Martin Petersen Exit Sugartown

(21)

Lovelybooks Bewertung

  • 24 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 19 Rezensionen
(4)
(11)
(6)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Exit Sugartown“ von Martin Petersen

Eine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt geschieht: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Charlie in Sugartown auf. Ihr Vater findet immer seltener Arbeit, kommt dafür immer öfter betrunken nach Hause. Ihre Mutter näht zum minimalen Lohn. Als Dawn 16 ist, stirbt ihre Mutter. Doch schliesslich muss auch ihr kleiner Bruder den Schulbesuch gegen die Arbeit in einer Ziegelei intauschen. Da lernt sie zwei junge Männer kennen, die von den guten Verdienstchancen der "Weissen Welt" erzählen. Dawn trifft einen schicksalsschweren Entschluss. Um ihrer Familie, allen voran Charlie, zu helfen, lässt sie sich auf eine Schlepperbande ein: der Anfang einer gnadenlosen Flucht. """Exit Sugartown"" von Martin Petersen ist ein Buch, das uns alle betrifft.

Ein Buch welches viele Hintergrundinformationen zum Thema Flüchtlinge liefert und einen zum Nachdenken bringt.

— freakygirli
freakygirli

Jugendbuch zu einem Thema, das aktueller nicht sein könnte und zu Diskussionen anregt - auch für Erwachsene lesenswert!

— mondy
mondy

Authentisches Flüchtlingsdrama, bei dem mir leider Emotionen gefehlt haben.

— Lovely_Lila
Lovely_Lila

Ein aktuelle, sehr realitätsnahe Flüchtlingsgeschichte, die mich mitgenommen hat und mich mit schalen Nachgeschmack zurück lässt.

— eulenmatz
eulenmatz

Ein aktuelles Thema wird hier auf brutale Art und Weise beschreiben, allerdings geht leider die Emotionalität und Bindung zum Leser unter

— Miia
Miia

unglaublich traurig, aber sehr schön geschrieben

— NinaEff
NinaEff

Dawn auf dem Weg in ein besseres Leben... dieses Buch geht tief unter die Haut und lässt einen so schnell nicht mehr los. Lesenswert!

— Buecherseele79
Buecherseele79

Stöbern in Jugendbücher

Evolution (3). Die Quelle des Lebens

Erst etwas langatmig, dann aber spannend hoch zehn!

Skyline-Of-Books

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Ich bin nicht ganz überzeugt. Schöne Geschichte, die aber viele langatmige Passagen hat

spozal89

Erwachen des Lichts

Wieder ein gelungenes Buch der Autorin. Ein Muss für Liebhaber von Jugendbüchern mit Fantasy, Spannung, Romantik und Humor!!

jojo_brendel

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Gelungene Dornröschen - Adaption, die ganz anders verläuft als erwartet und mich vor allem in der zweiten Hälfte richtig begeistern konnte.

ConnyKathsBooks

The Hate U Give

Wirklich tolles Buch zu einem brisanten Thema. Sollte man gelesen haben.

tine16

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Wahnsinn, ich kann den dritten und letzten Teil nicht mehr erwarten.

FrancisK

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Exit Sugartown" von Martin Petersen

    Exit Sugartown
    NetzwerkAgenturBookmark

    NetzwerkAgenturBookmark

    Eine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt geschieht Hochaktuell und brisantAutor Martin Petersen greift in seinem neuen Buch "Exit Sugartown" aktuelle, dramatische Themen auf. Bewerbt Euch jetzt zur Leserunde und begleitet Dawn auf eine Reise ins Ungewisse.Zitat „Vielleicht gerade weil er nicht eine wahre Geschichte nacherzählt, gelingt es Martin Petersen, wahre Geschichten zu erzählen – über Armut als Globalisierungsfolge, über die Rechtelosigkeit vieler Armutsflüchtlinge, über Jugendliche und die existenzielle Frage, wie man auch in größter Not Mensch bleibt. Ein Buch, nach dem man nicht gut schlafen kann; berührend, sensibilisierend und wichtig.“ (Kathrin Köller, Eselsohr)Lesealter: junge ErwachseneEine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt geschieht: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Charlie in Sugartown auf. Ihr Vater findet immer seltener Arbeit, kommt dafür immer öfter betrunken nach Hause. Ihre Mutter näht zum minimalen Lohn. Als Dawn 16 ist, stirbt ihre Mutter. Doch schließlich muss auch ihr kleiner Bruder den Schulbesuch gegen die Arbeit in einer Ziegelei intauschen. Da lernt sie zwei junge Männer kennen, die von den guten Verdienstchancen der "Weißen Welt" erzählen. Dawn trifft einen schicksalsschweren Entschluss. Um ihrer Familie, allen voran Charlie, zu helfen, lässt sie sich auf eine Schlepperbande ein: der Anfang einer gnadenlosen Flucht.Ich suche für die Leserunde zu "Exit Sugartown" von Martin Petersen Leser, die gemeinsam in der Leserunde das Buch besprechen & anschließend das Buch rezensieren möchten. Wir freuen uns auch über junge Erwachsene als Leser. Hierfür werden 20 Bücher zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns auch über Blogger in der Leserunde. Solltet ihr also bloggen, dann schreibt uns bei der Bewerbung eure Blogadresse bei. Bewerbungfrage:  Was meint Ihr, erwartet Euch bei dieser Geschichte? Spekuliere in 2-3 Sätzen.*** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des BuchesErwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

    Mehr
    • 202
  • ein Jugendroman der nachdenklich stimmt

    Exit Sugartown
    Manja82

    Manja82

    19. May 2016 um 08:41

    KurzbeschreibungEine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt geschieht: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Charlie in Sugartown auf. Ihr Vater findet immer seltener Arbeit, kommt dafür immer öfter betrunken nach Hause. Ihre Mutter näht zum minimalen Lohn. Als Dawn 16 ist, stirbt ihre Mutter. Doch schließlich muss auch ihr kleiner Bruder den Schulbesuch gegen die Arbeit in einer Ziegelei eintauschen. Da lernt sie zwei junge Männer kennen, die von den guten Verdienstchancen der "Weißen Welt" erzählen. Dawn trifft einen schicksalsschweren Entschluss. Um ihrer Familie, allen voran Charlie, zu helfen, lässt sie sich auf eine Schlepperbande ein: der Anfang einer gnadenlosen Flucht.(Quelle: Dressler)Meine Meinung Der Jugendroman „Exit Sugartown“ stammt vom Autor Martin Peterson. Es ist ein Roman, der auf aktuellen Dingen basiert und ich war neugierig auf die Umsetzung.Dawn ist 17 Jahre alt und sie wohnt mit ihrer Familie in Sugartown. Allerdings wirklich viel haben sie nicht zum Leben. Ihre Mutter stirbt dann leider und Dawns Vater tut sich schwer damit Arbeit zu finden. So ist es an Dawn die Familie zu ernähren. Ich empfand das junge Mädchen als ziemlich stark. Allerdings wirkte sie auch recht emotionslos auf mich, irgendwie wie abgestumpft. Ich vermute aber es liegt an ihrer Situation, dass sie so ist wie sie ist.Die Nebencharaktere bleiben in meinen Augen leider zu blass. Man kann sich kaum ein Bild von ihnen machen, was ich hier sehr schade fand.Der Schreibstil des Autors ist soweit okay. Man kommt flüssig durch die Seiten, allerdings hat mich auch hier die Emotionslosigkeit etwas gestört. Außerdem gibt es doch einige Wiederholungen und auf mich wirkte es eher wie eine Beschreibung der Geschehnisse und nicht wie ein Roman. Daran musste ich mich erst gewöhnen.Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Dawn. Martin Petersen hat hier die Ich-Perspektive verwendet. Zwar passt diese hier gut, doch leider gibt Dawn nicht unbedingt das preis was man erwartet. Man kann kaum in ihre Gedanken und Gefühle blicken.Die Handlung ist zu einem sehr aktuellen Thema. Diese Idee find ich sehr gut und es ist alles auch recht gut umgesetzt. Man wird zum Nachdenken angeregt, es ist wirklich erschreckend zu lesen was hier alles passiert. Ich hatte oftmals ziemliches Mitleid mit Dawn. So kommt auch Spannung auf, die konstant oben gehalten wird. Es ist der Weg in eine bessere Zukunft, ein Weg voller Gefahren und Schwierigkeiten.Das Ende konnte mich überraschen. Es passt gut, macht das Buch rund und regt zusätzlich auch nochmals zum Nachdenken an.Fazit Letztlich kann ich sagen ist „Exit Sugartown“ von Martin Petersen ein Jugendroman der nachdenklich stimmt.Ich hatte zwar ein paar Probleme mit der Emotionslosigkeit der Protagonistin und dem Stil des Autors, doch die Handlung konnte mich aufgrund der Aktualität einnehmen.Durchaus lesenswert!

    Mehr
  • Ein Buch welches viele Hintergrundinformationen zum Thema Flüchtlinge liefert.

    Exit Sugartown
    freakygirli

    freakygirli

    24. April 2016 um 16:03

    Dawn befindet sich an einem Ort und lebt ein Leben, in dem alles geheim bleiben muss. Dawn ist nicht ihr richtiger Name (sie wird nur von allen so genannt) und auch Sugartown ist nur eine erfundene Bezeichnung für die Stadt in der sie lebt. Dawn lebt mit ihren Eltern und dem kleinen Bruder in einem Häusschen und die ganze Familie muss sich, wie so viele andere auch, mit wenig Geld durch den Tag schlagen. Als dann die Mutter auch noch stirbt und eine weitere Einnahmequelle verloren geht, sieht Dawn nur noch einen Ausweg - sie will mit ihrer besten Freundin Didi übers Meer in die City um dort Geld zu verdienen und ihrem Bruder ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch ist auf der anderen Seite wirklich alles so schön wie immer alle sagen?Da ich mich mit dem Thema Flüchtlinge vor diesem Buch noch nicht wirklich beschäftigt hatte, erfuhr ich viele neue und erschreckende Sachen zu diesem Thema. Man merkt, dass der Autor Martin Petersen viel recherchiert hat um die Geschichte so realitätsnah wie möglich erzählen zu können, was ihm meiner Meinung nach auch geglückt ist. Die grösste Zeit beim Lesen konnte ich mich in Dawn hineinfühlen. Manchmal war es für mich auch unbegreiflich, warum sie etwas getan hat doch kurz darauf fragte ich mich dann immer, was ich in dieser Situation machen würde und musste mir dann selbst eingestehen, dass ich hilflos verloren wäre.Ich kann das Buch all denjenigen ans Herz legen die erfahren möchten, was ein Flüchtling alles durchleben muss, nur um seiner Familie das Überleben zu ermöglichen. Für uns hier in Europa mag das vielleicht übertrieben wirken, aber wenn auch ich meine Familie in Sicherheit wissen möchte, würde ich alles auf mich nehmen, was auch Dawn durchmachen musste.

    Mehr
  • Ein Buch welches aktueller nicht sein könnte!

    Exit Sugartown
    Line1984

    Line1984

    23. April 2016 um 09:13

    Exit Sugartown ist ein besonderes Buch welches gerade auch durch seine Thematik brandaktuell ist.Ein emotionales und auch grausames Flüchtlingsdrama wie es täglich auf dieser Welt geschieht.Dawn lebt mit ihrer Familie in Sugartown, ihr Vater findet immer seltener Arbeit und sucht seinen Trost im Alkohol, Dawns Mutter arbeitet als Näherin Tag und Nacht und hält so die Familie über Wasser.Als Dawns Mutter plötzlich stirbt muss sie sich um ihren kleinen Bruder kümmern und sie übernimmt den Job als Näherin von ihrer Mutter.Doch das Geld reicht hinten und vorne nicht, so muss auch Dawns kleiner Bruder arbeiten als in die Schule zu gehen.Als Dawn zwei junge Männer kennen lernt die ihr von besser bezahlten Jobs in der Weissen Welt, kurz entschlossen trifft Dawn eine folgenschwere Entscheidung.Dawns gnadenlose Flucht beginnt.Der Schreibstil des Autoren ist sehr besonders und war für mich zu beginn auch ungewohnt. Der Schreibstil ist locker, direkt und ein wenig plump, aber es passt einfach zum Buch und zu der Story. Etwas anderes hätte da nicht gepasst.Klar war es zu beginn etwas gewöhnungsbedürftig aber nach wenigen Seiten hatte ich mich daran gewöhnt.Die Charaktere sind authentisch und auch realistisch gezeichnet.Ich konnte mich teilweise gut in Dawn hineinversetzten, allerdings fand ich ihre Erwartungen an die Weisse Welt unrealistisch.Natürlich kann sie nichts dafür, diese Märchen wurden ihr in den Kopf gesetzt, das Dawn es allerdings glaubt konnte ich nicht nachvollziehen. Wie kann man sich ein freies Leben erhoffen wenn sie schon jetzt verschuldet ist und der Schlepperbande ein Haufen Geld schuldet?Die Erkenntnis kommt und zieht ihr den Boden weg, doch da ist es leider schon zu spät. Die Handlung ist fesselnd, spannend aber auch grausam und emotional.Ich kann euch sagen, dieses Buch ist keine leichte Kost für zwischendurch, dieses Buch öffnet die Augen und regt klar zum Nachdenken an.Viele Flüchtlinge teilen Dawns Schicksal, dieses aber so detailliert und authentisch zu lesen raubte mir teilweise den Atem. Es ist einfach erschreckend.Das Ende schockte mich noch mal richtig, auch wenn ich ahnte worauf es hinaus laufen würde, so hatte ich doch Hoffnung ich würde mich irren.Ich empfehle euch dieses Buch, allerdings solltet ihr euch klar sein das dieses Buch keine leichte Kost für zwischendurch ist.Fazit:Mit "Exit Sugartown" ist dem Autoren ein aktuelles, realistisches und emotionales Buch gelungen welches mich überzeugen konnte. Von mir bekommt dieses Buch die volle Punktzahl, 5 Eulen.

    Mehr
  • Diese Geschichte hat mich sehr berührt

    Exit Sugartown
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. April 2016 um 21:55

    Inhalt: Dawn ist 17 Jahre und lebt in der Stadt Sugartown auf der anderen Seite der Welt. Die Mutter stirbt früh und sie versucht ihrem kleinen Bruder ein besseres Leben zu bieten. Dawn macht sich auf den Weg in ein weit entferntes Land, um Geld zu verdienen. Alles ist nicht so wie es scheint und auf einmal wird Dawn gejagt. Von Menschen, die vor nichts zurückschrecken. Erst recht nicht bei einem Flüchtlingsmädchen ohne echten Pass und Schutz. Meinung: Am Anfang lernen wir Dawn und ihr Leben in Sugartown kennen. Der Schreibstil ist genau meins und ich war auch gleich in der Geschichte drin. Die Reise in das ferne Land ist super gut recherchiert und beschrieben. Beim Lesen kam es mir so vor, als wenn ich mittendrin war und nicht nur „Zuschauer“. Die Charaktere sind alle gut beschrieben und authentisch. Mit Dawn habe ich gelitten und ihre Verzweiflung, ihren Mut richtig spüren können. Die Spannung steigerte sich bis zum Schluss immer mehr und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Fazit: Ein sehr emotionales Buch mit einem aktuellen Thema, dass ich sehr empfehlen kann.

    Mehr
  • Zu emotionslos

    Exit Sugartown
    connychaos

    connychaos

    14. April 2016 um 15:23

    Dawn wächst mit Mutter, Vater und ihrem kleinen Bruder in Sugartown auf. Sie leben in Armut, die Mutter näht für einen Hungerlohn, der Vater hat oft keinen Job oder vertrinkt und verspielt seinen Lohn. Als die Mutter stirbt, muss Dawn für den Lebensunterhalt sorgen und auch der kleine Bruder muss in die Fabrik zum Arbeiten. Dawn lernt über eine Freundin zwei junge Männer kennen, die ihr in der weißen Welt einen guten Job und ein sorgenfreies Leben versprechen. Damit es ihrer Familie besser geht und der kleine Bruder endlich wieder zur Schule gehen kann, lässt sich Dawn darauf ein. Sie unterschreibt einen Schuldschein und lässt sich in die weiße Welt schleusen. Doch die Reise ist beschwerlich und die weiße Welt nicht wie versprochen. Die Geschichte ist sehr aktuell, es vergeht kein Tag, an dem man nicht etwas über Flüchtlinge in den Medien hört. Der Schreibstil war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, sehr abgehackt und stockend. Die Figuren blieben alle sehr blass, eine Verbindung konnte ich zu keiner von ihnen aufbauen, Sympathie wollte auch keine aufkommen. Die Geschichte ist sehr spannend und interessant aber es fehlten mir die Emotionen, die Figuren handelten alle sehr abgebrüht und berechnend, das empfand ich als unglaubwürdig. Die Handlungen, besonders von Dawn, konnte ich oftmals nicht nachvollziehen, sie erschienen mir unlogisch. Die Methoden der Schleuser und die Fluchbedingungen wurden dagegen recht authentisch beschrieben.

    Mehr
  • etwas mehr erwartet, aber ok............

    Exit Sugartown
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    12. April 2016 um 18:58

    Kurzbeschreibung Eine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt geschieht: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Charlie in Sugartown auf. Ihr Vater findet immer seltener Arbeit, kommt dafür immer öfter betrunken nach Hause. Ihre Mutter näht zum minimalen Lohn. Als Dawn 16 ist, stirbt ihre Mutter. Doch schliesslich muss auch ihr kleiner Bruder den Schulbesuch gegen die Arbeit in einer Ziegelei intauschen. Da lernt sie zwei junge Männer kennen, die von den guten Verdienstchancen der "Weissen Welt" erzählen. Dawn trifft einen schicksalsschweren Entschluss. Um ihrer Familie, allen voran Charlie, zu helfen, lässt sie sich auf eine Schlepperbande ein: der Anfang einer gnadenlosen Flucht. Meinung Da der Inhalt des Buches auf einem aktuellen Thema basiert, das uns alle momentan beschäftigt und sich der Klappentext wirklich interessant angehört hat, wollte ich es lesen. Leider lässt es mich mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Die Handlung begann ganz normal und ich kam sofort gut in das Buch rein. Auf den nächsten Seiten merkte ich jedoch, dass ich etwas zweigeteilt wurde. Auf der einen Seite konnte ich mit den Darstellern mitfühlen und verstand ihre Handlungsweisen, aber auf der anderen Seite war vieles für mich unlogisch und nicht nachvollziehbar. Für mich war es echt erschreckend, wie einfach es für solche Schleuser war, Opfer zu „rekrutieren“ und wie schnell die Menschen ihr Geld für nichts und wieder nichts ausgaben und Schuldscheine unterschrieben.  Klar es wurde ein besseres Leben versprochen, aber dafür alles aufzugeben und dann nicht mal zu wissen, ob es wirklich so sein wird? „Exit Sugartown“ regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, war spannend und interessant, aber leider auch an vielen Stellen ziemlich derb und grausam. Was allerdings fehlte waren eindeutig Emotionen und Gefühle. Diese suchte ich vergebens, was echt schade war. Vielleicht hätte ich mich dann einfühlsamer im Buch bewegen können. Zu den Charakteren kann ich nicht viel sagen, nur, sie waren mir alles sehr unsympathisch. Dawn ging noch so einigermaßen, auch wenn ich sie manchmal nicht verstand, aber alle anderen, egal ob mehr wichtig oder nur nebensächlich, ich wurde mit keinem warm. Allerdings muss ich auch sagen, dass so keiner richtig und ausführlich beschrieben wurde. Ich erfuhr sehr wenig über jeden einzelnen und deshalb blieben sie mir wahrscheinlich so unauthentisch. Das Ende hatte es dann in sich. Es kam zwar schnell, aber mit so etwas hätte ich nicht gerechnet. Auf jeden Fall ein würdiges, aber auch trauriges Ende, bei dem alle übrig gebliebenen Fragen beantwortet wurden. Mit dem Schreibstil des Autors fühlte ich mich so gar nicht wohl. Er war für mich irgendwie stockend, sehr speziell und leicht ghettomäßig, was ja eigentlich zum Buch ganz gut passt, für mich aber nicht so toll war. Das Werk selbst wurde in 4 Teile aufgeteilt und diese dann in kurze Kapitel. Fazit "Exit Sugartown" konnte mich leider nur bedingt überzeugen. Ich bekam Einblicke in die Verhaltensweisen sogenannter Schleuser und war teilweise richtig erschüttert. Spannung war da, Grausamkeiten auch, nur die Charaktere waren mir zu flach. Ich vergebe somit gute 3 von 5 Sternen.

    Mehr
  • Hochaktuelles Thema, dass zum Nach- und Umdenken anregt

    Exit Sugartown
    eulenmatz

    eulenmatz

    12. April 2016 um 16:40

    Eine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt geschieht: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Charlie in Sugartown auf. Ihr Vater findet immer seltener Arbeit, kommt dafür immer öfter betrunken nach Hause. Ihre Mutter näht zum minimalen Lohn. Als Dawn 16 ist, stirbt ihre Mutter. Doch schließlich muss auch ihr kleiner Bruder den Schulbesuch gegen die Arbeit in einer Ziegelei eintauschen. Da lernt sie zwei junge Männer kennen, die von den guten Verdienstchancen der "Weißen Welt" erzählen. Dawn trifft einen schicksalsschweren Entschluss. Um ihrer Familie, allen voran Charlie, zu helfen, lässt sie sich auf eine Schlepperbande ein: der Anfang einer gnadenlosen Flucht. (Quelle: Amazon.de) Die Geschichte wird aus Dawns Sicht erzählt und weist dabei genauso wie Dawn eine nüchterne, aber dennoch sich flüssig lesende Schreibweise auf. Man fliegt förmlich durch die Geschichte. Der Autor verzichtet hier gänzlich auf irgendeine Form von Poetik. Angesichts der doch schweren und vor allem hochaktuellen Thematik wäre jegliche Form von Romantisierung und gar Schwaffelei auch keinster Weise angebracht. Dawn ist der Mittelpunkt der Geschichte. Ihre oft sehr nüchterne Art die Dinge zu betrachten und die Reaktionen auf einschneidende Erlebnisse lassen oft den Eindruck von Emotionslosigkeit entstehen. Wie es in sehr vielen Romane mit Ich-Erzähler üblich ist, erhält der Leser wenig bis keinen Einblick ins Dawns Gedankenwelt, sondern eine reine Erzählung und Beschreibung von Geschehnissen. Auch wenn dieser Einblick fehlt, habe ich beim Lesen nicht das Gefühl gehabt, dass Dawn keine Gefühle hat, sondern eher dass sie damit anders umgeht. In ihrer Lage sowie in dem Land, aus dem sie stammt und aus dem sie flieht herrschen Umstände, die für einen „weißen“ Leser in der Regel nur sehr schwer nachvollziehbar sind. Der tägliche Kampf zu Überleben und sich nach dem Tod um die Versorgung der Familie zu kümmern, lässt für mich keinen Platz für Sentimentalität, Selbstreflexion und dem um sich selbst Gedanken machen, ob dies oder jene Entscheidung oder Tat richtig oder falsch war. Auch nach der Flucht aus ihrer Heimat meiner Meinung nach wenig Platz. In meinen Augen ist Dawn sehr stark, mutig und versucht sich nicht unterkriegen zu lassen. Außerdem zeichnet sie sich durch eine außerordentliche Willenskraft aus und zeigt auch ihre Grenzen genau auf, auch wenn sie das erneut in Schwierigkeiten bringt. Die Entscheidungen, die sie im Laufe der Handlung trifft sind allerdings nicht immer ganz durchdacht und bringen sie das eine oder andere Mal in Schwierigkeiten, sicher auch in Ermangelung besseren Wissens, schließlich ist sie erst 17 Jahre alt. Doch tut sie dies immer in der Absicht, dass vor allem ihr kleiner Bruder versorgt ist. Natürlich kommen auch andere Charaktere vor, dennoch bleiben diese relativ blass, was ein wenig schade ist. Martin Petersen präsentiert uns hier einen Roman, der ein hochaktuelles Thema völlig schnörkellos und ohne jegliche Beschönigung darstellt, welches auch so in der Realität denkbar wäre. Gerade diese Art und Weise der Erzählung schockiert einerseits und rüttelt hoffentlich auch wach für die Geschehnisse in unserem Umfeld, die nicht weit weg passieren, sondern häufig direkt in unserer direkten Nachbarschaft. Ein wirklich empfehlenswertes Buch, welches jeder, der sich für die Problematik der Flüchtlinge interessiert (und auch alle anderen), gelesen haben sollte. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass man die Welt danach vielleicht etwas anders sieht und auch ein schaler Nachgeschmack ist durchaus dabei.

    Mehr
  • Exit Sugartown

    Exit Sugartown
    pelia

    pelia

    05. April 2016 um 06:44

    Erster Satz:"Es sieht echt aus wie ein Handy mit Ohren."Meine Meinung zum Buch:Eines vorweg: Mir fällt es unglaublich schwer dieses Buch zu rezensieren, da es sehr viele realistische und authentische Ansätze hat. Sich darüber eine eigene Meinung bilden ist daher wirklich nicht einfach ....Der Schreibstil von Martin Petersen ist sehr speziell, passt aber sehr gut zu der Umgebung. Die Sprache ist so, wie man sie sich in einem Viertel für benachteiligte Kinder vorstellt - plump, derb, grob, geschmacklos. Es war für mich einfach ein ungewohnter Schreibstil mit all den Ausdrücken, die man so eher selten in anderen Büchern findet.Die Idee hinter der Story ist einfach Top. Es ist ein Thema das momentan sicher viele beschäftigt, zu der man selbst aber wenig Bezug hat. Vor allem die Vorteile der "Weißen Welt" wurden immer wieder in den Vordergrund gestellt, mit denen schlussendlich Dawn & ihre Freundin Didi angelockt wurden. Es war einfach erschreckend zu lesen, was sich die Flüchtlinge, speziell Dawn und Didi, erhoffen in der "Weißen Welt". Schnelle Dollars, großes Haus, ein freies Leben! Hat man aber wirklich ein freies Leben, wenn man sich auf eine Schlepperbande einlässt und denen in jungen Jahren bereits eine große Stange Geld schuldet?!Was man in der Story allerdings vergebens sucht sind Emotionen und Gefühle. Man kann einfach keine Beziehung zu Dawn aufbauen, da sie sehr kalt und berechnend rüberkommt. Sie trifft Entscheidungen die ich nicht wirklich verstehen konnte. Zudem fand ich es schade, dass ihr Halt zu ihrer Freundin Didi im Laufe der Story verloren geht. Irgendwann war es nur noch ein ausspielen zwischen Dawn und Didi um die meisten Dollars.Das Ende des Buches kommt überraschend, aber nicht wirklich unerwartet.Fazit:Mit "Exit Sugartown" liefert der Autor Martin Petersen einen sehr beeindruckenden Roman, der zeigt, mit was für falschen Versprechen und Hoffnungen Flüchtlinge in ein anderes Land kommen. Leider konnte mich die Story nicht komplett von sich überzeugen.Das Buch erhält von mir 3 von 5 Federn!

    Mehr
  • Exit Sugartown - Der Weg in die weiße, unbekannte Welt

    Exit Sugartown
    Schwarzkirsche

    Schwarzkirsche

    04. April 2016 um 14:23

    Aussehen : Das Buch ist bisher als E-Book und in gebundener Ausgabe erschienen. Die gebundene Ausgabe hat keinen Schutzumschlag, sondern ist direkt bedruckt. Passend zum Cover ist das gesamte Buch in schwarz und lila gehalten. Ich finde das Buch sieht ganz nett aus und das Cover lässt gut auf das Thema schließen, aber ein besonderer Blickfang ist es wohl eher nicht. Doch man soll ein Buch ja schließlich nicht nach seinem Einband beurteilen... ;) Inhalt : In diesem Buch geht es um die siebzehnjährige Dawn, die aus Sugartown kommt. Sugartown ist keine reale Stadt und es wird auch nicht erwähnt, wo diese liegt. Das Cover und die Verhältnisse in Sugartown lassen aber vermuten, dass es eine Stadt in Afrika ist. Dawns Familie arbeitet hart, doch das Geld reicht kaum für genügend Essen. Schließlich muss auch Dawns zehnjähriger Bruder Charlie in einem Ziegelwerk schuften anstatt zur Schule zu gehen. Dies ist der Auslöser für Dawns Entschluss Sugartown zu verlassen um eine lange Reise ins Ungewisse anzutreten, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Meinung : Der Stil des Buches ist recht einfach und flüssig zu lesen. Die Ereignisse werden in der Ich-Perspektive von Dawn geschildert. Diese benutzt gerade am Anfang einige englische Redewendungen und hängt am Ende eines Satzes gerne mal ein "you know?" an. Das ist anfangs etwas befremdlich, kommt aber im mittleren Teil des Buches auch nicht mehr vor. Ich habe das Gefühl, dass dieses Buch einem sehr interessante Einblicke in die Welt eines Flüchtlings bietet. Viel vom Ablauf der Flucht selbst kennt man bereits aus der Schule oder den Medien: Aufgrund von schlechten Lebensverhältnissen begeben sich vor allem junge Menschen auf eine lebensgefährliche Reise über den Ozean. Angekommen in der "weißen Welt" erwartet sie jedoch ein ganz anderes Szenario als das schnelle Geld. Auch Dawn will sich ein besseres Leben erkämpfen, doch gerade als Frau hat sie es schwer diese lange Reise zu überstehen. Nicht nur dort, sondern auch in "City" angekommen, muss sie ums überleben kämpfen. Die Schilderungen der Ereignisse sind oft brutal und nichts für schwache Nerven, doch leider sehr realitätsnah. All die Geschehnisse wecken im Leser viele Emotionen. Das Buch ist durchgehend spannend. Man ist wütend. Traurig. Frustriert. Ich hätte mir gewünscht, dass man Dawn diese Emotionen auch mehr zum Ausdruck bringt, doch leider erhält man als Leser nur wenige Einblicke in ihre Gedanken. Sie scheint einem stellenweise sogar sehr naiv zu sein und sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Ich dachte dabei oft sowas wie "Selbst schuld, warum macht du sowas auch?". Richtig mit ihr identifizieren konnte ich mich nicht. Womöglich ist dies auch gewollt und Dawn ist eine Repräsentantin für viele Flüchtlinge. So wie "Sugartown" und "City" nur Repräsentanten für Städte in Afrika und Europa sind. Dass man während des gesamten Buchs Dawns richtigen Namen nicht erfährt, verstärkt diesen Eindruck. "Dawn" ist nur ein von ihr selbst gewählter englischer Name für die weiße Welt. Ich hatte leider das Gefühl diese Anonymität schadet dem Buch ein wenig, denn man fühlt nicht so stark mit Dawn mit, wie es vielleicht möglich wäre. Trotzdem versteht man nach dem Lesen des Buchs vielleicht besser, warum manche Flüchtlinge illegale Dinge tun, die einem sonst unverständlich erscheinen. Das finde ich großartig, denn nach dem Lesen eines Buches eine andere Sicht auf die reale Welt zu haben ist immer etwas besonderes. Fazit : Insgesamt ist Exit Sugartown auf jeden Fall ein lesenswertes Buch. Vor allem, wenn man sich bisher wenig mit dem Thema beschäftigt hat. Es öffnet einem die Augen für das schwere Schicksal mancher Menschen und zeigt einem, wie glücklich man sein kann, zur richtigen Zeit am richtigen Ort geboren worden zu sein. Die Ereignisse im Buch haben das Potential den Leser wirklich mitzureißen und in der Geschichte gefangen zu nehmen, doch leider tut die etwas distanzierte Art von Dawn dem einen kleinen Abbruch.

    Mehr
  • Spannende Geschichte einer Flucht

    Exit Sugartown
    cyrana

    cyrana

    03. April 2016 um 18:59

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Dawn erzählt, die in Sugartown aufwächst, aber das Leben dort ist nicht einfach, es gibt nicht viel Arbeit, der Hunger und das Elende sind groß. Da ergibt sich für die 17jährige die Chance, in die Welt der Weißen zu flüchten. Sie unterschreibt einen Vertrag mit Schleppern und macht sich mit ihrer Freundin Didi auf den Weg nach Whitetown.Die Namen der Städte und Länder sind bewusst verallgemeinernd genannt, was mir gut gefallen hat. Gerade durch den recht nüchternen Erzählton von Dawn, die ihre Geschichte für einen Reporter auf Band spricht, werden für mich die Erlebnisse umso grausamer. Im ersten Teil wurde ich oftmals an "Sag nicht, dass du Angst hast" von  Guiseppe Catozzella erinnert, aber dann entwickelt sich die Geschichte doch in einer andere Richtung beziehungsweise geht darüber hinaus.Ein Roman, der aufrüttelt, nachdenklich stimmt und auf keinen Fall kalt lässt. Eine unbedingte Leseempfehlung!

    Mehr
  • Ein Einblick, bei dem wir nicht die Augen verschließen sollten

    Exit Sugartown
    HibiscusFlower

    HibiscusFlower

    Klappentext des Verlages:Eine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt geschieht: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Charlie in Sugartown auf. Ihr Vater findet immer seltener Arbeit, kommt dafür immer öfter betrunken nach Hause. Ihre Mutter näht zum minimalen Lohn. Als Dawn 16 ist, stirbt ihre Mutter. Doch schließlich muss auch ihr kleiner Bruder den Schulbesuch gegen die Arbeit in einer Ziegelei eintauschen. Da lernt sie zwei junge Männer kennen, die von den guten Verdienstchancen der "Weißen Welt" erzählen. Dawn trifft einen schicksalsschweren Entschluss. Um ihrer Familie, allen voran Charlie, zu helfen, lässt sie sich auf eine Schlepperbande ein: der Anfang einer gnadenlosen Flucht."Ich kann nicht von Sugartown erzählen, ohne an den Tod zu denken. Wie der Tod die Lebenden anrempelt. Ohne den Tod wäre ich nicht hier." (S. 22)Sugartown ist kein Slum und dennoch kein schöner Ort. Hoffnung und ausreichend Essen sind hier eher selten zu finden. Die guten Zeiten, in den noch gelacht wurde, Dawns Familie mit dem Wenigen auskommen und sie die Schule besuchen konnte, liegen zurück und verblassen jeden Tag, an dem der Vater betrunken nach Hause kommt und die Mutter rund um die Uhr näht, etwas mehr. Doch als die Mutter stirbt und Dawn feststellt, dass sie ihre Näharbeiten nicht so übernehmen kann, wie es für das Überleben wichtig wäre, steht sie dem Angebot zweier junger Männer zwar skeptisch gegenüber, sieht darin aber einen kleinen Funken Hoffnung, dass es für sie und vor allem ihren kleinen Bruder Charlie besser werden kann.Dawn unterschreibt einen Schuldschein über eine hohe Summe und begibt sich mit ihrer Freundin Didi auf eine gefährliche Reise, bei der sie an ihre Grenzen getrieben wird, die Hoffnung immer wieder schwindet, das neue Leben seinen Glanz verliert, sie hart arbeitet und wenig verdient, bei der sie feststellt, dass sie für Geld nicht alles machen mag und ein besseres Leben für Charlie immer im Vordergrund steht. Aber als sie den Mut zur Flucht aus dem Elend aufbringt, ahnt sie noch nicht, dass sie in der Weißen Welt, in dem neuen Leben stets auf der Flucht und in Gefahr sein wird."Ich fühlte mich so nah am Ziel und zugleich so nah am Abgrund." (S. 196)Eine fiktive Stadt irgendwo, eine gefährliche Reise in ein vermeintlich besseres Leben, eine fiktive Protagonistin, die einem fiktiven Autor eine fiktive Geschichte erzählt, ein nüchtern gewählter Erzählstil - mit Exit Sugartown erhalten die LeserInnen einen Einblick in das Leben von Migranten; das Elend, dem sie entfliehen; den Gefahren, denen sie sich aussetzen; die Schlepper, denen sie vertrauen müssen; die Intention, wegen der sie dies alles auf sich nehmen; den Lebensbedingungen, die sie erwarten und den kriminellen Situationen, mit denen sie konfrontiert werden.Ob bewusst oder nicht, das Betreten einer Gefühlsebene wird größtenteils vermieden, sodass es wirkt, als würde Dawn eine Geschichte für viele Geschichten erzählen, die Tag für Tag tatsächlich passieren, ohne unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Es kann somit passieren, dass die Leser die Emotionen vermissen, während sie Dawn begleiten und ich kann nicht so recht sagen, ob mich dies gestört hat oder nicht. Viel mehr denke ich über das Geschehen nach, das schreckliche Bilder zeichnet. Wenn der Autor darauf hinaus wollte, hat er definitiv alles richtig gemacht.Und somit vermag das Buch in meinen Augen Gedanken und Diskussionsrunden auslösen, berührt jedoch nur bedingt, weil man gefühlsmäßig auf Abstand gehalten wird.

    Mehr
    • 2
  • Aktuelles Thema gut umgesetzt

    Exit Sugartown
    mondy

    mondy

    02. April 2016 um 09:34

    InhaltDie 17-jährige Dawn wächst in Sugartown auf. Das Leben ist nicht einfach, aber als ihre Mutter stirbt und der Vater zum Säufer wird, wird es unerträglich. Als sich ihr die Chance bietet, Sugartown zu verlassen, greift sie kurzerhand zu. Und begibt sich damit in einen Kreislauf von Abhängigkeit und Gewalt, denn eine Überfahrt nach City gibt es nicht umsonst.Meine MeinungMartin Petersen beschreibt in seinem Jugendroman den Weg eines verzweifelten Mädchens, das versucht, in einem anderen Land ein besseres Leben zu finden. Da ihr legale Möglichkeiten verwehrt sind, wählt sie die illegale Variante. Der Autor hat sich damit eines Themas angenommen, dass derzeit nicht aktueller sein könnte. Dawn wird in LKWs und Schlauchboote gepfercht und durch Flüchtlingslager geschleust, um irgendwann als Salatpflückerin in der City arbeiten zu können. Doch damit ist Dawns Weg noch nicht zu Ende: jede Menge Schulden wollen abbezahlt und ihre Familie in Sugartown versorgt werden.Der Autor stellt dieses brisante Thema sehr eindrücklich dar. Dawn denkt zwar immer wieder über Alternativen nach, aber eigentlich hat sie keine und irgendwann ist ein Rückzieher unmöglich. Ich denke, dass es gerade in diesen Tagen wichtig ist, jungen Leuten in Deutschland nahe zu bringen, warum so viele Flüchtlinge nach Europa drängen. Dieses Buch kann seinen Teil dazu beitragen, die Motive von sogenannten "Wirtschaftsflüchtlingen" verständlich zu machen. Dawns Gedanken und Gefühle werden offen gelegt und man kann jeden Schritt von ihr nachvollziehen. Vielleicht täte dieses Buch so manchen Erwachsenen auch ganz gut.Die Handlung findet an Orten statt, die es nicht gibt (z.B. Sugartown / City), die aber so oder so ähnlich irgendwo existieren. Ich fand diesen Kniff ganz gut. Man weiß zwar nicht genau, wo das alles stattfindet, aber man kann sich sehr schnell denken, wo ungefähr. Das alleine gibt schon genug Stoff für zahlreiche Diskussionen, die dieses Buch anregen könnte, her.Die Handlung wird aus der Sicht von Dawn erzählt. Die Sprache ist einfach gehalten, was sowohl gut zum Buch als auch zur Zielgruppe passt. Für mich persönlich war der Schreibstil manchmal zu simpel, da sich einige Phrasen mehrfach wiederholen und der verwendete Wortschatz nicht übermäßig groß ist. Aber ich gehöre auch nicht unbedingt zur Zielgruppe.Spannend ist, dass die Ereignisse, die man derzeit täglich in den Nachrichten hört und sieht, aus der Sicht einer Betroffenen erzählt werden. Wörter wie "Flüchtling", "Armut" oder "illegal" kommen nicht vor. Manchmal begreift man erst durch genauere Beschreibungen, wo sich Dawn gerade befindet und verknüpft diese Informationen dann mit den Bildern, die man kennt. Einiges wird auch nur angedeutet und man kann / muss sich seinen eigenen Reim darauf machen.Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. Ich hoffe, dass das Folgende jetzt nicht zu viele abschreckt, aber ich könnte es mir gut als Klassenlektüre vorstellen. Es bietet jede Menge Diskussionsgrundlagen und ein aktuelleres Thema lässt sich derzeit kaum finden.   

    Mehr
  • 3,5* Authentisches Flüchtlingsdrama, das leider großteils emotionslos erzählt wird

    Exit Sugartown
    Lovely_Lila

    Lovely_Lila

    02. April 2016 um 03:42

    ~ Ein spannendes Drama über das Flüchtlingsmädchen Dawn, die in der „Weißen Welt“ nach einem besseren Leben sucht. Die Geschichte ist authentisch und interessant und der Schreibstil ist flüssig, aber voller Wiederholungen. Die Personen sind teilweise sympathisch, doch meist blass und die Hauptperson schildert viele Details, doch verweigert dem Leser eines: Emotionen. So vergeudet dieses Buch die Chance den Leser gründlich wachzurütteln, zum Nachdenken, Weinen und vielleicht auch Handeln zu bewegen. ~ Inhalt Die 17-jährige Dawn wohnt in Sugartown, einer Stadt in der jegliche Perspektiven fehlen. Dawns Vater findet nur selten Arbeit und Dawn ist beim Nähen, das sie statt ihrer verstorbenen Mutter machen soll, nicht schnell genug. Ihr kleiner Bruder Charlie muss in der Ziegelfabrik anfangen, einem Arbeitsplatz, der ihn nach und nach krank macht. Als Dawn hört, dass es auf der anderen Seite des Meeres, in der „Weißen Welt“, gute Jobs mit ebenso gutem Gehalt gibt, sieht sie eine Überfahrt mit einer Schlepperbande als einzige Möglichkeit, ihre Familie zu retten… Warum habe ich diese Geschichte gelesen? Hier habe ich mich eigentlich recht spontan für die Leserunde beworben. Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich, dass es sich vielleicht hier um eine wichtige Geschichte handeln könnte, die zum Nachdenken anregt und das Schicksal eines Flüchtlings authentisch erzählt. Meine Meinung Der Schreibstil dieses Buches ist einfach und schlicht, und lässt sich auch sehr flüssig lesen. Das führt zusammen mit der angenehmen Schriftgröße dazu, dass man nur so durch die Seiten rauscht. Dennoch ist die Sprache niemals schön oder poetisch, vielmehr nervt sie immer wieder mit unzähligen Wiederholungen, die wirklich leicht vermeidbar gewesen wären. Natürlich könnte man argumentieren, dass Dawns Geschichte eine Aufnahme ist, und niemand spontan poetische Glanzleistungen vollbringen kann, aber als Leser verlange ich dennoch zumindest Abwechslung, auch wenn die Sätze einfach sind. Zu oft kamen zudem gleiche Satzanfänge hintereinander, was ebenfalls störend war. Eines hat das Buch sicher: Spannung. Auch wenn man nicht so mitfiebert wie in anderen Romanen, will man dennoch wissen, wie es mit Dawn weitergeht und wie sie sich in der „Weißen Welt“ schlägt und die vielen Hindernisse überwindet, die in ihrem Weg liegen. Man bleibt neugierig und durch den flüssigen Schreibstil kommt es auch zu keinen langatmigen Stellen. Die meisten der Nebenpersonen bleiben leider blass. Es wird sich nicht die Zeit genommen, sie gut auszuarbeiten, vielmehr scheinen sie wie Hüllen, die sich sofort, wenn das Spotlight der Geschichte nicht auf sie gerichtet ist, in Luft auflösen. Dazu kommt noch, dass einem die meisten von ihnen das ganze Buch über fern bleiben. Nicht einmal zur Hauptperson findet man Zugang, weil einen diese einfach nicht an sich heranlässt. Auch wenn sie ein cleveres starkes Mädchen mit Prinzipien ist, das sich nicht scheut die Wahrheit direkt (und mit ein paar Schimpfworten garniert) auszusprechen (was teilweise stolz macht), kann ich nicht von mir behaupten, dass sie für mich unvergesslich ist oder ich besonders mit ihr mitgelitten hätte. Stellenweise fand ich sie auch ein bisschen egoistisch, weil sie sich bei manchen Dingen einfach ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer nimmt, was sie gerade braucht. Dawns emotionale Unterkühltheit (auch wenn es in der zweiten Hälfte teilweise besser wird) führt dann wohl auch dazu, dass die ganze Geschichte großteils sehr emotionslos erzählt wird. Keine ihrer Beziehungen konnte ich ihr abkaufen, nicht einmal die Liebe zu ihrem Bruder, für den sie die ganze Reise doch eigentlich macht, konnte ich auch nur einmal spüren. Alles wird verwirrend kalt geschildert und damit verschenkt der Roman viel Potential. So fiebert man nicht wirklich mit, wenn es gefährlich wird, man fühlt sich nicht als Teil der Geschichte, sondern bleibt der distanzierte Betrachter, der sich alles von weit weg ansieht. Wenn auf der Reise Leute sterben, wird das teilweise viel zu „nebenbei“, viel zu kurz abgehandelt, so dass es beim Leser gar nicht richtig ankommt, oder ihn zumindest nicht berührt oder erschreckt. Selbst wenn Dawn ihre Geschichte einem Recorder erzählt - ich nehme an, dass sie zum ersten Mal von ihren Erlebnissen berichtet -, da müssen ja ein paar Emotionen wieder hochkommen, oder? Ich würde nichts sagen, wenn sie sich auch sonst nicht an viel erinnern könnte, aber da sie alle möglichen Details noch im Kopf hat, dann doch wohl auch ihre Gefühle. Vielleicht ist sie aber auch einfach ein Mensch, der so nüchtern und kühl auf die Welt blickt wie es durch ihre Erzählung scheint. Falls das der Fall ist, dann frage ich mich, warum der Autor sich gerade für eine solche Figur entschieden hat, wenn er mit seiner Geschichte doch eigentlich Leser zum Nachdenken und Mitfühlen bringen will. Für mich zumindest sind Emotionen in Büchern essentiell. Wenn ich eine nüchterne "Abhandlung" will, dann lese ich einen Zeitungsbericht oder ein Sachbuch. Dabei ist das Thema doch ein so wichtiges: Gerade durch die aktuellen Ereignisse und in Zeiten wie diesen ist es wichtig, Mitgefühl zu wecken für die, die von fernen Ländern zu uns kommen, denn man lässt ja wohl kaum aus einer Laune heraus Familie und Heimat zurück – das hat schon (schwerwiegende) Gründe. Hier wird außerdem sehr anschaulich gezeigt, warum gerade Flüchtlinge gefährdet sind, vom rechten Weg abzukommen und kriminell zu werden: Sie sehen teilweise einfach keine andere Möglichkeit. Bei den Schleppern z.B. ist Dawn hoch verschuldet und sie muss fürchten, dass ihrer Familie etwas passiert, wenn sie mit den Raten in Verzug gerät. Und dabei hat sie sicher noch eine der besseren Schlepper und Reisegruppen erwischt (immerhin gibt es Pausen, Wasser und Nahrung und keines der Mädchen wird vergewaltigt oder ähnliches) - da gibt es sicher noch viel schlimmere. Die Vorkommnisse in diesem Buch sind authentisch, schlimm, erschreckend und dramatisch, und gerade deshalb ist es schade, dass einem das als Leser nicht immer so wirklich bewusst wird, weil die Emotionen fehlen. Genau die Gefühle, die uns helfen würden, die Not und die Tragik von Dawns Flucht nachzuspüren, uns selbst in ihre Lage zu versetzen, die verweigert uns der Autor aus einem mir unbekannten Grund. Natürlich macht man sich als Leser Gedanken, aber dieses Buch hätte das Potential gehabt mir lange Nächte voller Grübeleien zu bescheren, doch das ist hier leider nicht gelungen. Gerade deshalb wird dieses Buch es auch nicht schaffen, die wachzurütteln, die (bewusst) ihre Augen vor diesem Thema verschließen oder Flüchtlingen keinerlei Mitgefühl entgegenbringen. Gerade das wäre aber wichtig: dass ein solches Buch Menschen die Augen öffnet. Auch das überraschende, mutige Ende, konnte da nicht mehr den ganzen Rest davor retten. Mein Fazit Ein spannendes Flüchtlingsdrama über Dawn, die in der „Weißen Welt“ nach einem besseren Leben sucht. Die Geschichte ist authentisch und interessant und der Schreibstil ist flüssig, aber voller Wiederholungen. Die Personen sind teilweise sympathisch, doch meist blass und die Hauptperson schildert viele Details, doch verweigert dem Leser eines: Emotionen. So vergeudet dieses Buch die Chance den Leser gründlich wachzurütteln, zum Nachdenken, Weinen und vielleicht auch Handeln zu bewegen. Meine Empfehlung: Eine Geschichte für alle, die erfahren wollen, warum Menschen in andere Länder fliehen, wie es ihnen dabei ergeht und wie schwierig sich das Ganze gestaltet. Wer ein Buch zum Mitleiden und Mitfühlen sucht, wird allerdings nicht mit dieser Geschichte glücklich werden. Übersicht Stärken: * Schreibstil * Protagonistin * erschreckende Ereignisse, bringt zum Nachdenken (auch wenn viel Potential verschenkt wird) * Spannung Schwächen: * emotionslose Erzählweise * Protagonistin * Schreibstil weist viele Wiederholungen auf * Personen bleiben oft blass Erzählstil: Ich-Erzähler; Präteritum; Perspektive: aus weiblicher Perspektive Bewertung: Idee: 5 Sterne Ausführung: 3,5 Sterne Schreibstil: 3 Sterne Personen: 2 Sterne Protagonistin: 3 Sterne Zusatzkriterien bei diesem Buch: Spannung: 4 Sterne Bringt zum Nachdenken, weckt Emotionen: 3 Sterne Insgesamt: ❀❀❀, 5 Ich vergebe 3,5 Lilien! Ist dieses Buch Teil einer Reihe? – Nein.

    Mehr
  • Ein Thema, das uns alle interessieren sollte

    Exit Sugartown
    Sonjalein1985

    Sonjalein1985

    31. March 2016 um 20:35

    Inhalt: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihrer Familie im verarmten Sugartown auf. Als ihre Mutter stirbt und ihr Vater immer seltener Arbeit findet, weiß sie, dass sie ihre Familie von nun an ernähren muss. Dann jedoch muss auch ihr kleiner Bruder arbeiten, anstatt die Schule zu besuchen und Dawn trifft eine Entscheidung. Sie beschließt, zusammen mit ihrer bester Freundin Didi in die „Weiße Welt“ nach „City“ zu gehen und lässt sich auf eine Schlepperbande ein. Aber auch in „City“ ist nicht alles Gold was glänzt und so gerät Dawn auch hier bald in Schwierigkeiten. Meinung: Im Moment „strömen“ die Flüchtlinge ja geradezu nach Deutschland, weil sie sich hier ein neues und besseres Leben erhoffen. Umso wichtiger finde ich es, nicht die Augen davor zu verschließen und das Leid der Menschen an sich heranzulassen. Dieses Buch zeigt einen noch mal ganz Konkret die Schwierigkeiten der langen Reise und des neuen Lebens in der Weißen Welt auf. In diesem Buch anhand der Geschichte der 17-jährigen Dawn. Dawn halte ich persönlich für sehr mutig. Sie tut das alles für eine bessere Zukunft, sowohl für sich, als auch für ihren Bruder. In dem Buch wird nicht nur ihre Geschichte beschrieben, sondern auch die ihrer Umgebung. Der Leute die sie herbrachten und auch die, die hier an ihr verdienen. Auch die Leute, die ihr auf der Strasse begegnen, kommen nicht immer gut weg. „Exit Sugartown“ ist auf jeden Fall ein Buch, das aufrüttelt und einen zum Nachdenken bringt. Fazit: Ein Buch über das Leben eines 17-jährigen Flüchtlingsmädchens, das einen zum Nachdenken bringt.

    Mehr
  • weitere