Martin Millar

 3.5 Sterne bei 305 Bewertungen
Autor von Kalix - Werwölfin von London, Die Elfen von New York und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Martin Millar

Martin Millar wurde als Sohn eines Arbeiters und einer Ladenhelferin in Schottland geboren wanderte jedoch gleich nach der Schule in Richtung London ab. Dort hielt er sich zunächst mit Gelegenheitsjobs über Wasser und wurde schließlich Verwaltungsangestellter, was er nach der Veröffentlichung seines ersten Buches, "Milk, Sulphate and Alby Starvation", jedoch schnell wieder aufgab. Heute lebt er in Südlondon und ist Vollzeitautor, der sich seine Inspiration durchaus mal in den Kneipen der Nachbarschaft holt.

Alle Bücher von Martin Millar

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Kalix - Werwölfin von London

Kalix - Werwölfin von London

 (182)
Erschienen am 02.06.2009
Die Elfen von New York

Die Elfen von New York

 (93)
Erschienen am 01.06.2012
Kalix - Fluch der Werwölfe

Kalix - Fluch der Werwölfe

 (15)
Erschienen am 08.09.2010
Milch, Speed und Alby Starvation

Milch, Speed und Alby Starvation

 (2)
Erschienen am 01.01.1989
Tank Girl

Tank Girl

 (1)
Erschienen am 01.12.1997
Lonely Werewolf Girl

Lonely Werewolf Girl

 (2)
Erschienen am 28.02.2008
Curse of the Wolf Girl

Curse of the Wolf Girl

 (1)
Erschienen am 05.08.2010

Neue Rezensionen zu Martin Millar

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DarthEnis avatar

Rezension zu "Kalix - Werwölfin von London" von Martin Millar

Was will uns der Autor eigentlich sagen?
DarthEnivor 9 Monaten

Ich frage mich wirklich, ob der Autor das, was er da zu Papier gebracht hat, ernst meint oder ob das eine Art Satire sein soll. Und wenn er es ernst meint - was will er uns mitteilen?

Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig und erinnert sehr an ein Jugendbuch. Das ist zwar nicht weiter schlimm, aber es braucht ein wenig Zeit, bis man sich eingelesen hat. Was mich ziemlich gestört hat, sind die ständigen Wiederholungen. Ein Beispiel von vielen: Der Autor erwähnt gefühlte 100 Mal, dass Kalix schöne, lange, dunkle Haare hat. Spätestens nach dem zweiten Mal wissen wir es doch ...

In dem Buch lernen wir ziemliche viele Charaktere kennen - oder besser gesagt, sie werden erwähnt. Denn von Kennelernen kann man nicht sprechen, dafür bleiben die meisten Charaktere viel zu blass und unausgereift. Fast alle Figuren wurden mir von Zeit zu Zeit unsympathischer. Sie werden emotionslos, antriebslos, egoistisch und oberflächlich dargestellt. Der Autor bedient sich einigen Klischees, so gibt es beispielsweise die drogensüchtige, suizidgefährdete Kalix, die nichts von alleine auf die Reihe bekommt oder die oberflächliche, hart arbeitende Modedesignerin Thrix, die sich nur für ihre Kleidung interessiert. Die Handlungen der Charaktere sind nicht immer nachvollziehbar und je weiter man liest, desto genervter ist man.

Die Krönung ist aber die alberne Darstellung der Werwölfe. Die meisten verwandeln sich nicht komplett, sondern bleiben in einer Zwischenform. Das heißt, dass sie mehr oder weniger aufrecht gehen können, aber dennoch wolfsähnlich aussehen. Eigentlich kein Problem, der Störfaktor ist nur, dass diese Werwölfe in dieser Zwischenform sprechen können und Pizza essen. Es werden also eigentlich nur Menschen mit zu vielen Haaren dargestellt; mit Werwölfen, wie man sie sich vorstellt, hat das wenig zu tun.

Desweiteren hat mich gestört, dass im Buch so viele Längen auftauchen. Die Handlung zieht sich teilweise wie Kaugummi. Es wird manchmal Spannung aufgebaut, aber in der Regel ist der Ausgang vorhersehbar, sodass die Spannungskurve schon nach kurzer Zeit wieder auf den Nullpunkt sinkt. Jetzt, im Nachhinein, frage ich mich, was in diesen ca. 750 Seiten passiert ist. Die Brüder Markus und Serapen haben sich um den Thron gestritten, klar, aber sonst? Nun, es ging um Mode, Drogen, Alkohol und Musik - alles Themen, die in diesem Buch nur oberflächlich behandelt wurden. Und ein weiteres wichtiges Thema ist das Fernsehen. Die Frage, wie man es am geschicktesten anstellt, seine Mitbewohner für das Kabelfernsehen zu begeistern, wird in diesem Buch beanwortet. Kalix quengelt wie ein Kleinkind (das sie geistig auch zu sein scheint) und bekommt am Ende das, was sie will. Toll. Das passt meiner Meinung nach nicht zu einem Fantasyroman. Oder anders gesagt - ist "Kalix" überhaupt ein Fantasyroman? Die Werwölfe werden fast wie Menschen dargestellt und es wird ein bisschen gezaubert und die Feuerkönigin kann sich teleportieren, aber sonst? Nichts Großartiges jedenfalls.

Bisher wirkt mein Eindruck ja sehr negativ, aber das Buch hat auch seine positiven Seiten. Es gibt teilweise ziemlich lustige Szenen und Sprüche. Die Grundidee des Buches finde ich auch nicht schlecht, nur die Umsetzung ist meiner Meinung nach nicht ganz so gut gelungen. Ich war ein paar Mal kurz davor, das Buch abzubrechen, habe dann aber doch weitergelesen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich die letzen 200 Seiten nur noch quergelesen habe.

Ich nehme an, dass "Kalix" zu den Büchern gehört, die man entweder liebt oder hasst. Bei mir ist es eher letzteres, aber dafür können sich, wie man an den anderen Rezensionen sieht, ja einige begeisterte Leser finden. Also ist es wohl am sinnvollsten, wenn man sich das Buch kauft/leiht und sich seine eigene Meinung bildet. ;-)

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Perlenkettes avatar

Rezension zu "Kalix - Werwölfin von London" von Martin Millar

Kalix. Werwölfin von London
Perlenkettevor einem Jahr

 ist der 2009 erschienene Auftakt der Kalix-Reihe von Martin Millar. Es lässt sich den Genren Fantasy und Drama einordnen. Protagonistin des Jugendbuches ist Kalix McRinnalch, Tochter einer Werwolfdynastie. Kalix ist eine labile junge Frau, drogenabhängig, selbstverletzend und essgestört, sie kommt mit dem Druck und der Erwartungshaltung ihrer Familie nicht zurecht. Sie tötet ihren Vater und streift auf ihrer Flucht durch das moderne London. Überraschende Unterschützung erhält sie dabei von modebegeisterten Feuergeistern, Werwolfzauberinnen/Designerinnen und gewöhnlichen Menschen. Im Laufe des Buches lernt Kalix langsam sich selbst zu akzeptieren und findet ihren Platz in der Gesellschaft.
Das Buch ist in viele kurze Kapitel gegliedert, jedes Kapitel ist aus der Sicht einer Romanfigur geschrieben, so erhalten wir verschiedenste Hintergrundinformationen, der Fokus liegt klar auf der Gefühlswelt der Protagonisten und ihren Beziehungen untereinander. Dennoch bleibt das Buch übersichtlich, hauptsächlich durch die sehr einfach gehaltene Sprache, mit knappen und schnörkellosen Sätzen und vielen Wiederholungen. Nur wenige Figuren überraschen uns, jede Figur vertritt starr ihr Charaktermodell, dennoch wachsen sie uns mit ihren Eigenarten ans Herz und sorgen für viel Situationskomik. Die wirkliche Spannung entstand für mich nicht durch die Kämpfe und Intrigen des Buches, sondern durch Kalix Entwicklung.
Fazit: Angenehm zu lesen, perfekt für zwischendurch, wenn man in seichterer Literatur Zerstreuung sucht

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phantastische_fluchtens avatar

Rezension zu "Die Elfen von New York" von Martin Millar

Mein all time favourite, voll bösen Humors
phantastische_fluchtenvor 2 Jahren

Morag und Heather sind eigentlich die besten Freundinnen. Doch eine uralte Fehde ihrer beiden Clans und ihr heißblütiges Blut lassen sie immer wieder in Streitereien ausbrechen. Ihre Zankereien, ihre Hitzköpfigkeit, ihr aufbrausendes Temperament und ihre Dickköpfigkeit bringen die beiden jungen Feen immer wieder in die Bredouille und handelt ihnen bei den Clans eine Menge Ärger ein. Als sie sich jedoch an einem Relikt der McLeods vergreifen müssen die beiden punkigen Feen aus ihrer schottischen Heimat fliehen. Sturzbetrunken landen sie mit einigen anderen Feen, die sie unterwegs getroffen haben, in New York.
Leider wird die Gruppe durch ein Missgeschick getrennt und Heather und Morag landen bei dem unangenehmsten Menschen der Stadt. Dinnie, ein Menschenfeind, der auch schnell zu einem Feenfeind wird. Dick, unangenehm, mürrisch und ein Nichtskönner auf der Geige.
Nach einem neuen und heftigen Streit zwischen den Feen bleibt Heather bei dem mürrischen Ekelpaket während Morag auf die andere Straßenseite zu der hübschen Kerry zieht. Eine Frau, in die Dinnie schon lange verliebt, die aber für ihn unerreichbar ist.
Bald stellen die beiden Feen nicht nur das Leben von Dinnie und Kerry auch den Kopf, sondern sie nehmen es auch mit den italienischen, chinesischen und afrikanischen Feen New Yorks auf, denen so etwas wie diese zwei Streithähne noch nie unter die Augen gekommen ist.
Während sich die beiden Feen langsam an das turbulente Leben in New York gewöhnen, braut sich in ihrer Heimat unaufhaltsam eine Katastrophe zusammen.
Kommentar:
Eigentlich sollte man das Buch nur nach dem Genuss eines Joints, einer Menge Whiskey oder nach Besuch eines absolut tollen Rockkonzerts lesen. Die Geschichte ist so skurril, aberwitzig, abstrus, verrückt und liebenswert, dass man selber nicht normal sein darf, um ihr die gebührende Anerkennung zu zollen. Die Figuren sind liebevoll beschrieben, von der verrückten Magenta bis hin zu Dinnie wird der Leser mit allen gut Freund. Die Geschichte setzt sich aus mehreren Strängen zusammen, die teilweise in Irland, Schottland und New York spielen. Doch am Ende laufen alle Fäden in der 4. Straße zusammen.
Die Beschreibungen New Yorks sind aus dem alltäglichen Leben gegriffen, liebevoll und auch derb. Obdachlosigkeit, Krankheit, Armut und Tod werden als Thema nicht ausgenommen, doch sie werden als dem Alltag zugehörig beschrieben, die Thematik wird in die Geschichte intrigiert ohne den Leser abzuschrecken. Darin verwoben sind verrückte Szenarien, die alle durch Musik miteinander verbunden sind. Cal, der den Sommernachtstraum inszenieren möchte, Kerry, die endlich die Gitarrensoli ihres Lieblingsmusikers beherrschen will, Dinnie, der ein lausiger Geiger ist und Jonny, der sich auf die Suche nach seiner Gitarre begibt. Dazwischen die durch geknallten Distelfeen, die ihre traditionelle Musik mit etwas Ramones oder Punk aufmischen möchten, was die traditionellen Feen nicht gerne sehen.
Der Autor schafft es, Tragik und Humor auf wundersame Weise miteinander zu verknüpfen. Seine Ideenreichtum kennt dabei keine Grenzen. Als Vergleich zu diesem Buch fällt mir nur fool on the hill von Matt Ruff ein.
Fazit:
Dieses Buch kann man nicht beschreiben, man muss es erlesen und erleben. Wenn man danach noch nicht genug von verrückten Geschichten hat, greife man anschließend zu den Geheimnissen von Turai

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Zusätzliche Informationen

Martin Millar wurde am 01. Januar 1956 in Glasgow (Vereinigtes Königreich) geboren.

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