Martin Schörle

 4,4 Sterne bei 312 Bewertungen
Autorenbild von Martin Schörle (©privat)

Lebenslauf

Ich bin 61, habe zwei erwachsene Söhne und lebe in der schönsten Stadt der Welt (Hamburg, meine Perle!). Nach dem Abitur habe ich die Beamtenlaufbahn eingeschlagen. Schauspielerisch habe ich anfangs Kabarett gemacht und spielte von 1994 bis 2011 bei verschiedenen Amateurbühnen. Das Repertoire umfasste sowohl Komödien (z.B. "Ein seltsames Paar" von Neil Simon) als auch Dramen (z.B. "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert). Schreiberisch habe ich neben den beiden in meinem Buch enthaltenen Theaterstücken den Kurzkrimi "Schöne Bescherung" verfasst, der in der Anthologie "Gepfefferte Weihnachten" im Leda-Verlag erschienen ist. In der Anthologie „Federleicht & Kunterbunt“ zum Thema „Autor sein“ bin ich mit zwei Beiträgen vertreten. Als Mitglied der  "AutorenGruppe Tödlich" veröffentlichte ich 2019 im Band "Sagenhaft böse" der Krimi-Anthologie-Reihe "teilweise tödlich" meinen Text "Zum Henker" im Fehnland-Verlag. Mein Kurzkrimi „ICH KOOOMMME!!“ erschien 2020 in der Anthologie „Geschichten, die nie erzählt wurden“ der Autorengruppe „Autoren Sternzeit“; unsere aktuelle Anthologie "Geschichten, die du nie erleben willst" enthält wiederum einen Kurzkrimi von mir: "Der Leopard". Mein bislang letzter veröffentlichter Text "Ein Blind Date der besonderen Art" erschien in einer Spenden-Anthologie für die Hochwasseropfer 2021 im Rahmen der Aktion "Wir schreiben für Euch: Krimi und Thriller". Soweit es die Zeit erlaubt, gehe ich gern ins Theater oder zu Poetry Slams und mache Lesungen aus meinem "Beamtenmonolog"; des Weiteren betreibe ich Lauftraining. Auf Facebook findet man mich als Martin Schörle.

Botschaft an meine Leser

 

          

          

                                                  


Alle Bücher von Martin Schörle

Neue Rezensionen zu Martin Schörle

1. Stück

Hier erleben wir den unglaublichsten Kamikaze-Beamten, der jemals in deutschen Amtsstuben mit voller Hingabe die ihm obliegenden Dienstpflichten erfüllte. Vorauseilender Gehorsam und Hardcore-Clown in einer Person. Das ist Kabarett vom Feinsten mit einem chaotisch hochpotenzierten Alleinunterhalter, der ein emotionales Feuerwerk mit Gags am laufenden Band entfacht. Sprachlich gehoben, herrlich absurd und komisch! 

2. Stück 

Marina ist Lehrerin und befindet sich nach der Schule auf dem Heimweg in der Bahn, als sie einen Anruf von Carsten erhält, mit dem sie vor 20 Jahren als Abiturientin liiert war. Er spricht eine Einladung zum Klassentreffen aus. Das Gespräch beginnt zäh, da Marina nach Schicksalsschlägen mit ihrem früheren Leben abgeschlossen hat – Carsten inbegriffen. Er müht sich redlich, den Dialog am Laufen zu halten, und langsam taut Marina auf, bis sie das Gespräch an sich zieht und schließlich gar dominiert. Sehr sympathisch war sie mir anfangs nicht, die zickige Marina, die mit ihrer Launenhaftigkeit das gesamte Emotionsspektrum abarbeitet. Aber im Telefonat offenbart sie – erst zögerlich, dann aus ihr herausbrechend –, was ihr in den letzten 20 Jahren widerfahren ist, und ich verstand, warum sie heute so ist wie sie ist. Eine Rückschau auf 20 Jahre in einem kurzen Theaterstück unterzubringen, ist eine starke Leistung. Wir erfahren viel über Marina, Carstens Leben wird nicht ganz so detailliert beleuchtet. Die gewählte Sprache passt wunderbar zu den beiden Protagonisten. Ist das Gespräch der erste zarte Schritt zur Erneuerung ihrer Beziehung? Verrate ich nicht! Für mich war dieses Stück, das sich vermutlich auch hervorragend als Hörspiel eignet, ein gelungener Twist aus Liebeskomödie, Drama und Psychogramm. Auch dank der pfiffig angelegten Nebenrollen fand ich es abwechslungsreicher und deshalb noch einen Tick besser als den Beamten.                                                                                                                            











Cover des Buches »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen« (ISBN: 9783960084082)
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Rezension zu "»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«" von Martin Schörle

Ein spektakuläres Stück mit Alleinstellungsmerkmal + eine Komödie mit Tiefgang
Annabella12vor 10 Monaten

Wer zum Teufel soll DAS spielen?!, dachte ich beim Lesen immer wieder. Ein Schauspieler, der sich dieses Stück zumutet, muss von allen guten Geistern verlassen sein. Der bloße Text ist schon eine Herausforderung, vom Umsetzen der Regieanweisungen ganz zu schweigen. Fürs ganze Stück brauchte ich denn auch zwei, nein drei Anläufe. Ich fand es nicht nur seltsam und schwierig; es war mir regelrecht feindlich gesonnen. Die niedergeschriebenen Worte haben sich zusammengerottet, gegen mich verbündet, mich trotzig angestarrt, als wollten sie mich verhöhnen, und mich schließlich wie fremdgesteuerte Zombies attackiert. Im 3. Anlauf verkehrte sich diese Empfindung schlagartig ins Gegenteil: Es war, als würde eine Rakete mich ins All schießen! Ich begriff plötzlich und umfassend, wie Fredenbek „tickt“, hatte in jeder Hinsicht Zugang zu diesem besonderen Typen, empfand sogar Mitgefühl und Sympathie. Der Text war nun leichtgängig, die Seiten flogen nur so dahin. Es war aufregend, als mir klar wurde, dass der Monolog keine willkürliche Aneinanderreihung von zusammenhanglosen Szenen war, sondern ein bis ins kleinste Detail exzellent entworfenes Psychogramm, das mich tief in die Seele des Protagonisten blicken ließ. Die in diesem Drama immer wieder aufblitzende Komik sorgte für ein höchst kontrastreiches Lesevergnügen. Die „Einladung zum Klassentreffen“ war auch richtig gut, nur nicht ganz so mitreißend. Widerstände beim Lesen gab es nicht, der Text ging wie ein warmes Messer durch Butter. Eine Komödie mit Tiefgang, die auf der Bühne ihre volle Wirkung entfalten dürfte.

Cover des Buches »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen« (ISBN: 9783960084082)
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Rezension zu "»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«" von Martin Schörle

Großes Kino für die Theaterbühne
Judith_vor 10 Monaten

Am letzten Satz angekommen, kann ich aufrichtigen Herzens sagen: Das ist mit Abstand das außergewöhnlichste Buch, das ich je gelesen habe. Wie konnte es dem Autor nur gelingen, sprachliche Virtuosität mit derbem Witz derart zu verknüpfen, dass ein höchst unterhaltsames Werk dabei herausgekommen ist? Im 1. Stück weist der einzige Protagonist alle Merkmale einer multiplen Persönlichkeit auf: Seine Stimmungsschwankungen liefern sich einen grotesken Wettlauf mit den von ihm aufgegriffenen Themen. Es geht Schlag auf Schlag. Zum Piepen, wie er sich mit nicht zweckdienlichen Vorschriften, seinem Chef, einer begehrenswerten Kollegin und den Missständen, denen sein Berufsstand ausgesetzt ist, akribisch auseinandersetzt. Bei Lichte besehen, ist er eine tragische Figur, der Herr Fredenbek, der nur in seinem Büro und im Dialog mit sich selbst zum Helden mutiert. Fazit: Wortgewalt trifft Comedy!        Das 2. Stück wird von einem gegenwärtigen Handlungsstrang mit 2 Rollen („sie“ und „er“) dominiert, unterbrochen von mehreren Rückblenden mit Ausschnitten aus ihrem Leben (hier treten auch die Nebenrollen auf). Gespannt und aufmerksam verfolgte ich das Telefonat, in dem „sie“ und „er“ 20 Jahre Revue passieren lassen, die man sich nun nicht gesehen hat. Kommt es zu einem Wiedersehen der beiden, vielleicht sogar zur Wiederaufnahme ihrer damaligen Liebesbeziehung? Der Text wirkte auf mich gar nicht wie ein Theaterstück, sondern authentisch, als erzählte jemand Episoden aus seinem wahren Leben. Auch hier beweist der Autor Talent für Wortwitz und Situationskomik und ein Gespür dafür, traurige und nachdenklich stimmende Momente im richtigen Maß beizumischen. Fazit: Spannend und emotional!    

Gespräche aus der Community

Einladung zur Leserunde "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen"
Zwei Theaterstücke

Da meine Leserunde im letzten Jahr kaum auf Interesse gestoßen ist, wage ich einen zweiten Versuch!!

 

Mit Veröffentlichung des Buches habe ich mir den Traum erfüllt, die beiden von mir verfassten Theaterstücke einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Sicherlich sind Theatertexte auf LB eine Rarität. Ich wende mich daher insbesondere an theaterinteressierte Leser, und hier wiederum an jene, denen diese Leseprobe zum ersten Stück gefällt: https://books.google.de/books?id=OWrUDQAAQBAJ&pg=PT2&hl=de&source=gbs_toc_r&cad=2#v=onepage&q&f=false
Hier findet ihr auch Angaben zu meiner Person.
Der Monolog ist am ehesten dem Genre Comedy/Kabarett zuzuordnen.

Für das zweite Stück "Einladung zum Klassentreffen" stelle ich keine Leseprobe zur Verfügung, um nicht zu viel zu verraten.
Darum geht es: In ihrer Schulzeit hatten Marina und Carsten eine Liebesbeziehung. Nach 20 Jahren soll ein Klassentreffen stattfinden. So meldet sich Carsten, einer der Initiatoren, auch bei Marina, deren Leben nach Schicksalsschlägen zeitweilig aus den Fugen geraten war. Die gemeinsame innige Zeit ist für sie längst Vergangenheit, ein Früher. Aber an Carstens Gefühlen hat sich anscheinend nichts geändert. Sein Anruf weckt auch bei Marina Erinnerungen. Das unverfänglich begonnene Telefonat führt beide in ein Wechselbad der Gefühle ... Inhaltlich eine Liebesgeschichte wagt das Stück den Spagat zwischen Komik & Tragik, Lachen & Weinen.    

Unter allen bis zum 27.02.2018 eingehenden Bewerbungen verlose ich 10 Rezensionsexemplare (Print).

Da mir wichtig ist, dass ihr die Leseprobe kennt:

Welchen Beruf übt der Vater des Herrn Fredenbek aus?

Es werden nur Bewerbungen mit der richtigen (!) Antwort berücksichtigt!

Eine rege Teilnahme sowie eine spätere Rezension werden vorausgesetzt. Auch ich werde regelmäßig teilnehmen und eure Fragen beantworten bzw. zu euren Anregungen Stellung nehmen.


Liebe Grüße, Martin 

222 BeiträgeVerlosung beendet
belli4charlottes avatar
Letzter Beitrag von  belli4charlottevor 5 Jahren

Ich hab jetzt das erste Stück gelesen und bin schwer begeistert. Ich hab mich an so vielen Stellen fast totgelacht, dass ich manche Passagen nochmnal lesen musste vor Begeisterung.

Einfach großartig diese Mischung aus ernsthaftigkeit und Humor mit Hang zum schwarzen Humor.

Dabei ist gerade die hauptfigur einfach top.

Sehr gut in Szene gesetzt und auch die Highlights mit dem Kassettenrecorder find ich mega.

Hier mal meine Lieblinge:

- Schutzmaßnahmen bei Überschwemmungen - meine Augen waren es definitv ;.)

- Jenachdemikerin -> tolle Wortschöpfung

- Telefonat mit der Selbsthilfegruppe von Strafentlassener

- Bahnhofsklobesetzung im Urlaub


Bin gespannt wie das zweite Stück ist - freu mich drauf

Zusätzliche Informationen

Martin Schörle wurde am 24. Februar 1960 in Breklum (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 316 Bibliotheken

auf 6 Merkzettel

von 3 Leser*innen aktuell gelesen

von 29 Leser*innen gefolgt

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