Martin Krist Drecksspiel

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Inhaltsangabe zu „Drecksspiel“ von Martin Krist

Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und ... sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! - Hannahs Tochter schläft im ersten Stock. Seit der Expolizist David Gross vor Jahren untertauchen musste, arbeitet er als diskreter Problemlöser. Diesmal ist es ein grauenvoller Entführungsfall ...

So einen rasanten Thriller hab ich schon lang nicht mehr gelesen.

— Nicci_Boox

http://www.nixzulesen.de/index.php/2017/05/03/drecksspiel-martin-krist/

— toertchen

Hochspannend, komplex, dreckig und brutal und nichts für schwache Nerven. Ein Thriller, der höchste Konzentration fordert. Lesenswert!

— Seehase1977

Unheimlich intensiv!

— Becky_loves_books

Für mich mehr Krimi als Thriller, trotzdem sehr spannend und interessant zu lesen :)

— Buecherseele79

Ein Reihenauftakt mit echt strangen Charakteren :P

— LeseBlick

Solider Thriller, gut lesbar. Ohne große Höhen und Tiefen, aber mit Ambition dabei zu bleiben.

— Metalhepchen

das Ende war jetzt nicht sonderlich überzeugend... auch wenn mir der Großteil vom Buch recht gut gefallen hat.

— Lichterregen

Spannend bis zur letzten Seite!

— Scorpia

Sehr viele Handlungsstränge und eine sehr direkte Sprache.

— ChattysBuecherblog

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  • Die Hauptstadt und ihre dunklen Seiten – Ein komplexer und temporeicher Thriller

    Drecksspiel

    Seehase1977

    11. November 2017 um 12:07

    Die Prostituierte Leyla wird tot aufgefunden, ihre Leiche aufs Brutalste zugerichtet. Jetzt hat ihr Freund, der drogenabhängige und in dunkle Machenschaften verstrickte Polizist Toni Risse ein Problem, denn nur wenige Stunden zuvor hat Toni mit der jungen Prostituierten Schluss gemacht und nun soll er die Ermittlungen zu dem Fall übernehmen. Eine junge Mutter wird zusammen mit ihrem Baby in einer Waldhütte gefangen gehalten und brutal gefoltert. Wer steckt hinter dieser brutalen Entführung, haben die Schulden ihres Mannes Philip etwas damit zu tun?Der Privatermittler und ehemalige Polizist David Gross wird beauftragt, das Verschwinden eines Mädchens aufzudecken, die Tochter aus einer Politiker-Familie ist trotz hoher Lösegeldzahlung immer noch nicht zu Hause.Gibt es eine Verbindung zwischen den Fällen oder sind es nur drei zufällige Schicksale, ausgespuckt aus der Anonymität einer Großstadt…?Meine Meinung:„Drecksspiel“ von Martin Krist ist der erste Teil der Reihe um Privatermittler und „Problemlöser“ David Gross. Der Klappentext war es, der mich neugierig gemacht hat und der doch nur einen Bruchteil von dem verrät, was den Leser letztendlich erwartet. Martin Krist hat mich überrascht und mit seiner temporeichen Schreibweise regelrecht überfallen.Schauplatz Berlin, eine bunte, lebendige und schöne Stadt, die leider auch dreckige und brutale Seiten vorzuweisen hat und genau diese beleuchtet Martin Krist in seinem Thriller. Der Einstieg in die Story ist mir aufgrund der vielen Personen und unterschiedlichen Handlungen erstmal nicht so leicht gefallen. Doch einmal angekommen, wird man von einem Sog erfasst, der einem bis zum Ende nicht mehr los lässt. Rasante Szenenwechsel und kurze, knackige Kapitel, die abwechselnd die einzelnen Handlungsstränge thematisieren, vermitteln absolute Höchstspannung. Die Story fordert höchste Konzentration, der Leser muss hier unbedingt am Ball bleiben, um dem Ausmaß der einzelnen Handlungen folgen zu können. Die Charaktere sind unterschiedlich stark ausgeprägt und beschrieben. Einige von ihnen, darunter natürlich der Problemlöser David Gross, werden stärker beleuchtet, andere hingegen bleiben blass und spielen eher eine schmückende Nebenrolle und dennoch sind alle irgendwie miteinander verwoben und verbunden. Hier war das Personenregister am Anfang des Buches immer wieder hilfreich.Der Autor vermittelt zudem ein interessantes und atmosphärisches Bild von Berlin, fernab von Tourismus und Friede-Freude-Eierkuchen. Zusammen mit den Protagonisten habe ich diese pulsierende und lebendige, teils brutale und dreckige Stadt erlebt und gefühlt. Mein Fazit:Mit „Drecksspiel“ ist Martin Krist ein sehr komplexer, hochspannender, temporeicher und verzweigter Thriller gelungen, der dem Leser absolute Konzentration abverlangt. Die vielen Personen und unterschiedlichen Handlungsstränge sind anfangs verwirrend, laufen am Ende aber doch gekonnt in einem typischen roten Faden zusammen. Dennoch endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger,der Fragen offen lässt und definitiv Lust auf den zweiten Teil der Reihe macht. „Drecksspiel“ ist nichts für schwache Nerven oder Zartbesaitete, der Autor geizt nicht mit derben Ausdrücken und brutalen Szenen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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  • Grausam gut!

    Drecksspiel

    Becky_loves_books

    01. September 2017 um 19:44

    Cover: Tolles Coverbild! Angefangen bei den Farben, dem Spiel mit Licht und Schatten, sowie demMotiv an sich. Ein runtergeranzter Raum, der mit Zeitungpapier ausgelegt ist und ein fast zusammengerollter Teppich oder so getränkt in Blut. Grausamkeit gut dargestellt. Besonders gut gefallen mir die Glanzeffekte auf dem Cover. Meinung: Nachdem ich mit "Brandstifter" den dritten David Gross Roman gelesen hatte, war es angebracht, mal am Anfang zu beginnen (obwohl das so nicht ganz stimmt).  Gleich als Einstieg wird der Leser mit einer äußerst brutalen Szene begrüßt. Die Brutalität zieht sich auch durch den gesamten Thriller. Für Leser mit schwachem Magen vielleicht nicht ganz so das Richtige. Zur Story oder vielmehr den Stories, denn Martin Krist hat wieder einmal diverse Handlungsstränge konstruiert, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Je weiter der Leser aber liest, desto mehr fließen sie ineinander und ergeben am Ende ein (grausames) Gesamtbild. Die einzelnen Protagonisten sind sehr vielschichtig und die Sympathiepunkte klar verteilt. Einigen wünscht man den Tod, anderen nicht. Nicht immer werden diese Wünsche erfüllt. Martin Krist schreibt sehr temporeich. Als Leser ist man daher gut beraten, wenn man die Möglichkeit hat, das Buch hintereinander weg zu lesen. Ansonsten könnte das eine oder andere Detail untergehen. Fazit:  "Drecksspiel" ist sicher kein Buch für schwache Nerven. Es ist heftig, es ist blutig und es ist sehr komplex. Ich hatte den Thriller binnen eines Tages verschlungen. Ist man nämlich einmal in der Handlung gefangen, wird alles andere (fast) nebensächlich. Schonungslos, direkt, brutal. Ein Thriller, der dem Leser mehr als einmal eine Gänsehaut beschert.

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  • Und alles führt am Ende zusammen....

    Drecksspiel

    Buecherseele79

    21. July 2017 um 11:12

    Philip Nedel will mit seiner Frau Hannah und deren Tochter Millie ein Wochenende im Grünen verbringen.Doch als Philip das Ferienhaus verlässt taucht nicht er wieder auf sondern ein Fremder der Hannah umgehend in seine Gewalt bringt und ihr Schlimmeres androht.Für Hannah ist nur eines wichtig- er darf nicht merken dass Millie nebenan schläft...David Cross arbeitet mittlerweile als Privatermittler für einen Anwalt und soll einen brutalen Mörder ausfindig machen.Doch dann wird er zu einem neuen Auftrag gerufen- Shirin Rosenfeldt wurde entführt, die Tochter eines Geschäftsführers und einer Politikerin.Das Lösegeld von 2 Millionen EURO wurde bezahlt, doch Shirin ist nicht wieder aufgetaucht, alles muss ohne Polizeierkenntniss ablaufen.Und so beginnt David zu ermitteln...Toni hat ziemlich viel Ärger am Hals, eigentlich sollte er als Polizist die Finger lassen von Nutten, Drogen und der ein oder anderen Wette, aber er kann nicht anders.Sein Leben erfährt eine brutale Wendung als die Prostituierte Marlene bestialisch ermordet aufgefunden wird...denn Toni war einige Stunden zuvor noch bei ihr und sie hatte ihm eröffnet dass sie von ihm schwanger ist...Der Täter  hat auch die Wohnung von Marlene durchsucht und verwüstet und dabei ihre Freundin schwer verletzt.Toni stellt eigene Nachforschungen an und muss ständig seine Spuren verwischen die ihm zu Tatverdächtigen Nr.1 machen...Drei unterschiedliche Handlungen die doch alle zusammenhängen und ein schreckliches Missverständnis offenbaren...Für mich ist das Buch mehr Krimi als Thriller, es gibt zwar einig schreckliche Beschreibungen in diesem Buch aber ich muss sagen, ich habe Thriller gelesen die blutiger abgelaufen sind.Trotzdem fand ich das Buch rundherum perfekt!Der Spannungsbogen wurde zu Beginn an schon aufgebaut und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen und die kurzen Kapitel sorgen dafür dass ich als Leser nicht in Verwirrung gerate, denn es laufen 3 Erzählstränge nebeneinander.Die Charaktere sind allesamt verschieden, zum Teil geheimnissvoll und man möchte mehr über die Vergangenheit und Hintergründe erfahren.Für mich persönlich gab es zu keiner Zeit Verwirrung wegen all der Personen die in der Geschichte auftauchen da durch den Erzählstil und den Geschichtenverlauf relativ immer klar war um wen es geht, wer mit wem zusammenhängt.Ein grosses Lob muss ich aussprechen für die kurzen Kapitel in der es dem Autor immer gelungen ist die Spannung weiter aufzubauen, perfekt zu halten und immer wieder an den jeweiligen Personen anzuknüpfen, ohne Fehler, ohne Spannungsverlust.Mich konnte das Buch auf jeden Fall überzeugen und natürlich muss ich bei dem offenen Ende unbedingt weiterlesen!Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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  • Problemlöser David Gross begeistert

    Drecksspiel

    LeseBlick

    04. April 2017 um 15:10

    InhaltsangabeSchlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und … sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! – Hannahs Tochter schläft im Zimmer nebenan. Seit der Expolizist David Gross vor Jahren untertauchen musste, arbeitet er als diskreter Problemlöser. Diesmal ist es ein grauenvoller Entführungsfall...Meine MeinungFür mich ist es der zweite Einblick in die Werke von Martin Krist. Ich habe bereits einen Band seiner „Paul Kalkbrenner- Reihe“ gelesen und war da sehr angetan von der Story, aber vor allem vom Schreibstil des Autors. So war ich natürlich sehr gespannt, ob Herr Krist seinen Stil auch bei der „David Gross- Reihe“ beibehält. Und JA, er tut es!Seine Bücher lesen sich aufgrund der kurzen Kapitel, welche dennoch auf dem Punkt sind, weg wie nichts. Pageturner! Weiterer Pluspunkt ist das unheimlich coole Personenverzeichnis zu Beginn des Buches. Einzigartig und auf diese Art noch nie zu Gesicht bekommen!Der Entführungsfall, welcher im Klappentext beschrieben wird, bringt auf jeden Fall Spannung mit sich. Von der ersten Seite an, war man gefasst, dass etwas passiert und dann geht es los und man hat keine Ahnung, wie es ausgeht. Eine Menge Personen tauchen im Buch auch und wie wir Leser es in diesem Genre immer versuchen, so versuchte auch ich den Bogen hier zu schließen, aber keine Chance. Ich verzweifelte immer wieder.Zu dem macht es uns der doch sehr geheimnisvoll dargestellte Ex-Polizist David Gross es nicht leicht. Seine Person ist auch am Ende des ersten Bandes für mich noch ein Mysterium. Ich bin unheimlich scharf auf seine Vergangenheit. Vor 5 Jahren muss irgendetwas passiert sein, dass David unter neuem Namen untertauchen musste. Und sobald er beim Lesen in den Fokus tritt, merkt man sofort, dass diese Geschichte aus der Vergangenheit noch nicht abgehakt ist. Irgendetwas oder irgendjemand lauert da noch im Hintergrund.Bei mir bleiben Bücher vor allem aufgrund bestimmter Faktoren in Erinnerung, die im Buch immer wieder auftauchen und sich beim Leser verankern. Martin Krist kann da mit einigen Sachen auftrumpfen, ob das nun der Klingelton von David Gross ist, der mir wohl nie wieder aus dem Kopf gehen wird„Flieg, flieg, fahr aus der Haut.“ (Silly)oder ob es die markanten Ausdrücke zweier Charaktere im Buch sind. Zum einen David Gross und sein „Mhm“, zum anderen ein weiterer agierender Polizist, der gefühlte 100 Mal im Buch den Ausruf „verfickte Scheiße“ verwendet.Einfach genial.Bei einem Teil einer Reihe ist es mir immer besonders wichtig, dass das Ende neugierig macht auf den Folgeband bzw. auf weitere Bände und das schafft Martin Krist auf jeden Fall. Zwar habe ich Band 2 übersprungen und lese aktuell Band 3, aber das macht bisher gar nichts. Ich tappe noch genauso im Dunkeln und wurde nicht gespoilert oder Ähnliches. Die Bände sind wirklich unabhängig voneinander lesbar.Mein FazitEin Buch, welches mit seinem Tempo und seinem Prota punkten kann.Ich hoffe, dass Martin Krist seine Reihe so fortsetzt und er nach und nach mehr über die Vergangenheit von David Gross preisgibt.Dieses Buch macht einfach neugierig und alle Thrillerfans kommen meiner Meinung nach auf ihre Kosten.

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  • Super spannend!

    Drecksspiel

    Scorpia

    23. September 2016 um 03:34

    Hanna fährt mit ihrem Mann Phillip und der gemeinsamen Tochter Millie in den Kurzurlaub.Philip hat Hanna ganz spontan dazu eingeladen,das Wochenende "genauso wie früher" in einem abgelegenen Ferienhaus zu verbringen.Als ihr Mann kurz wegfährt um Besorgungen zu machen,erwartet ihn Hanna verführerisch im gewagten Outfit zurück.Doch nicht Philip kommt durch die Tür,sondern ein völlig Fremder.Und er hat nichts Gutes im Sinn.Hanna erträgt tapfer seine brutale Gewalt,denn ihre Gedanken sind nur bei ihrer kleinen Tochter Millie,die in einem Nebenraum schläft.Der Fremde kann mit ihr machen,was er will,er darf nur Millie nicht entdecken......Das Buch enthält auf den ersten Seiten eine 2-seitige Personenliste,die ich als wirklich sehr,sehr hilfreich empfand.Die Geschichte wird in vielen verschiedenen Handlungssträngen erzählt,die am Anfang noch nichts miteinander zu tun haben.Erst nach und nach erfährt man,was die einzelnen Personen und Handlungen miteinander zu tun haben.Zuerst hat mich die grosse Personenanzahl ein wenig verwirrt,aber das hat nicht lange angehalten,weil das Buch wirklich flüssig geschrieben ist.Es ist allerdings nötig,sich richtig auf die Lektüre zu konzentrieren,weil man sonst Schwierigkeiten mit den vielen Protagonisten und den Zusammenhängen bekommen könnte.Dies ist kein Buch,das man längere Zeit weglegen und dann weiterlesen kann,weil man dann den Anschluss nicht wiederfindet.Ich fand es allerdings so superspannend,das ich es überhaupt nicht weglegen konnte.Ich war die ganze Zeit am rätseln,wie alles zusammenhängt und wer was mit wem zu tun hat und das von der ersten bis zur letzten Seite.So stelle ich mir ein spannendes Buch vor.Fazit: Ganz klare Leseempfehlung. Spannung von der 1. bis zur letzten Seite!

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  • Mein Leseeindruck

    Drecksspiel

    ChattysBuecherblog

    19. March 2016 um 16:19

    Hui, was für ein Thriller! Da hatte ich mich vom Klappentext wirklich blenden lassen. Aber mal von vorn: Als großer Thriller Fan hatte mich dieser Lesetipp von VOX sehr neugierig gemacht. Allein das Cover, diese Türe hatte schon etwas beängstigendes, aber auch interessantes. Im Klappentext wird dann noch von Hannah erzählt, die in ihrer letzten Lebenssekunde nur noch einen Gedanken hat, nämlich ihr Kind zu beschützen. Nun war klar, dieses Buch möchte, nein, muss ich unbedingt lesen. Erstaunt war ich dann über ein zweiseitiges Personenregister zu Beginn des Buches. Hm.... das konnte dann nur höchste Konzentration bedeuten, bei so vielen Akteuren. Und richtig... bereits nach den ersten Seiten war ich von Namen nur so überschüttet. Sehr kurze Kapitel, mit immer neuen Handlungssträngen, gepaart mit neuen Akteuren, haben mich zeitweise sehr verwirrt. Kaum hatte ich mich wieder in einer Szene zurecht gefunden, kam direkt die nächste und die Verwirrung begann von vorn. Überlegen, wer war das jetzt wieder? Was wusste ich bereits von dieser Person usw. Ich fand es sehr verwirrend. Klar, zum Schluss fügt sich dann alles wieder zusammen, aber bis dahin war es stellenweise ein echter Kampf, das Buch nicht einfach abzubrechen. Die Sprache ist sehr direkt, was aber gut zu den Szenen und Protagonisten passt. Brutale Szenen lassen ein wahres Kopfkino zu. - Fazit - Da es bislang noch kein Buch des Autors gelesen habe, bin ich nun etwas skeptisch. Der Schreibstil und die Geschichte haben mir sehr gut gefallen, jedoch die vielen Nebenstränge und Protagonisten waren mir definitiv zu viel. Deshalb vergeben ich auch nur 3 Sterne.

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  • Ein super Thriller, der einen nicht schont

    Drecksspiel

    Yunika

    22. February 2016 um 11:09

    Auf dieses Buch bin ich eigentlich nur gekommen, weil ich zu dem Autor auf eine Lesung wollte, die aber verschoben wurde. Thriller waren immer schon meins und dieser schont den Leser absolut nicht. Mich hat dieser Thriller begeistert, aber auch verwirrt zurück gelassen. Die Idee hinter dem Thriller fand ich interessant, aber gut umgesetzt. Bis zur Hälfte des Buches war man schon sehr verwirrt, aber nach und nach haben sich die Fäden dann zusammengesetzt. Dieses Buch besteht aus sehr vielen Erzählsträngen, die sich in relativ kurzen Abständen immer abwechseln. Diese haben sich teilweise überschnitten und sind am Ende alle zusammen gelaufen. Nur das Ende hat mich ein wenig unbefriedigt zurück gelassen, da es auf einen weiteren Band hinaus laufen muss, jedoch nicht direkt was darüber zu finden ist. Sprachlich kann ich über dieses Buch nicht meckern. Lange habe ich nach einem Thriller gesucht, der den Leser nicht schont und dies tut Martin Krist auch nicht. Er setzt dem Leser Tatsachen vor, die er nicht verschönt. Seine Wortewahl finde ich genau richtig für einen guten Thriller. Das Buch ließ sich, wenn man von der anfänglichen Verwirrtheit mal absieht, sehr gut lesen. Man fliegt durch die Seiten und muss das Buch einfach verschlingen. Mit den Charakteren bin ich nur halb warm geworden. Da nach kurzen Passagen immer wieder gesprungen wurde, waren die Abschnitte der einzelnen Personen immer relativ kurz, als dass man sich wirklich an sie gewöhnen konnte. Das heißt nicht, dass mich die Personen nicht berührt haben. Mit Hannah zum Beispiel habe ich richtig mitgefühlt und gelitten. Mit David habe ich förmlich nach dem Mädchen gesucht und mit Tony habe ich genauso mitgefühlt und Angst gehabt. Aber man konnte nicht so eine Bindung aufbauen, wie zu Personen in anderen Romanen, wo man kaum verschiedene Handlungsstränge hat. Alles in Allem ein sehr gelungener Thriller, der einen richtig mitreißen konnte, wenn man sich nicht von den vielen Handlungssträngen hat abschrecken lassen. Dies ist ein Thriller, nach dem ich schon lange gesucht hatte und ich wurde nicht enttäuscht.

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  • Dreckiges Spiel vieler Leute

    Drecksspiel

    AKRD

    28. December 2015 um 13:43

    Caro muss mitansehen, wie Ilanka ermordet wird, weil sie nicht preisgeben will, wo sich ein gewisser Markus versteckt. Auch Caro wird diese Frage gestellt, doch sie kann sie nicht beantworten. Oder will sie es nicht und spielt hier nur die Unwissende ? Philips Graphikstudio ist pleite und er reist überstürzt mit Frau Hannah, Baby Millie und Hund Bootsmann ab. Was ist passiert, dass diese Flucht nötig gemacht hat ? Toni, 2x geschieden und drei Kinder, vergnügt sich oft mit Leyla, einer 19-jährigen Prostituierten, die ihm dann mitteilt, sie sei schwanger von ihm. Zudem scheint er ernsthafte Probleme zu haben, die dunkle Gestalten veranlassen, ihn zu beobachten. Hat er Schulden ? Oder etwas mitangesehen, das er nicht hätte sehen sollen ? David Gross observiert einen Mann und dringt in seine Wohnung ein. Viele Personen und erstmal kein Zusammenhang ersichtlich. Sowas verwirrt mich immer ein Stück weit, so dass ich solche Bücher eigentlich immer recht schnell wieder abbreche, aber Martin Kristen hat eine Art an sich, die mich dann doch zum Weiterlesen veranlasst hat. Alle haben irgendwie etwas zu verbergen und der Autor fügt ihre Geschichten spannend zu einer großen zusammen. Das geschieht zwar nicht unter rasender, nervenzerfetzender Spannung, ist aber dennoch fesselnd geschrieben, jedenfalls für mich. Ich brauche nicht immer unbedingt den „Nägelkau-Faktor“, solange das Buch mich ansonsten recht gut fesselt und das war hier durchaus der Fall. Dafür gibt es von mir vier Sterne.

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  • Drecksspiel - leider war das Buch auch ähnlich...

    Drecksspiel

    Trucks

    27. November 2015 um 09:02

    Hannah ist mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter anscheinend geflüchtet und macht sich gerade hübsch, als blutbeschmierte Handschuhe sie von hinten packen... Wirklich ihr Mann ? Warum ist er blutverschmiert ? Oder ist es ein Verfolger, der sie ausfindig gemacht hat, obwohl sie so vorsichtig waren ? Wovor sind sie überhaupt geflohen ? Ihre Tochter ist nebenan und sie muss um ihr beider Leben bangen... Auch Toni scheint Einiges auf dem Kerbholz zu haben, denn er wird von Häschern verfolgt, die sicherlich nichts Gutes mit ihm vorhaben... Ein gewisser Miguel möchte mit ihm reden, wohl eine Rotlichtgröße... Wenn man so will, sind hier verschiedene Schicksale miteinander verknüpft. Das hört sich erst einmal spannend an und genau das hatte ich mir auch erhofft, aber naja...gut... Zwei Sterne kann ich leider hier nur vergeben, denn „Drecksspiel“ hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Ich hatte einen spannenden Thriller erwartet und bekam dafür leider nur einen mauen Krimi, der mich in puncto Logik doch wirklich vor die Frage stellte, ob der Autor den Leser veräppeln möchte... Ich bin nun wahrlich niemand, der jedes Wort analysiert und auf die Goldwaage legt, aber selbst mir ist rasch aufgefallen, dass der Autor es an Logik ordentlich mangeln ließ... Ich habe einfach schon weit bessere Thriller gelesen, die diesen Namen auch verdient hatten. Dieser zählt leider nicht dazu für mich, sorry. „Leise Spannung“ finde ich ja gar nicht verkehrt, aber dann muss diese entweder konsequent durchgezogen werden und mich trotzdem irgendwie an das Geschehen „fesseln“ - aber hier ist das leider nicht der Fall gewesen. Ich kam nur schwer mit dem Buch in Gang und habe es auch nur zuende gelesen, weil ich es rezensieren musste. Hätte ich es gekauft, ich hätte es weit eher abgebrochen.

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  • Und so funktioniert ein Cliffhanger!

    Drecksspiel

    WortGestalt

    20. October 2015 um 16:40

    Die Sache mit dem dreckigen Spiel beherrscht Autor Martin Krist ganz gut. Und es muss ihm ein teuflisches Vergnügen bereiten. Anders kann ich mir den garstigen wie genialen Cliffhanger am Ende dieses Thrillers nicht erklären. Und nicht nur mit den Lesern treibt der Autor seine Spielchen. Auch bei seinen Figuren hält Martin Krist die Fäden wie ein Marionettenspieler. Zieht er hier, fällt dort einer um. Absichtlich. In „Drecksspiel“ ist trotz vieler Verstrickungen alles genau koordiniert. Es sind wieder die verschiedenen Handlungsstränge und deren rasche Wechsel, die der Geschichte ihren Schliff verleihen, dazu die Thematik, die den Thriller weg vom gängigen Gefüge aus „Kommissar jagt Killer“ holt und mehr in die Richtung organisierte Kriminalität bringt, Prostitution, Drogen, Entführung, Erpressung, Mord. Der Klappentext lenkt in diesem Falle kaum in die richtige Richtung, wer also wie ich beim Lesen von selbigem nur mäßige Spannung verspürt, sollte sich davon nicht abhalten lassen, da kommt mehr, viel mehr. Da wäre zum Beispiel David Gross, ehemaliger Polizist und nun für einen Anwalt tätig. Er ermittelt in dem Fall einer entführten Tochter aus gutem Hause. Das geht in die Richtung Privatermittler, „Problemlöser“, wie es im Buch so schön heißt. Nicht ganz im Stil der Straßen-Cowboys, wie man es aus dem US-amerikanischen Hard-boiled kennt, aber auch nicht so weit davon entfernt. Eine Gratwanderung für die Figur, was die Legalität betrifft. Auch Miguel Dossantos, der „Pate von Berlin“, bewegt sich in diesem Zwielicht, versteht es aber zwischen Politik und Prominenz sein aalglattes Auftreten zu inszenieren. Sein Neffe Piedro muss das erst noch lernen. Der Kommissar Toni Risse, Morddezernat, scheint dagegen seinen Weg gefunden zu haben: Koks, Puff und Prügeleien. Und dann wären da noch die Besitzer einer Werbeagentur, Philip Nedel und Arthur Kuhn, die beiden haben einfach kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. Während Arthur das Auto gestohlen wird, trifft es Philip weitaus schlimmer. Zwischen diesen Geschichten springt die Handlung hin und her, schwenkt immer wieder von einer Szenerie zur nächsten, baut damit ein gutes Tempo auf und bringt eine stabile Spannung. Längen gibt es in „Drecksspiel“ nicht, das Buch treibt seinen Leser konstant an. Schon eine gut platzierte Einstiegsszene sorgt dafür, dass während der gesamten Story etwas mitschwingt, das wie ein Damoklesschwert über den Häuptern der Protagonisten schwebt, etwas, das die Hauptfigur David Gross noch nicht wissen kann, weil sie es erst noch erleben wird. Aber nicht mehr in diesem Buch, das ist auf Seite 394 zu Ende. Mitten in der größten Aufregung und doch am Ende einer Geschichte. Wer einmal erleben möchte, wie ein wirklich guter Cliffhanger funktioniert, kann das in „Drecksspiel“ nachlesen. Und wer jetzt vielleicht denkt: „Ha, „Drecksspiel“ ist ja bereits 2013 erschienen, der Nachfolger „Engelsgleich“ ist auch seit Dezember 2014 erhältlich, Cliffhanger, pfff, ich kann ja direkt weiterlesen!“, der wird feststellen, dass die Handlung von „Engelsgleich“ fünf Jahre vor den Ereignissen von „Drecksspiel“ angesiedelt ist und somit keinerlei Auflösung in Bezug auf diesen schönen, fiesen Cliffhanger birgt. Da muss sich der Leser noch ein Weilchen gedulden. Ein echtes Drecksspiel. Fazit: Ich mutiere zum Martin Krist-Fan. Bewertung: 86,6 % Stil: 4/5 | Idee: 5/5 | Umsetzung: 4/5 | Figuren: 4/5 | Plot-Entwicklung: 4/5 Tempo: 5/5 | Tiefe: 4/5 | Komplexität: 5/5 | Lesespaß: 4/5 | = 4,33 Punkte PS: Ich bin ja selten ruhig, bevor ich nicht auch etwas zum Meckern gefunden habe. Hier könnte ich anmerken, dass ich "Engelsgleich" ein klein wenig feiner konstruiert fand als "Drecksspiel", aber wer will schon kleinlich werden. Rezension auch auf http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de

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  • Unendlich spannend!

    Drecksspiel

    karinka

    04. September 2015 um 05:21

    Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und ... sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! - Hannahs Tochter schläft im ersten Stock. Seit der Expolizist David Gross vor Jahren untertauchen musste, arbeitet er als diskreter Problemlöser. Diesmal ist es ein grauenvoller Entführungsfall ... --- Nachdem ich im Dezember letzten Jahres schon „Engelsgleich“ von Martin Krist quasi verschlungen hatte, war ich gespannt auf den Nachfolger „Drecksspiel“, der allerdings schon 2013 erschienen ist. Es ist aber nicht zwingend notwendig, die Bücher in der Reihenfolge zu lesen. Wie auch schon „Engelsgleich“ entwickelte „Dreckspiel“ durch die kurzen Abschnitte und rasanten Wechsel eine Eigendynamik, die mich immer weiterlesen lies. Ich konnte kaum mehr aufhören, fieberte mit den Protagonisten mit und selbst nachdem ich das Buch beiseitegelegt hatte, beschäftigte es mich noch weiterhin. Die Bücher von Martin Krist sind gewiss nichts für zarte Gemüter und auch „Drecksspiel“ ist da keine Ausnahme, aber wer viel Action, unendliche Spannung und ein rasantes Tempo liebt, ist hier bestens bedient, denn Martin Krist versteht es meisterhaft, verschiedene Erzählstränge miteinander zu verbinden. Da ist dann auch das Personenregister am Anfang sehr hilfreich, da man es in dem Buch sehr schnell mit sehr vielen Personen zu tun bekommt. Das Ende lässt auf eine hoffentlich bald erscheinende Fortsetzung hoffen. Für alles zusammen gibt es von mir 5 Sterne!

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  • Ein ganz normaler Tag in den dunklen Kreisen von Berlin

    Drecksspiel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. August 2015 um 12:44

    Hannah ist aufgeregt. Ihr Mann Philip überrascht sie und ihre kleine Tochter Millie mit einem Ausflug,so wie früher. Nur wird nichts wie früher ein... Privatermittler David Gross führt seit ungezählten Stunden eine Observierung durch. Als er die Chance erkennt, stürmt er in die Wohnung des Verdächtigen. Und wird damit fast selbst zum Opfer... Toni wollte sich nur amüsieren. Und wird von der Prostituierten Leyla mit unerwarteten Vaterfreuden überrumpelt. Verdammt, wie kommt er da nur wieder raus? "Drecksspiel" war mein erster Thriller von Martin Krist und er hat mir super gefallen. Obwohl sich das Buch eigentlich um David Gross dreht, gibt es so viele Handlungsstränge, dass man als Leser nicht nur aufmerksam, sondern auch konzentriert bei der Sache sein muss. Toll! Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei springt der Erzähler fast schon absatzweise zwischen den verschiedenen Figuren und ihren Schicksalen hin und her. Zu Beginn hatte ich Bedenken, dass ich dem gesamten Geschehen überhaupt folgen kann. Aber Martin Krist überfordert seine Leser nicht. Denn die einzelnen Stränge kommen erst nach und nach zum Tragen, so dass sich quasi wie von selbst jede neue Handlung in die anderen einwebt. Und trotz der Masse an Figuren, immerhin greift der Autor auf ein Personenregister als Hilfestellung zurück, hatte ich keinerlei Probleme, jede Person zuzuordnen. Das gelingt nur wenigen Autoren. Besonders gefallen hat mir die Figur des David Gross. Der Privatermittler ist wortkarg, gibt wenig von sich preis und handelt nach einem eigenen Codex. Und obwohl ich sehr wenig von diesem Mann im Laufe des Thrillers erfahren habe, wuchs er mir ans Herz. Das Tolle ist, dass der Autor hier nicht mit den bekannten Klischees wie zerbrochene Ehe, Alkoholsucht oder ähnlichem aufwartet, sondern genau zeigt, warum Gross so geworden ist, wie er ist. Naja, nicht genau, aber die Andeutungen genügen, damit man sich ein Bild machen kann. Auch die anderen Figuren, die Martin Krist in seinen Thriller eingewoben hat, bekommen genug Raum, dass man sich ein Bild von ihnen machen kann. Das fand ich erstaunlich, denn viel Zeit haben sie pro Kapitel nicht. Dennoch habe ich bei keiner Figur Tiefe oder Charakter vermisst. Genial! Die Story selbst ist rasant und spannend erzählt. Man sollte beim Lesen mental die Laufschuhe anhaben, denn gemütlich kennt der Autor nicht. Ich bin mit den Figuren gehetzt, gerast, gerannt und habe teilweise erst am Kapitelende wieder Luft geholt. Da ist es gut, dass die einzelnen Kapitel nicht epische Länge haben, sonst wäre ich beim Lesen erstickt. Martin Krist hat keinerlei Mitleid mit seinen Figuren. Und leider auch nicht mit seinen Lesern. Denn der Schluß ist nicht nur sehr gut gewählt, sondern hinterlässt auch noch eine Tür, durch die der Autor aber nicht geht. Und so sitze ich hier, abgehetzt und will einfach nur wissen, wie es mit David Gross weitergeht. Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist direkt, rasant und man sollte keinerlei Berührungsängste mit schmutzigen Wörtern haben. Aber er setzt diese Worte nur ein, wenn sie passen und lässt seine Figuren erfrischend offen fluchen. Fazit: Drecksspiel ist eine Hetzjagd für Figuren und Leser. Genial!

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  • Mit dem Mörder unter einem Dach

    Drecksspiel

    StMoonlight

    18. July 2015 um 12:17

    Insgesamt lässt sich der Roman flüssig lesen. Leider ist dieses nicht immer gut, denn hier wird viel Slang benutzt. Etwa wie man ihn aus Actionfilmen kennt. Alles ist sehr überzeichnet und Klischeehaft. ABER: Ein ganz großes Lob für die vielen Facetten die der Autor hier in einem Werk unterbringt. Hier ein kleiner Einblick: Authentisch. „Toni stieß sein Döner mit einer Knoblauchwolke auf.“ Bildlich. „Vor einer Ampel stauten sich die Autos. Ein junges Pärchen überquerte streitend die Straße. Ein Penner schob einen Einkaufswagen voll klirrender Pfandflaschen vor sich her.“ Ekelhaft. „Schleim troff aus ihren Nasenlöchern. Sie zog den Schnodder hoch, schmeckte ihn auf der Zunge, schluckte ihn angewiedert hinuter.“ Markendominant. Wie auch schon bei „Mädchenwiese“, fiel mir auch hier wieder eine enorme Benutzung von Markennamen auf. Diesmal waren es allerdings keine Marlboro, die den Weg von irgendjemanden pflasterten. (Der Autor hat hier sogar mehrere Zigarettenmarken im ausgeglichenem Verhältnis verwendet.) Hier war es Maglite®. Aber auch Taschenlampe wurde verwendet. Das Verhältnis steht im gesamten Roman 9 zu 5 für Maglite®. (Jaaa…. Ich habe gezählt. ;)) ~°~ Fazit ~°~ Am Gesamtfazit tue ich mich offengestanden sehr schwer. Einerseits ist der Schreibstil doch sehr auf einem unterem Niveau und auch der Handlung fehlt der spannende Kick. Ab und an sind Dinge voraussehbar oder erscheinen unlogisch. Auch die Idee ist schlichtweg nicht neu. Dennoch ist Drecksspiel sehr facettenreich, eben grade was die verwendete Sprache angeht. Auch liebe ich diese (grausamen) bildlichen Beschreibungen. Die Logikfehler legen dem ganzen aber einen dunklen Schleier über, denn wenn dieses denken („Häh? Aber..“) trübt leider ein wenig die Lesefreude. Auch bei der Bewertung schwanke ich. Wer einen spannenden Roman mit literarischem Anspruch sucht, sollte hier die Finger von lassen. Allen die etwas wie einen leichten Krimi mit bildlichen Beschreibungen suchen, kann ich Drecksspiel jedoch sehr empfehlen.

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  • Dieser Spannungsbogen, macht einen atemlos ...

    Drecksspiel

    SharonBaker

    05. February 2015 um 19:26

    Hannah wird von ihrem Mann mit einem ungeplanten Wochenendtrip überrascht, obwohl es nicht der richtige Zeitpunkt ist, freut sie sich riesig. Mit Hund und Kind, im Wagen, geht es raus aus Berlin und alle beruflichen und finanziellen Sorgen werden mal ausgeblendet. Am Ziel angekommen, werden Erinnerungen an den ersten gemeinsamen Urlaub wach und die Vorfreude auf ein paar schöne Tage immer größer. Hannah macht sich schick und erwartet ihren Mann Philip vom Auto zurück, doch statt ihres Mannes, kommt ein Fremder, und als sie aus ihrer Ohnmacht wieder erwacht, ist sie an einem Stuhl gefesselt und hat nur einen Gedanken, er darf ihrer Tochter nichts antun. Zur gleichen Zeit wird in Berlin, David Gross zu Hilfe gezogen. Er soll einen Entführungsfall eines jungen Mädchens aufklären und dabei bemerkt er schnell, das da viel mehr hinter steckt, als es zuerst aussieht. Wird er es schaffen, das Mädchen zu finden? Oder läuft die Zeit gegen David? Was ist mit Hannah und ihren Philip? Kann sie dem fremden Mann entfliehen? Die Uhr läuft und beginnt immer lauter zu ticken! Drecksspiel ist mein erster Martin Krist Thriller und ich weiß gar nicht, wie ich hierzu eine Meinung schreiben soll, denn dieses Buch hatte mich gepackt, nicht aufhören lassen zu lesen und mit einem Gefühl von Begeisterung zurück gelassen. Wie soll ich das den bitte in Worte fassen! Ich werde es probieren ... Dieses Buch fängt direkt mit einem „Prolog“ an, der es in sich hat und der Geschichte ein bisschen vorweg greift, aber wir wissen ja die Zusammenhänge noch nicht, aber dann steigen wir ein. Wir haben in jedem Kapitel mehrere Handlungsstränge, das Opfer Hannah, die Polizei, David mit seinen Ermittlungen und natürlich noch jede Menge andere Figuren, die im Buch auftauchen. So bekommen wir immer häppchenweise erzählt was gerade passiert und natürlich hört unser Autor an der spannendsten Stelle auf, um mit einer anderen Figur weiter zumachen. Das führt dazu das man förmlich an den Seiten klebt und einfach weiter lesen muss, ob man möchte oder nicht, die Neugier ist in diesem Buch übermächtig. Dabei lässt er uns von einer Szene in die Nächste hüpfen und am Anfang hätte man nie vermutet, wie alles zusammenhängt und wie die Rädchen in dem Gesamtwerk ineinander laufen. Der gesamte Fall ist so Komplex gestaltet, dass uns der Autor das eine oder andere Mal in die Irre führt, Spuren im Nichts verlaufen und am Ende einen überrascht, geschockt und einfach überwältigt zurück lässt. Dabei bedient er sich einer Sprachwahl, die zu jeder Person passt, somit lässt er auch gleich verschiedene Stimmungen aufkommen, Situationen widerspiegeln und uns an Orte wieder finden, die es nur in einer Großstadt geben kann. Sein Schreibstil ist nicht ausschmückend, sondern immer auf den Punkt und seine Dialoge sprechen mehr, also nur die gesagten Wörter. So spielt er nicht nur mit seinen Figuren, sondern auch mit seinem Lesern und man merkt, dass er dabei jede Menge Spaß hat. Überrascht hat mich sein Spektrum an Figuren, er bedient sich jeder Schicht, jedes Menschenschlages und malt uns ein realistisches Berlin. Ich mag gar nicht auf jeden eingehen, denn er hat da so einige Überraschungen verpackt und lässt einen dabei überrascht aufseufzen. Was mir dabei richtig gut gefallen hat, ist das er nicht nur in dem Moment von ihnen spricht, sondern auch in die persönlichen Begebenheiten schauen lässt. So können wir von David Gross noch einiges erwarten, denn er trägt, da noch so manches Geheimnis mit sich rum, die für den Augenblick in unklaren liegen. Da hat Herr Krist einen ganz besonderen Charakter geschaffen. Dabei muss ich vielleicht noch erwähnen, dass sein Bild von Berlin für mich, nicht unbedingt neu war, den ein andere Autor bedient sich derselben Kulisse und ich fand es überraschend, das ich doch so einige Gemeinsamkeiten gefunden habe.   Martin Krist hat mich als begeisterte Leserin gewonnen. Sein Thriller ist rasant, brutal und atemlos geschrieben, dabei benutzt er seine verschiedenen Spielfäden als Spannungsaufbau und lässt einen gebannt lesen. Er überrascht mit jeder Wendung und dabei auch noch interessante Figuren, die einen entweder ans Herz wachsen, oder deren ableben man nicht erwarten kann. Großartiger Thriller aus deutscher Feder, ich freu mich auf mehr.

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  • Leserunde zu "Engelsgleich" von Martin Krist

    Engelsgleich

    MartinKrist

    Hallo Ihr Lieben, heute ist im Ullstein Verlag mein neuer Thriller "Engelsgleich" erschienen. Selbstverständlich möchte ich auch alle Leserinnen und Leser bei Lovelybooks zu einer Leserunde einladen. Das Buch: Ein verschwundenes Mädchen. Eine verzweifelte Mutter. Eine grauenhafte Entdeckung. In Berlin wird Hauptkommissar Paul Kalkbrenner zu einem Tatort gerufen. Auf einem Fabrikgelände wurde der verstümmelte Leichnam einer jungen Frau entdeckt. Unweit davon befinden sich stinkende Kloakebecken. Fassungslos müssen Kalkbrenner und seine Kollegin Sera Muth zusehen, wie eine Leiche nach der anderen aus den Gruben geholt wird.  Ist unter ihnen auch die verschwundene Merle, die von ihrer Pflegemutter Juliane Kluge verzweifelt gesucht wird?  »Hautnah dran am Bösen - die Thriller von Martin Krist sind einfach saucool!« (Mark Benecke) »Martin Krist ist der wirklich böse Bube unter den deutschen Krimi-Schreibern.« (Claudia Keikus, Berliner Kurier) Eine Leseprobe findet Ihr hier. Der Ullstein Verlag stellt 10 Leseexemplare zur Verfügung. Unter allen, die sich bis zum 2. Januar 2015 zur Teilnahme anmelden, werden die Bücher verlost. Die Leserunde beginnt am Freitag, 9. Januar 2015 und läuft über zwei Wochen bis zum Freitag, 23. Januar 2015.

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