Martin Mosebach

 3,5 Sterne bei 230 Bewertungen
Autor von Der Mond und das Mädchen, Krass und weiteren Büchern.
Autorenbild von Martin Mosebach (©Hagen Schnauss)

Lebenslauf von Martin Mosebach

Polarisierender Literaturpreisträger: Der 1951 geborene Autor hat in seiner Heimat Frankfurt am Main und in Bonn Rechtswissenschaften studiert. Seinen mehr als 1000 Seiten umfassenden Debütroman „Das Bett“ veröffentlichte der überzeugte Katholik 1983. Seitdem widmete er sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen, aber auch Drehbüchern, Reportagen und Feuilleton. Mit seiner Heimat verbindet ihn eine gewisse Hassliebe, die in Werken wie „Westend“ (1992), „Eine lange Nacht“ (2000) oder „Der Mond und das Mädchen“ (2007) dargestellt wird. Der Schriftsteller wurde mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit dem Heinrich-von-Kleist-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main und dem Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Im Jahr 2015 erregte Martin Mosebach Aufsehen durch seine scharfe Kritik an Papst Franziskus.

Alle Bücher von Martin Mosebach

Cover des Buches Krass (ISBN: 9783498045418)

Krass

 (49)
Erschienen am 26.01.2021
Cover des Buches Der Mond und das Mädchen (ISBN: 9783423139021)

Der Mond und das Mädchen

 (51)
Erschienen am 01.07.2010
Cover des Buches Was davor geschah (ISBN: 9783423141055)

Was davor geschah

 (45)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches Mogador (ISBN: 9783499272431)

Mogador

 (18)
Erschienen am 24.01.2018
Cover des Buches Das Blutbuchenfest (ISBN: 9783423144414)

Das Blutbuchenfest

 (9)
Erschienen am 22.09.2015
Cover des Buches Die Türkin (ISBN: 9783423136747)

Die Türkin

 (5)
Erschienen am 01.07.2008
Cover des Buches Der Nebelfürst (ISBN: 9783499273483)

Der Nebelfürst

 (5)
Erschienen am 25.09.2018
Cover des Buches Stadt der wilden Hunde (ISBN: 9783423143424)

Stadt der wilden Hunde

 (5)
Erschienen am 01.10.2014

Neue Rezensionen zu Martin Mosebach

Cover des Buches Krass (ISBN: 9783498045418)Vabaloups avatar

Rezension zu "Krass" von Martin Mosebach

Ein Mann, ein Wort
Vabaloupvor 17 Tagen

Der Roman „Krass“ von Martin Mosebach erschien im Januar 2021 bei Rowohlt. Seit 1983 veröffentlicht Mosebach zahlreiche Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays und wurde dafür unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis (2007) ausgezeichnet.

Ralph Krass verkörpert das Bild eines selbstsicheren, mächtigen und rücksichtslosen Geschäftsmannes. Auf einer dekadenten Reise versammelt einen illustren Personenkreis um sich, um sie in seinen Bann zu ziehen, zu manipulieren und sich als großzügiger Wohltäter zu inszenieren. Geld spielt keine Rolle. In Neapel wird der Kreis durch die junge, eigensinnige Lidewine erweitert, mit der Krass ein besonderes Verhältnis eingeht. Hofiert wird Krass zudem von seinem Sekretär Dr. Jüngel, der sich bemüht, die Gesellschaft zusammenzuhalten.

Der Roman ist dreiteilig angelegt. Die Handlung beginnt im Jahr 1988 in Neapel und führt anschließend in die französische Provinz. Erst rund 20 Jahre später treffen Krass, Dr. Jüngel und Lidewine erneut und in neuer Konstellation aufeinander, wo die Handlung in ein kurioses Finale mündet. Am Aufbau eines Musikstücks orientiert, sind die Teile mit „Allegro imbarazzante“, „Andante pensieroso“ und „Marcia funebre“ bezeichnet und nicht nur durch Orts- und Perspektivwechsel gekennzeichnet, sondern auch stimmungsmäßig unterschiedlich angelegt.

Der Erzählstil hat mich von Anfang an begeistert. Er wirkt elegant und zugleich sehr bildlich. Mit seiner kunstvollen Sprache schafft Mosebach es, unverwechselbare Bilder entstehen zu lassen. 

Die Geschichte ist dabei äußerst vielschichtig, bisweilen undurchsichtig und mit vielen Nebenfiguren und Verflechtungen versehen, die Raum für eigene Mutmaßungen lassen. Hinzu kommt ein reichhaltiges Repertoire an Symbolen und Anspielungen. Die Handlung des Romans ist kaum vorhersehbar; die meiste Zeit scheint alles möglich. Gerade die Beschreibungen der Nebenfiguren im Roman, sei es der Schuster Desfosses oder Madame Lemoine mit ihren Vögeln, fand ich wunderbar getroffen. Sie machen für mich vielleicht die Faszination des Romans aus.

„Krass“ ist sicher ein außergewöhnlicher Roman, der literarisch Einiges zu bieten hat und in dessen Mittelpunkt Ralph Krass zugleich abstößt und fasziniert.

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Cover des Buches Krass (ISBN: 9783498045418)Melody73s avatar

Rezension zu "Krass" von Martin Mosebach

Eine epische Geschichte
Melody73vor 3 Monaten

Ralph Krass – so heißt ein verschwenderisch großzügiger Geschäftsmann, der Menschen mit kannibalischem Appetit verbraucht. Ist er unendlich reich oder nur ein Hochstapler, kalt berechnend, oder träumt er hemmungslos? Er will sich seine Gesellschaft kaufen, immer nur selbst der Schenkende sein. Als in Neapel Lidewine in seinen Kreis tritt – eben noch die Assistentin eines Zauberers, eine junge Abenteurerin –, bietet er ihr einen ungewöhnlichen Pakt an. Beobachtet wird das Ganze von seinem Sekretär, dem Pechvogel Dr. Jüngel, mit einem Blick voll Neid und Eifersucht. Aber erst nachdem die Gesellschaft von Herrn Krass durch einen Eklat auseinandergeflogen ist, gelingt es ihm, an seinem Zufluchtsort in der französischen Provinz, die Mosaiksteine des Geschehenen zu einem Bild zu ordnen – während Menschen wie der stumme Kuhhirte Toussaint, der Schuster Desfosses und Madame Lemoine mit ihren Wellensittichen ihm eine Ahnung davon vermitteln, wie alles mit allem rätselhaft zusammenhängt.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Krass (ISBN: 9783498045418)G

Rezension zu "Krass" von Martin Mosebach

Den Einstieg nicht wirklich gefunden
Gisevor 3 Monaten

Ralph Krass ist ein Geschäftsmann, der gerne Menschen um sich herum versammelt. So findet sich auch Lidewine in seinem Kreis ein, die ihre Stelle als Assistentin eines Zauberers unvermittelt aufgibt.


Mit vielen Erwartungen bin ich an dieses Buch herangegangen, nur um mich auf den ersten hundert Seiten der Geschichte in den Dornenranken des verwendeten Sprachstils hängen zu bleiben. Verschachtelte ellenlange Sätze, das ausgiebige Verweilen in der Beschreibung eines Ereignisses ließen es kaum zu, dass ich einen Einstieg in die Geschichte fand, geschweige denn ein Gefühl für die Protagonisten selbst. Ich musste die Lektüre abbrechen, vielleicht wird sie zu einem anderen Zeitpunkt für mich interessant.


Deshalb kann ich leider nur 2 von 5 Sternen vergeben. Den Hype um das Buch kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

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Zusätzliche Informationen

Martin Mosebach wurde am 31. Juli 1951 in Frankfurt am Main (Deutschland) geboren.

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von 49 Lesern aktuell gelesen

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