Martin Pistorius

 4.1 Sterne bei 131 Bewertungen

Alle Bücher von Martin Pistorius

Als ich unsichtbar war

Als ich unsichtbar war

 (130)
Erschienen am 11.11.2011
Ghost Boy

Ghost Boy

 (1)
Erschienen am 07.07.2011

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KidsandCatss avatar

Rezension zu "Als ich unsichtbar war" von Martin Pistorius

Berührend und emotional - mit Happy End
KidsandCatsvor 10 Monaten

Inhalt:

Martin Pistorius wird als Kind schwer krank. Nach und nach verliert er die Kontrolle über seinen Körper und fällt schlußendlich ins Wachkomma. Nach ein paar Jahren erwacht er aus dem tiefen Schlaf. Leider erkennt aber keiner, dass hinter dem spastisch gelähmten Körper ein ganz wacher und intelligenter Verstand arbeitet.

Meine Meinung:

Schritt für Schritt nimmt das Buch den Leser mit auf die Reise. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart bis zum glücklichen Ende fesselte mich die Geschichte von Martin so sehr, dass ich das Buch fast nicht aus der Hand legen konnte.

In "Als ich unsichtbar war" gibt es sehr viele emotional aufreibende Kapitel. Martin erzählt von seiner Jugend, die er größtenteils im Pflegeheim verbrachte. MIt immer dem gleichen Fernsehprogramm, immer dem gleichen Tagesablauf und endloser Monotonie und Langeweile. Er erzählt von aufmerksamen Pflegern, die sich gut um die kranken Kindern kümmern und der liebevollen Pflege seiner Eltern.

Der Leser erfährt aber auch eine Menge über die Schattenseiten seines Lebens. Über die tiefe Trauer seiner Mutter, weil sie ihr Kind an die Krankheit verloren hat. Über Pflegeheime in denen die Patienten mehr wie Vieh behandelt werden und in denen die Zeit, die Martin hier verbringen muss, der absolute Albtraum ist.

Den Vorrang aber hat seine Genesung, die er sich hart über Jahre hinweg erarbeitet, als endlich jemand bemerkt hat, dass er nicht Hirntot ist, sondern ganz wach und bei klarem Verstand ist.

Fazit:

Absolute Leseempfehlung für diese wahre Geschichte. Allerdings gehen mir Einzelheiten aus der Erzählung auch heute noch, mit ein paar Tagen Abstand, sehr nahe.

 

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EisAmazones avatar

Rezension zu "Ghost Boy" von Martin Pistorius

Ein unglaublich berührendes und Kraft spendendes Buch
EisAmazonevor einem Jahr

Ghost Boy ist im Grunde eine Autobiografie von Martin Pistorius.
Er verarbeitet in und mit diesem Werk sein Leben.
Martin ist aus, noch immer, ungeklärter Ursache im Grundschulalter plötzlich nach und nach Bewegungsunfähig geworden. Er lag eine lange Zeit im Koma, ehe er immerhin wieder erwachte, jedoch alle davon ausgingen, er würde nie wieder gesund werden, auch er. Auch wenn er nach und nach anfing, die Welt um ihn herum wieder wahr zu nehmen, konnte er das niemandem begreiflich machen. Er war in seinem Körper gefangen, konnte Hören, sehen, Denken, aber sich nicht bemerkbar machen.
Eine sehr frustrierende Erfahrung.
So ging es Martin viele Jahre. Erst in einer Pflegeeinrichtung erkannte jemand, dass doch mehr in ihm steckte, dass er wahrnehmen konnte. Das war der Punkt, an dem sich endlich alles ändern sollte. Martin begann endlich zu kämpfen, sich zurück in sein Leben zu kämpfen und wir begleiten ihn auf diesem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Gar nicht so einfach, wenn man körperlich zwar Erwachsen ist, im Geiste aber ja quasi in der Grundschule steckt...

Das Buch ist wirklich zutiefst berührend und erschreckend. Wir erleben mit Martin, wie dieser Misshandelt wird, Ignoriert, Aufgegeben. Denn niemand bemerkt, dass er gar nicht weg ist sondern eigentlich die ganze Zeit (mehr oder minder) voll da. Es gibt einem selbst, finde ich, unglaublich viel Kraft, zu lesen, wie viel Kraft er entwickelt und Ehrgeiz, wieder richtig am Leben zu partizipieren und man freut sich mit jedem kleinen Fortschritt mit ihm mit.

Für mich ein unglaublich starkes Buch mit einer ganz klaren und eindeutigen Leseempfehlung!

Kommentare: 2
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KruemelGizmos avatar

Rezension zu "Als ich unsichtbar war" von Martin Pistorius

Rezension zu Als ich unsichtbar war
KruemelGizmovor 2 Jahren

Inhalt: Martin Pistorius war gerade zwölf geworden, als eine rätselhafte Erkrankung ihn seines bisherigen Lebens beraubte. Elf Jahre blieb er vollständig gelähmt, und seine Umwelt ging davon aus, dass er praktisch hirntot war. Er konnte sich in keiner Weise verständlich machen – und war doch innerlich hellwach. Niemand merkte, dass sein Gehirn sich nach einigen Monaten wieder vollständig erholt hatte. Von nun an musste er hilflos ertragen, dass er wie ein Baby behandelt wurde. Doch sein Geist löste sich von dieser Existenz, begab sich auf abenteuerliche Reisen, sah, hörte und spürte, wie die Welt um ihn herum sich wandelte, und wie die Menschen, die er liebte, sich veränderten, entwickelten, verliebten, zerstritten und wieder versöhnten. Elf Jahre lang blieb er Gefangener seines gelähmten Körpers, bis eine Therapeutin erstmals eine Reaktion wahrnahm und ihn endlich befreite. Martin entpuppte sich als wahres Computergenie, konnte schnell mittels neuer Programme kommunizieren und endlich ausdrücken, dass er als stiller Beobachter alles mitbekommen hatte, was um ihn herum geschah. Sein Buch ist der faszinierende Einblick in die dunkle Welt der Wachkoma-Patienten, der in einem erstorbenen Körper Gefangenen, es gewährt Einblick in eine Welt der scheinbaren Finsternis und ist tief berührend in seiner Weisheit, seinem Humor und seiner Dankbarkeit dem Leben gegenüber.

Als ich unsichtbar war – die Welt eines Jungen der 11 Jahre als Hirntod galt ist die Biografie von Martin Pistorius.

Diese Biografie beginnt wirklich berührend und man verfolgt als Leser wirklich die erschreckenden Erlebnisse des Jungen der durch eine bis heute nicht diagnostizierter Erkrankung ins Koma bzw. Wachkoma fällt (und nicht wie der Titel besagt Hirntod war). Nach einiger Zeit regeneriert sich sein Hirn und er wacht in einem Körper, den er nicht kontrollieren kann auf. Martin Pistorius leidet über Jahre am Locked-In-Syndrom, bei dem er seine Umwelt wahrnimmt, er aber keinerlei Möglichkeit hat mit der Außenwelt zu kommunizieren. Während dieser Zeit wurde er abends und am Wochenende von seinen Eltern betreut, tagsüber fristete er sein Dasein in einer Pflegeeinrichtung oder zu Urlaubszeiten auch in einem Pflegeheim. Der Umgang mit den Patienten dort war oftmals erschreckend  gleichgültig oder auch schon mal gewalttätig. Aber durch eine sehr bemühte Pflegekraft, die der festen Überzeugung ist das Martin Reaktionen zeigt, bekommt er die Chance zur Untersuchung in einem Kommunikationszentrum und von da an ändert sich sein Leben grundsätzlich.

Dieser Kampf zurück in ein kommunizierendes Leben, der einen großen Teil dieser Biografie ausmacht, ist zuerst sehr interessant, aber leider entwickelte sich das Buch ab diesem Zeitpunkt für mich oftmals in eine gefühlte Aneinanderreihung von Wiederholungen, die ein Gefühl der Langatmigkeit bei mir auslöste. Auch empfand ich, dass das zeitliche Hin- und Her-Springen des Autors immer schwerer zu verfolgen und einzuordnen war und was es manchmal ein wenig mühselig machte beim Lesen. Zum Ende hin kommt dann noch eine Liebesgeschichte, die mich für den Autor wirklich freut, mir persönlich aber viel zu kitschig erzählt war um mich für sich einzunehmen.

 

Mein Fazit

Ein Buch, das mich berühren konnte, aber bei der Umsetzung für mich doch einige Schwächen aufwies.

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