Eine nahe Verwandte wollte nach dem Abitur ein Studium beginnen, konnte sich aber nicht zwischen BWL und Jura entscheiden. Bei Jura schreckte sie die Vielzahl der Paragrafen, die man kennen muss, auch glaubte sie in allem, kein System erkennen zu können. Nachdem sie „Nicht immer ist es Mord“ gelesen hatte, war die Entscheidung gefallen und sie begann, Jura zu studieren. Das Buch hatte wohl geholfen, ihre Bedenken zu zerstreuen, denn sie entdeckte einen roten Faden, der sich in der Bewertung durch die verschiedenen Tötungsdelikte zieht. Das Buch ist gut verständlich geschrieben und klar strukturiert. Durch Fallbeispiele kann sich auch ein Nicht-Jurist das strafrechtliche Denken aneignen. Man wird in die Lage versetzt, ein Tötungsdelikt durch die Augen eines Staatsanwaltes, Verteidigers und eines Richters zu sehen.
Der konkrete Unterschied zwischen Mord, Totschlag, fahrlässiger Tötung und Körperverletzung mit Todesfolge wird erklärt, auch wird dargelegt, weshalb es Straftaten wie Polizistenmord, Ehrenmord, Massenmord, Kinds- oder Tyrannenmord gar nicht gibt und wie diese Konstellationen in der Systematik des StGB unter den einheitlichen Mordtatbestand mit seinen neun möglichen Mordmerkmalen fallen und bestraft werden können.
Liane von Z.

