Martin Schramm Unterwegs mit Bonhoeffer

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Inhaltsangabe zu „Unterwegs mit Bonhoeffer“ von Martin Schramm

Die große Bonhoeffer-Biografie von Eric Metaxas hat zuletzt für viel Gesprächsstoff gesorgt. Manche Menschen haben den berühmten Theologen dadurch ganz neu für sich entdeckt - auch Martin Schramm. Er reiste an Orte, wo Bonhoeffer gewirkt hat, und versuchte dort, dessen bedeutende Schriften wie "Nachfolge" oder "Gemeinsames Leben" zu verstehen und in seinen eigenen Alltag zu übertragen. Entstanden ist ein wunderbar inspirierendes Buch, das Dietrich Bonhoeffers Texte in unser heutiges Leben holt und zeigt, wie hochaktuell sie auch heute noch für unseren Glauben sind.

Das Buch vermittelt nicht ur Wissen über Bonhoeffers Leben, es reflektiert seine Erkenntnisse in unsere Zeit. Anspruchsvolle Lektüre!

— mabuerele
mabuerele

Um dieses Buch würdigen zu können, muss man sich im christlichen Glauben auskennen und etwas Grütze aufwenden - es ist toll!

— wandablue
wandablue

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  • Was hat uns Bonhoeffer heute zu sagen?

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    mabuerele

    mabuerele

    „…Nicht nur die Zeit ist religionslos geworden. Auch der Mensch scheint gut ohne Gott zurechtzukommen…“ Der Autor hat ein ungewöhnliches Buch geschrieben. Er folgt den Spuren Dietrich Bonhoeffers und versucht, die Erkenntnisse des Theologen in die heutige Zeit zu übertragen. Die Reise beginnt auf der Insel Fanö. Dort geht es um Nachfolge, die sich ergibt aus der Sehnsucht nach Gott. Bei seinem Lauf um die Insel beschreibt der Autor nicht nur die Landschaft, er findet Beziehung zwischen seinem Laufen, den Begegnungen unterwegs und den Stationen der Nachfolge. Manche der Sätze laden zum Nachdenken ein. Ausschnitte aus dem Leben Bonhoeffers auf der Insel und dem hier entstandenen Buch und Interpretationen von Begebenheiten aus der Bibel ergänzen den Abschnitt. In Zingst und Finkenwalde beschäftigt sich der Autor mit der Sehnsucht nach Gemeinschaft. Aus persönlichem Erleben erläutert er die Bedeutung der Gemeinschaft und der Kraft, die im gemeinsamen Beschreiten des Weges liegt. Einen breiten Raum nimmt der Umgang mit Konflikten ein, denn Gemeinschaften sind zerbrechlich. Im letzten Teil besucht der Autor das Bonhoefferhaus in Berlin. Hier hat der Theologe sich mit Ethik befasst. Es geht um die Sehnsucht nach Leben, um die Frage, wie man als Christ heute leben soll. Einige der Erkenntnisse Bonhoeffers lassen sich fast eins - zu – eins auf die Verhältnisse der Gegenwart übertragen. Obiges Zitat steht als Beispiel dafür. Besonders gefallen hat mir das fiktive Gespräch zwischen Bonhoeffer und Fallada. Das Buch ist keine einfache Lektüre. Es erfordert ein Mitdenken und Durchdenken. Durch den Schreibstil gelingt es dem Autor, seine Gedanken gut zu gliedern. Die Abschnitte, die sich mit Bonhoeffers Leben beschäftigen, sind kursiv gedruckt. Kerngedanken werden am Rande grau unterlegt als eine Art Zitate hinterlassen. Am Ende jedes Gedankenkapitels fasst der Autor die entsprechende Station der Nachfolge kurz und prägnant zusammen. Auch das ist kursiv hervorgehoben. Zusammenfassungen in Form von Stichpunkten finden sich an unterschiedlichen Stellen im Text. Interessant fand ich die Einbeziehung literarischer Werke in den Text und deren vergleichende Betrachtung zu den Büchern von Bonhoeffer. Das betrifft „Der Steppenwolf“ von Hesse und „Wolf unter Wölfen“ von Fallada. Bereichert wird das Buch durch Fotos von Bonhoeffer und den besuchten Orten. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das liegt auch daran, dass mir der Autor verschiedene Lebensstationen Bonhoeffers auf neue Art dargebracht und daraus konkrete Schlussfolgerungen für unser heutiges Leben abgeleitet hat.

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  • Leserunde zu "Unterwegs mit Bonhoeffer" von Martin Schramm

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    MartinSchramm

    MartinSchramm

    Liebe Leser, mein neues Buch "Unterwegs mit Bonhoeffer" ist erschienen und ich würde mich freuen, wenn wir uns in dieser Leserund gemeinsam auf den Weg machen. Das Buch handelt von meiner Reise an verschiedene Orte, die im Zusammenhang mit dem Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer stehen. Ich habe während dieser Reise viel über mich selbst, das Miteinander mit anderen und die Lust am Leben erfahren. Dietrich Bonhoeffer war dabei mein Reisebegleiter. Erste Reaktionen auf das Buch waren sehr positiv und haben gute Gespräche eingeleitet. Deshalb bin ich sehr gespannt, welcher Ausstausch sich bei dieser Leserunde ergibt. Ich werde mehrfach in der Woche hereinschauen und auf Fragen reagieren.

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  • Eine Reise durch das Leben

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    Arwen10

    Arwen10

    29. January 2014 um 16:43

    In diesem Buch folgt der Autor Martin Schramm den Spuren des großen Theologen Dietrich Bonhoeffer in den Orten Fanö, Zingst , Finkenwalde, Berlin, und zuletzt nach Buchenwald . Dabei erhält der Leser einen guten Einblick in das Leben Bonhoeffers. Dazwischen gibt es auch ein paar Texte von Bonhoeffer selbst, so dass man am Ende ein umfassendes Bild von Bonhoeffer hat. Das Besondere an diesem Buch sind aber die tiefsinnigen Überlegungen und Betrachtungen des Autors. Dabei besucht der Autor selbst die Orte , in denen Bonhoeffer wirkte und vergleicht die einzelnen Stationen Bonhoeffers mit seinen eigenen Lebensabschnitten. Und auch der Leser nimmt daran teil. Zum einen strömt das Buch eine wohltuende Ruhe in der Hektik der heutigen Zeit aus. Dabei bleibt es aber nicht. Als Leser stellt man sich selbst den Fragen aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. In kleinen Etappen gelesen, lässt es mich nicht mehr los. Den ein oder anderen Gedanken werde ich bei Bedarf nachlesen. Eine wirklich geniale Idee, dem Leben Bonhoeffers zu folgen. So ist dieses Buch weniger eine Biografie sondern ein Betrachtungsbuch, z.B. Wie folgen wir Jesus nach ? Wo sind unsere Schwierigkeiten ? Wie und was  glauben wir ? Fazit: Ein ganz anderes Buch über Bonhoeffer, das dazu einläd, das eigene Leben zu überdenken. Sehr empfehlenswert !

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  • Eine Pilgerreise der besonderen Art

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    cho-ice

    cho-ice

    25. January 2014 um 12:44

    „Unterwegs mit Bonhoeffer“ ist ein origineller und unheimlich bereichernder Ansatz, dem Menschen Bonhoeffer, aber auch den großen Fragen des Lebens (die ihn damals ebenso umtrieben wie uns heute) nachzuspüren und sich darauf einzulassen. Gemeinsam mit Martin Schramm habe ich mich auf den Weg gemacht, den drei wesentlichen Stationen auf Dietrich Bonhoeffers Weg  zu begegnen – der Insel Fanö, den Seminarorten Zingst und Finkenwalde sowie Berlin, seiner Heimatstadt und letzten Etappe vor dem KZ. Dabei war mir bewusst, dass mich keine Biografie im klassischen Sinn erwartet und der Autor den Leser vielmehr auf seinen persönlichen Reflektionsprozess und „Pilgerweg“ mitnimmt. Ich habe mich daher gern eingelassen auf die Fragen und Denkanstöße – jedes Kapitel endet mit dem kurzen Abschnitt „Stationen auf meinem Weg der Nachfolge“, wo das Gelesene noch vertieft und weitergedacht werden kann. Nach dieser kurzen Beschreibung werden die meisten sicherlich schon ahnen, dass dies kein Buch ist, dass man „im Galopp“ durchreitet, sondern eher im Schritt- und manchmal auch im Schneckentempo zu sich nimmt. Ich habe mir dafür insgesamt mehrere Wochen Zeit gelassen und empfand das als sehr gut so. Da die Kapitel zwar aufeinander aufbauen, aber in sich abgeschlossen sind und insgesamt auch gut gegliedert, ist es problemlos möglich, auch nach einer Lesepause wieder direkt einzusteigen. Letztlich war ich doch positiv überrascht, wie viel Biografisches Schramm in sein Buch einfließen lässt, und zwar im doppelten Sinne: Der Leser erfährt zum einen viel über Bonhoeffers Leben, weshalb das Buch sich auch für Leute eignet, die bisher noch nicht so viel über den berühmten Pastor und Märtyrer im Dritten Reich wissen. Zum anderen gibt der Autor auch viel von sich preis, wird sehr persönlich – und gerade das macht meiner Meinung nach auch das Buch so echt und lesenswert. Dadurch, dass der Autor sich öffnet und dem Leser nahekommt, als Wegbegleiter, Suchender, Ringender, kann dieser sich auch selbst leichter öffnen und die Fragen und Impulse für sich persönlich reflektieren. Ich kann „Unterwegs mit Bonhoeffer“ nur wärmstens empfehlen – als Begleitbuch im Urlaub, bei einem Neubeginn jeglicher Art, für Stille- und Auszeiten oder -tage, ebenso wie für den „ganz normalen“ Alltag. Es lohnt sich, sich mit Martin Schramm auf den Weg zu machen. Wer ein offenes Herz hat, wird dabei Gott begegnen.

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  • Ein inspirierendes Leseerlebnis auf Bonhoeffers Spuren

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    Rezistern

    Rezistern

    21. January 2014 um 13:13

    INHALT „Wenn ich Fanø höre, muss ich an Bonhoeffer denken“ Dieser Satz eines Freundes regte Martin Schramm dazu an, für seinen Sommerurlaub auf jener dänischen Nordseeinsel Bonhoeffers bekanntes Buch „Nachfolge“ als Reiselektüre mitzunehmen. Dort in den Dünen auf Fanø, wo auch Bonhoeffer 1934 mit jungen Männern über die Zukunft der Kirche diskutiert hat, widmete sich Schramm dem Studium von Bonhoeffers Buch und versuchte sich, auf seine Gedanken und seine Situation einzulassen, in dem er auch den besonderen Ort auf sich wirken ließ. Da er mehr über Bonhoeffer erfahren wollte, reifte in ihm allmählich die Idee, weitere Orte zu bereisen, die das Leben des Theologen und Widerstandskämpfers geprägt hatten, und über seine Gedanken und Erlebnisse während dieser Entdeckungsreise – seinem „Unterwegs“-Sein - ein Buch zu schreiben. MEINE MEINUNG Daraus ist eine gelungene Mischung aus sehr persönlichem Reisebericht von Schramm mit eigenen Gedanken zu theologischen Themen und biographischen Notizen zu Bonhoeffer geworden, in dem seine Texte und seine auch heute noch sehr aktuellen Botschaften für uns Leser lebendig werden. Über Bonhoeffer gibt es bereits viele lesenswerte Bücher, diverse Biographien und theologische Abhandlungen. Sehr spannend finde ich jedoch das Konzept, mit dem sich Schramm in seinem Buch dem Theologen Bonhoeffer und seinem literarischen Werk annähert. So reiste Schramm an Orte, die für Bonhoeffer wichtig waren und sein Leben geprägt haben, nach Zingst, Finkenwalde, New York, Berlin und Friedrichsbrunn. In seinem Epilog berichtet er auch über die letzten, erschütternden Stationen in Bonhoeffers Leben: KZ Buchenwald und Flossenbürg, wo er inhaftiert war und hingerichtet wurde. Den Spuren des berühmten Theologen und Widerstandskämpfers folgend hat sich Schramm sehr intensiv mit Bonhoeffer beschäftigt und mit seinen Schriften auseinandergesetzt, darunter die Werke „Nachfolge“, „Gemeinsames Leben“, „Widerstand und Ergebung“. Während seiner Lektüre hat er die einzelnen Orte auf sich wirken lassen, taucht so immer tiefer in das bewegende Leben dieses Manns ein. Er tritt ein in einen inneren Dialog mit ihm, spürt drängenden Fragen nach und versucht Zusammenhänge zu erkennen, die sich auch auf unseren aktuellen Alltag übertragen lassen. Ein neues Verständnis von Nachfolge möchte Schramm herausarbeiten und sucht Antworten auf die zentrale Frage, wie Nachfolge heute gelebt werden kann, auf die wir beim Lesen immer wieder zurückgeführt werden. Sehr offen lässt uns der Autor an seinen persönlichen Überlegungen und Erfahrungen teilhaben und zeigt uns auf, was er persönlich von den besuchten Orten seiner Reise mitnimmt, welche Antworten er aus Bonhoeffers Schriften herauslesen konnte. Die Reihenfolge der bereisten Orte macht unterschiedliche Stationen auf seinem Weg deutlich, die zugleich auch unsere Etappen widerspiegeln, auf dem Weg Gott näher zu kommen und in christlicher Gemeinschaft zu leben. Entsprechend hat Schramm sein Buch in drei Abschnitte mit den Titeln „persönliche Nachfolge“, „ gemeinsame Nachfolge“ und „Nachfolge mitten im Leben“ untergliedert und beschäftigt sich darin entsprechend mit dem Themen „Selbstreflexion in der Lebensmitte", "Konflikte im Miteinander" und "Vitale Impulse des Lebens wahrnehmen". So beschäftigt er sich beispielsweise auf Fanö intensiv mit der Frage, was Nachfolge für uns persönlich bedeutet, in Zingst geht er der Frage nach, wie gemeinsames christliches Leben heute gelingen kann und in Berlin macht er sich Gedanken dazu, wie man heute als Christ mitten in dieser Welt leben kann. Insgesamt gelingt es dem Autor in seinem Buch sehr gut, dem Leser wertvolle Denkanstöße zu Glaubensfragen und hilfreiche Impulse für den eigenen Glauben und das Leben zu geben. Die Aufmachung des Buchs ist insgesamt sehr ansprechend, nur die Schrift hätte etwas größer gewählt werden können, um das Lesen angenehmer zu gestalten. Anhand stimmungsvoller schwarz-weiß Fotos ist die thematische Dreiteilung – Stationen auf dem Weg- gut erkennbar. Sehr schön herausgearbeitet ist in der Einleitung, was uns in dem Buch auf unsrer gemeinsamen Entdeckungsreise erwarten wird. Die Kerngedanken eines Kapitels werden in einem grauen Kasten am Seitenrand noch einmal zusammengefasst sind. Dadurch lassen sich die wichtigsten Aussagen schnell rekapitulieren und man kann mühelos auch nach längeren Pausen schnell den Faden wieder aufnehmen. Dies ist sehr hilfreich, da es sich anbietet dieses Buch nur kapitelweise in kleineren Etappen zu lesen, da die Kapitel wunderbar inspirierend sind und zum Nachdenken über das Gelesene anregen. Sehr schön hätte ich im Anhang noch eine chronologische Zusammenstellung von Bonhoeffers Vita und biographische Einordnung erwähnter Eckdaten gefunden. FAZIT Ein sehr empfehlenswertes Buch, das dem Leser Dietrich Bonhoeffer und seine Werke sehr anschaulich und ansprechend nahe bringt, und zum Nachdenken über Glaubensfragen angeregt. Vor allem für Leser mit christlichem Hintergrund ein sehr inspirierendes Leseerlebnis!

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  • Eine Entdeckungsreise

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    Wortklauber

    Wortklauber

    27. December 2013 um 10:54

    Auf eine Entdeckungsreise hat sich Martin Schramm begeben: Er hat Orte wie Berlin, Fanö und Zingst bereist, Orte, die Wirkungsstätten des Theologen Dietrich Bonhoeffer waren, aber auch Buchenwald und Flossenbürg. Eine Entdeckungsreise kann das Buch auch für den Leser sein. Mit ihm teilt der Autor nicht nur biografische Notizen, sondern stellt im Rahmen dieser persönlichen Reiseberichte auch Fragen, die das Leben von Christen im Hier und Jetzt betreffen. Er hat über Bonhoeffer, sein Leben, sein Wirken, sein Verständnis von Glauben, seine Entwicklung nachgedacht, und reflektiert dies mit eigenen Erfahrungen, eigenen Einstellungen, auch eigener Veränderung. Es geht um Gottessehnsucht und um alltägliches Miteinander in christlichen Gemeinschaften, um Konflikte, um Nachfolge. So soll das Buch sowohl Inspiration als auch Herausforderung darstellen. Der Leser wird nicht nur mitgenommen, ihm wird nicht nur erzählt, wie es war (oder wie es gewesen sein könnte), sondern er wird auch zu eigenen Überlegungen, zur Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit angeregt. Es ist eine Spurensuche auf der Fährte des widerständigen Theologen Dietrich Bonhoeffer – aber auch ein Sich-Infragestellen in christlicher Hinsicht. Dies ist das Besondere an dem Buch – einem von vielen über Bonhoeffer – etwas, das es somit auch nicht für jeden Leser geeignet sein lässt, ihm aber etwas durchaus Eigenes verleiht.

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  • Unterwegs mit Bonhoeffer (Martin Schramm)

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    MiniBonsai

    MiniBonsai

    24. December 2013 um 07:12

    Ich bin schwer beeindruckt wie der Autor sich ganz persönlich, aber doch auch für den Leser nachvollziehbar und zu eigenen Gedanken anregend dem Menschen Bonhoeffer und seiner Glaubens- und Lebenseinstellung genähert hast. Für mich war das Buch eine wunderbare, "entschleunigende" Lektüre in der Adventszeit. Der Autor reist an Orte, an denen auch Bonhoeffer war, lässt sich ein auf seine Gefühle beim Gedanken an Bonhoeffer und dessen Erfahrungen. Dabei liest er auch in Bonhoeffers Texten und Büchern und bezieht auch Berichte von Bonhoeffers Weggefährten ein. Die persönlichen Glaubenserfahrungen mischen sich mit jenen von Bonhoeffer... und ich als Leser kann es gleich tun. Das Buch hat mir Bonhoeffer auf eine ganz neue Art näher gebracht und mich mit meinem Glauben ins Gespräch gebracht. Dies Buch habe ich gewiß nicht zum letzten Mal gelesen!

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  • Ein neuer Blick auf Dietrich Bonhoeffer

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    irismaria

    irismaria

    17. December 2013 um 10:37

    In "Unterwegs mit Bonhoeffer" erzählt der Autor Martin Schramm von seiner Reise an verschiedene Orte, die im Zusammenhang mit dem Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer stehen. Es ist eine gelungene Mischung aus Informationen über Bonhoeffer und Auszügen aus seinen Texten einerseits und persönlichen Erlebnissen des Autors und Deutungen der Bonhoeffer-Texte bzw. Lebensereignisse andererseits. "Unterwegs mit Bonhoeffer" ist kein Buch, das man einfach „runterlesen“ kann, sondern eignet sich als geistliches Lesebuch, das Anregungen für den eigenen Glauben geben kann. Ich habe durch das Buch Bonhoeffer neu entdeckt und wertvolle Denkanstöße erhalten.

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  • "Ich danke Dir, dass Du mich gedemütigt hast und lehrst mich Deine Rechte"

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    TochterAlice

    TochterAlice

    14. December 2013 um 15:38

    Das war Dietrich Bonhoeffers liebstes Zitat aus seinem Lieblingspsalm (Ps. 119, 71), den der Autor Martin Schramm in Verlauf seiner Erläuterungen zu Bonhoeffer aber vor allem an Bonhoeffer entlang zitiert und auch ich liebe ihn sehr - ich hatte es nur vergessen - und interpretiere hier die Demut für mich als eine Rückkehr zum Wahren, Vertrauten, Ursprünglichen. Bonhoeffer dagegen... ach, das sollten sie selbst lesen wie auch vieles andere, denn von Bonhoeffers Reisen, von seinen Stationen hie und da auf der Welt kann man für sich die eine oder andere Anregung für den eigenen Alltag ableiten. Das habe ich beispielsweise durch die Auseinandersetzung mit dem lange vergessenen Psalm getan, das tut viel mehr noch Martin Schramm in allen Teilen des Buches, in denen er die Nachfolge Bonhoeffers beschreibt - nein, nicht dessen Adaptation, sondern vielmehr die Umsetzung seiner Werte im Alltag des 21. Jahrhunderts. Dies kann so unterschiedlich erfolgen, wie sich eben die Alltage der verschiedenen Menschen gestalten.... ach, und ich gerate selbst wieder ins Philosophieren, in die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen. Dabei wollte ich nur ein lohnenswertes Buch vorstellen, eines, das den Leser mitnimmt und zwar sowohl über die Gedanken von Bonhoeffer als auch über die von Martin Schramm. Schramm hat sich drei Stationen des Vielgereisten herausgepickt - Faro, Zingst und Berlin und anhand dieser eigene Gedanken weiterentwickelt und zwar zu den Themen "Selbstreflexion in der Lebensmitte", "Konflikte im Miteinander" und "Vitale Impulse des Lebens wahrnehmen", in den er sich am Leben Bonhoeffers entlang in sein Eigenes hineinhangelt. Das Buch - ein eher schmales Bändchen, das zudem einige Fotos enthält - ist unglaublich dicht, prall gefüllt mit Wissens- und mehr noch mit Nachdenkenswertem. Schon allein die Aufmachung ist sehr ansprechend, das Büchlein ist sehr liebevoll gestaltet - bereits daran erkennt man, wie wichtig das Thema dem Autor und dem Verlag ist. Wer Antworten sucht, könnte sich hier an der falschen Stelle wähnen: es werden sehr, sehr viele Fragen aufgeworfen - ein zentraler, wenn nicht der wichtigste Punkt bei der Glaubensfindung und beim Leben mit dem Glauben. Aber erhält man nicht auch gleichzeitig eigene, individuelle Antworten, wenn man sich ein wenig auf das Thema einlässt? Ich zumindest habe es so empfunden. Ein Buch, das den Leser tragen, ihn aber auch erschlagen bzw. einfach zu sehr dominieren kann - die Fülle an Informationen, Vorschlägen, Ideen ist schlicht unglaublich. Ich habe einen Mittelweg gewählt und mir häppchenweise Bonhoeffer bzw. Schramm gegönnt - und bin, so finde ich, gut damit gefahren: so schnell werden mich diese Anregungen nicht wieder loslassen. Wer sich ein wenig besinnen, über Vergangenes und Zukünftiges nachdenken, alte Werte wiederfinden und völlig neuen Ideen begegnen will - selbstverständlich im Geiste von Bonhoeffer - dem kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen!

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  • Achtung Ernsthafte Lektüre - Denken erforderlich!

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    wandablue

    wandablue

    Mit den Schriften Dietrich Bonhoeffers in der Hand, z.B. „Widerstand und Ergebung“, „Nachfolge“, „Gemeinsames Leben“, „Ethik,“ „Brautbriefe“, „Von guten Mächten, Gebete und Gedichte“ begibt sich der Autor, örtlich und geistig, in die Spuren und Stationen von Dietrich Bonhoeffers Wirken. Dabei verwebt er die Lebensthemen Bonhoeffers „Wie kann ein Christ seinem Christus wirklich nachfolgen, sozusagen in ganz echt?“, „Wie kann Gemeinsames Leben gelingen trotz menschlicher Mangelhaftigkeit ?“ und „Wie kann man in dieser Welt auch heute, also jederzeit, als Christ leben und sich helfend einbringen, obwohl man ständig enttäuscht wird und wiederum andere enttäuscht?“ mit seinen eigenen Glaubensfragen „wer bin ich überhaupt? wer definiert mich? wodurch definiere ich mich?“. Überwiegend gelingt dies dem Autoren hervorragend. Da und dort ist die Sprache ein wenig altbacken, fast eingerostet, das mag damit zusammenhängen, dass er sich mit Texten beschäftigt, die inhaltlich zeitlos, sprachlich aber im vorigen Jahrhundert entstanden sind, zudem theologisch überhöht. Die Brücke zur Sprache der Moderne wird nur zögerlich beschritten. Gleichwohl nehme ich neben den bekannten Glaubensinhalten mit, dass Bonhoeffer sich gedanklich niemals von seinem Heute entfernen wollte, er hatte Freude an der Musik und an der Literatur seiner Zeit und zwar nicht nur an geistlicher – so wie an den Menschen, denen er in stetig wachsender Anteilnahme gegenüberstand. Die Kapitel über die Gemeinschaft und ihre Grenzen bzw. die Grenzen der Ideologie von Gemeinschaft („Wo die Frühnebel der Traumbilder fallen, [erst] dort bricht der helle Tag christlicher Gemeinschaft an.“) sind wie vieles, was Bonhoeffer gedacht, gelebt und geschrieben hat, aktueller denn je. Dass die Sichtung der Enttäuschung beim Enttäuscht-werden und Enttäuscht-sein über den anderen (und von dem anderen her) steckenbleibt, und nicht in die Ent-Täuschung über sich selbst mündet (also in der Realität) und nur von daher einen Ausweg sucht, ist das Grundübel aller Formen von Gemeinschaft, auch der digitalen ;). Und dass Dietrich Bonhoeffer mit 37 Jahren sich an ein achtzehnjähriges Mädchen zu binden gewillt ist (ohne vorher andere Bindungen gelebt zu haben), 1943 ist die Verlobung mit Maria von Wedemeyer, wird angesichts der Lebendigkeit Marias vom (männlichen !) Autor überwiegend positiv aufgenommen, dies ist jedoch einer der wenigen kritischen Anfragen, die ich an Dietrich Bonhoeffer habe, der überwiegend und intensiv in männlicher Gesellschaft gelebt, mit einer Partnerin auf Lebens- und Augenhöhe nichts anfangen kann oder sich sogar bedroht gefühlt haben mag. Zwei Jahre hatte Bonhoeffer noch, in denen er inhaftiert, trotzdem ein vorbildhaftes Glaubensleben führte, nun auf den Punkt gebracht bei der Nagelprobe: ist Christus genug? Alles in allem? Alles in allem: hat Martin Schramm mir Dietrich Bonhoeffer und seine Gedanken sehr nahe gebracht. Manches wusste ich schon. Und trotzdem, die innere Freiheit, die Bonhoeffer gerade inhaftiert (er)lebte, und die Erfahrungen, die er bezüglich des Miteinanders in Konflikten weitergegeben hat, die der Autor noch einmal nachzeichnete und mit seinem eigenen Erleben unterlegte, sind ein grossartiges Leseerlebnis und ein Gewinn gewesen.

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  • Schramm, Martin - Unterwegs mit Bonhoeffer

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    Emili

    Emili

    10. December 2013 um 08:55

    Bei dem Buch handelt es sich um ein Sachbuch, das die Biographie des weltbekannten Theologen Dietrich Bonhoeffer wie auch die ganz persönliche Erlebnisse, Gedanken und Momente des Autors behandelt. Inspiriert von dem Lebenswerk Dietrich Bonhoeffers hat sich der Autor auf eine Reise begeben, nicht nur im übertragenen  Sinne. Martin Schramm reist durch die Orte, wo auch Bonhoeffer Spuren seiner Wirkung hinterlassen hat. Seine Reise beginnt auf Fanö- einer kleinen Insel an der dänischen Nordseeküste, geht über Zingst und Finkenwalde nach Berlin, auch Buchenwald und Flossenbürg lässt der reisende Autor nicht aus. Den Stationen im Leben von Bonhoeffer folgend, erforscht der Autor auch sein eigenes Leben, seine Gedanken, seine Fragen nach dem Sinn, seinen Glauben an Gott. In einem geistigen Dialog sucht der Autor Antworten auf solche Fragen, die auch viele Christen bewegen: Wie stehe ich zu der Nachfolge; was bedeutet es für mich; Was bedeutet mir die christliche Gemeinschaft, wie stehe ich dazu, wie gehe ich mit Enttäuschungen und Schwierigkeiten, die unausweichlich in einer Gemeinschaft auftreten, um; Wie gehe ich mit der Sehnsucht nach Gott um; Wie wachse ich im Glauben. All die Fragen bringt der Autor in Einklang mit Bonhoeffer Gedanken zu diesem Themen. Es werden viele Stellen zitiert und Bezug auf Bibel genommen. Das Buch ist nicht einfach zu lesen, denn es regt zum Nachdenken an, und man braucht Zeit und Muße für diese Lektüre. Empfehlen würde ich das Buch den Lesern mit einem christlichen Hintergrund.

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  • Bonhoeffers Reise

    Unterwegs mit Bonhoeffer
    Seelensplitter

    Seelensplitter

    09. December 2013 um 17:08

    Das Buch Unterwegs mit Bonhoeffer von Martin-Schramm ist nicht das leichteste Buch, und dennoch regt der Autor gerade deswegen an, nachzudenken. Man sollte sich in das Buch hineinfuchsen und nicht so schnell aufgeben. Und am besten Häppchenweise lesen, denn in einem Rutsch ist das Buch leider nicht lesbar (deswegen auch nur Drei von Fünf Sternen ingesamt) Der Autor erzählt nicht nur von Bonhoeffers Reisen die mehr oder minder freiwillig waren, sondern gibt sein Erleben und wie er fühlt und handelt mit auf den Weg. Für mich etwas schwierig, denn ich denke das das Buch darauf aufbaut das der Leser schon viel mehr Erfahrungen gemacht hat als ich oder vielleicht hab ich auch einfach ein zu starres denken, so das ich mich auf die Gedanken von anderen Menschen die sie mir nahe bringen wollen in Schriftform nicht so den Zugriff. Dennoch ist es ein wertvolles Buch, weil man wie gesagt zum Nachdenken angeregt wird, ist das was ich lebe wirklich das was ich leben will? GIbt es nicht noch mehr oder weniger? Das Buch würde ich nur Leuten empfehlen, die selbst Christlichen Hintergrund haben, und die sich nicht abschrecken lassen von Verwirrungen (die ich ein klein wenig durch das Buch erfahren habe) Man braucht Zeit für das Buch, und ich denke auch das man durch einmal lesen nicht alles ergreifen kann. Dennoch finde ich das Buch gut, nur leider reicht es für mich nicht das was gutes ist um 5 Sterne zu geben. Danke das ich es lesen durfte, das ich unter den auserwählten war.

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