Martin Pistorius

 4.1 Sterne bei 140 Bewertungen

Alle Bücher von Martin Pistorius

Cover des Buches Als ich unsichtbar war (ISBN: 9783404603565)

Als ich unsichtbar war

 (138)
Erschienen am 11.11.2011
Cover des Buches Ghost Boy (ISBN: 9780857203311)

Ghost Boy

 (2)
Erschienen am 07.07.2011

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Rezension zu "Als ich unsichtbar war" von Martin Pistorius

Eine Geschichte über Kommunikation und das ins-Leben-finden
Vespasiavor 6 Monaten

Martin Pistorius ist als Junge erkrankt, alle dachten, er würde nichts mehr mitkriegen. Tatsächlich aber erlangte er sein Bewusstsein wieder, konnte sich aber lange Zeit nicht bemerkbar machen. Der Autor beschreibt sehr eindrücklich, wie es war, in seinem eigenen Körper gefangen zu sein, schutzlos ausgeliefert und ohne Möglichkeit, sich irgendwie mitzuteilen.

Ab und zu springt der Autor in der Chronologie, die Kapitel sind immer recht kurze Episoden aus seinem Leben. Man bekommt als Leser sehr viel von seinen Gedanken und Gefühlen mit und davon, wie wichtig Kommunikation für das Leben und die Selbstständigkeit ist. Die Familie leidet und Martin selbst litt auch – besonders stark sind die Szenen aus dem Heim, die er sehr detailreich beschreibt. Nicht nur Langeweile sind hier Alltag, sondern auch Missbrauch und das Ausnutzen von der totalen Macht über andere Menschen seitens des Personals. Gerade diese Szenen zeigen, wie wichtig es ist, Menschen mit Beeinträchtigungen als Menschen zu sehen und zu verstehen, dass sich hinter diesen Menschen auch Personen mit Gefühlen und Bedürfnissen verstecken, die, so wie Martin, auch mit einem beachtlichen Maß an Intelligenz ausgestattet sein können.

Die Trauer der Familie, die Schwierigkeiten des Alltags, Probleme damit, Freunde zu finden und ohne zu sprechen zu kommunizieren – es ist nicht immer leicht. Dennoch lässt einen das Buch mit einem positiven Gefühl zurück, denn bei all dem Schlechten, kann das Gute doch nicht ganz vertrieben werden.

Kommunikation ist hier das Schlüsselwort, um das es in einem großen Teil des Buches geht. Kann man sich nicht mitteilen, fällt vieles aus dem Leben weg, dass für uns selbstverständlich ist. Ein Fenster zur Welt, Freunde haben und vielleicht auch eine Beziehung – auch solche Dinge gehören zu den Bedürfnissen der Menschen, ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Martin Pistorius hat sich seinen Weg hart erkämpfen müssen und dieser Weg, den er in Form dieses Buches festgehalten hat, ist ein absolut lesenswertes Buch, von dem man einiges mitnehmen kann, gerade, wenn man mit dem Thema noch nicht viele Berührungspunkte hatte und sich vielleicht auch ein wenig davor scheut. Daher kann ich diesem Buch auch die ein oder andere stilistische Schwäche verzeihen.

Fazit: Beeindruckender Lebensweg; zeigt, wie wichtig Kommunikation ist und man die Hoffnung nicht aufgeben soll.

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Rezension zu "Als ich unsichtbar war" von Martin Pistorius

Tolle Geschichte aber nicht schön umgesetzt
MissMoonlightvor 9 Monaten

Meine Meinung über dieses Buch ist sehr schwer zusammen zu fassen. Den auf der einen Seite bewundere ich Martin Pistorius für das was er durchgemacht und geschafft hat, aber auf der anderen Seite fand ich dieses Buch leider ziemlich schlecht geschrieben.


Der Schreibstil ist alles andere als flüssig und lässt sich sehr schwer lesen. Zudem hatte ich das Gefühl das die Kapitel sehr unübersichtlich sind und in der Zeitspanne immer wieder hin und her springen.

Zu dem hätte man manche Stellen viel kürzer zusammen fassen können da es viele Wiederholungen gab.

Es ist aber sehr interessant über seine Gefühle, Gedanken und Sichtweisen zu erfahren, was aber die Langatmigkeit nicht ausgeglichen hat.  


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Rezension zu "Als ich unsichtbar war" von Martin Pistorius

Berührend und emotional - mit Happy End
KidsandCatsvor 3 Jahren

Inhalt:

Martin Pistorius wird als Kind schwer krank. Nach und nach verliert er die Kontrolle über seinen Körper und fällt schlußendlich ins Wachkomma. Nach ein paar Jahren erwacht er aus dem tiefen Schlaf. Leider erkennt aber keiner, dass hinter dem spastisch gelähmten Körper ein ganz wacher und intelligenter Verstand arbeitet.

Meine Meinung:

Schritt für Schritt nimmt das Buch den Leser mit auf die Reise. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart bis zum glücklichen Ende fesselte mich die Geschichte von Martin so sehr, dass ich das Buch fast nicht aus der Hand legen konnte.

In "Als ich unsichtbar war" gibt es sehr viele emotional aufreibende Kapitel. Martin erzählt von seiner Jugend, die er größtenteils im Pflegeheim verbrachte. MIt immer dem gleichen Fernsehprogramm, immer dem gleichen Tagesablauf und endloser Monotonie und Langeweile. Er erzählt von aufmerksamen Pflegern, die sich gut um die kranken Kindern kümmern und der liebevollen Pflege seiner Eltern.

Der Leser erfährt aber auch eine Menge über die Schattenseiten seines Lebens. Über die tiefe Trauer seiner Mutter, weil sie ihr Kind an die Krankheit verloren hat. Über Pflegeheime in denen die Patienten mehr wie Vieh behandelt werden und in denen die Zeit, die Martin hier verbringen muss, der absolute Albtraum ist.

Den Vorrang aber hat seine Genesung, die er sich hart über Jahre hinweg erarbeitet, als endlich jemand bemerkt hat, dass er nicht Hirntot ist, sondern ganz wach und bei klarem Verstand ist.

Fazit:

Absolute Leseempfehlung für diese wahre Geschichte. Allerdings gehen mir Einzelheiten aus der Erzählung auch heute noch, mit ein paar Tagen Abstand, sehr nahe.

 

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