Martin Kuhna Die Albrechts

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Inhaltsangabe zu „Die Albrechts“ von Martin Kuhna

Jeder kennt den Schnäppchen-Discounter, der mit seinen günstigen Angeboten und seiner spartanischen Einrichtung berühmt, ja geradezu Kult geworden ist: Aldi. Die Gründer, Karl und Theo Albrecht, führten jahrelang die Liste der reichsten Deutschen an. Dennoch weiß die Öffentlichkeit so gut wie gar nichts über sie und ihre Familien. Martin Kuhna bringt in seinem Buch Licht ins Dunkel und begibt sich auf die Spur der Albrecht-Dynastie. Er bietet Einblicke in die Anfangszeiten von Aldi, berichtet, wie sich daraus das berühmte Discounter-Imperium entwickelte, und bietet darüber hinaus einen spannenden Ausblick auf die Zukunft, die nun, nachdem auch Karl Albrecht zuletzt verstarb, in den Händen der nächsten Generation liegt. Eine spannende Lektüre für all jene, die schon immer einmal mehr über die Gründer des berühmtesten Selbstbedienungsladens Deutschlands wissen wollten.

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    Die Albrechts
    R_Manthey

    R_Manthey

    24. June 2015 um 10:32

    Dieser Satz aus dem Buch war wörtlich gemeint, wenngleich er auch im übertragenen Sinne bis zu einer gewissen Zeit stimmte. Während man anderswo seinen Einkauf als Ereignis feiern soll, geht es bei fast allen Lebensmittel- oder Drogerie-Discountern um das möglichst schnelle Durchschleusen der zahlenden Kundschaft. Wer billig verkauft, braucht Masse. Das merkt man spätestens an der Kasse, wenn man seine Einkäufe nicht schnell genug vom schmalen Kassentisch in seine Schubkarre befördern kann und sich als Verkehrshindernis zu fühlen beginnt. Viele mögen glauben, dass die Brüder Albrecht, die hinter den beiden ALDI-Ketten standen, die Erfinder dieses Prinzips waren und ihre Läden gewissermaßen Prototypen dieser Billiganbieter sind. Doch das stimmt nicht, wie man aus diesem Buch lernen kann. Sie haben irgendwann in den Anfängen ihrer Expansionspolitik das Discount-Prinzip von ihrer unmittelbaren Ruhrgebietskonkurrenz übernommen und in ihren Verkaufsstil eingepasst: Eine überschaubare Anzahl von Waren wird überschaubar und kostengünstig auf einer wenig einladenden Verkaufsfläche angeboten. Das hält die Kosten gering, macht die Sache übersichtlich und verlässlich. Bei genügend Marktmacht kann man dann irgendwann die Hersteller im Preis drücken und so die eigene Marge erhöhen. Ob das alles von einem größeren wirtschaftlichen Rahmen aus betrachtet vernünftig ist, steht auf einem anderen Blatt. Doch das ist weniger ein Thema dieses Buches. Vielmehr reiben sich seit Jahrzehnten immer wieder Vertreter der Medien an der schon pathologischen Geheimniskrämerei der beiden Albrecht-Brüder. Ob dahinter eine überlegte Strategie oder ein starker Widerwille gegen die Medien oder gar eine familiäre Macke stehen, weiß man nicht so recht. Auf alle Fälle kann man mit solch einem Verhalten auch genau das Interesse anziehen, das man eigentlich vermeiden wollte. Nun hat sich also der Autor dieses Buches auf die Spurensuche gemacht. Da er auch nicht über wesentlich mehr Quellen als alle seine Vorgänger verfügt, sollte man von vorneherein nicht erwarten, dass nun endlich die mediale Sehnsucht nach einer aufklärenden Geschichte um die beiden Brüder ihre Erfüllung findet. Das Buch besitzt in weiten Strecken den Charme eines gut geschriebenen Geschäftsberichts, weil es sich vorrangig mit der Entwicklung der beiden ALDI-Unternehmen befasst und weniger mit den vermeintlichen Geheimnissen der Familie Albrecht. Gelegentlich kommen zwar bruchstückartig einige mehr oder weniger bekannte Details aus dieser Familie zutage, doch wirklich erhellend sind sie nicht. Wenn es schon wichtig erscheint, wer wo wie begraben wurde, dann kann man von tiefer gehenden Erkenntnissen eher nicht ausgehen. Immerhin aber erfährt man eine ganze Menge über ALDI selbst. Der Autor trägt auch dazu bei, gewisse Fehler oder falsche Einschätzungen anderer Autoren zu berichtigen. Wenn man also etwas über das Geschäftsgebaren und die Entwicklung der beiden ALDI-Ketten erfahren möchte, ist man bei diesem Buch genau richtig. Es scheint die gegenwärtig beste Informationsquelle zu sein.

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