Martin Lechner Kleine Kassa

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Inhaltsangabe zu „Kleine Kassa“ von Martin Lechner

Georg rennt - um sein Glück, seinen Verstand und sein Leben.

Der Schlaueste ist Lehrling Georg Röhrs nicht. Doch er hat einen Traum: Liftboy in einem Hotel am Meer will er werden, mit seiner verschwundenen Jugendliebe Marlies den Nachtzug nehmen und aus der heimatlichen Enge fliehen. Als Georg über eine Leiche stolpert und unbeabsichtigt den Schwarzgeldkoffer seines Meisters entwendet, überstürzen sich die Ereignisse: An einem einzigen Wochenende verliert er Wohnung, Arbeit, Eltern, Freunde, Geld, Liebe und vielleicht ein Stückchen seines Verstandes – und doch steht am Ende dieser halsbrecherischen Jagd eine neue, ungeahnte Freiheit…

Martin Lechner ist ein turbulentes, atemloses Romandebüt gelungen, das Provinzkomödie mit literarischer Virtuosität verbindet.

Nach ca. der Hälfte abgebrochen - ich konnte nicht reinfinden, in die Geschichte.

— Marjuvin

Fulminantes Wortballett, das besser wirken würde, wenn die Handlung nicht als Mischung aus Kafkas Proceß und Hoddis'Weltende daherkäme.

— DieSchwarzeKathatze

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  • "Kleine Kassa" - Martin Lechner

    Kleine Kassa

    Marjuvin

    15. June 2017 um 18:29

    Klappentext:Georg rennt - um sein Glück, seinen Verstand und sein Leben. Der Schlaueste ist Lehrling Georg Röhrs nicht. Doch er hat einen Traum: Liftboy in einem Hotel am Meer will er werden, mit seiner verschwundenen Jugendliebe Marlies den Nachtzug nehmen und aus der heimatlichen Enge fliehen. Als Georg über eine Leiche stolpert und unbeabsichtigt den Schwarzgeldkoffer seines Meisters entwendet, überstürzen sich die Ereignisse: An einem einzigen Wochenende verliert er Wohnung, Arbeit, Eltern, Freunde, Geld, Liebe und vielleicht ein Stückchen seines Verstandes – und doch steht am Ende dieser halsbrecherischen Jagd eine neue, ungeahnte Freiheit…Rezension: Ich hatte das Buch schon relativ lange auf meinem SuB und die geringe Anzahl von Sternen, die bislang von den LB-Lesern vergeben wurden haben mich lang davon abgehalten, das Buch zur Hand zu nehmen. Oft las ich etwas wie "zu viel Kafka" in den Rezensionen. Zwar erinnert mich die Geschichte nicht an Kafka, wohl aber der Stil. Schachtelsätze, die sich über eine halbe Seite erstrecken sind keine Seltenheit. Ich habe das Buch nun selbst nach ca. der Hälfte abgebrochen, da ich selbst nach über 100 Seiten noch nicht richtig hineinfinden konnte in die Geschichte. Insgesamt konnte es mich nicht packen, da man durch die Gedankengänge, die immer wieder weit abschweifen, aus dem Lesefluss gerät. Jedem Buch seine Leserschaft, für mich war es eher nichts - schade!

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  • Leserunde zu "Wut: Plädoyer für ein verpöntes Gefühl" von Heidi Kastner

    Wut: Plädoyer für ein verpöntes Gefühl

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Darf Wut sein? Ja, sie soll sogar   Worum geht's? In unserer Gesellschaft ist Wut, diese heftige Gefühlsregung, geächtet und negativ bewertet. Sehr zum Schaden für ein gelingendes Zusammenleben. Denn wer dieses Gefühl immer im Zaum hält, schafft sich andere Ventile: Zynismus, der beleidigt und entwertet; psychosomatische Erkrankungen; chronisches Gekränktsein; oder der lange zurückgehaltene Wutstau entlädt sich in einem fatalen Affektdelikt. Heidi Kastner weiß als Gerichtspsychiaterin nur zu genau, wohin Wut führen kann, wenn sie nicht ins Alltagsleben integriert ist. Anhand von Fallbeispielen und Rückgriffen auf Psychologie und Geschichte zeigt sie, wie sich die Spielregeln im Umgang mit Wut im Lauf der Zeit geändert haben und in welch engem Korsett der Gefühlsäußerungen wir heute leben. Das Buch ist ein Plädoyer für die Geradlinigkeit des Ausdrucks und die Anerkennung der eigenen Emotionen – der „guten“ wie der „bösen“. Denn, so schrieb schon der französische Philosoph Montaigne: „Alle offen zutage tretenden Laster sind weniger schlimm; am gefährlichsten werden sie, wenn sie sich unter dem Mantel seelischer Gesundheit verstecken.“ Wie wahr! Erscheinungstermin: 8. Oktober 2014   Heidi Kastner geboren 1962 in Linz, ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 1997 Gerichtspsychiaterin; Aufbau und Leitung dreier forensischer Nachbetreuungsambulanzen; seit 2005 Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklinik Linz; Gerichtsgutachterin für Strafrecht. Mehrere Buchveröffentlichungen. >> Informationen zum Buch Leseprobe: Wut als Charakterzug? Jeder kennt und keiner liebt sie: Menschen, die bei geringstem Anlass unverhältnismäßig heftig reagieren, die sofort die Beherrschung verlieren oder meinen, dass Beherrschung einen Aufwand erfordere, den sie sich selbst lieber nicht zumuten möchten. In der distanziert-formalen Sprache derjenigen Wissenschaften, die sich mit psychischen Phänomenen befassen, handelt es sich bei solchen Personen um Menschen mit hoher Impulsivität, womit ein weiterer „technischer Begriff“ benannt ist, mit dem wir Emotionen anderer distanziert-emotionsfrei etikettieren. [...] Bewerbung zur Leserunde: Wenn ihr mehr über die Macht der Wut erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 5.10.2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Wut: Plädoyer für ein verpöntes Gefühl". Sagt uns, wie ihr mit eurer Wut umgeht und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at > Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 253

    Ginevra

    05. November 2014 um 20:16
    Alinardus schreibt Auf Seite 100 in der Mitte steht Kassa statt Kasse, ist das ein Fehler oder beabsichtigt?

    Dazu gibt es ein passendes Buch - ist mir zufällig aufgefallen, aber gelesen hab ich es noch nicht!

  • Ich hatte mir mehr erhofft

    Kleine Kassa

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Lehrling Georg soll, wie gewohnt, einen Koffer übergeben. Was in dem Koffer ist, weiß er nicht, aber ihm ist klar, dass es etwas Wichtiges sein muss, da sein Chef ihm den Auftrag gegeben hat und er als guter Lehrling diesen nicht enttäuschen möchte. Dieses Mal geht die Sache durch einen dummen Zufall schief: Georg verbaselt die Übergabe und traut sich nicht nach Hause. Der Chef denkt, dass Georg ihn bestohlen hat und reagiert sehr rabiat. Georg verschafft sich mit neuer Langhaarfrisur und abgerissenen Kleidern eine Art Landstreicher-Identität, wodurch er von der Gesellschaft verstoßen wird. Die Medien stürzen sich natürlich auch auf den Fall. Dann spielen da noch eine etwas verrückte junge Frau mit einer Pistole, ihr ebenso schießwütiger Vater, der Wirt eines Gasthofs und diverse Freunde von Georg eine Rolle... Was eigentlich sehr spannend klingt, ist leider im Verlauf der Geschichte eher nervig zu lesen. So richtig konnte ich mich nicht mit den Figuren identifizieren. Vor allem Georg ging mir immer mehr auf die Nerven mit seiner Vorliebe für Horrorfilme und Horrordeko, seinem Landstreicher-Getue und vor allem auch seiner ständigen Alkoholtrinkerei! Die Ereignisse und auch die Zusammenhänge aus der Vergangenheit waren mir aber selbst als Fan von Georg Klein und Franz Kafka zu abgedreht, übertrieben und unrealistisch bzw. auch unlogisch, so dass ich das Buch nicht wirklich genießen konnte. Der Erzählstil war etwas schwierig, aber nun nicht so problematisch für mich, da ich wie gesagt, ähnliche Autoren sehr gerne lese. Für Leser, die die Informationen auf den Punkt bekommen möchten, ist das Buch aber eher nichts, da die eigentliche Handlung mit aufschiebenden und verzögernden Nebensätzen und nebensächlichen Infos und krausen Gedankengängen der Hauptfigur sehr gestreckt wird. Fazit: Ein Buch, dass mich eher ratlos und frustriert zurücklässt, da ich mir einfach mehr und etwas anderes erhofft hatte. Vom Erzählstil her ist es wirklich nicht schlecht, sondern etwas Besonderes, was eben nicht 0815 ist, und für diesen gibt es zwei Sterne. Der Inhalt konnte mich leider gar nicht überzeugen, daher bleibt es auch bei diesen Sternen. Schade.

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    • 2
  • Abenteuer in der Provinz

    Kleine Kassa

    uli123

    18. October 2014 um 17:35

    Der 17jährige Georg ist Lehrling in der Eisenwarenhandlung von Herrn Spick. In dessen Auftrag überbringt er einem Herrn Kraus regelmäßig einen Geldkoffer mit ihm vermuteten Schwarzgeld zur Verwahrung. Während einer solchen Botentour im Bus glaubt Georg, auf einem Plakat an einer Haltestelle seine Jugendliebe Marlies zu erkennen. Mit dem Koffer springt er aus dem Bus. Nun wohl als Dieb bezichtigt zu werden, lässt ihn die Flucht ergreifen. Er erlebt eine zweitägige Odyssee mit alptraumhaften Abenteuern in seiner Heimat, dem Heidekreis.   Das Buch ist der Debütroman des Autors und steht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2014. Es hebt sich von 0815-Romanen deutlich ab. Allein schon der Schreibstil ist genauso skurril und absurd  wie der Protagonist und seine Abenteuer. Die Geschichte wird temporeich erzählt. Lange, verschachtelte Satzgefüge sind die Regel. Es ist durchaus keine Seltenheit, dass sich ein einziger Satz über eine ganze Seite erstreckt. Das passt gut zur Person Georgs, dessen Leben ebenso rasant urplötzlich aus den Fugen gerät. Er fasziniert den Leser und stellt diesen vor das Rätsel, ob er wirklich nur ein unbedachter Lehrling ist, der tatsächlich verfolgt wird, oder ob er nicht etwa paranoid ist und einem Wahn unterliegt. Geheimnisumwoben bleibt letztlich auch der Koffer, dessen Inhalt nie wirklich bekannt wird. Gefallen hat mir die Liebe des Autors zum Detail, wie sie etwa erkennbar ist, wenn er in die Welt des Eisenwarenhandels einführt. Ganz nebenbei ist z.B. von der Existenz zahlreicher unterschiedlicher Messer, Äxten oder Nägeln zu erfahren.   Mir zeigt der Roman einmal mehr, dass es lohnt, gute Bücher außerhalb der Bestsellerlisten und großen Verlage zu suchen.

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  • Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014: Fragerunde mit Martin Lechner zu "Kleine Kassa"

    Kleine Kassa

    TinaLiest

    Fragerunde mit Martin Lechner, Autor von "Kleine Kassa" Im Rahmen unserer Aktion rund um die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014 habt ihr die Chance, den Autoren, die mir ihren Werken nominiert sind, Fragen zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Hier könnt ihr für euren Longlist-Favoriten abstimmen! Mit "Kleine Kassa" hat Martin Lechner im September 2014 sein Romandebüt gegeben und erzählt darin von Georg, der in nur 48 Stunden durch einige unbedachte Handlungen in eine Katastrophe schlittert: Er wird vom unbedachten Lehrling zum mordverdächtigen und gejagten Obdachlosen. Ein Buch, das ebenso packend und spannend wie unterhaltsam ist. Mehr zum Buch: Der Schlaueste ist Lehrling Georg Röhrs nicht. Doch er hat einen Traum: Liftboy in einem Hotel am Meer will er werden, mit seiner verschwundenen Jugendliebe Marlies den Nachtzug nehmen und aus der heimatlichen Enge fliehen. Als Georg über eine Leiche stolpert und unbeabsichtigt den Schwarzgeldkoffer seines Meisters entwendet, überstürzen sich die Ereignisse: An einem einzigen Wochenende verliert er Wohnung, Arbeit, Eltern, Freunde, Geld, Liebe und vielleicht ein Stückchen seines Verstandes – und doch steht am Ende dieser halsbrecherischen Jagd eine neue, ungeahnte Freiheit… Hier könnt ihr euch den Buchtrailer ansehen, den Martin Lechner selbst gedreht hat: Hier könnt ihr schon einmal ein Interview mit dem Autor lesen! Mehr zum Autor: 1974 geboren, Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Seit 2005 zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften wie „Bella triste“, „manuskripte“ und „Edit“ sowie der Erzählungen „Bilder einer Heimfahrt“ (2005) und „Covering Onetti“ (2009). Martin Lechner lebt und schreibt in Berlin, „Kleine Kassa“ ist sein erster Roman. Gemeinsam mit dem Reidenz Verlag verlosen wir unter allen Fragestellern 5 Exemplare von "Kleine Kassa" von Martin Lechner. Wer bei allen Fragerunden mit den Longlist-Autoren mitmacht, wandert zusätzlich in den Lostopf für eines von drei Buchpaketen, vollgepackt mit den nominierten Werken! Martin Lechner wird morgen ab 15 Uhr in die Fragerunde einsteigen und so viele Fragen wie möglich beantworten. Bitte habt Verständnis dafür, dass er nicht den ganzen Abend hindurch online sein wird und wir die Fragerunde dann dementsprechend schließen. Nun wünsche ich euch ganz viel Spaß bei der Fragerunde mit Martin Lechner! :)

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    • 116
  • Delicatessen meets Kafka

    Kleine Kassa

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. September 2014 um 14:11

    Lehrling Georg lernt im Eisenwarenfachhandel. Sein Chef hat angesichts großer Kaufhäuser wenig Zukunftsvisionen und baut auf seine eigene Art offensichtlich vor: Georg wird mit Koffern zur "Kleinen Kassa“ geschickt und es sieht so aus, als schaffe der Chef fleißig Schwarzgeld beiseite, während er den Lehrling in Personalunion als Chef und Vermieter kräftig ausnimmt. Eine dieser Übergaben läuft schief, weil Georg, der mit seinen Gedanken uferlos wandern kann, an einer beliebigen Bushaltestelle aussteigt. Alles nur, weil er sich einbildet, „seine“ Marlies würde als Plakatmädchen an der Bushaltestelle Werbung machen. Ab diesem Zeitpunkt läuft Georgs Leben aus dem Ruder. Bei der Lektüre fühlte ich mich ständig an zwei Dinge erinnert: Erstens den Film Delikatessen (Frankreich, 1991). Müsste ich das Buch verfilmen, bekäme es dieselbe ungesunde gelbliche Optik verpasst. Georg mit seiner Schwäche für Horror-Deko im Zimmer, der mit einer entsprechenden Fantasie seine Träume gerne mal in Blut enden lässt, würde ausgezeichnet zum schlachtenden Hausbesitzer passen. Die Welt überhaupt besteht aus zwei Gruppen Menschen. Eine Hälfte ist einfältig, langsam und neben der Spur und wird infolgedessen zum Opfer der zweiten Hälfte, gerissen und gefährlich schnell, immer auf dem Sprung und bereit zu allen Schandtaten, dem eigenen Vorteil immer auf der Spur. Zweitens an Kafkas Romanfragment Amerika. Das hängt unter anderem mit Motiven wie Hotel oder Landstreichern zusammen, aber auch mit Handlungsaufbau und Sprache. Lechner macht schöne Beschreibungen und Vergleiche. Und macht dann das, was ich auch an Amerika nicht mochte: Es wird im Prinzip ständig irgendetwas beschrieben, verglichen und geträumt. Ellenlang und unzusammenhängend und manchmal dauert es eine komplette Länge einer solchen Beschreibung, um festzustellen, wie die Fantasiesequenz (sofern es eine ist) in die Geschichte passt. Man muss den ausschweifenden Stil mögen, sonst verliert man ziemlich schnell die Lust daran. Wenn es mehrere Seiten dauert, bis Georg endlich ans klingelnde Telefon geht, hocke ich schon mit dem Rotstift im Lesesessel und würde lange Passagen gerne um ihre gefühlten Leerinformationen kürzen. Geschichte gibt es vergleichsweise wenig. Die Handlung verschwindet im Wörtergetänzel. Das, was da ist, zeigt sich genauso fragmentarisch wie der über 80 Jahre alte Vergleichstext, der sich mir laufend in den Weg gedrängt hat: Georg sorgt mit gelegentlichen Erinnerungslücken ebenso dafür wie Lechner mit einem offenen Ende. Dann gibt es noch dazu eine Hauptperson, die so recht keinen Haken bietet, dass ich ihre Abenteuer weiter verfolgen möchte (auch da wären wir wieder bei Amerika). Georg ist unüberlegt, von Anfang an. Als Slapstick taugt er nicht, er ist einfach nur zu dämlich, hilflos und ohne Ziel, taumelt in der Gegend herum und kommt aus der Heide einfach nicht raus. Als Figur, die an einer Aufgabe wächst, funktioniert er auch nicht. Und Mitleid braucht man mit ihm überhaupt nicht zu haben. Denn wer eine ganze Geschichte lang nicht auf die Idee kommt, sich näher mit dem gekidnappten Koffer zu befassen, sondern sich statt dessen lieber mit schwarzem Lack bepinselt, der erntet verdientermaßen nur Kopfschütteln. Den absurden Wochenendritt von Georg in schöne Worte zu verpacken, ist für mich einfach keine gute Mischung.

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  • Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014: Fragerunden mit den Autoren

    TinaLiest

    04. September 2014 um 09:09

    Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014 steht seit Kurzem fest und hier könnt ihr auch schon bei LovelyBooks für euren persönlichen Favoriten abstimmen. Jetzt haben wir noch eine besondere Aktion für euch vorbereitet: Ihr habt nun die Möglichkeit, den Autoren, die es mit ihren Büchern auf die Longlist geschafft haben, Fragen zu stellen und natürlich auch ihre Bücher zu gewinnen! Die Autoren von Diogenes, dem Luchterhand Literaturverlag, dem Residenz-Verlag und dem Rowohlt Verlag haben bereits zugesagt, die Liste ist aber noch nicht final, sondern wird noch erweitert werden. Seid gespannt! Hier die Termine für die Fragerunden, die bisher feststehen: Montag, 8. September 2014: Thomas Melle - "3000 Euro" Hier geht es zur Fragerunde! Matthias Nawrat - "Unternehmer" Hier geht es zur Fragerunde! Michael Ziegelwagner - "Der aufblasbare Kaiser" Hier geht es zur Fragerunde! Dienstag, 9. September 2014: Christoph Poschenrieder - "Das Sandkorn" Hier geht es zur Fragerunde! Mittwoch: 10.September 2014: Saša Stanišić - "Vor dem Fest" Hier geht es zur Fragerunde! Dienstag, 16. September 2014: Ulrike Draesner - "Sieben Sprünge vom Rand der Welt" Hier geht es zur Fragerunde! Mittwoch, 17. September 2014 Martin Lechner - "Kleine Kassa" Hier geht es zur Fragerunde! Sobald die Fragerunden eröffnet sind, werden wir sie auch hier verlinken. Ihr könnt den Autoren am jeweiligen Tag im entsprechenden Thema (also nicht hier im Thema!) Fragen stellen, die sie euch dann natürlich auch beantworten! Bitte beachtet, dass die Fragerunden teilweise nicht bis Mitternacht geöffnet sein werden, sondern die letzten Fragen schon am Abend gestellt werden müssen! Wie auch bei unseren Fragefreitagen werden wir unter allen Fragestellern einige Exemplare der Bücher verlosen, mit denen die Autoren nominiert sind. Unter den Teilnehmern an allen Fragerunden verlosen wir 3 tolle Buchpakete mit den folgenden Büchern aus der Longlist: Franz Friedrich: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr Sasa Stanisic: Vor dem Fest  Heinrich Steinfest: Der Allesforscher Thomas Hettche: Pfaueninsel Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand Feridun Zaimoglu: Isabel Ulrike Draesner: Sieben Sprünge vom Rand der Welt Angelika Klüssendorf: April Martin Lechner: Kleine Kassa Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling Charles Lewinsky: Kastelau Thomas Melle: 3000 Euro Matthias Nawrat: Unternehmer Christoph Poschenrieder: Das Sandkorn Lutz Seiler: Kruso Marlene Streeruwitz: Nachkommen. Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser Ich wünsche euch schon einmal viel Spaß bei den Fragerunden! Seid ihr schon gespannt? :) Nachtrag: Die Shortlist des Deutschen Buchpreises ist nun auch veröffentlicht! Hier könnt ihr sehen, welche Titel es geschafft haben!

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  • Die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2014 steht fest

    Poesiesoso

    14. August 2014 um 14:19

    Am 13. August hat die Jury die Longlist für den Deutschen Buchpreis bekannt gegeben. Im nächsten Schritt werden sechs dieser Titel für die Shortlist nominiert, die am 10. September veröffentlicht wird. Der Gewinner wird dann am 6. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verkündet.  Ich habe einige Titel so gar nicht auf der Longlist erwartet, andere wiederum hätte ich gern darauf gesehen. Wie geht es euch? Welches Buch ist euer Favorit? Was glaubt ihr, wer auf der Shortlist stehen wird? Hier nun die Kandidaten: Franz Friedrich: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr, Sasa Stanisic: Vor dem Fest  , Heinrich Steinfest: Der Allesforscher , Thomas Hettche: Pfaueninsel , Lukas Bärfuss: Koala , Michael Köhlmeier: Zwei Herren am Strand , Feridun Zaimoglu: Isabel , Ulrike Draesner: Sieben Sprünge vom Rand der Welt , Antonio Fian: Das Ploykrates-Syndrom , Esther Kinsky: Am Fluss , Angelika Klüssendorf: April , Martin Lechner: Kleine Kassa , Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling , Charles Lewinsky: Kastelau , Thomas Melle: 3000 Euro , Matthias Nawrat: Unternehmer , Christoph Poschenrieder: Das Sandkorn , Lutz Seiler: Kruso , Marlene Streeruwitz: Nachkommen. , Michael Ziegelwagner: Der aufblasbare Kaiser

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  • Was ist LovelyBooks?

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