Martin Mosebach

 3.4 Sterne bei 171 Bewertungen
Autor von Der Mond und das Mädchen, Was davor geschah und weiteren Büchern.
Autorenbild von Martin Mosebach (©Hagen Schnauss)

Lebenslauf von Martin Mosebach

Polarisierender Literaturpreisträger: Der 1951 geborene Autor hat in seiner Heimat Frankfurt am Main und in Bonn Rechtswissenschaften studiert. Seinen mehr als 1000 Seiten umfassenden Debütroman „Das Bett“ veröffentlichte der überzeugte Katholik 1983. Seitdem widmete er sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen, aber auch Drehbüchern, Reportagen und Feuilleton. Mit seiner Heimat verbindet ihn eine gewisse Hassliebe, die in Werken wie „Westend“ (1992), „Eine lange Nacht“ (2000) oder „Der Mond und das Mädchen“ (2007) dargestellt wird. Der Schriftsteller wurde mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit dem Heinrich-von-Kleist-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main und dem Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Im Jahr 2015 erregte Martin Mosebach Aufsehen durch seine scharfe Kritik an Papst Franziskus.

Alle Bücher von Martin Mosebach

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Cover des Buches Der Mond und das Mädchen9783423139021

Der Mond und das Mädchen

 (51)
Erschienen am 01.07.2010
Cover des Buches Was davor geschah9783423141055

Was davor geschah

 (45)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches Mogador9783499272431

Mogador

 (17)
Erschienen am 24.01.2018
Cover des Buches Das Blutbuchenfest9783423144414

Das Blutbuchenfest

 (9)
Erschienen am 22.09.2015
Cover des Buches Die Türkin9783423136747

Die Türkin

 (5)
Erschienen am 01.07.2008
Cover des Buches Der Nebelfürst9783499273483

Der Nebelfürst

 (5)
Erschienen am 25.09.2018
Cover des Buches Stadt der wilden Hunde9783423143424

Stadt der wilden Hunde

 (5)
Erschienen am 01.10.2014
Cover des Buches Die 219783498045401

Die 21

 (3)
Erschienen am 20.02.2018

Neue Rezensionen zu Martin Mosebach

Neu

Rezension zu "Was davor geschah" von Martin Mosebach

Überreiches Porträt Frankfurts in Sprache und Gedanken
Henk_Bleuvor 6 Monaten

Ich las dieses Buch nach einer Empfehlung, was für ein großartiger Stilist der Autor sei, zum zweiten Mal. Das stimmt auch: Mosebach müht sich um das Deutsche. Das Vokabular ist fein und präzise gewählt, der Satzbau variantenreich, da zeigt sich jemand als Meister der Mittel. Das gilt auch für die Gedanken: Die Personen und ihre Absichten sind genau beobachtet und geschildert.

Hier allerdings beginnt der kritische Teil meiner Beurteilung: Es sind so viele Details und Nebengedanken in der Geschichte verarbeitet, so viele Perspektivwechsel und Verwicklungen zwischen den Personen enthalten, so viele Andeutungen und Anspielungen, dass darin die Handlung gelegentlich untergeht. Ich habe mich dabei ertappt, mich zu fragen, was denn nun eigentlich passiert ist.

Man mag einwenden, dass sei Kennzeichen anspruchsvoller Literatur. Ich könnte darauf wenig erwidern, außer dass es das Lesevergnügen geschmälert hat. Elke Heidenreich hat sinngemäß einmal gefordert: „Erzähl mir eine gute Geschichte, und erzähl sie mir gut.“ So ungern ich mich auf Frau Heidenreich berufe, gemessen an diesen beiden Kriterien wird nicht so richtig klar, was davor geschah. Gleichzeitig kann ich auch sagen, dass der Stoff immer lesbar blieb, Mosebach verzichtet auf wilde Experimente, sondern schreibt im Gegenteil konservativ-gediegen.

Fazit: Für Freunde feiner Sprache hat dieses Sittenporträt Frankfurts in den Nullerjahren viel zu bieten, auch wenn es mir etwas überambitioniert erschien.

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Rezension zu "Mogador" von Martin Mosebach

Flucht nach Mogador
Daphne1962vor einem Jahr

Mogador von Martin Mosebach, gelesen von
Joachim Schönfeld

Patrick Elff flieht, nach einem Sprung aus 
dem  Fenster nach Mogador. Einer Stadt in 
Libyien.  Er ist Bankangestellter und hat 
betrogen. Als  der Betrug entdeckt wird 
und die Polizei ihn  befragt tritt er die Flucht 
an. Was ihn dann  in die Stadt Mogador 
getrieben hatte, das  wird hier in einigen 
Rückblicken vom Autor  erzählt.  

Der Autor Mosebach war, eh er mit dem
Schreiben begann Jurist. Wortgewandt ist
er, keine Frage. Aber durch diese langen
Sätze und Erzählungen bekam ich immer
wieder so ein Gefühl der Müdigkeit. Bin mit
den Gedanken immer abgeschweift und
konnte mich nicht in die Geschichte
hineinfühlen. Es passierte einfach nichts
lange Zeit. Wer abends Probleme mit
dem Einschlafen  hat, der kann hier 
wunderbar  entschlummern.  Ich hatte 
mir einfach mehr  versprochen  und musste 
das Hörbuch dann  leider  abbrechen. 
Es war für mich  verschwendete  Zeit. 

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Rezension zu "Das Leben ist kurz" von Martin Mosebach

Eine echte Delikatesse
BrittaRoedervor einem Jahr

Wer wenig Zeit hat, aber trotzdem nicht auf gute Lektüre verzichten möchte, dem sei dieser Erzählband dringend ans Herz gelegt: „Das Leben ist kurz“ von Martin Mosbach.
Der kleine Reigen aus unterschiedlichsten Miniaturen bezaubert alleine schon durch die große sprachliche Finesse. Auf den ersten Blick erscheint die Themenauswahl bunt und skurill, und ist genau deshalb so alltäglich. Kein noch so abwegiger Gegenstand, den Mosbach nicht zum Kernstück einer kleinen Erzählung machen könnte. Es gibt Anekdoten rund um das Thema Wein‚ das Fahrrad und das Pendel. Und noch viel mehr.
So klein die Geschichten auch sein mögen, an Tiefe fehlt es ihnen jedoch nie. Mal sind sie tragisch, mal dramatisch, mal melancholisch, mal ernst, mal voller Humor. Jede einzelne überrascht mit ihrer ganz besonderen Note.
Das Leben ist kurz – eine Delikatesse unter den literarischen Leckerbissen.


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Gespräche aus der Community

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L
In Martin Mosebachs (Georg-Büchner-Presiträger) "Der Mond und das Mädchen" stellt der Autor die These auf, eine Wohnung/ein Haus sage mehr über einen Menschen aus als alle seine Tagebücher. Würdet ihr zustimmen oder habt ihr diese These vielleicht gar nicht so gesehen?
1 Beiträge
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Martin Mosebach wurde am 31. Juli 1951 in Frankfurt am Main (Deutschland) geboren.

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