Martin Prinz Die letzte Prinzessin

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Inhaltsangabe zu „Die letzte Prinzessin“ von Martin Prinz

Als Elisabeth Petznek 1963 in Wien stirbt, werden auch die scharfen Schäferhunde in ihrem Bett ruhig. Knapp 80 Jahre ist sie geworden. Jähzornig, verletzlich, unbeherrscht, offenherzig, schroff und eigensinnig. Eine Frau, die ihr ganzes Leben weder in die ihr zugedachten noch in die von ihr ersehnten Rollen gepasst hatte. Anlässlich ihrer Geburt im Jahr 1883 wurde sie als Enkelin Kaiser Franz Josephs noch mit Geschützsalven, Fackelzügen und Aufmärschen gefeiert, 80 Jahre später ko¨nnte sich die Situation nicht sta¨rker von jener des imperialen Pomp unterscheiden. Sie hatte mit allem gebrochen, was ihre Herkunft einmal bedeutete. 1948 hatte sie zum zweiten Mal geheiratet: Leopold Petznek, ihren langjährigen Lebensgefährten, einen Lehrer und sozialdemokratischen Politiker; der erste Mann, der nicht vor ihr kapitulierte. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte einer verwöhnten Enkelin, Habsburgerin und Sozialistin, einer vierfachen Mutter und Salondame, die ebenso großherzig und charmant wie eigensinnig sein konnte.

Erfüllt nicht meine Erwartungen

— tardy

Gut recherchiert, ein Sachbuch wäre mir aber lieber gewesen

— elisabethjulianefriederica

Obwohl in Glanz und Gloria geboren, war Elisbeth ein armes, kleines Mädchen.

— Waschbaerin

Über das Leben und Sterben der Enkelin Kaiser Franz Josephs. Interessant, viele Infos, aber ich empfand beim Lesen zu viele Brüche im Roman

— vielleser18

Das Leben einer interessanten Frau in Romanform aufbereitet ist einerseits spannend jedoch sprachlich und auf Nebenschauplätzen platt

— krimielse

Interessante Persönlichkeit, gute Charakterstudie, aber leider zu verworrene Handlung

— Buchina

Ein Buch mit verschieden Schwerpunkten und Details, die der Leser selbst zusammenfügen muss, um eine runde Sache daraus zu machen.

— Edelstella

Ein Buch für das man einige ruhige Stunden braucht !

— Gartenfee007

Hat Schwächen, aber dennoch !

— wandablue

Achtung: Das ist kein saftiger 'Histo-Schmöker' sondern etwas für Leser von anspruchsvoller Gegenwartsliteratur...

— Bennett

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  • Biografischer Roman trifft Schmöker

    Die letzte Prinzessin

    krimielse

    07. January 2017 um 19:38

    Das Buch "Die letzte Prinzessin" von Martin Prinz schildert das ereignisreiche Leben der letzten Habsburger Prinzessin Elisabeth vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Es ist ein Roman, keine Biografie, und daher kein vollständiger Lebensbericht und auch nicht chronologisch aufgebaut. Elisabeth Petznek alias Prinzessin Elisabeth, alias die "rote Prinzessin" ist die Tochter von Kronprinz Rudolf, beeinflusst und erzogen von ihrem Großvater Kaiser Franz Joseph, wuchs in Glanz und Gloria der Donaumonarchie auf. Aus den kühlen familiären Verhältnissen ihrer Jugend, geprägt vom frühen und geheimnisvollen Tod ihres Vaters Kronprinz Rudolf, vom Großvater als mögliche Erbin herangezüchtet, heiratet sie gegen dessen Willen früh und unter ihrem Stand, verbunden mit dem Verzicht auf jegliche Ansprüche auf den Thron. Nach unglücklicher Ehe und den Schrecken des Ersten Weltkrieges, die sie zwar spürte, aber keinesfalls wie die übrige österreichische Bevölkerung hungernd durchleiden musste, wendet sie sich den Sozialdemokraten zu und heiratet 1948 Leopold Petzek, einen Sozialdemokraten, Lehrer und langjährigen Weggefährten. Die Geschichte beginnt mit dem Tod der 80jährigen Elisabeth Petznek 1963 in Wien und ist über weite Passagen aus der Sichtweise ihres Portiers Paul Mesli erzählt. Parallel dazu erinnert man sich als Leser gemeinsam mit dem alten Portier an Elisabeths Jugend, so wie sie ihm davon erzählt hatte. Für mich überraschend wurde den Tagen nach dem Tod der Prinzessin und dem Bericht des Portiers darüber viel Raum eingeräumt, auch am Ende des Romanes findet der Autor den Weg dorthin zurück. Durch für meinen Geschmack zu viele Wiederholungen verlor sich die Geschichte hier zu sehr. Viele rückblickend betrachtete Ereignisse in Elisabeths Leben sind unter der Voraussetzung beschrieben, dass man einigermaßen sattelfest in der Habsburger Familiengeschichte ist - ich musste hier einiges nachschlagen bezüglich Verwandschaftsverhältnissen und historischen Ereignissen, an denen sich der Autor ohne näher darauf eingeht entlang hangelt. Die ausführlicher beschriebenen Begebenheiten sind eher familiärer Natur, teilweise verflochten mit ziemlich banalen Gedanken. Das gibt dem Ganzen zwar einen recht persönlichen und familiären Touch, andererseits ist es mir unmöglich nachzuvollziehen, was Dichtung und was Wahrheit entspricht. Bei letzteren stört mich ehrlich gesagt auch die kindlich-naive Sprache, die so ganz verschieden von der recht sachlichen (und mir teilweise zu verschachtelten) Sprache ist, mit der Ereignisse und Hintergründe angetippt werden. Ich habe manchmal das Gefühl, zwei Bücher zu lesen. Ein stichpunktartiges Sachbuch und einen (für mich ehrlich gesagt recht banalen) Roman über einen alten Portier und eine Prinzessin. Nach sehr gut geschriebenen Passagen in der zweiten Hälfte des Buches, wie zum Beispiel Hergang des Attentates auf den österreichischen Ministerpräsident Stürgkh und die Person des Friedrich Adler, der sich von der als opportunistisch dargestellten Sozialdemokratie abwendet, wird die Zeit zwischen den Weltkriegen leider gar nicht angesprochen, statt dessen findet der Autor wieder zu Portier Muesli und seinen Gedanken zurück. Das Buch hat mich leider nicht wirklich abholen können. Es ist eine in meinen Augen nicht gut gelungene Mischung aus historisch belegter Biografie, den Erinnerungen eines Wegbegleiters und einem schwülstigen Schmöker, letzteres ist so gar nicht mein Metier, besonders wenn Inhalt und Sprache sehr seicht sind.

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  • Die letzte Prinzessin

    Die letzte Prinzessin

    SLovesBooks

    02. January 2017 um 01:26

    Meine Meinung:Dieses Buch ist schwierig einzuordnen. Es ist nicht ganz ein Roman aber auch nicht ganz ein Sachbuch. Es mischt beide Genres ein wenig durcheinander. Man kann nie so recht wissen, ob es sich um Fakten handelt oder auch ein wenig Fantasie beigemengt ist. Das finde ich ein bisschen schade.Das Buch an sich finde ich sehr interessant. Das Leben von Elisabeth, die in einem goldenen Käfig aufwächst, wird hier näher beleuchtet. Begonnen hat der Autor mit ihrem Tod und sich dann wieder bis zu diesem Punkt vorgearbeitet. Die letzten Jahre und ihre Wandlung zur Sozialistin fehlen. Sie sind vielmehr nur angedeutet.Ihr Charakter ist innerhalb des Buches sehr deutlich geworden. Man konnte sich gut in ihre Person hineinversetzen. Auch die damalige Zeit wurde treffend beschrieben. Der Schreibstil ist sehr eigenwillig. Zum Teil ist er schwierig zu lesen und man kommt nicht so recht voran. Ein leichter Lesefluss stellt sich nicht ein. Insgesamt finde ich das Buch gut. Mir hätte es aber besser gefallen, wenn man am Ende erfahren hätte, was Fakten sind und was nicht.3,5 von 5 

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  • Die letzte Prinzessin

    Die letzte Prinzessin

    tardy

    16. November 2016 um 09:36

    Klappentext:Als Elisabeth Petznek 1963 in Wien stirbt, werden auch die scharfen Schäferhunde in ihrem Bett ruhig. Knapp 80 Jahre ist sie geworden. Jähzornig, verletzlich, unbeherrscht, offenherzig, schroff und eigensinnig. Eine Frau, die ihr ganzes Leben weder in die ihr zugedachten noch in die von ihr ersehnten Rollen gepasst hatte. Anlässlich ihrer Geburt im Jahr 1883 wurde sie als Enkelin Kaiser Franz Josephs noch mit Geschützsalven, Fackelzügen und Aufmärschen gefeiert, 80 Jahre später ko¨nnte sich die Situation nicht sta¨rker von jener des imperialen Pomp unterscheiden. Sie hatte mit allem gebrochen, was ihre Herkunft einmal bedeutete. 1948 hatte sie zum zweiten Mal geheiratet: Leopold Petznek, ihren langjährigen Lebensgefährten, einen Lehrer und sozialdemokratischen Politiker; der erste Mann, der nicht vor ihr kapitulierte. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte einer verwöhnten Enkelin, Habsburgerin und Sozialistin, einer vierfachen Mutter und Salondame, die ebenso großherzig und charmant wie eigensinnig sein konnte.Meine Meinung:Es ist mir schwer gefallen, das Buch überhaupt zu Ende zu lesen. Der anstrengende Schreibstil und die sehr vielen Informationen, die ohne hinreichende Erklärung für den unkundigen Leser nutzlos waren, haben es leider nicht geschafft mich mitzunehmen. Ich war schlichtweg überfordert. Da ich keinerlei Wissen über die Habsburger besitze konnte ich der Handlung nur schwer folgen und hätte ständig eigene Recherchen durchführen müssen. Dies will ich aber nicht, sondern ich erwarte von einem Buch, dass es dies für mich erledigt. Oder mir zumindest die Quellen dafür vorgibt. Zumindest einen Stammbaum hätte ich mir gewünscht. Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es durchaus Leser gibt, die sich mit diesem Buch anfreunden können.

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  • Für ein glückliches Leben braucht man mehr als Gold und Silber

    Die letzte Prinzessin

    Waschbaerin

    15. November 2016 um 19:13

    Wenn man an das Kaiserhaus in Wien denkt, dann fallen einem auf Anhieb Sissi mit ihrem Ehemann Kaiser Franz-Joseph und ihr unglücklicher Sohn Rudolf ein. Das Leben dieser Personen bot Stoff genug für romantische, als auch tragische Filme. Doch die Romantik bleibt tatsächlich dem Film vorbehalten und nicht dem realen Leben. Von der einzigen Tochter des Kronprinzen Rudolf und seiner Ehefrau Stephanie handelt dieser biographische Roman - "Die letzte Prinzessin". Elisabeth hatte wohl alles, was man mit Geld kaufen kann. Aber wie ich diesem Buch von Martin Prinz entnehme, bekam sie viel zu selten die Dinge, die sie zum Leben brauchte - wie Liebe, Zuneigung oder ein beständiges Zuhause. Zeit ihres Lebens war sie eine Getriebene. Der Autor beginnt dieses Buch vom Ende her, dem Tod von Elisabeth. Sie hatte im Voraus bestimmt, dass ihre Kinder erst dann ihr Haus betreten durften, nachdem ihr Testament erfüllt war und die Kunstgegenstände dem Staat Österreich übergeben waren. Ihr treu ergebener Diener Mesli war in ihren letzten Willen eingeweiht und sollte mit dafür Sorge tragen, dass alles so kommen würde, wie sie es bestimmt hatte. Da fragt man sich schon, welch seltsames Verhältnis sie zu ihren Kindern hatte. Diese spielen übrigens in diesem Roman so gut wie keine Rolle. Ihr Vater, Kronprinz Rudolf verabschiedete sich nicht einmal von Elisabeth, bevor er nach Mayerling fuhr und sich dort, zusammen mit seiner Geliebten Mary das Leben nahm. Für dieses kleine Mädchen Elisabeth war dies ein ungeheurer Schock, denn mit dem Vater verband sie von jeher eine tiefe, kindliche Liebe. Die Mutter Stephanie blieb zu ihrer Tochter dagegen immer etwas auf Distanz. Es dürfte so eine unterkühlte Mutter - Tochter - Beziehung gewesen sein, wie dieses ganze Gemäuer, in dem sie lebten. In einem Schloss geboren, hatte Elisabeth unzählige Zimmerfluchten durch die sie streifen konnte, aber keine Spielkameraden. Erst spät lernt sie eher zufällig eine Freundin kennen und erfährt von dieser, dass es Armut gibt, etwas von dem Elisabeth vorher nie wusste, dass es überhaupt existiert, was darauf hinweist, wie sehr sie in einem goldenen Käfig lebte. Dass Elisabeth ein sehr verwöhntes Mädchen war zeigt sich besonders daran, als sie sich in Otto von Windisch-Graetz verliebte und darauf bestand, dass er sie heiratete, obwohl er verlobt war. Vom Großvater, dem Kaiser, bekam sie eine großzügige und prunkvolle Ausstattung, die für mehrere Leben gereicht hätte. Doch der ganze Reichtum half nicht. Mit dieser erzwungenen Ehe schaffte sie sich selbst ihr jahrelanges Martyrium. Die Ehe wurde nicht glücklich und es folgte eine lange und hässliche Scheidung mit einem unwürdigen Kampf um die gemeinsamen Kinder. Mit den romantischen Vorstellungen einer Prinzessin hat das ganz und gar nichts zu tun. Im Gegenteil! Wie der Autor darlegt, war Elisabeth eine recht schwierige und auch bestimmende Person. Aufbrausend den Dienstboten gegenüber, was diese damit quittierten, dass Otto auch während der Jahre der Trennung über jeden Schritt Elisabeths informiert wurde. Mit unserem heutigen Verständnis ist Elisabeths Leben bis dahin nur schwer zu erfassen. Erst später, als sie Sozialistin und Elisabeth Petznek wurde, wird sie mir als Leser sympathisch. Leider ist mehr von der Potenz ihres Ehemannes Otto die Rede (was mich nicht sonderlich interessiert), als von ihrem Wandel zur Sozialistin. Wie schon zu Anfang geschrieben, ist es ein biographischer Roman, in dem sich Wahrheit und Dichtung einander ergänzen. Da dürfen geheimnisvolle Andeutungen am Ende des Buches natürlich nicht fehlen.

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  • Das Leben einer Prinzessin

    Die letzte Prinzessin

    vielleser18

    12. November 2016 um 07:11

    Sie lebte von 1883 bis 1963: Elisabeth Petzneck, geboren wurde sie als Elisabeth Marie von Österreich, geschiedene Windisch-Graetz, bekannt wurde sie auch als "rote Prinzessin". Martin Prinz berichtet hier in einem teils wechselndem Stil über ihr Leben. Er beginnt mit dem dem Lebensende der ehemaligen Prinzessin und lässt ihren Gärtner und Portier Paul Mesil erzählen, in ihren jungen Jahren berichtet er teils aus Sicht von Elisabeth i(n der dritten Person), in den Jahren des 1. Weltkrieges und der Zeit des Untergangs der Donaumonarchie werden viele politische Fakten hineingearbeitet oder Zeitungsartikel zitiert. Es ist eine Flut von vielen Namen und Ereignissen aus dem Leben der Elisabeth, daher ist es gut, wenn man einige Vorkenntnisse über Österreich oder die Habsburger in dieser Zeit hat oder sich beim Lesen nebenher noch ein bisschen schlau macht. Es fehlt leider eine Ahnentafel im Buch, damit man die Namen besser einordnen kann. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, der Autor konnte sich nicht entscheiden, ob er eine Biografie oder einen Roman über das Leben der Elisabeth Petzneck schreibt, meines Empfinden nach beginnt das Buch romanhaft und endet auch so, im Mittelteil aber liest es sich durch die Flut der historischen Ereignisse und Zitate eher als Sachbuch. Gefallen hat mir eher der Sachbuch-Stil, gehe ich doch davon aus, dass es viele wahre Informationen zu Elisabeths Leben gibt. Es fehlt leider auch ein Nachwort oder ein Glossar mit den realen Fakten, daher bleibt ein Gefühl der Ungewissheit zurück. Gerade was den Anfang und das Ende des Buches betrifft, in dem es um einen ganz bestimmten Brief geht. Der Autor hat jedenfalls mein Interesse an dem Leben dieser ungewöhnlichen Frau geweckt, die als habsburgische Prinzessin, als Tochter von Kronprinz Rudolf (der sich in Mayerling das Leben nahm), als Enkelin von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth (Sissi) aufgewachsen ist. Die am Ende ihres Lebens Mitglied der Sozialdemokratischen Partei war und mit einem "Bürgerlichen" verheiratet war. Martin Prinz beschreibt ausführlich über den Lebensabschnitt, der ihr Leben veränderte. Wie sie, die von der Umwelt als Kind und Jugendliche wenig mitbekam, die behütet und abgeschirmt aufgewachsen ist, sich als 18jährige in eine Ehe flüchtete, die scheiterte und die erst am Ende der Donaumonarchie es schaffte mehr von den Lebensbedingungen und Erwartungen ihrer MItmenschen zu realisieren. Doch am Ende fehlte mir ein Stück ihres Lebens, das 1963 endete. Ihren Tod hat der Autor eingangs geschildert, am Anfang gab es - bis zu ihrer Beerdigung - noch Wechsel im Erzählstrang, immer wieder Rückblenden zu ihrer Jugend, bis Martin Prinz in einer Erzählphase blieb und mit dem Ende des Ehekriegs 1920 endet. Die letzten 40 Jahre werden leider nicht erzählt, dabei wurde aber vieles anfangs angedeutet, was am Ende für mich zu einem großen Fragezeichen offen blieb, schade. Vielleicht wäre das Buch zu umfangreich geworden, daher hat sich der Autor auf diesen Abschnitt beschränkt, dann wäre aber ein Nachwort mit einem kurzen Abriss hilfreich und informativ gewesen und hätte mich zufriedener zurück gelassen. So bleibt wieder das googeln und selber auf Spurensuche gehen, auch was den Hintergrund des Briefes angeht. Fazit: Ein interessanter Roman über das Leben einer interessanten Frau. Ihr Leben, mit vielen Höhen und Tiefen, behütet und beschützt aufgewachsen, dennoch einsam und abgeschnitten von der Welt, erst unglücklich verheiratet, dann glücklich. Am Ende ist sie doch wieder einsam. Viele historische Fakten, viele Informationen. Allerdings gab es mir im Roman zu viele Stilbrüche und es blieben für mich offene Fragen am Ende.

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    • 6
  • Interessante Persönlichkeit

    Die letzte Prinzessin

    Buchina

    10. November 2016 um 16:39

    „Die letzte Prinzessin“ soll ein Roman über das Leben der Habsburgerin Elisabeth Petznek. Ihr ereignisreiches Leben und ihr starker Charakter eignen sich wunderbar für einen Roman. Als Enkelin der bekannten Kaiserin Sisi und später als Verfechterin der Sozialdemokratie kann man an ihrem Leben sehr gut den Wandel Österreichs über die Jahrhundertwende erzählen. Das Buch ist als Roman gekennzeichnet und dementsprechend nicht unbedingt chronologisch aufgebaut. Er beginnt mit den letzten Tagen der Prinzessin und wird aus der Sicht ihres Portiers erzählt. Danach wechseln die Erzählebenen immer wieder und die, aus der Sicht des Autor, wichtigsten Lebensereignisse finden Platz im Roman. Erlebnisse aus Kindheit, Jugend und Erwachsenleben. Das findet nicht chronologisch statt. Ich habe dabei einen guten Einblick in die Psyche von Elisabeth erhalten, aber leider bin ich oft bei der Handlung hängen geblieben. Denn die Sprünge in Handlung und Zeit verwirrten mich oft, vor allem dadurch, dass mir der historische Hintergrund fehlte. Verschiedene Ereignisse wurden nicht näher erklärt, es wird wahrscheinlich vorausgesetzt, dass man über den Lebensweg von Elisabeth und ihren nahsten Verwandten Bescheid weiß. Was mich auch störte, dass manchmal Geheimnisse angesprochen wurden und damit beim Leser eine gewisse Spannung erzeugte, aber diese überhaupt nicht weiter verfolgt wurden. So dass am Ende viele Fragen unbeantwortet blieben. Insgesamt war mir im gesamten Roman nicht bewusst, was belegte historische Fakten sind und was dazu gedichtet. Es fehlten einfach die Quellenangaben. Gut man kann sagen, dass es ein Roman ist und keine Biographie. Aber da immer wieder auf bestimmte historische Ereignisse Bezug genommen wurde, wären Quellenangaben hilfreich gewesen, vor allem da viele s nur kurz angerissen wurde. Fazit, der Roman hat mich neugierig auf die historische Person Elisabeth Petznek gemacht. Aber ich kann nicht empfehlen den Roman, ohne Vorkenntnisse der habsburgerischen Familiengeschichte zu lesen. Der vielschichtige Charakter von Elisabeth wurde sehr gut beschrieben, aber vieles aus ihrem Leben blieb mir zu verworren und es stellte sich nur immer teilweise ein Lesefluss ein.

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  • Der Vertraute der einstigen Prinzessin!

    Die letzte Prinzessin

    Edelstella

    08. November 2016 um 15:57

    Ein imposantes Pörträt der Enkelin „Sissis“ und Franz Josephs von Österreich auf dem Cover lädt auf eine wichtige Reise in das Ende des Habsburgerreiches ein: Das Buch beginnt mit dem einsamen Tod der Elisabeth Petznek, deren einziger Verbündeter der Pförtner und Gärtner Paul Mesli ist: „Mesli, sagte die alte Frau, während er die Tür hinter sich schloss. Mesli, flüsterte sie und war allein. Sie spürte den Brief in ihrer Hand. Da war etwas, das sie ihm sagen wollte, doch es war nichts, weshalb sie ihn zurückbeordern konnte. Es gab weder Klang noch Wörter noch Sätze dafür.“ Der Autor bedient sich einer sehr poetischen Sprache in den ersten 2. Kapiteln, da die Erzählstränge sich ineinander verweben und ergänzen, egal aus welcher Zeit und aus welcher Erzählperspektive gerade berichtet wird. Alles ist rund und findet Ergänzung ineinander. Paul Mesli schreibt die letzten Ereignisse nieder und resümiert: „Die Außenwelt weiß nur ganz wenig, was sich alles in dieser Einsamkeit abgespielt hat. Es ist auch gut so. Fast jeden Tag ein anderes Ereignis, ein anderes Erlebnis. Bald, ja bald werden auch wir aus diesem Hause gehen müssen, auch für immer. Es war hier schwer. - aber trotz allem schön, ja doch schön.“ Die Geschichte (ein kurzer Einblick nur) um Paul Mesli und Elisabeth Petznek rahmt das Geschehen ein. Ein Stück Biografie, da es Mesli und Elisabeth gab, biografischer Roman mit fiktiven Anteilen, Zeitgeschichte in Lehrbuchmanier und politische Schriften ergeben zusammen „Die letzte Prinzessin“. Es ist nicht einfach,dieses Buch zu lesen, aber es fordert heraus. Es ist auch keine runde Sache, sondern ein Aneinanderreihen, vielleicht auch als Schilderung des Gefühls, wie verwirrend und unberechenbar die Zeiten zum Ende der Herrschaft der Habsburger waren. Ich finde eindringlicher, als zu Beginn dieses Romans kann man die Einsamkeit eines Menschen nicht schildern, bei deren Geburt noch Gewehrsalven und Böllerschüsse abgefeuert wurden. Als Enkelin des Kaiserpaares und Tochter von Rudolf, der sich vermeintlich das Leben nahm, hatte sie nicht den einfachsten Start ins Leben. Zwischen engem Hofzeremoniel und dem Wunsch, dem Vater nachzuspüren und auch selbst das Glück zu finden, war es bestimmt nicht leicht. ….und dann hat sie ja auch noch eine ganz andere Seite als Sozialistin, von der ich bisher nicht wußte und die sehr interessant ist und sie zu einer starken Frau machte. Ich habe das Gefühl gehabt, die spannende Politik in diesem Buch hat den Autor fortgerissen, so dass er familiäre und ähnliche Details vernachlässigte. Aber er hat ja auch Mesli sprechen lassen. Mit dem Lesen von Hintergrundinformationen, die öfter im Buch fehlten, konnte ich mir zum Schluß ein eigenes Bild und eine eigene Interpretation der Handlung machen, mit der ich zufrieden sein kann. Dieser Roman bekommt von mir 3 Sterne und eine Leseempfehlung an Menschen, die gern zum Buch auch recherchieren und andere Literatur hinzuziehen. Dann ist es eine gute Idee, es zu lesen.

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  • Elisabeth die Enkelin Sissis

    Die letzte Prinzessin

    Gartenfee007

    07. November 2016 um 11:21

    Darum geht es (Klappentext) :In dem Moment packte Elisabeth Leopold Petznek auf so plötzliche Weise am Handgelenk, alls müsste sie sich festhalten. Sie sah ihn an wie eine aus einem Traum Aufgewachte an. Wie eine, die weder vom Traum noch von der Wirklichkeit genug weiß, um sich darin selbst zu erkennen.Meine Meinung: Der Anfang des Buches gefiel mir sehr gut. Aber dann fehlten mir viele Hintergrundinformationen, was das Lesen etwas holpriger machte. Empfehlenswert für die Leser die die Enkelin von Sissi schon kennen.

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  • Geht in die richtige Richtung.

    Die letzte Prinzessin

    wandablue

    04. November 2016 um 23:30

    Geht in die richtige Richtung. Die letzte Prinzessin heißt Elisabeth Marie Henriette Stephanie Gisela von Österreich (1883 – 1963), ich musste ihren Namen leider googlen, und sie war die einzige Tochter von Kronprinz Rudolf, dem Sohn von „Sissi“. Sie wurde in ein Kaiserhaus geboren, kam sozusagen in Glanz und Gloria, kannte niemals materielle Sorgen, obwohl auch sie von den grauenhaften Auswirkungen des Ersten Weltkriegs nicht gänzlich verschont blieb, in der die österreichische Bevölkerung buchstäblich am Hungertuch nagte. Letztendlich machte die hochwohlgeborene Elisabeth einiges mit in ihrem langen Leben. Als kleines Mädchen verlor sie ihren Vater, der sich vermutlich umbrachte. Die familiären Verhältnisse waren kühl und sie flüchtete sich früh in eine Ehe, die sich als nicht tragfähig erwies. „Die letzte Prinzessin“ erlebt sowohl in ihrem persönlichen Leben das Scheitern von Träumen und Illusionen und das harte Aufschlagen in der Realität, genau so wie sie auch im Politischen das Scheitern der österreichischen Donaumonarchie erlebt und den Aufbruch in eine Neue Zeit. Der Autor, Martin Prinz, verwendet einen Großteil des Romans an Elisabeths erste Ehe mit Otto von Windisch-Graetz, die in einem Jahre langen, nervenaufreibenden Scheidungsverfahren und einem damit einhergehenden Sorgerechtsstreit um die vier Kinder endete, wenig Zeit findet er für die zweite Ehe Elisabeths mit dem Sozialisten Leopold Petzneck. Auch die Kinder der Erzherzogin haben eine marginale Rolle inne. Doch die Komposition des Autors, die Idee, vom Ende her zu erzählen und in zwei Perspektiven, denen des Hausmeisters Mesli und der der Erzherzogin Erzsi selbst, sozusagen das Geschehen von zwei sich entgegenlaufenden Zeitebenen aufzurollen, ist geschickt angelegt. Sein Schwerpunkt liegt ganz auf der Person Elisabeths. Manchmal holt er weiter aus, manchmal verkürzt er. Dazu hat er jedes Recht, bei einem historischen Sujet von solcher Bandbreite könnte man sonst allzu leicht vom Höksken zum Stöksen geraten. Doch manche wichtigen Informationen fehlen einfach. Auch ist es schade, dass Martin Prinz den Leser beim Auftritt der entsprechenden historischen Persönlichkeiten völlig im Regen stehen lässt, denn er verzichtet sowohl auf eine adäquate Einführung derselben wie auch auf eine Chronologie, ein Glossar oder einen Stammbaum der habsburgischen Familie, selbst ein Vorwort oder ein Prolog hätten hier mit spielender Leichtigkeit Abhilfe geleistet. Sprachlich zeigt sich der Autor besonders dann nicht gewandt, wenn es um die Schilderung von Gefühlen geht, seine Sätze sind leider oft nebulös und sinnentleert. Seine Stilmittel sind ebenfalls einfach, um nicht zu sagen plump und er bleibt mit seinen Personen nie in der Gegenwart, sondern diese denken unentwegt voraus oder blicken zurück, etc. (Don’t tell, show!). Dass historische Gegebenheiten mehr oder weniger zufällig eingestreut ins Geschehen sind, kann ich dem Autor jedoch nicht vorwerfen, manches Detail fand ich neu und aufschlussreich und seine Auswahl individuell. Die Zeitschiene brachte Niveau in den Roman, obwohl man sicher auch hier noch eins drauf legen könnte. Trotz aller Kritik kommt man der Erzherzogin, die sicher eine schwierige Persönlichkeit war, allmählich auf die Spur. Ich habe jetzt ein Anfangsbild von ihr, das sicherlich ergänzt gehört, aber ein Grundgerüst ist vorhanden. Nachdem ich so über die Sprache geschimpft habe, will ich auch etwas Positives erwähnen: der Autor verwendet kaum Floskeln (sie holte tief Luft kam leider zweimal doch vor) und der Roman hat überhaupt nichts von dem üblichen süßlichen Getue des Genres! Fazit: Der historische Roman „Die letzte Prinzessin“ weist erhebliche erzählerische Schwächen auf, was hauptsächlich im inkorrekten Gebrauch der ach so schwierigen deutschen Sprache liegt, ist aber dann doch eine interessante Gesamtkomposition, die mir mehr Sterne abnötigt als ich für möglich gehalten habe. Kategorie: historischer Roman Insel Verlag 2016

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    • 2
  • Das letzte Prinzesschen

    Die letzte Prinzessin

    CarolinLuisaMaria

    03. November 2016 um 23:10

    Vorab möchte ich sagen, dass dies meine erste Biografie war und ich daher keine Vergleichsmöglichkeiten habe. Einige historische Romane hab ich jedoch schon gelesen.Außerdem war es mir beim Lesen nicht besonders wichtig, dass der Autor nahe an der Realität bleibt (was ich auch nicht hätte beurteilen können) und ich hatte so gut wie keine Hintergrundinformationen. (Ich hielt es fürs Verständnis auch nicht nötig, welche zu recherchieren)In "Die letzte Prinzessin" geht es um das Leben Elisabeth Petzneks - einer Enkelin Sissis. Sie ist die Tochter des Thronfolgers und hat daher von Kind auf eine besondere Rolle im Kaiserhaus inne.Das Buch beschreibt in zwei Handlungssträngen zum Einen ihren Tod als ältere Dame und was danach passiert aus der Perspektive des Pförtners zum Anderen ihre Kindheit und ihr Leben als junge Frau aus ihrer eigenen Perspektive. Dieser Perspektivenwechsel gefiel mir sehr gut, da dadurch Spannung aufgebaut wurde und mir die Geschichte Meslis, des Pförtners, sonst wohl etwas langweilig erschienen wäre.Was ich etwas schade fand, war, dass hier viele Anspielungen gemacht wurden, die entweder den weiteren Verlauf der Geschichte verraten haben oder später überhaupt nicht mehr aufgegriffen wurden, sodass man sich gegen Ende des Buches fragte: Was war denn mit hiermit und damit?Das Buch ist in drei Teile eingeteilt, ihre Kindheit (parallel dazu ihr Tod), ihre erste Ehe mit Otto sowie ihre damit einhergehenden Probleme. Schließlich ihr Wandel zur Sozialdemokratin und wie diese ihr dabei hilft die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Der zweite Teil hat mir davon am wenigsten gefallen, die Eheprobleme, Ottos Potenzprobleme und der anschließende Scheidungskrieg wurden mir zu ausführlich dargestellt. Auch die Ausführungen aus der Arbeiterzeitung haben zwar gut deutlich gemacht, wieso sie sich dafür entschieden hat, ihrer adligen Herkunft den Rücken zukehren und Sozialdemokratin zu werden, waren mir aber etwas zu langatmig und trocken.Ihre Kinder hingegen, ihre zweite Ehe und ihr Leben nach dem Rosenkrieg wurden nur angeschnitten bis gar nicht behandelt. Auch wenn diese Lebensphase vielleicht weniger spannend ist, hätte ich mir doch mehr dazu gewünscht. Dadurch kam auch das Ende des Buches ein wenig plötzlich und das "große Geheimnis" des Buches, der Brief, den sie kurz vor ihrem Tod zerstört, wird nur teilweise und für meinen Geschmack nicht ganz zufriedenstellend gelöst (ich weiß allerdings nicht genau was hier Fiktion und was Realität ist). Insgesamt fand ich das Ende etwas enttäuschend und vieles blieb dabei unaufgeklärt.Meine Meinung zu Elisabeth hat sich im Laufe des Buches stark verändert. Kurz vor ihrem Tod wirkt sie wie eine selbstbewusste und charakterstarke Frau und gewann dadurch meine Sympathie. Auch als Kind wirkte sie zwar etwas zu sehr behütet, aber liebenswert. Als junge Frau wurde sie mir jedoch immer unsympathischer, sie war sehr selbstsüchtig und war es gewohnt anderen ihren Willen aufzuzwingen, auch wusste sie, dass sie sich in ihrer Position einiges erlauben konnte. Je mehr ich über ihre Ausfälle las, desto mehr wurde sie mir zuwider, sei es wie sie ihre Freundin verprügelt und einen unschuldigen Soldaten anzeigt oder wie sie später auf die Geliebten ihres Mannes schoss.Ich fand es gut, dass der Autor nicht kramphaft versucht hat, sie ins rechte Licht zu rücken, auch wenn ihre Figur dadurch eher unsympathisch wurde. Auch wenn ich nicht weiß wie sie wirklich war, kann ich mir gut vorstellen, dass sich ein verwöhntes Kind aus dem Kaiserhaus so verhält. Der Autor hat ihre Figur meiner Meinung nach sehr authentisch wirken lassen.Insgesamt mochte ich das Buch (mit ein paar Einschränkungen) eigentlich recht gerne. Es hat sich für mich nicht unbedingt wie eine Biografie angefühlt, sondern eher wie ein Roman, den man flüssig lesen konnte.Auch wenn es ein paar Längen hatte und mir besonders am Ende ein paar Sachen nicht ganz abgeschlossen vorkamen, hat die Lektüre doch Spaß.

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    • 3
  • Nicht immer ist weniger mehr ...

    Die letzte Prinzessin

    engineerwife

    03. November 2016 um 15:51

    Mal vorab gesagt, ich bin sehr großer Fan der königlich-kaiserlichen Geschichte, habe schon viel über die verschiedensten Familien gelesen und liebe ganz besonders Kaiserin Elisabeth, die Großmutter von Elisabeth Petznek. Deshalb habe ich mich auf diese Biographie besonders gefreut, wurde aber leider etwas enttäuscht. Meiner Meinung nach ist dieses Buch ohne Vorkenntnis nicht zu lesen und selbst mit einigem an Vorwissen, findet man sich als Leser ständig das Internet nach weiteren Informationen zum besseren Verständnis durchzuforsten. Natürlich ist auch diese Lebensgeschichte interessant, viele Themen, wie z. B. ihre Kinder, ihr Verhältnis zu ihrem Mann Leopold und, und, und wurden aber lediglich angerissen und ich fühlte mich ein bisschen betrogen. Die Diskussion in der Leserunde hat mir dagegen wieder sehr viel Spaß gemacht und konnte ja auch die ein oder andere Frage klären.   

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  • Anspruchsvoller Roman statt "Histo-Schmöker"

    Die letzte Prinzessin

    Bennett

    03. November 2016 um 12:07

    Sie hatte viele Rollen: Sie war "Erszi", die Lieblingsenkelin von Kaiser Franz Joseph I. und die Tochter von Kronprinz Rudolf, der auf Mayerling starb, sie war verliebtes Mädchen, Ehefrau, Rosenkriegerin, Geschiedene, vierfache Mutter, Grande Dame und "die rote Erzherzogin".  Mit der Romanbiographie zu Elisabeth Petznek, geborene "von Österreich", hat sich der Autor Einiges vorgenommen. Denn die Lebensgeschichte der "letzten Prinzessin" entfaltet sich vor dem Hintergrund einer hochspannenden Epoche - dem Untergang der Donaumonarchie.  Dementsprechend gespannt war ich auf das Buch, habe mich auch sehr gefreut, als ich es im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde zugeschickt bekam - und weiß jetzt nicht, ob ich ihm gerecht werden kann.  Denn ich glaube, ich habe etwas anderes erwartet: einen mitreißenden Schmöker in der Art einer Tanja Kinkel oder auch einen Polit-Histo-Roman à la Hilary Mantel oder Robert Harris. Aber keinen Kunstroman mit komplizierter Sprache, mit wilden Zeitsprüngen und mehreren Erzählperspektiven.  Deshalb war ich irritiert und konnte mich auch nicht so recht auf das Buch einlassen. Und: Am Anfang wurde ein Geheimnis (der Brief!) angelegt, das am Ende zumindest für mich nicht zufriedenstellend aufgelöst wurde - das war etwas enttäuschend.   Aber für Leser von anspruchsvoller Gegenwartsliteratur, die nicht so am Plot kleben, sondern mehr Wert auf lyrische Passagen und starke Bilder legen, ist das Buch sicher ein schönes Erlebnis.  Von mir daher 4 Sterne.  

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  • Mit Habsburgervorkenntnissen durchaus lesbar

    Die letzte Prinzessin

    Sancro82

    02. November 2016 um 12:35

    In dem Buch von Martin Prinz "Die letzte Prinzessin" geht es um Elisabeth Petznek, die Tochter von Rudolf Kronprinz von Österreich-Ungarn und Stephanie von Belgien. Wobei die Großeltern von Elisabeth Petznek wesentlich bekannter sind, da es sich hierbei um Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn und Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn handelt auch besser bekannt als "Sissi". Elisabeth Petznek ist auch als "Die rote Erzherzogin" bekannt, da sie in die SPÖ eintrat. Was in der damaligen Zeit als Adlige ziemlich außergewöhnlich war. Die Geschichte wird von dem Portier Mesli erzählt, der Elisabeth Petznek bis zum Tod treue Dienste leistet. Das ganze beginnt in einer Villa in Hütteldorf in dem Elisabeth seit Jahrzehnten nach einem Schlaganfall lebt und ihren Lebensabend dort verbringen wird. Es kommt dabei zum Wechsel der Erzählebnen. Mesli erzählt von den letzten Tagen von der sterbenden Elisabeth und dann wird umgeschwenkt auf prägende Lebensmomente aus der Vergangenheit Elisabeths. Nicht chronologisch sondern Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter durcheinander geworfen. Dabei ist es für den Leser schwierig den Überblick zu behalten. Außerdem hätte ich einen Stammbaum der Habsburger und/oder Personenverzeichnis als sehr hilfreich empfunden. Ich hatte schon vorher ein Buch von Elisabeth Petznek gelesen und wusste daher einiges. Wer dieses Buch kauft um mehr zu erfahren ist wahrscheinlich mehr mit googeln beschäftigt als mit lesen. Deswegen sollte man sich vorher schon mit Elisabeth beschäftigt haben. Ansonsten finde ich "Die letzte Prinzessin" eher mittelmäßig.

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  • Anders als erwartet

    Die letzte Prinzessin

    seschat

    02. November 2016 um 11:30

    Martin Prinz nimmt in seinem historischen Roman "Die letzte Prinzessin" Elisabeth Petznek (1883-1963), die letzte Habsburger Prinzessin, in den Blick. Die Enkelin von Kaiser Franz Joseph von Österreich und dessen Frau Elisabeth, genannt Sisi, kann auf ein bewegtes Leben mit allerhand Brüchen zurückblicken. Elisabeths Vater Rudolf begann Selbstmord, als sie gerade einmal 5 Jahre alt gewesen ist, und zu ihrer Mutter Stephanie hatte sie ein recht distanziertes Verhältnis. Im Gegensatz dazu, wurde sie von ihrem Großvater, Kaiser Franz Joseph, nach Strich und Faden verwöhnt. Dies ging sogar so weit, dass Elisabeth ihren Wunschbräutigam - Prinz Otto von Windisch-Graetz - per kaiserlichem Befehl zugesprochen bekam, obschon dieser bereits eine Verlobte hatte. Infolge verlief ihre Ehe alles anders als glücklich und man hatte trotz vier gemeinsamer Kinder Affären. Der einbrechende Erste Weltkrieg samt Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand prägte diese Zeit, in der Elisabeth trotz steigender Not innerhalb der Bevölkerung nicht von ihrem aufwändigen Lebensstil abrückte. Der Autor lässt diese Lebensgeschichte von Elisabeths Portier Paul Mesli erzählen, der der "roten Erherzogin" bis zum Tod treu diente. Die Geschichte setzt kurz vor Elisabeths Tod in einer Villa in Hüteldorf ein. Dort verbrachte Elisabeth die letzten Jahrzehnte nach ihrem Schlaganfall im Bett liegend. Im Folgenden kommt es zum kontinuierlichen Wechsel innerhalb der Erzählebenen. Einerseits schildert Mesli die letzten Tage bzw. Wohn-und Lebensverhältnisse der alten Elisabeth, andererseits werden prägende Lebensmomente aus der Vergangenheit angeschnitten. Letzteres erfolgt allerdings zu unstrukturiert. Eine historische Einordnung der genannten Personen fehlt vollends; vom Stammbaum bzw. Glossar ganz zu schweigen. Elisabeths Kindheit, Jugend sowie Erwachsenenalter wird unchronologisch dargeboten, so dass der Leser mehr als einmal während der Lektüre stutzen und nachdenken muss, um den Kontext zu verstehen. Eine kurze Einführung in die historischen Verhältnisse bzw. in Elisabeths Biografie wäre angebracht gewesen. Auch wenn dieser Roman kein Sachbuch ist, so muss doch gewährleistet werden, dass der Leser den Beschreibungen des Erzählers folgen kann. Erschwerend kam hinzu, dass die Ereignisse um 1918 in Österreich und den Frieden von Brest-Litowsk zu ausführlich und quellenlastig ausgeführt wurden. Infolge geriet die Lektüre recht dröge und schleppend. Elisabeths Ehe mit Prinz Otto wurde hingegen unverhältnismäßig viel Raum gegeben, der an deren Stellen nötiger gewesen wäre. Auch das offene, geheimniskrämerische Ende konnte mich nicht überzeugen. Insgesamt hatte ich mir mehr von diesem Roman erhofft. Mein Wissensdurst in Bezug auf Elisabeths Person und Wirken wurde nicht wirklich gestillt, weil die Details aus ihrer Vita zu verworren (streiflichtartig) geschildert wurden. Das Stärkste an diesem Roman war für mich das Cover... FAZITEin historischer Roman, dem es an Struktur und sprachlichem Esprit fehlte. Hier kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.

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    • 2
  • Ein Roman gespickt mit historischen Fakten

    Die letzte Prinzessin

    Larischen

    30. October 2016 um 12:58

    Elisabeth wird 1883 als Lieblingsenkelin des österreichischen Kaisers Franz Joseph geboren. Schon früh muss sie den Tod ihres Vaters Rudolph verkraften, der sie lange nicht loslassen wird. Sie wächst in einer Welt auf, die weit entfernt ist vom Leben der restlichen Bevölkerung. Und auch als sich Elisabeth bewusst für eine Abkehr von der kaiserlichen Familie entscheidet verliert sie niemals die Gunst ihres Großvaters und genießt weiterhin die Vorzüge des Adels. Trotz ihrer Herkunft kann sie sich im Laufe ihres Lebens für die Sozialdemokratie begeistern und findet hier auch die Liebe ihres Lebens, nachdem ihre ersten Erfahrungen mit der Liebe und der Ehe eher desaströs endeten. Martin Prinz beschreibt in dem Roman "Die letzte Prinzessin" Auszüge aus dem Leben Elisabeths und beschäftigt sich auch immer wieder mit der Geschichte der Sozialdemokratie. Nachdem am Anfang des Buch auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt hat, wird ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch chronologisch erzählt. Mir haben die Sprünge zwischen den Zeiten am Anfang besonders gut gefallen. Hier kommt auch ein Beschäftigter zu Wort, der dem Leser eine ganz andere Perspektive auf Elisabeth eröffnet. Hier entsteht auch ein großer Spannungsbogen, der meiner Meinung nach leider nicht aufrecht erhalten werden kann. Das offene Ende hat mich als Leserin hingegen enttäuscht und mit vielen Fragezeichen im Kopf zurück gelassen. Der Schreibstil war für mich sehr eingängig und dennoch anspruchsvoll. Allerdings hatte ich mir gewünscht, dass Elisabeth und ihr Leben stärker im Mittelpunkt stehen. Zu viele andere Handlungen werden aufgeworfen und gerade die politische Situation erhält meiner Meinung nach zu viel Raum. Was mir im Buch total gefehlt hat war die historische Einordnung durch den Autor in Form eines Vor- oder Nachwortes. Gerne hätte ich erfahren, was der Fiktion des Autors entsprungen ist und was historisch belegt ist. In diesem Zusammenhang hätte mich auch weiterführende Literatur gewünscht, denn ich bin beim Lesen totalneugierig geworden auf das Leben Elisabeths. "Die letzte Prinzessin" von Martin Prinz gibt dem Leser einen ersten Eindruck in das Leben dieser außergewöhnlichen Frau. Kenner der österreichischen Adelswelt sind hier eindeutig im Vorteil und werden an dem Buch bestimmt noch mehr Freude haben als ich.

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