Martin Miller The Good Fairies of New York

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Inhaltsangabe zu „The Good Fairies of New York“ von Martin Miller

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  • Rezension zu "The Good Fairies of New York" von Martin Miller

    The Good Fairies of New York

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. June 2011 um 00:01

    Dinnie und Kerry führen ein ereignisloses Leben in New York, bis die beiden Feen Morag und Heather auf mysteriöse, oder viel mehr sturz-betrunkene, Weise den Weg durch ihr Fenster finden. Und mit ihnen bringen sie einen ganzen Haufen Ärger, aber auch einiges an musischer Virtuosität, mit nach New York. Ich mag die Geschichten von Martin Millar, seit ich letztes Jahr Kalix-Werwölfin von London gelesen habe, denn er schreibt so herrlich skurril und seine Romane unterwerfen sich keinerlei Konventionen oder Genre-Schnittmengen. Seine Charaktere sind nicht selten sturz-besoffene Mitglieder von Punk-Bands, die zu allerlei Unfug aufgelegt und daher auch in gewaltigen Ärger mit ihren Familien verstrickt sind. In diesem Buch ist es nicht anders. Heather und Morag, die beiden Feen, um die es in diesem Roman größten teils geht, sind leidenschaftliche Whiskey-Trinker und Fidel-Spieler, wobei sie sich ständig darüber in den Haaren liegen wer mehr verträgt und besser Geige spielt. Sie versuchen sich andauernd gegenseitig zu übertrumpfen und dieses Verhalten der Figuren ist jedesmal für einen Lacher gut. Doch damit endet es nicht, denn an merkwürdigen Gestalten vom Rand der Gesellschaft mangelt es in dieser Geschichte nun wahrlich nicht. Da wäre nämlich noch Dinnie, der völlig unbegabte Violinist; Kerry, eine städtische Künstlerin auf Blumensuche; Magenta, eine Obdachlose die glaubt sie sei eine griechische Heeresfüherin, auf der Flucht vor; Joshua, einem weiteren Obdachlosen, der durch Magenta eines Rezeptes beraubt wurde, zur Herstellung eines Alkohols auf Schuhputzctreme-Basis. Und dann sind da noch jede Menge Feen, schottische, englische, afrikanische, irische, chinesische, nicht zu schweigen vom Geist des Gitarristen der New York Dolls. Also die perfekte Besetzung für eine extravagante Fantasy-Farse. Und nicht nur Dir schwirrt da der Kopf, mir ging es beim Lesen auch oft so, denn die Abschnitte mit Fokus auf bestimmte Charaktere in der Geschichte wechseln sich schnell und häufig ab. Beim Lesen erlebt man ein Phänomen, das ich den Martin-Millar-Stimmungszyklus getauft habe, egal wo man gerade in seinem Buch liest es wechseln sich folgende Emotionen ab: Verwirrung, Heiterkeit und Langeweile… Beispiel: Zwei Feen stürzen durch Dinnies Wohnzimmerfenster (Verwirrung) Und kotzen auf den Teppich (Heiterkeit) Anschließend diskutieren sie darüber, wer besser die schottische Weise „Tolluchgorum“ auf der Geige spielen kann (Langeweile). So ist dieses Buch abwechseln unglaublich genial und erschreckend öde, was es auch schwer macht, sich für eine der beiden Seiten zu entschließen, wenn es daran geht es für sich und andere zu bewerten. Denn was die Charaktere an Sympathiepunkten einfahren, verliert Millar leider dadurch, dass er sich über Feen-Politik auslässt und außerdem kein besonders begabter Dialoge-Schreiber ist. Denn hat er erstmal einen guten Gag gefunden, so wird der gnadenlos wiederholt, bis er irgendwann nicht mehr witzig ist. Obwohl eventuell sogar unbeabsichtigt, macht es diese Geschichte eben nicht einwandfrei empfehlenswert – trotz des Unterhaltuingsfaktors den zwei besoffene kleine Feen bieten, die es auf einer Feuertreppe miteinander treiben. Bezogen darauf muss man Martin Millar eines lassen, diese erfrischende politische Unkorrektheit, die bietet wirklich nur er. Bei ihm muss man sich nicht zwischen Punk und Fantasy entscheiden, er liefert beides und das kann er wie kein anderer. Meine Empfehlung geht an alle Fantasy-Fans, die von aktuellen Entwicklungen im Genre gelangweilt sind und gegensteuern wollen. Auch für alle, denen die Romane um Kalix gefallen haben, ist dieses Buch einwandfrei geeignet. Wer sich zu keiner der beiden Kategorien zählt, für den ist das Buch dann wohl doch nichts, da es streckenweise ziemlich langweilig werden kann.

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