährt schließlich wie alles zusammenhängt und welche Rolle die alte Frau bei der ganzen Sache spielt. Hätte sie etwas ändern, das Ganze verhindern können? Ich glaube nicht. 
    Was die Charaktere angeht, so war mir Lisa eigentlich noch am sympathischsten, auch wenn sie anfangs doch recht fies zu ihrem kleinen Bruder war. Aber sie ist sechzehn und da nerven kleine Brüder halt. Und Sam ist sicher auch nicht einfach. Der Autor stellt ihn als schüchternen, zurückhaltenden, verträumten Jungen dar und manchmal kam es mir so vor, als wollte er ihm autistische Züge verpassen oder zumindest ADS. 
    Laura nervte mich ein bisschen mit ihrem Gezeter und ihrem Verhalten Sam gegenüber. Bei Alex bin ich zwiegespalten, manchmal mochte ich ihn, aber manchmal konnte ich sein Verhalten und seine Handlungen nicht so ganz nachvollziehen. 

    Das Ende und die Auflösung kamen für mich dann doch etwas überraschend und die Erklärung ging mir ein bisschen zu schnell und so ganz nachvollziehen konnte ich die Motive des Täters nicht. Ich kann jetzt auf Einzelheiten schlecht eingehen, ohne zu viel zu verraten, aber wer das Buch kennt, weiß vielleicht, was ich meine.

    Empfehlen kann ich das Buch aber auf jeden Fall allen, die spannende Thriller mögen. Ich habe es in zwei Tagen gelesen und das soll schon was heißen. *g*

    Kommentare: 8
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    Marlee3007s avatar
    Marlee3007vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Erschreckender, fesselnder Thriller !
    Erschreckend, fesselnd, - verdammt gut !

    "Die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die toten Mädchen. Sie kennt ihren Mörder. Aber sie wird schweigen. Der kleine Junge bangt um seine verschwundene Schwester, denn er hat etwas gesehen. Er will reden, doch niemand hört ihm zu. Seit Alex Lindner vor Jahren seinen Dienst als Kommissar quittiert hat, lebt er zurückgezogen in der Provinz. auch hier ein Mädchen verschwindet, weiß er: Der Mann, den er damals vergeblich jagte, ist zurück. Diesmal muss er ihn fangen, denn der Blutzoll wird steigen."


    Uff.. Ich fing das Buch an. Und plötzlich war es aus. - Ich war so gefesselt von der Story, dass ich die 410 Seiten in einem Rutsch durchgelesen habe. 

    Dieses war das erste Buch, welches ich von Martin Krist gelesen habe. Durch gelesene Rezessionen, in denen oft von seinem etwas verwirrenden Schreibstil berichtet wurde wurde ich neugierig.
    Ich hab es mir durchaus "schlimmer" vorgestellt. 
    Martin Krist erzählt parallel von einer Story in der Vergangenheit und dem aktuellen Verschwinden von jungen Mädchen in der Gegenwart - die wiederum in "Aus der Sicht des Opfers" und des Geschehens im Dorfes unterteilt sind. 
    Die Geschichten,  sind gut zu verfolgen, allerdings erschließt sich im größten Teil des Buches kein Zusammenhang zwischen den Storys.
    - Kann stören, muss aber nicht. Im Gegenteil, mich hat es geradezu angetrieben immer weiter zu lesen, um herauszufinden wie die beiden Handlungen zusammenpassen. 
    Und Martin Krist enttäuscht nicht. Nach 2/3 des Buches nimmt alles nochmal rasant an Fahrt zu und die Geschehnisse von damals und heute verbinden sich immer mehr zu einer absolut grausamen, gut durchdachten, perfiden und spannenden Tat !

    Einen Stern Abzug, da mich einzelne Charaktere nicht ganz überzeugt haben.

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    WortGestalts avatar
    WortGestaltvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine zutiefst traurige Geschichte.
    Eine zutiefst traurige Geschichte

    Eine Lichtung im Wald. Ein kleines Dorf in Brandenburg. Ein Ex-Kommissar aus Berlin, der dort eine Kneipe betreibt. Eine Mutter, deren Tochter verschwindet. Und eine alte Frau mit einer Geschichte. Das ist „Die Mädchenwiese“ von Martin Krist. Ein Thriller, der sich mit dem Davonlaufen und dem Verlorengehen beschäftigt.

    Zerrüttete Familien, verschwundene Töchter, Kindheit, das sind die Themen, die aufgegriffen werden und denen ich auch in „Engelsgleich“ und „Drecksspiel“ begegnet bin, den anderen beiden Thrillern, die ich von Martin Krist bisher gelesen habe. Die Umsetzung ist hier aber eine andere. Der Schauplatz wechselt vom lauten Berlin ins leise Finkenwerda, ein kleines Dorf im Spreewald. Und statt der organisierten Kriminalität tritt hier ein Serienkiller auf den Plan. Allerdings weicht „Die Mädchenwiese“ von der üblichen Herangehensweise an die Serienkillerthematik ab, geht ganz anders an die Geschichte heran, erzählt eine andere Geschichte.

    Und es ist eben diese Geschichte von Berta Kirchberger, die für mich diesen Thriller prägt. Die alte Frau, die im Dorf von den Kindern als Hexe verlacht wird und für Schauergeschichten herhalten muss, als Drohung, wenn die große Schwester dem kleinen Bruder einimpft, auf keinen Fall Mama zu verraten, dass sie übers Wochenende zu ihrem neuen Freund nach Berlin fährt. Denn wenn er das verrät, dann kommt die alte Kirchberger und holt ihn! Dabei kommt sie nie zu den lebenden Kindern...

    Ihre Geschichte, ihr Leben, wird parallel zur Haupthandlung erzählt und erreicht eine Traurigkeit, die die Serienkillerelemente in den Schatten zu stellen vermag.

    Natürlich ist wie immer alles eng miteinander verbunden, was in einem Krist-Thriller passiert. Mit dem gewohnt-geliebten temporeichen Wechsel von Handlungsstrang zu Handlungsstrang baut Martin Krist auch in diesem Buch wieder ein sehr dynamisches Geschehen auf. Hauptakteure sind in diesem Fall die Mutter Laura Theis, die von ihrem Mann verlassen wurde und unter Schulden, Frust und Kummer die Zuneigung zu ihren Kindern begräbt und der Ex-Polizist Alex Lindner, der seine Marke und seine Waffe gegen einen Zapfhahn und Gurken im Spreewald tauschen musste. Beide haben jedoch nur peripher miteinander zu tun, das Bindeglied zwischen diesen beiden Ketten ist Lauras verschwundene Tochter Lisa. Die kehrt nach einem Wochenende in Berlin, von dem ihre Mutter nichts wusste, nun nicht mehr nach Hause zurück. Ausgerissen oder weggenommen? Davongelaufen oder Verlorengegangen? Der Ex-Polizist Alex Lindner hat da so einen Verdacht. Seinen letzten Fall in Berlin konnte er nie abschließen.

    Und so verweben sich hier wieder mehrere Handlungsfäden dicht an dicht und verwickeln auf Basis des Serienkillermotivs den Leser in eine Geschichte, die aus verschiedenen Blickwinkeln wahrgenommen ganz unterschiedliche Eindrücke aufkommen lässt und weit über die Inszenierung eines Killers hinausgeht. Es sind die Defizite und das Fehlverhalten einzelner Figuren, die einen hier immer wieder anspringen. Da ist diese Mutter, abgekämpft vom Alltag, die ihre Kinder nur noch als nervige Randnotiz wahrnimmt, bis eines verschwindet, dann der Ex-Polizist, müde und kraftlos erst, dann wütend und tatendurstig, der kleine Bruder des verschwundenen Mädchens, der sich in den Augen der Erwachsenen zu oft zu seltsam benimmt um gehört zu werden, wenn er wieder vom Spielen im Wald zurückkehrt und dann die alte Frau, Berta Kirchberger, deren Geschichte auch Erwachsenen eine Gänsehaut über den Rücken jagt, nur aus ganz anderen Gründen als es bei den Kindern im Dorf und ihren Spukgeschichten geschieht.

    Fazit: „Die Mädchenwiese“ erzählt eine zutiefst traurige Geschichte, die die Serienkillerthematik dieses Thrillers in den Schatten zu stellen vermag. Die Story ist wendig und temporeich und arbeitet mit allen klassischen Thrillerelementen, aber mit der Figur der Berta Kirchberger prägt der Geschichtenerzähler Martin Krist dieses Buch in besonderer Weise.

    Bewertung: 86,6 %
    Stil: 4/5 | Idee: 4/5 | Umsetzung: 5/5 | Figuren: 4/5 | Plot-Entwicklung: 4/5
    Tempo: 5/5 | Tiefe: 5/5 | Komplexität: 4/5 | Lesespaß: 4/5 | = 4,33 Punkte


    © http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de

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    GersBeas avatar
    GersBeavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Im Prinzip ein spannender Plot, aber zu langatmig.
    Spannende Geschichte um eine verschwundene 16jährige, leider etwas zu lang

    Die 16jährige Lisa aus einem kleinen Spreewalddorf Finkenwerda verschwindet. Ist sie einfach abgehauen, weil sie mit ihrer Mutter im Dauerstress lebt? Ist ihr etwas passiert, was ihr kleiner 8jähriger Bruder vermutet. Erst am Ende des ersten Drittels erfahren wir Genaueres.

    Ich würde 3 ½ Sterne vergeben, wenn das möglich wäre. Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt. Anhand von sechs Personen werden die Ereignisse geschildert und so geschickt verwoben.

    Berta erzählt ihre traurige Lebensgeschichte in Ich-Form und geht so auf die Vergangenheit ein.

    Alex, Ende Dreißig, war bis vor 3 Jahren Kriminalkommissar, betreibt jetzt die heruntergekommen geerbte Kneipe seiner Eltern in Finkenwerda.

    Laura, die Mutter der verschwunden Lisa, geschieden, ist mit ihren beiden Kindern überfordert und lebt im Dauerstress.

    Sam, der 8jährige Bruder, sucht verzweifelt nach seiner Schwester und wird von den Erwachsenen leider nicht ernst genommen.

    Erst am Ende des ersten Drittels erfahren wir Genaueres durch Lisa, die verschwundene 16jährige.

    Eine Adoptionsgeschichte spielt eine Rolle, die meiner Meinung nach die Geschichte überfrachtet und am Ende eine „angeflickte“ Erklärung bieten will.

    Insgesamt hätte es dem Buch gut getan, wenn es ca. 100 Seiten kürzer wäre. Genervt hat mich, dass jedes zweite Kapitel mit einem Cliffhänger endet. Hat sich denn kein Lektor um das Buch gekümmert?

    Trotzdem habe ich bis zum Ende gelesen, weil die Geschichte selbst spannend ist und deren Aufbau mit den verschiedenen Sichten mir gefiel.

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    Sommermaedchen23s avatar
    Sommermaedchen23vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein erschreckender, beklemmender und absolut lesenswerter Thriller.
    ein erschreckender, beklemmender und absolut lesenswerter Thriller

    In dem kleinen Dorf Finkenwerda im Spreewald ist nicht viel geboten. Es gibt eine kleine Kneipe, einen Supermarkt und einen Jugendclub. Alles ist völlig normal. Bis ein Mädchen spurlos verschwindet - Lisa.
    Lisa Theis, 16 Jahre, ist die Tochter von Laura, diese ist alleinerziehend und immer furchtbar gestresst, hat kaum Zeit für ihre Kinder Lisa und Sam. Genau genommen hat sie nicht einmal eine Ahnung davon was ihre Kinder gerne mögen oder essen, da sie eigentlich nur mit sich selber beschäftigt ist. Furchtbar unsympathisch macht sie auch, dass sie ständig nur rumschreit und niemanden ausreden lässt, ständig fährt sie jemandem über dem Mund, genau wie ihr Schwager Frank. Auch er lässt niemanden zu Wort kommen. Diese Eigenschaft macht die beiden zu unangenehmen Zeitgenossen. ich wäre gerne ein paar Mal ins Buch gesprungen, um sie zu schütteln. 
    Das Buch ist in unterschiedlichen kurzen Abschnitten aufgebaut, sprunghaft und am Höhepunkt der Spannung wechselte Martin Krist in eine andere Perspektive. Da wäre zum einen die Geschichte von Berta Kutscher. Sie erzählt jemandem ihre traurige und teilweise schreckliche Geschichte. 
    Dann wäre da noch Alex Lindner, er besitzt die Kneipe "Elster". Sie gehörte früher seinen Eltern. Eigentlich ist Alex Kriminalpolizist. Er jagte bis vor drei Jahren die Bestie. Ein Mörder, welche junge Mädchen entführte, quälte, folterte und anschließend irgendwo ablegte. Doch Alex beging einen folgenschweren Fehler und hat seinen Job an den Nagel gehängt. Seine Freunde sind ihm sehr wichtig. Da wäre Ben, ein Sozialarbeiter ohne Job, der den Jugendclub im Ort betreut. Norman ein Anwalt, der mit seiner Familie in Berlin wohnt und Paul. Paul ist Journalist und auf der Suche nach der großen Story. 
    Alle Handlungsstränge laufen parallel zueinander, nur bei Berta ist es anders, ihre Geschichte spielt in der Vergangenheit.
    Ganz klar sticht heraus, was fehlende Kommunikation zur Folge haben kann. Nicht zuhören oder ausreden lassen oder einfach etwas verschweigen oder gar totschweigen macht die Dinge nicht besser. Martin Krist schafft realistische Charakter mit allen Fehlern und Schwächen, die ein Mensch eben haben kann. Da wäre zum einen der kleine Sam, er möchte nicht als Loser angesehen werden, hat aber vor allem möglichen furchtbare Angst und ist dennoch auf seine Art mutig. Auch Bertas Geschichte ist erschreckend glaubwürdig und nachvollziehbar. Und lies mich manches Mal nach Luft schnappen.
    Fazit:
    Es geht in Mädchenwiese nicht nur alleine um eine Bestie, die willkürlich Mädchen mordet, sondern auch um zwischenmenschliche Beziehungen. Das Versagen und auch die Überforderung der eigenen Vergangenheit oder der Fehler, die man nicht wieder ungeschehen machen kann. Die Auflösung, wer die Bestie tatsächlich ist hat mich überrascht. Martin Krist zeigt in Mädchenwiese auf was das Umfeld und die Erziehung aus einem Menschen machen können und vor allem wozu Menschen wirklich fähig sind. Ein erschreckender, beklemmender und absolut lesenswerter Thriller. 

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