Martin Morgenstern Karl Popper

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Inhaltsangabe zu „Karl Popper“ von Martin Morgenstern

Am 28. Juli 2002 wäre der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Karl Popper 100 Jahre alt geworden. Das ist nicht nur für den Deutschen Taschenbuchverlag ein willkommener Anlass, den großen Denker mit einem Buch zu ehren. Doch die von Martin Morgenstern und Robert Zimmer in der verdienstvollen Reihe DTV-Portrait vorgelegte Biografie ist nicht irgendein Buch über Karl Popper. Vielmehr gehört es zu den besten Popper-Biografien überhaupt. Der in Wien geborene protestantisch getaufte Jude Karl Raimund Popper war nicht nur ein bedenkenswerter Denker, auch als Mensch gab er seiner Umgebung stets zu denken. Als Philosoph ebenso wie als Privatmann war er gekennzeichnet durch eine eigentümliche Dialektik. 1918 verließ er die Schule ohne Abschluss, schloss sich der sozialistischen Arbeiterbewegung an und besuchte als Gasthörer die Universität. Nach seinem Bruch mit dem Kommunismus 1919 holte er das versäumte Abitur 1922 in einer Externenprüfung nach, machte eine Tischlerlehre und wurde schließlich Lehrer. Doch der Beruf füllte ihn nicht aus. Seine eigentliche Berufung war die Philosophie. Nach langem Ringen mit dem Verlag -- in editorischer Hinsicht erweist sich Popper als ausgesprochen unpragmatisch -- legt er 1934 mit seinem ersten Buch gleich eines seiner Hauptwerke vor: Die Logik der Forschung. Die Veröffentlichung öffnet ihm die Welt. Er wird zu Vorträgen ins Ausland eingeladen. In England erlebt er das Gefühl der Freiheit, die ihm die gesellschaftliche Enge seiner österreichischen Heimat noch deutlicher spüren lässt. Hier, bei einem seiner ersten Besuche in London, hat er die Idee für den Titel seines sozialphilosophischen Hauptwerks Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Bis der dann 1965 geadelte Popper eine ihm gemäße akademische Stellung erlangt, dauert es noch eine ganze Weile. In Neuseeland, wohin er 1937 vor dem aufziehenden Nationalsozialismus exiliert und als Assistent am Canterbury University College lehrt, wird er nicht glücklich. Erst sehr viel später, als Dozent und dann Professor an der London School of Economics (1949), findet er die Anerkennung, die ihm -- auch nach seiner eigenen Auffassung -- gebührt. Morgenstern und Zimmer haben mit ihrem Buch diesem Forscherleben eine Biografie gewidmet, wie sie Popper ganz zweifellos verdient hat. In ihr werden wir von Station zu Station seines Lebens geleitet, immer mit Blick auf das Denken, das im Zentrum dieses Lebens stand, und das die Autoren ebenso anschaulich wie zutreffend in seinen Grundzügen und Zusammenhängen erklären. --Andreas Vierecke
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