Martin Meyer-Pyritz Der Tod ist ein nicht zu unterschätzender Gegner

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Inhaltsangabe zu „Der Tod ist ein nicht zu unterschätzender Gegner“ von Martin Meyer-Pyritz

Ein ehemaliger Feuerwehrmann berichtet offen und ehrlich über extreme Einsätze, traumatische Erlebnisse und menschliche Abgründe. Für viele Menschen ist ein Feuerwehrmann ein wahrer Held, der sich immer wieder furchtlos durch jedes Feuer kämpft, um Menschen aus den Flammen zu retten. Das wahre Leben eines solchen Retters sieht aber oftmals ganz anders aus. Autor Martin Meyer-Pyritz, der selbst 35 Jahre bei der Düsseldorfer Feuerwehr tätig war, hat in seinem Berufsleben viele Dinge erlebt, die er bis heute nicht vergessen kann. Hoch belastende Einsätze, die ihn an seine Grenzen haben gehen lassen – manchmal sogar darüber hinaus. In 33 Geschichten liefert er die ungeschminkte Wahrheit über die knochenharte, gefährliche und oft belastende Arbeit eines Feuerwehrmannes. Über Einsätze, die auch einen erschreckenden Einblick in die menschlichen Abgründe unserer zivilisierten Gesellschaft geben. Über eine Welt, die den meisten von uns verborgen ist und die sich doch mitten unter uns abspielt. Über bestimmte Einsätze schreibe ich nicht, so habe ich immer gesagt. Die Gründe waren schnell genannt: Es handelte sich um Einsätze, die mich während meiner aktiven Zeit als Feuerwehrmann traumatisierten und die mich, wenn ich sie niedergeschrieben hätte, erneut emotional so stark belastet hätten, dass ich davon Abstand nahm. Aber jetzt, wo ich genügend Distanz gefunden habe, breche ich mit meinem eigenen Vorsatz, denn ich halte es für wichtig, den Menschen die ungeschminkte Wahrheit auch über solche Erlebnisse zu zeigen. Ich berichte über Einsätze, die einem Feuerwehrmann alles abfordern und ihn manchmal mit grausamen Szenarien konfrontieren. Einsätze, die ihnen einen Einblick in die menschlichen Abgründe geben, in tragische Geschehnisse, die sich mitten unter uns abspielen und die wir dennoch nicht sehen oder nicht sehen wollen.

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    Der Tod ist ein nicht zu unterschätzender Gegner
    anja_bauer

    anja_bauer

    16. May 2017 um 18:50

    Martin Meyer Pyritz ist Feuerwehrmann in Düsseldorf. Es ist sein Beruf oder viel mehr seine Berufung. In dem Buch „Der Tod ist ein nicht zu unterschätzender Gegner“ schildert er ohne was zu verschönern und unverblümt seiner belastesten Einsätze. Dieses Schreiben hilft ihn beim Verarbeiten dieser Einsätze.  In seinen Bericht ist man an seine Seite und erlebt die Fahrten und Einsätze hautnah mit. Mit all seinen Facetten, schönen Seiten aber auch schlimmen Seiten. Man ist mittendrin. Und ohne Gemeinsamkeit in einer Wache und Zusammenhalt würde das gar nicht so funktionieren. Zusätzlich erklärt Martin hier die Feuerwehr und die Gerätschaften. Im Anhang finden sich die Erklärungen dazu. Als ich das Buch anfing zu lesen, wusste ich schon in etwa, was auf mich zukommt. Aber trotzdem ist das Buch nicht „leicht“ zu lesen. Denn es sind teilweise schlimme Fälle, wo es oft an die Psyche geht und da ja Martin kein Blatt vor dem Mund nimmt, bekommt man alles mit. Schonungslos. Aber auch mit Humor, denn sonst könnte kein Feuerwehrmann / - frau überleben. Ich habe ja oft schon diese Art Bücher gelesen und nicht jedes hinterlässt bei mir so ein bedrückendes Gefühl. Noch Tage danach habe ich an die Einsätze gedacht und kann Martin Meyer Pyritz verstehen, wenn er sagt, er muss darüber reden, damit es ihm bessergeht. Wenn man nicht gerade Gaffer ist (was ich finde, viel zu leicht bestraft wird) Kriegt man solche Einsätze nicht mit. Ich bin kein Gaffer, nein ich interessiere mich für die Arbeit und möchte die Hintergründe wissen. Weil für mich sind die Feuerwehrmänner und – Frauen die Helden des Alltags. Ja, sie sagen zwar, es ihr Job, aber ist es wirklich nur ein Job? Und wissen wir – die nichts damit zu tun haben- wirklich, wie es hinter den Leuten aussieht, bei einem schweren Einsatz?  Gerade das möchte und Der Autor dieses Buches vermitteln. Und auch, dass man die Arbeit der Männer und Frauen noch wertschätzt. Genauso wie der der Polizei. Ich finde, Martin Meyer Pyritz hat es gut hinbekommen und ich habe Respekt vor der Arbeit. Eine kleine Anekdote nebenbei. Am Samstag war mein Mann und ich ja auf der Grillmesse. Dort stand auch die Freiwillige Feuerwehr Bamberg. Haha wie passend. Aber durfte dort mal ausprobieren, wie es ist, ein PA umgeschnallt zu haben, wo noch ein Schlauch drauf liegt, mit Schlauchkoffer und großer Axt in der Hand. Dieses Erlebnis macht dieses Buch nochmal etwas lebendiger. Also, wer mal hinter den Kulissen der Feuerwehr schauen möchte und verstehen will, wie die Männer und Frauen mit schwierigen Einsätzen umgehen, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Denn letzten endlich sind wir alle nur Menschen, auch die, die das Feuer bekämpfen.

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