Martin Lassberg

 4.4 Sterne bei 32 Bewertungen

Alle Bücher von Martin Lassberg

Steinroller

Steinroller

 (25)
Erschienen am 02.05.2016
Steinroller. Der Steinzeit-Kommissar

Steinroller. Der Steinzeit-Kommissar

 (7)
Erschienen am 22.04.2016

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Rezension zu "Steinroller" von Martin Lassberg

CSI mal anders
sandina77vor 2 Jahren

„Wenn ein nackter, toter Jäger den man im Sumpfgras findet, ganz fürchterlich zerquetscht aussieht, ist meistens nur ein wütendes Mammut über ihn hinweggetrampelt.“

Titel und erster Satz deuten darauf hin – das ist kein gewöhnlicher Krimi. Es gibt keine moderne Forensik, keine Fallanalytiker, die ein Täterprofil erstellen, wie man es aus der aktuellen Literatur kennt und erwartet. Nein, hier ist der Kommissar – Moment, eigentlich ja ein „Besserwisser“, aber da diese Bezeichnung nicht sehr klangvoll ist und die „eindrucksvolle Kombination von zwei doppelten Konsonanten“ (S. 11), wie sie in „Kommissar“ vorkommt, mehr Eindruck macht – ein junger Höhlenmaler namens Steinroller aus der Altsteinzeit. Er findet einen plattgedrückten Stammesgenossen im Gras, und da sein Vater der Sippenchef ist, wird er kurzerhand von diesem aufgefordert, den Todesfall aufzuklären. Selbstverständlich bekommt Steinroller auch einen Assistenten an die Seite gestellt, einen Flussfischer namens Otterfang, der sich durch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Spurenleser, Geräuschelauscher sowie durch seine Geschmacksnerven in der ganzen Sippe einen Namen machte. Zusammen mit Weichhaar, Steinrollers frisch angetrauter Frau (ihres Zeichens Erfinderin mit Ideen für praktische Werkzeuge), machen sie sich auf, den wohl ersten Mordfall in der Geschichte der Menschheit aufzuklären.

Steinroller ist der bisher ungewöhnlichste Krimi, den ich gelesen habe. Die Ermittlungsmethoden unterscheiden sich im Wesentlichen gar nicht so sehr von den heutigen, nur sind sie an die damaligen Bedingungen angepasst. Otterfang kommt da eine Schlüsselrolle zu, er ist quasi ein forensisches Labor auf zwei Beinen. Die Situationsbeschreibungen und –erklärungen sind einfach gehalten und auf den Punkt gebracht, und entwickeln gerade aus diesem Grund eine Komik, die einen laut loslachen lässt. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen, es liest sich leicht und flüssig, ist unterhaltsam und die Parallelen zur heutigen Zeit machen bewusst, dass sich die modernen Menschen und ihre Motive im Prinzip gar nicht so sehr von denen aus der Altsteinzeit unterscheiden...

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Rezension zu "Steinroller. Der Steinzeit-Kommissar" von Martin Lassberg

Der erste Ermittler der Menschheitsgeschichte
ChrischiDvor 2 Jahren

Steinroller ist anders als die anderen in seiner Sippe. Anstatt auf die Jagd zu gehen, widmet er sich lieber seinen Höhlenmalereien. Da er sich zudem in der glücklichen Lage befindet mit Intelligenz ausgestattet zu sein, ist für ihn sofort klar, dass er den Tod eines Sippenmitglieds aufklären wird, denn Steinroller weiß sogleich, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Gemeinsam mit seiner Gefährtin Weichhaar und seinem Assistenten begibt er sich also auf Spurensuche, um den Mord schnellstmöglich aufzuklären, nicht, dass noch weitere Opfer beklagt werden müssen...

Ermittlungen ohne neueste Technik, ohne die Möglichkeit der beinahe totalen Überwachung? Inzwischen fast schon undenkbar, jedoch nicht unmöglich. Das zeigt Martin Lassberg, indem er Steinroller, den wohl ersten Ermittler der Menschheitsgeschichte, auf den Plan ruft. Natürlich ist dieser mitunter etwas unbeholfen, doch gleichsam erfinderisch, wenn der eingeschlagene Weg in einer Sackgasse zu enden droht. Mit gegebenen Mitteln erschafft er so einen spannenden Kriminalfall, den man sicherlich nicht so schnell vergessen wird. Damals wie heute wird vor Intrigen nicht zurückgeschreckt, Neid und Missgunst bahnen sich ebenfalls ihren Weg. Entsprechend sind durchaus Parallelen zur heutigen Zeit zu finden, man muss manche Dinge nur zu deuten wissen.

Steinroller wird von seiner Gemeinschaft nicht unbedingt ernst genommen, zeitweise sogar verspottet, und doch schafft er es immer wieder sich zu motivieren, nicht aufzugeben und sein Ziel weiter zu verfolgen. Nicht nur intelligenter als der Rest der Sippe, auch mit Humor ausgestattet, den nicht unbedingt jeder versteht, hat Steinroller eine Mission, die es bestmöglich zu beenden gilt. Dabei geht es keineswegs nur bierernst zur Sache, mit viel Wortwitz bestückt, wird der Hörer an die Geschichte gefesselt. Gleichzeitig wird durchweg, mal mehr mal weniger, Spannung aufgebaut, schließlich darf man den Todesfall nicht aus den Augen verlieren, auch wenn die Spurensuche sich manches Mal mühsamer als gedacht gestaltet. Dadurch wirken manche Passagen etwas langwierig, bei denen man sich durchaus ein paar wenige Kürzungen gewünscht hätte.

Boris Aljinovic haucht dem Steinzeitkommissar und seiner Sippschaft Leben ein, indem er die Geschichte lebendig und authentisch erzählt. Die Darstellung ähnelt mehr einem Bühnenstück als einer einfachen Lesung, wodurch konkrete Bilder im Kopf des Hörers entstehen, die man mit ein wenig Fantasie noch weiter ausschmücken kann. Stellt sich die Frage, ob es weitere Fälle für Steinroller geben wird, die ihren Weg in die reale Welt antreten wollen?!

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Rezension zu "Steinroller" von Martin Lassberg

Der erste Krimi der Menschheit
Tanzmausvor 2 Jahren

Steinroller ist völlig perplex. Irgendwie sieht Taamus so merkwürdig aus. So flach, irgendwie platt. Aber ein Mammut? Nein, das kann dafür nicht verantwortlich gewesen sein. Zudem ist kaum noch Blut im Leichnam und wo sollte das hin? Steinroller ist so durcheinander, dass er mit seinem Vater darüber spricht. Kann es ein Mord gewesen sein?

Steinrollers Vater möchte das Ganze so schnell wie möglich erledigt wissen, daher beschließt er gleich mehrere Dinge. Zum einen bekommt Steinroller eine Frau, zum anderen einen Titel und damit dann auch den Auftrag, den ersten Mordfall der Menschheitsgeschichte zu lösen.

Mit Feuereifer macht sich Steinroller an die Arbeit und ist dabei froh, dass seine Frau auch etwas aus der Art geschlagen ist und deutlich mehr Grips hat, als die anderen Frauen.

Mich hat gleich Beginn das Cover angesprochen und ich war überrascht, als sich die Geschichte als witzig, aber auch geistreich und spannend erwies. Steinroller und Weichhaar (seine Frau) ermitteln n der Steinzeit, unterstützt von Otterfang, der den beiden als Assistent dient.

Der Leser blickt zum einen auf ein Steinzeitleben, wird aber zeitgleich mit einer witzigen Geschichte unterhalten. Natürlich kommt auch die Spannung nicht zu kurz, denn immerhin muss das Trio zwei Morde aufklären und das mit steinzeitlichen Methoden, was gewiss nicht ganz einfach ist.

Fazit:

Ein unterhaltsamer Roman, der wohl der ungewöhnlichste Krimi sein dürfte, den ich in der letzten Zeit gelesen habe.

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