Martin Mosebach

 3.4 Sterne bei 158 Bewertungen
Autor von Der Mond und das Mädchen, Was davor geschah und weiteren Büchern.
Martin Mosebach

Lebenslauf von Martin Mosebach

Polarisierender Literaturpreisträger: Der 1951 geborene Autor hat in seiner Heimat Frankfurt am Main und in Bonn Rechtswissenschaften studiert. Seinen mehr als 1000 Seiten umfassenden Debütroman „Das Bett“ veröffentlichte der überzeugte Katholik 1983. Seitdem widmete er sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen, aber auch Drehbüchern, Reportagen und Feuilleton. Mit seiner Heimat verbindet ihn eine gewisse Hassliebe, die in Werken wie „Westend“ (1992), „Eine lange Nacht“ (2000) oder „Der Mond und das Mädchen“ (2007) dargestellt wird. Der Schriftsteller wurde mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit dem Heinrich-von-Kleist-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main und dem Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Im Jahr 2015 erregte Martin Mosebach Aufsehen durch seine scharfe Kritik an Papst Franziskus.

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Der Nebelfürst
 (4)
Neu erschienen am 25.09.2018 als Taschenbuch bei ROWOHLT Taschenbuch.
Stilleben mit wildem Tier
Neu erschienen am 25.09.2018 als Taschenbuch bei ROWOHLT Taschenbuch.

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Martin MosebachDer Mond und das Mädchen
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Der Mond und das Mädchen
Der Mond und das Mädchen
 (51)
Erschienen am 01.07.2010
Martin MosebachWas davor geschah
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Was davor geschah
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 (42)
Erschienen am 01.05.2012
Martin MosebachMogador
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Mogador
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 (15)
Erschienen am 24.01.2018
Martin MosebachDas Blutbuchenfest
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Das Blutbuchenfest
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 (8)
Erschienen am 22.09.2015
Martin MosebachDie Türkin
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Die Türkin
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 (5)
Erschienen am 01.07.2008
Martin MosebachStadt der wilden Hunde
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Stadt der wilden Hunde
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 (5)
Erschienen am 01.10.2014
Martin MosebachDer Nebelfürst
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Der Nebelfürst
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 (4)
Erschienen am 25.09.2018
Martin MosebachDas Beben
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Das Beben
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 (3)
Erschienen am 01.06.2007

Neue Rezensionen zu Martin Mosebach

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Rezension zu "Die 21" von Martin Mosebach

Ein unbedingter Lesetipp.
Nomadenseelevor 6 Monaten

Was das ganze Buch über unangenehm zu lesen war, war der Begriff *Martyrer*. Ich verstehe nicht, warum man nicht den gängigeren Begriff *Märtyrer* benutzt hat. Was schade ist, denn das Buch an sich ist großartig.Sieht man von der NZZ ab, macht kaum ein Medium auf das Schicksal des orientalischen Christentums, geschweige denn der Kopten als ursprünglichste und älteste aufmerksam. Um so wichtiger ist dieses Buch.

Über die Märtyrer selbst erfährt man zwar wenig, aber dafür alles rund um die Kopten, ihre Lirtugie, ihre Lebensverhältnisse, die Einstellung zu ihrem Erbe, ihrer Geschichte und das Verhältnis zu den Muslimen. Wer hätte schon gedacht, dass Muslimas Christen um den ersehenten Statthalter beten lassen, da den gebeten der Christen ein direkterer Draht zu Gott zugetraut wird?

Und so wird der Reisebericht zu einer dreifachenn Reise: Erst nach Ägypten, zu den Ursprüngen des Christentums und zu der koptischen Bevölkerung.

Fazit

Ein unbedingter Lesetipp.

Quelle

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Rezension zu "Der Mond und das Mädchen" von Martin Mosebach

Martin Mosebach | DER MOND UND DAS MÄDCHEN
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

INHALT: Hans und Ina sind frisch verheiratet und suchen, sich brav an die konservativen Vorgaben haltend, ein gemeinsames Domizil für die ersten Ehejahre und die potentielle Kinderschar. Nach vielen Hausbesichtigungen wird Hans in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofes fündig. Doch etwas stimmt mit der Wohnung nicht. Eine tote Taube im Schlafzimmer am Tag des Einzugs ist das erste Omen für den Zerfall der jungen Ehe. Und auch die Mieterschaft ist seltsam. Jede Nacht gibt es im Hinterhof obskure Treffen, die der allgegenwärtige Mond in sommernachtstraumartiges Licht taucht. Während sich Hans der skurrilen Mieterschaft öffnet, igelt sich Ina mehr und mehr ein. Spätestens nach Hans‘ kurzer Liaison mit der schönen Nachbarin droht die Katastrophe.

FORM/FAZIT: Mosebach schreibt eloquent verspielte Sätze, die aus einem anderen Jahrhundert zu kommen scheinen. Diese (ich nenne sie mal) antiquierte Schreibweise wirkt in der Geschichte, die ja in der heutigen Zeit spielt, dermaßen fehl am Platz, dass es mir schwer fiel, mich auf das Buch einzulassen. Ich weiß, dass Mosebach genau dafür bekannt und beliebt ist, nicht umsonst wurde ihm 2007 der Georg-Büchner-Preis verliehen; meine Sache ist das aber nicht. Immer wieder bemerkte ich, wie ich beim Lesen mit meinen Gedanken ganz woanders war, weil mich diese mäandernden Sätze irgendwann eingelullt hatten.

Auch gibt die Geschichte nicht so wahnsinnig viel her. Es wird die ganze Zeit eine mysteriöse (Mosebach würde eher schreiben: gruselige) Stimmung aufrecht gehalten, aber im Endeffekt löst sich alles in Wohlgefallen auf. Nach der letzten Seite war mir unklar, warum das Buch jetzt gelesen haben sollte. Nur der schönen Schreibe wegen? Das ist mir dann doch zu wenig.

Um es kurz zu machen: Nicht mein Fall – zwei Sterne.

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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W

Rezension zu "Mogador" von Martin Mosebach

1001 Nacht
Wicki72vor 2 Jahren

Ein junger Mann sitzt in einem Hammam in Mogador, dem heutigen Essaouira. Nach und nach schält sich heraus, dass es sich hier um Patrick Elff, einem jungen Banker aus Düsseldorf handelt. Dieser ist nach einem Gespräch mit der Polizei aus dem Fenster des Polizeipräsidiums gesprungen und nach Marokko geflüchtet, wo er sich Hilfe von einem marokkanischen Finanzmenschen erhofft, der ihm noch einen Gefallen schuldet. Es ist ein Sprung in eine andere Welt. Patrick findet Unterschlupf bei Khadija, einer zweifachen Witwe, eine Analphabetin, die sich als Hure, Geldverleiherin und Prophetin nach oben gearbeitet hat.

Martin Mosebach zeichnet in diesem Werk zwei Figuren, die scheinbar gegensätzlicher nicht sein können. Im ersten Teil des Buches wird die Geschichte von Patrick erzählt, man erfährt wie er sich in diese Lage, in der er steckt, gebracht hat, erfährt von seinem beruflichen Aufstieg und von seiner Ehefrau Pilar, die er ahnungslos in Deutschland zurückgelassen hat. Im zweiten Teil zeigt uns Mosebach die Welt von Khadija, bringt uns ihre Kindheit näher, die Schwierigkeiten, in Armut aufzuwachsen. Er erzählt, wie sie es schafft, ihren eigenen Weg zu gehen und bringt uns gleichzeitig das Leben in Marokko näher. Es ist stellenweise wie eine Reise in 1001 Nacht. Mit sprachlich wunderschönen Bildern umschreibt Mosebach das Land, das Leben dort und die Sitten so farbenfroh und genau, dass man ganz in die Welt von Khadija eintaucht. Man hat das Gefühl mit „am Tisch“ zu sitzen, wenn beschrieben wird, mit welcher Liebe eine Teezeremonie durchgeführt wird oder wenn alle zusammen mit den Händen aus dem Topf versuchen die Fleischstücke heraus zu fischen. Besonderen Eindruck hat auf mich Mosebachs Beschreibungen des Meeres gemacht. Sätze wie „Gestaltung, Umgestaltung in eine frühere Gestalt zurückfließen, sie alsbald wieder auflösen, das war die anablässige Beschäftigung des Meeres, das keinen Augenblick ruhig dalag, sondern mit titanischer Energie Wogenprall und Wasserwucht erzeugte, nur um dieselben sich ausrasen und in überraschender Sanftheit wieder vergehen zu lassen“ ließen mich gedanklich in die Wogen eintauchen und ich hatte das Gefühl, das Rauschen des Meeres zu hören.

Im dritten Teil werden die Geschichten von Khadija und Patrick in der Gegenwart erzählt. Man erfährt von Patricks Schwierigkeiten mit seinem vermeintlichen Retter, Monsieur Pereira, in Kontakt zu treten und wird mit Khadijas Alltag vertraut gemacht. Karim, ein guter Freund Khadijas, der die beiden Hauptpersonen zueinander gebracht hat, erhält ebenfalls ein Gesicht.

Bevor sich im vierten Teil alles auflöst, bekommt auch Patricks Ehefrau, die anfangs blaß und eher schwach dargestellt wird, Konturen.

Auch wenn sich für mich am Ende alle Fäden etwas zu abrupt entwirren, ein wunderschönes, lesenswertes Buch.Besonders beeindruckt hat mich die Genauigkeit und die Liebe mit der Mosebach seine Figuren zeichnet und uns Bräuche und Sitten einer anderen Welt näherbringt. Sei es eine Beschreibung der Bettler der Stadt, denen er ein Gesicht gibt, sei es die Darstellung des Heimatdorfes von Karim mit den dort immer noch üblichen Bräuchen oder das Ritual des Hammam – Mosebach gelingt es, dass ich seine Beschreibungen in farbige Gedanken verwandeln. Und auch die Geisterwelt, mit der er Khadija umgibt, fügt sich so leicht und natürlich in die erzählte Geschichte ein, dass es mir ganz natürlich erschien.

Auf jeden Fall das beste Buch, welches ich in den letzten Wochen gelesen habe.

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Gespräche aus der Community

Neu
L
In Martin Mosebachs (Georg-Büchner-Presiträger) "Der Mond und das Mädchen" stellt der Autor die These auf, eine Wohnung/ein Haus sage mehr über einen Menschen aus als alle seine Tagebücher. Würdet ihr zustimmen oder habt ihr diese These vielleicht gar nicht so gesehen?
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Martin Mosebach wurde am 31. Juli 1951 in Frankfurt am Main (Deutschland) geboren.

Martin Mosebach im Netz:

Community-Statistik

in 254 Bibliotheken

auf 30 Wunschlisten

von 7 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

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