Martin Schleske KlangBilder

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Inhaltsangabe zu „KlangBilder“ von Martin Schleske

Der außergewöhnliche Jahresbegleiter
Dieser einzigartige Begleiter für sieben Jahre verdankt sich dem Zusammenwirken zweier Ausnahmekünstler: Martin Schleske, einer der besten Geigenbauer weltweit, und die international renommierte Fotokünstlerin Donata Wenders.
52 ausdrucksstarke Bilder von Donata Wenders halten die schönsten Augenblicke der Entstehung einer Geige fest. Martin Schleskes Texte begleiten die Fotografien kongenial. Ihr gemeinsames Werkstattbuch gewährt Einblick in den Geigenbau als Handwerk, Kunst und Berufung – und als Sinnbild für das eigene Leben.
Ein wertvoller und individueller Begleiter mit Raum für persönliche Gedanken.

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  • Rezension zu "KlangBilder" von Martin Schleske

    KlangBilder

    michael_lehmann-pape

    13. December 2011 um 14:34

    Mit verdichteten Gedanken durch die Jahre „Kalendertagebuch“ nennt Martin Schleske seine verdichtete Zusammenfassung und in eine andere, konzentrierte, Form gebrachte Darlegung seiner Gedanken aus seinem letztjährigen Buch „Der Klang“. Die Zusammenschau von persönlichem Glauben, Musik, Geigenbau, handwerklich-künstlerischer Arbeit und Lebensansichten und –Einsichten. Eine Form innerer Lebensschau, die Schleske nun konzentriert und in den einzelnen Gedanken auf das Wesentliche reduziert als Kalenderbuch vorlegt. Ein Kalender, der, arbeitet man geschickt mit ihm und den Daten, durchaus einen Zeitraum von sieben Jahren umfassen kann. Eher aber als die Stichworte „Kalender“ oder „Tagebuch“ trifft es der Untertitel, den Schleske dem Buch selber gegeben hat: „Werkstattgedanken“. Ein Begriff, der wie ein Wortspiel zum einen die Gedanken Schleskes in sich trägt, die er sich gut in seiner Werkstatt bei seiner filigranen, künstlerischen und langwierigen Arbeit des Geigenbaus hat machen könne. Die in diesen Stunden in Teilen sicher fast wie nebenbei gekommen sind und sich verdichtet haben. „Werkstattbuch“ aber auch für den Leser. Ein Buch wie eine „Werk-Statt“, eine Möglichkeit der Meditation, Kontemplation, vor allem aber der ruhigen Reflektion über den eigenen Weg. Sicher macht Schleske an keiner Stelle einen Hehl aus seiner tiefen Verwurzelung im christlichen Glauben und das mag den ein oder anderen eher kritischen Leser zunächst fast sogar abstoßen. Andererseits, macht man sich die Mühe, die Formulierungen an manchen sehr frommen Stellen ein wenig zur Seite zu rücken, hält das Buch vieles an einfach ganz praktischen, ethischen, richtungsweisenden Gedanken bereit, die eines ruhigen Besinnens durchaus wert sind. Dass die Wahrheit (die spitze, klare, direkte, auch noch so wahre) wenig bewirkt und eher auf Ablehnung stößt, so s0 sie nicht mit spürbarer Güte einhergeht (oder auch einer gnädigen Haltung, einer respektierenden, den anderen wertschätzenden Haltung), dass ist einfach wahr, egal, wie man es formuliert. Einzelne Sätze hier und da, längere Abschnitt an anderer Stelle, beides hält das Buch bereit. Gedanken, die durchaus erkennbar um den Kern des „Miteinanders“ kreisen. Ein Kreisen in Gleichnissen, kann man konstatieren, die verständliche und nachhaltig im Sinn bleibende Bilder in sich tragen. Das da, wo der Geigenbogen die Saite berührt, der Klang entsteht, aber gerade auch an dieser Stelle die „verletzbare“ Stelle des Geigenspiels ist. Ein ebenso treffendes Bild für das Leben und das Miteinander samt der „verletzlichen Kontaktpunkte“, die einerseits die Erfahrungen des jeweiligen Lesers durchaus ansprechen, aber auch Möglichkeiten der Veränderung, der Einsicht, in sich tragen. Wie gesagt, weitestgehend in einem als getragen zu bezeichnenden Sprachhall. Brachialen Humor findet man im Buch nicht, ein ironisches Augenzwinkern auch eher sehr selten. Anstöße für eine eigene Zeit der Besinnung täglich, die allerdings finden sich in Hülle und Fülle und so lädt Schleske in ganz eigener Form, durchaus aber erfolgreich, den Leser zur Arbeit mit diesem Buch ein. Ein „Wertstattbuch“ eben, aus der Werkstatt für die Werkstatt des Lebens. In bester Form fast meditativ bebildert durch Donata Wenders „Impressionen aus der Werkstatt“.

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