Martin Schäuble Black Box Dschihad

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Inhaltsangabe zu „Black Box Dschihad“ von Martin Schäuble

Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine, Daniel, wächst in einer gut situierten deutschen Familie auf, besucht das Gymnasium und begeistert sich für Hip-Hop. Der andere stammt aus den Palästinensergebieten, teilt sich ein Zimmer mit acht Geschwistern und bricht früh die Schule ab. Trotz aller Unterschiede vereint die beiden ein Ziel: Sie wollen kämpfen im Dschihad. In parallel erzählten Biografien versucht Martin Schäuble, das Leben der beiden Gotteskrieger zu erforschen und Antworten auf wichtige Fragen der Zeitgeschichte zu finden. Diese Antworten mögen uns erschrecken - wir müssen sie dennoch kennen, wenn wir den islamistischen Terrorismus in Nahost und auf der ganzen Welt verstehen wollen.
"Eine sauber vor Ort recherchierte Untersuchung unterschiedlicher terroristischer Lebensläufe. In klarer, schnörkelloser Sprache seziert Schäuble zwei terroristische Profile und zeigt die unterschiedlichen Beweggründe, Motive und Vorgehensweisen von Dschihadisten. Deren Weg in den "Heiligen Krieg" ist eine spannende Lektüre. Sachlich, informativ und neutral dokumentiert der Verfasser den Weg des Deutschen Daniel und des Palästinensers Sa'ed in den Dschihad. Ein lesenswertes Buch für alle, die sich mit dem Phänomen "Terrorismus" beschäftigen - und darüber hinaus!"
Rolf Tophoven, Leiter IFTUS (Institut für Krisenprävention, vormals Institut für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik, Essen)

Eine sehr detaillierte und gut recherchierte Darstellung eines doch spannenden Themas

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Black Box Dschihad" von Martin Schäuble

    Black Box Dschihad

    leslie123

    24. July 2011 um 20:20

    Eine Black Box ist eigentlich ein Gerät im Flugzeug, das alle Daten festhält und so einen Absturz zumindest nachvollziehabr macht. Genauso geht Schäuble an die schwierige Aufgabe heran, zu erklären, warum junge Männer zu selbsternannten "Gotteskriegern" werden. Er stellt die Lebensgeschichten von Sa'ed und Daniel nebeneinander. Der eine stammt aus dem Palästinensergebiet und arbeitet nach ein paar Schuljahren in einer Bäckerei, um die Familie mitzuernähren. Der andere wächst gutsituiert, aber ohne menschliche Zuwendung in Deutschland auf, besucht ein Gymnasium und begeistert sich zunächst für Hip-Hop. Beide entschließen sich ihren "Weg ins Paradies" zu gehen. Schäuble reist an die Orte, an denen die beiden aufgewachsen sind, forscht und fragt die, die Sa'ed und Daniel gekannt haben. Dem Autor gelingt es, ein Sachbuch zu schreiben, ohne voreilige Erklärungen oder Psychologisierungen heranzuziehen. Gerade, weil man sich selbst ein Urteil bilden kann, bleibt dieses Buch über alle 216 Seiten spannend.

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  • Rezension zu "Black Box Dschihad" von Martin Schäuble

    Black Box Dschihad

    aha2001

    26. April 2011 um 09:22

    „Sie können unterschiedlicher kaum sein und haben doch dasselbe Ziel: Sie wollen Gotteskrieger werden, kämpfen im Dschihad.“ Black-Box Dschihad – eine Kostbarkeit für lebendigen Unterricht Das Buch von Martin Schäuble – freier Autor und Sozialforscher - bietet einen wahren Schatz an Informationen und Anregung für eine umfassende Unterrichtsgestaltung, die die Entwicklung der Jugendlichen unterstützt, Selbsterkenntnis bestärkt und sie für ihre Mitmenschen sensibilisiert. Nur was sie selber verstehen, erkennen sie auch an. Jeder Jugendliche erfährt Kapitel für Kapitel vom Leben zweier jungen Männer. Sie erfassen die Zusammenhänge, Parallelen und Gefahren. Die einzelnen Etappen der Entwicklung von David und Sa’ed lesen sich wie die Entfaltungen in einem Roman. Mit der Zuspitzung ihrer Radikalität im Glauben zieht auch der Spannungsbogen im Buch an. Ein Roma, ein Krimi der eigentlich nur Fakten wiedergibt. Dies ist der sehr umfangreichen Recherche und der detailgenauen Wiedergabe Schäubles geschuldet. Freunde, Bekannte und Nachbarn berichteten über das Leben zwei junger Männer. Über ihre Geschichte und deren Entwicklung in die fanatische Religiosität. Martin Schäuble bereiste viele Orte, lebte mehrere Monate in Nabulus und längere Zeit im Saarland. Er befragte etliche Personen im Umfeld der jungen Männer, studierte Quellen und stellte die Fakten zusammen. Zwei junge Menschen, einer im Abendland geboren und groß geworden, einer im Morgenland. Beide am Ende radikale Islamisten. Wie kann dies sein? Der junge Palästinenser Sa’ed, als Moslem geboren, erkennt im Glauben seinen gesuchten Halt, findet Antworten auf die Fragen seiner Welt. Für Außenstehende gut nachvollziehbar. „Eben damit groß geworden“ oder „Hat es ja nie anders gesehen“ könnte man sagen. Aber ein Deutscher? Als Christ geboren und getauft. Nach Aussagen in seinem Umfeld auch noch ein intelligenter junger Mann, der politisch interessiert war und keiner Diskussion aus dem Weg ging. Wie kann ein Mensch sich so entwickeln und als Attentäter sein Heil suchen? Je tiefer der Leser in das dargestellte Leben der jungen Männer eindringt, um so mehr erkennt er die Parallelen zwischen den Entwicklungen. Keinen Halt in der Familie, mit seinen Fragen allein gelassen, nach Anerkennung und seinem Platz im Leben suchend. Und dann der Glaube. Was bedeutet der Glaube? Was bedeutet der Glaube den Menschen heute? Welche Auswirkungen hat er im Kleinen und Großen? „Hätte er Leute von Greenpace getroffen, würde er jetzt in Versuchslabore einbrechen und Tiere befreien.“ Berichtet ein Freund von Daniel. Der direkte Einfluss des Umfeldes sowie der Gesellschaft sollte zu denken geben. Zieht man das Heute von Deutschland in den Blickpunkt. Die Frage: „Wie kann man Rechtsradikal werden und sein?“ ist sie nicht gleichbedeutend? Die Auswirkungen sind ebenso bedrohlich. Die Rekrutierungsgespräche verlaufen nach gleichem Muster, auch die Auswahl der Menschen erfolgt auf gleicher Ebene. Dieses Buch gibt hauptsächlich reine Fakten wieder. Manchmal eine Mutmaßung doch nie eine Wertung. Der Leser kann sich seine Meinung frei bilden. Die Begriffe sind im Text begleitend erläutert. Dies erleichtert das Verstehen nicht nur des Textes sondern auch des Hintergrundes. Ob Lesekonferenz, Erörterung & Interpretation, ob Journalismus & Dokumentarliteratur. Ob eine Meinungsumfrage gemacht oder Mediale Einflüsse besprochen werden. Ob in Religion, Ethik, Deutsch oder Gemeinschaftskunde. Für alles bietet das Buch mannigfaltige Möglichkeiten.

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  • Rezension zu "Black Box Dschihad" von Martin Schäuble

    Black Box Dschihad

    WinfriedStanzick

    17. April 2011 um 12:53

    Schon in seinem 2007 veröffentlichten Buch „Die Geschichte der Israelis und Palästinenser“, einem beispielhaften Buch über einen unendlichen Konflikt, hatte sich der freie Autor und Sozialforscher Martin Schäuble als ein profunder und unabhängiger Kenner der Geschichte und der aktuellen Situation im Nahen Osten gezeigt. Selten konnte man, für Jugendliche, aber für Erwachsene anschaulich aufbreitet, diesen nach wie vor existierenden Konflikt so gut verstehen. Schon damals zeichnete Martin Schäubles Arbeit aus, dass er nicht aus der Distanz recherchierte und schrieb, sondern dass er Betroffene zu Wort kommen ließ, ohne deren Aussagen gleich zu bewerten. Aus den unterschiedlichen Berichten von Palästinenser und Israelis sollte der jugendliche Leser sich eine eigene Meinung bilden. Diese Art der schriftstellerischen und sozialforschenden Arbeit hat er auch in seinem neuen Buch angewendet, für das seine Rechercheleistung und die vielen Reisen, die er unternehmen und die zahllosen Gespräche, die er führen musste, noch umfangreicher waren als bei dem ersten. Er erzählt parallel die Lebensgeschichten von Daniel, einem als Mitglied der Sauerland-Gruppe verhafteten und verurteilten Dschihadisten und von Saed, der in Nablus aufwächst und als Selbstmordattentäter in Israel viele Menschen mit sich in den Tod reißt. Wie kommt es, dass hier im Saarland, wo Daniel aufwuchs und dort in Nablus, wo Saed lebte, ein Jugendlicher zum Dschihadisten wird ? Das ist die Frage, die Schäuble interessiert und der er vorurteilsfrei nachgegangen ist. Um an aussagekräftige Quellen zu kommen, das Lebensumfeld der beiden jungen Männer hier wie dort kennenzulernen und selbst zu spüren und mit Menschen zu sprechen, die zum Leben dieser beiden dazugehörten, (Familie, Nachbarn, Freunde, Lehrer etc.), hat Martin Schäuble wie ein echter Anthropologe jeweils mehrere Monate im „Feld“ gelebt. Er wohnte lange Zeit im Saarland, wo er das Leben von Daniel recherchierte und er hielt sich mehrere Monate in Nablus auf, wo er nicht nur die Geschichte von Saed erforschte und besser verstand, sondern auch eine ganze von Gewalt geprägte Kultur. Das Buch eignet sich hervorragend als Einführung in eine komplexe Thematik. Schäuble will verstehen, wie ein junger Mann zum Dschihadisten wird. Bei Daniel, dem Sauerland-Bomber, kommt er zu dem Schluss: „Im Falle des deutschen Konvertiten sind unter anderem fehlende Bindungen und gestörte Beziehungen verantwortlich“, und bei Saed konstatiert er: „Das Lebensfundament des Palästinensers ist auch nachdrücklich durch die alltägliche Gewalterfahrung in den besetzten Gebieten gestört worden.“ Wer mehr darüber erfahren will, der sei auf das zeitgleich erschienene Buch „Dschihadisten. Feldforschung in den Milieus. Die Analyse zu Black Box Dschihad“ hingewiesen, das bei Hans Schiler verlegt wurde.

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