Martin Mucha

 3,9 Sterne bei 54 Bewertungen
Autor von Papierkrieg, Seelenschacher und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Martin Mucha

Cover des Buches Papierkrieg (ISBN: 9783839210543)

Papierkrieg

 (31)
Erschienen am 08.02.2010
Cover des Buches Seelenschacher (ISBN: 9783839211335)

Seelenschacher

 (7)
Erschienen am 07.02.2011
Cover des Buches Beziehungskiller (ISBN: 9783839213148)

Beziehungskiller

 (5)
Erschienen am 09.07.2012
Cover des Buches Liebessiegel (ISBN: 9783839217528)

Liebessiegel

 (4)
Erschienen am 01.07.2015
Cover des Buches Erbschleicher (ISBN: 9783839215302)

Erbschleicher

 (3)
Erschienen am 05.02.2014
Cover des Buches Das Diamantcollier (ISBN: 9783839225677)

Das Diamantcollier

 (2)
Erschienen am 12.02.2020
Cover des Buches Funkenfeuer (ISBN: 9783839222133)

Funkenfeuer

 (1)
Erschienen am 07.02.2018
Cover des Buches Die Lebensversicherung im Plastiksackerl (ISBN: 9783734993206)

Die Lebensversicherung im Plastiksackerl

 (1)
Erschienen am 01.06.2015

Neue Rezensionen zu Martin Mucha

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Cover des Buches Das Diamantcollier (ISBN: 9783839225677)Sikals avatar

Rezension zu "Das Diamantcollier" von Martin Mucha

Komplexe Geschichte
Sikalvor einem Jahr

Arno Linder, Professor für klassische Philologie an der Uni Wien freut sich auf die Sommerferien mit seiner Frau Laura und den beiden Kindern. Als Lauras Freundin Irene auftaucht, seine Frau ihn bittet, Irenes verschwundenes Diamantcollier zu suchen, ahnt Arno nicht, dass auch seine Ehe auf unsicheren Gewässern schippert.


Arno Lindner, ehemaliger Kleinganove, taucht in die Wiener Unterwelt ein, kurbelt seine früheren Kontakte an, um die Klunker Irenes zu finden. Doch nicht nur ein verschwundenes Diamantcollier (existiert es nun oder doch nicht?) und seine untreue Frau beschäftigen Arno, auch eine verschollene Leiche und alte Familiengeschichten ziehen Arno in den Bann.


Für mich war es der erste Fall, den ich mit Arno Linder gelesen habe, somit konnte ich auch seine Entwicklung vom Kleinganoven zum braven Ehemann und Vater nicht miterleben. Doch durch Rückblicke und den Einblick in die Wiener Unterwelt, tappt man nicht so ganz im Dunkeln, welche Vorgeschichte Arno Linder bereits hat.


Der Schreibstil Martin Muchas ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wem der Wiener Dialekt nicht ganz so vertraut ist, dürfte sich teilweise etwas schwer tun beim Lesen.


Bei der Jagd Arnos quer durch Wien bekommt man noch eine Stadtführung zusätzlich, die von prunkvollen bis hin zu verfallenen Gebäuden alles herzeigt.


Ein unterhaltsamer, lesenswerter Krimi, den ich ganz gerne gelesen habe. 4 Sterne

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Cover des Buches Das Diamantcollier (ISBN: 9783839225677)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Das Diamantcollier" von Martin Mucha

Wo sind Irenes Klunker geblieben?
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Arno Linder, klassischer Philologe an der Uni Wien, ist sesshaft und bieder geworden. Er hat seine große Liebe, die Anwältin Laura geheiratet und zwei entzückende, wenn auch lärmende Kinder bekommen. Alles Eitel Wonne, oder? 

Da kommt ihm der Auftrag von Laura, Irenes verschwundenes Diamantencollier zu suchen, gerade recht. Linder schlüpft wieder in die Rolle des Kleinganoven, aktiviert seine früheren Kontakte und findet sich unversehens in einer Familientragödie, die in den 1930er Jahren ihren Ausgang genommen hat wieder. Es geht um ein Immobilienvermögen, den Schatz des Sultans und ein abgängiges Familienmitglied. 

Meine Meinung: 

Ich habe mich sehr gefreut, wieder einen Fall mit Arno LInder lösen zu dürfen. Zwischendurch habe ich die vage Idee gehabt, dass das Diamantencollier von Irene gar nicht verschwunden, ja sogar gar nicht existent ist, sondern Arno beschäftigt werden musste. Dass er dann in einen echten Kriminalfall verwickelt worden ist, ist der Schreibkunst von Martin Mucha zu verdanken.

Diese Band beschert uns auch ein Wiedersehen mit der einen oder anderen Figur aus Arnos früherem Leben. Der alte Steinschneider ist so einer. Ein wenig zwielichtig, hat er nach wie vor  Kontakte zu allerlei lichtscheuem Gesindel. 

Der Schreibstil ist wie immer herrlich wienerisch. Diesmal verwendet Mucha nicht den alten, urwiener Dialekt, der mit Wörtern aus dem Jiddischen oder dem Rotwelschen durchsetzt ist, sondern modernisiert die Sprache. Ein Konglomerat aus den vielen Sprachen, die in Wien gesprochen werden, grammatisch falsch und stakkatoartig abgehackt.  

Die rasante Tour durch Wien führt uns vom opulenten Hotel Imperial, in dem für gewöhnlich Staatsgäste absteigen bis hin zu verwahrlosen Lagerhallen und einer ehemals mondänen, nun aber verfallenen Villa. 

Fazit: 

Eine rasante Jagd durch das sommerliche Wien, wo mehr auf dem Spiel steht, als nur der Verlust von ein paar Klunkern. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

 

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Cover des Buches Funkenfeuer (ISBN: 9783839222133)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Funkenfeuer" von Martin Mucha

Funkenfeuer - ein schöner, alter Brauch
Bellis-Perennisvor 3 Jahren


 „Funkenfeuer“ ist ein alter, schwäbisch-alemannischer Feuerbrauch, der noch heute in Vorarlberg, der Schweiz, Liechtenstein und anderen Gebieten mit schwäbisch-alemannischer Bevölkerung gepflegt wird. Er findet am ersten Sonntag nach dem Aschermittwoch statt.  Höhepunkt ist das Verbrennen der „Funkenhexe“. Der Vorarlberger Funkenbrauch wurde 2010 in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

 

Rund um diesen alten Brauch ist der Krimi von Martin Mucha angesiedelt.

 

Revierinspektor Hubert Schmiedle, von allen noch mit dem alten Gendarmeriedienstgrad „Wachtmeister“ betitelt, hütet allein, aber dienstbeflissen, die Polizeiinspektion in einem fiktiven Dorf im Ländle. Es ist wenige Tage vor dem „Funkensonntag“. Da es zu einem beliebten Volkssport gehört, den „Funken“ der Nachbargemeinde zu stehlen oder zu zerstören, ist Schmiedles Aufmerksamkeit auf den eigenen „Funken“ fokussiert.

 

Da platzt die Nachricht, dass die junge, zugewanderte Lehrerin verschwunden ist, in seine Beschaulichkeit.

Schmiedle beginnt sich umzuhören. Bald ist klar, dass der Bürgermeister ein handfestes Motiv hätte, die Lehrerin verschwinden zu lassen: Sie hat ihn wegen sexueller Belästigung verklagt.


Doch wie dem geschäftigen Bürgermeister, der durch geschickte Manöver die meisten Dorfbewohner auf seiner Seite hat, beikommen?

Und außerdem den Funken nicht aus den Augen lassen? 

 

Schmiedle, ein wortkarger, aber gewitzter Beamter, ist ein guter Zuhörer und so horcht er auf dem Dorfplatz, im Wirtshaus und vor allem seiner Ehefrau zu, wenn der neueste Dorfklatsch erzählt wird.

 

Wird die Lehrerin unversehrt wiederauftauchen? Und wird das Funkenfeuer ohne Zwischenfälle ablaufen?

 

Meine Meinung:

 

Martin Mucha hat hier einen großartigen Krimi geschrieben. Er beschreibt die Leute wirklich toll. (Ich habe mehrere Monate in Vorarlberg gearbeitet. Ja, genau solche Typen sind mir untergekommen!)

Hubert arbeitet bedächtig. Jede Hast und Hektik liegen ihm fern. Er kennt sein Dorf in und auswendig. Er liebt gutes Essen (auch in der Fastenzeit) und auch im Dienst hin und wieder ein Schnäpsle.

 

Herrlich auch die im breiten Dialekt geschriebenen Dialoge. Wegen der Mundart ist das Buch jetzt nicht unbedingt für jedermann leicht zu lesen. Leser aus mit alemannischen Wurzeln werden sich bestimmt sehr amüsieren.

 

Die Krimihandlung tritt zugunsten des Lokalkolorits zurück. Wir lernen eine Reihe von exquisiten hochprozentigen Obstsorten kennen und unternehmen einen Streifzug durch die Vorarlberger Küche. Mir ist beim Lesen über Vorarlberger Bergkäse, Kasspatzln und Ri(e)bel das Wasser im Mund zusammengelaufen. Witzig ist, dass Schmiedle zum Chinesen geht, wenn er ein goldbraunes SchniPo = Wiener Schnitzel mit Pommes Frittes essen möchte.

 

Eine besondere Freude hat mir das bejahrte Damenkränzchen bereitet. Ich kann sie mir wirklich gut vorstellen, die alten Damen, die auf die klingenden Namen Agathe, Crescencia (90 plus) und Walpurga hören.

 

Eine meiner Lieblingsstellen:

 

„Doch die Mauer des adoleszenten Selbstvertrauens, das sich aus Arroganz und Testosteron speiste, bröckelte.“ (S.78)

 

Hier eine Kostprobe des Dialekts, wobei das wichtigste Wort gut erkennbar ist:

 

„Moll ja, un mir sön sega, supr, dass du Bolizischt bisch, wal dia andara sin Arschlöcher.«

 

Autor Martin Michael Mucha, 1976 in Graz geboren, lebt als verheirateter Familienvater in Wien. Seine Jugend verbrachte er allerdings in einem Dorf im Vorarlberger Walgau.

 

Fazit:

 

Ein etwas anderer Krimi, aber die Vorarlberger sind ja auch anders als die Innerösterreicher. Gerne gebe ich 5 Sterne und hoffe auf eine Fortsetzung.

 

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